E-Book, Deutsch, Band 5
Collins Ein Schotte zum Küssen
1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96817-649-9
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, Band 5
Reihe: Ein Schloss in den Highlands-Reihe
ISBN: 978-3-96817-649-9
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Eine schottische Traumhochzeit – da kann nichts schief gehen, oder?
Der humorvolle Liebesroman in den Highlands
Nach einem imposanten und romantischen Heiratsantrag in Paris wollen Reality-TV-Sternchen Hailey McGregor und der Millionär Scheich Hafidh al Abdil den Bund der Ehe schließen. Die Einschaltquoten von Haileys neuer TV-Show werden bei der Live-Übertragung der Hochzeit in die Höhe schießen, da ist sich Hailey sicher. Und das malerische Schlosshotel Farquhar außerhalb von Inverness eignet sich perfekt für die Hochzeitsfeier.
Doch in den zwei Wochen bis zur Hochzeit lernt Hailey ihren Verlobten Hafidh erst richtig kennen. Ist er wirklich der Traummann, der er vorgibt zu sein? Zu allem Überfluss verbringt sie viel Zeit mit seinem schottischen Geschäftspartner Padraig McTiernan, der keine Chance auslässt, um Hailey in Verlegenheit zu bringen. Dumm nur, dass sie bei seinem Anblick weiche Knie bekommt – und das, obwohl der Tag der Hochzeit immer näher rückt … Hailey muss sich entscheiden: für die Glitzer-Welt oder für ihre Gefühle.
Weitere Titel dieser Reihe
(ISBN: 9783968176758)
(ISBN: 9783968177076)
(ISBN: 9783968177397)
(ISBN: 9783968178653)
Erste Leserstimmen:
„unterhaltsame romantische Komödie in den Highlands“
„Mitreißender Schreibstil, wundervolle Charaktere und eine Geschichte, die mich fesselte.“
„Hier prallen drei Welten aufeinander, doch am Ende muss sich Hailey für die Liebe entscheiden.“
„Eine tolle Liebesgeschichte vor wunderschöner Kulisse.“
„Es war so lustig, ich musste immer wieder laut loslachen.“
Katherine Collins lebt mit ihren zwei kleinen Töchtern in einem kleinen Dörfchen inmitten des Vest. Seit 2014 veröffentlicht sie historische Liebesromane sowohl in Verlagen, als auch als Selfpublisher. Unter dem Pseudoym Kathrin Fuhrmann schreibt die Autorin Liebesgeschichten, die mal mit Crime und mal mit Fantasy unterlegt sind.
Autoren/Hrsg.
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Prolog
Ich warf unauffällig einen Blick zur Kamera. Es war mein erster Tag als Reality-TV-Sternchen und obwohl ich es durchaus gewohnt war zu posieren, verkrampfte sich mein Gedärm. Das rote Lämpchen leuchtete, was bedeutete, dass die Aufnahme bereits lief. Also setzte ich mein strahlendstes Lächeln auf, auch wenn es schmerzte, und zwinkerte in die Kamera.
»Miss McGregor«, mahnte Paul Conniers, der Aufnahmeleiter von , meiner neuen Show, und brach damit seine eigene Regel. »Sie sollen sich ganz natürlich verhalten. Tun Sie so, als wären wir nicht hier!«
Ich verbiss mir den Widerspruch, lächelte, nickte und ließ das Trio stehen, das aus einem Kameramann, dem Tontechniker und Paul bestand.
»Miss McGregor!«, rief Letzterer mir nach, was ich vorausgesehen hatte. Ich ignorierte ihn, schlüpfte durch die aufgehaltene Tür und sprach den Demichef de Rang an.
»Wir haben reserviert. Alabdil?«
Paul holte zu mir auf. Er griff nach meinem Ellbogen, nachdem ich dem Restaurantangestellten meinen Mantel überlassen hatte.
»Miss McGregor, Sie haben sich unseren Bedingungen anzupassen! Das hier ist keine YouTube-Spielerei mehr!«
Zugegeben, ich war es leid, wie ein Dummerchen behandelt zu werden. Nur weil ich mein halbes Leben lang als Püppchen Videos online stellte, war ich keine Idiotin. Genervt stellte ich mich der Konfrontation.
»Sie haben einen Vertrag unterschrieben!«
»Paul … ich darf doch Paul sagen?« Mein linker Mundwinkel zuckte, es wurde aber kein Grinsen. »Entweder ich verhalte mich, als ob Sie nicht da wären …«, ich deutete knapp auf die Techniker, die endlich aufgeschlossen hatten und Kamera und Mikrofon direkt auf mich richteten, »… oder ich achte darauf, dass Sie den Anschluss nicht verlieren.« Ich hob die Brauen. »Was soll es sein?«
Paul biss sich auf die Zunge, wobei er mich nicht aus den Augen ließ. Sicherlich überlegte er, wie er mich für meine freche Art bestrafen konnte. Ich kannte diesen Blick zur Genüge, schließlich war mein Stiefvater Sean Johnston doch ebenfalls Meister darin, nonverbale Drohungen auszusenden.
»Miss McGregor, Sie sollten Ihre Zunge hüten!«
»Das Konzept sieht das aber nicht vor, Paul. Laut meines Vertrages mit Ihrem Arbeitgeber der GAE soll mein Vlog eins zu eins auf das Fernsehen übertragen werden.«
Paul verkniff die ohnehin schmalen Lippen. Sein Blick war nun darauf ausgelegt, mich zu töten.
»Ma’am?«, sprach der Demichef de Rang mich an, da sich hinter der Kameracrew bereits eine Schlange bildete. »Mr Alabdil wartet bereits auf Sie.« Er deutete mit der behandschuhten Hand in den Saal, oder genauer in dessen Richtung, denn der Eingang wurde durch eine Wand von den Speisenden abgegrenzt.
»Bitte verzeihen Sie«, griff ich die Möglichkeit auf, Paul erneut zu brüskieren.
Ich wollte nicht hier sein. Nicht mit der Kamera, denn mein Date hielt ich für etwas Privates und es sollte auch so bleiben. Schön, ich hatte ihn auf meinem Vlog einige Male erwähnt, um die Abrufquoten zu erhöhen, was hervorragend funktioniert hatte, aber gesehen hatte ihn bisher niemand. Nicht einmal ich selbst kannte ihn persönlich, denn wir hatten bisher lediglich Fotos getauscht und via Voicemail kommuniziert.
Hafidh und ich führten eine Online-Romanze, die nun auf ihren Höhepunkt zusteuerte: der Übertragung in die Realität. Das machte mich gehörig nervös, weshalb ich noch streitsüchtiger reagierte als sonst. Allerdings nahm ich mich gewöhnlich für meinen Vlog zurück, um nicht negativ aufzufallen.
»Ich möchte Alabdil nicht länger warten lassen.«
Der Demichef de Rang führte mich persönlich zu meinem Tisch, von dem ein Mann in langem, weißem Kaftan aufstand. Verwirrt blieb ich stehen, denn er sah den Fotografien gar nicht ähnlich. Seine dunklen Augen durchbohrten mich ähnlich unfreundlich wie jene von Paul zuvor, der zumindest hübsche, blaue Iriden besaß.
Mein Stocken blieb sicherlich nicht unbemerkt, auch wenn ich meine Miene fest im Griff hatte und meine Missstimmung über die offensichtliche Lüge nicht abzulesen war. Ich hatte einen westlich gekleideten Mann erwartet, auch wenn ich wusste, dass ich mit einem Araber verabredet war, der die Staaten lediglich besuchte.
Ich spürte die Kamera in meinem Rücken, wusste, dass die Aufnahme lief und meine Reaktionen aufzeichnete. Also trat ich vor, ein Lächeln auf den Lippen, das gewöhnlich immer eine positive Reaktion in meinem Gegenüber hervorrief, und streckte die Hand aus.
»Hallo.«
Der ätzende Blick meines Gegenübers rutschte an mir herab und blieb an meinen Fingern hängen. Seine Worte waren unverständlich und klangen unglaublich rüde, dennoch behielt ich mein Lächeln bei, so schwer es mir nach dem vorherigen Zusammenstoß mit Paul auch fiel. Ich hatte mit einem Desaster gerechnet, allerdings nicht, dass ich scheitern könnte, bevor die Vorstellung überhaupt stattgefunden hatte. Nervös bemühte ich mich um einen zusätzlichen Funken in meinem Strahlen und hielt meine Stimme betont höflich.
»Ich bin Hailey, es ist mir eine Freude, dir endlich persönlich begegnen zu können.«
Noch immer starrte er mich lediglich an. In seiner Miene arbeitete es, sie zu deuten, vermochte ich jedoch nicht.
Langsam ließ ich die Hand sinken, nicht sicher, wie ich ohne Peinlichkeit aus dieser Situation herauskommen sollte. Ich bliebe sicherlich nicht für das geplante Dinner mit diesem ungehobelten Kerl! Andererseits hatte ich kaum eine Wahl, schließlich hatte ich keine Alternativen vorgeplant und wollte vor Paul auch nicht dumm dastehen. Innerlich haderte ich mit mir. Wenn ich nur standhaft geblieben wäre und das Date privat gehalten hätte, anstatt mich mit Einschaltquoten locken zu lassen!
Die Kamera hatte sich um mich herumgearbeitet und nahm mich nun frontal auf. Paul und Lex, der Tontechniker, blockierten mit ihm den Gang, obwohl der Tisch so gewählt worden war, dass andere Gäste nicht belästigt wurden.
Die Drehgenehmigung hatten sie nur dank Hafidh erhalten, da das Format meiner Show nicht dem Image des Sternerestaurants entsprach.
Er bereute es nun offensichtlich.
»Habibati, du bist pünktlich!«, wurde ich angesprochen, als ich mich gerade dazu durchrang, kleinbeizugeben und mich zu verabschieden. Ich musste mich drehen, um ihn ins Auge zu fassen und wäre dann beinahe in wildes Lachen ausgebrochen. Vor mir stand ein recht genauer Abklatsch zu dem Bild, das ich mir von Hafidh gemacht hatte. Seine Augen waren so braun, dass sie schon fast schwarz wirkten. Seine langen, dunklen Wimpern weckten bitteren Neid, denn als Rothaarige waren meine kaum zu erkennen.
Sein ebenfalls schwarzes Haar war mit Gel zurückgekämmt und leicht gelockt. Dies war mir gleich an ihm aufgefallen, als ich die ersten Bilder von ihm erhalten hatte. Und er trug, ganz westlich, einen Anzug. Ein Manko war gleich offensichtlich: Er war nicht so groß wie erhofft. Zwar war ich selbst klein, aber er überragte mich kaum einen halben Kopf weit.
Hafidh griff nach meiner Hand, um sie altmodisch an die Lippen zu heben, ohne dabei den Blick von mir zu nehmen. Es wirkte verteufelt verrucht, was allerdings nicht ganz zu ihm zu passen schien. Mein Date war definitiv ein Hingucker und das versprach zumindest einen angenehmen Abend.
»Du siehst wunderschön aus. Ich hoffe, Hassan hat sich benommen?« Er drehte mich bei seinen Worten und ich bekam den anderen Araber wieder in mein Blickfeld. »Ein Cousin, er wird uns beschützen.«
Meinen trockenen Gedanken wovor, verkniff ich mir laut auszusprechen, stattdessen atmete ich erleichtert aus und gönnte mir endlich den Rundumblick. Obwohl ich gute Restaurants gewohnt war, beeindruckte mich die schlichte, aber edle Ausstattung. Es gab kleine Separees mit Einzeltischen oder einer Gruppe von maximal vieren, sodass man sich an jedem Ort des Raumes abgeschieden fühlte. Noch während ich mich umsah, legte sich Hafidhs Hand in meinen nackten Rücken und schob mich vorwärts. Hassan wich aus, wodurch ich auf der Bank Platz nehmen konnte. Mein Date setzte sich mir gegenüber, wobei er Paul, Lex und Jason, den Kameramann, ignorierte.
Der höhnische Gedanke, dass zumindest Paul es nicht besser verdient hatte, ließ mich schmunzeln, auch wenn ich etwas irritiert war, dass der Mann des Abends mein Gefolge so absolut und natürlich übersehen konnte. Mir fiel es bedeutend schwerer, die vier zusätzlichen Personen zu übergehen, obwohl ich natürlich wusste, dass es sein musste. Ich hatte es mir zudem selbst eingebrockt. Warum hatte ich dieses Date nur bei der Einsatzbesprechung erwähnt?
»Du bist noch hübscher als in deinen Videos.«
Demnach kannte er meinen Vlog. Sollte ich nun geschmeichelt sein, dass er mich offenbar gegoogelt hatte?
Ich hatte mir die Recherche gespart, die lediglich meine Blind Date-Erfahrung ruiniert hätte. Ich schaute mir auch nie die Bewertungen der Produkte an, die ich testete, warum also bei einem Blind Date schummeln? Allerdings wäre mir das Missverständnis mit Hassan, dem unwirschen Cousin, Schrägstrich Bodyguard, erspart geblieben. Seufzend schob ich meine Bedenken und Sorgen beiseite, um mich ganz meinem Date zu widmen.
»Danke, das höre ich gern.«
Ich setzte mein Zwinkern ein, um nicht arrogant zu wirken, und gab das Kompliment zurück. »Deine Bilder werden dir auch nicht gerecht.«
»Gefalle ich dir nicht?«, hakte er mit einem harten Unterton nach. Sein Lächeln wackelte, was mich irritierte. Ich war selbst ein Pulverfass und konnte nur schwer mit Menschen umgehen, bei denen man jedes Wort auf die Goldwaage legen musste. Bisher hatte Hafidh auf mich einen freundlichen und ruhigen Eindruck gemacht. Aber...




