Collins | Ein Schotte zum Verwechseln | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1

Reihe: Ein Schloss in den Highlands-Reihe

Collins Ein Schotte zum Verwechseln


2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96817-675-8
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 1

Reihe: Ein Schloss in den Highlands-Reihe

ISBN: 978-3-96817-675-8
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Wenn ein Ausflug nach Schottland plötzlich für die Ewigkeit ist …
Der prickelnde und kurzweilige Auftakt der Reihe Ein Schloss in den Highlands

Carolina glaubt nicht mehr an die große Liebe. Sie hat in der Vergangenheit zu viele Enttäuschungen erlebt und hat außerdem am Scheitern ihrer langjährigen Beziehung zu knabbern. Gezwungen neu anzufangen, kehrt sie der Heimat den Rücken und nimmt das Angebot ihrer Freundin Sina an, bei ihrer Agentur Wedding Dreams anzufangen. Und schon sitzt sie im Flugzeug in Richtung Highlands, um dort eine Hochzeit zu planen! Leider erwartet Carolina in der schottischen Einöde dann auch nur eines: viel Arbeit. Weder ihre Kollegin Sina, noch der schweigsame Verwalter Kendrick machen es ihr leicht. Ständig wird sie damit aufgezogen, dass sie zu wenig Spaß am Leben hat. Doch wie soll das auch funktionieren, wenn Kendrick kaum ein freundliches Wort über die Lippen bekommt? Und warum ist es ihr überhaupt wichtig? Sie mag ihn schließlich selbst nicht – glaubt Carolina zumindest …
Dies ist eine Neuausgabe des Romans Ein Schotte im Bett

Erste Leserstimmen
„Sehr unterhaltsamer Liebesroman vor einer traumhaften, schottischen Kulisse.“
„Ich habe mit Caroline mitgelitten, mitgelacht und mich mitverliebt!“
„Sowohl die Highlands als auch die Liebesgeschichte haben mich komplett in ihren Bann gezogen.“
„Eine kurzweilige Liebeskomödie für zwischendurch, perfekt zum Abschalten und Träumen.“



Katherine Collins lebt mit ihren zwei kleinen Töchtern in einem kleinen Dörfchen inmitten des Vest. Seit 2014 veröffentlicht sie historische Liebesromane sowohl in Verlagen, als auch als Selfpublisher. Unter dem Pseudoym Kathrin Fuhrmann schreibt die Autorin Liebesgeschichten, die mal mit Crime und mal mit Fantasy unterlegt sind.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 2


Schatzsuche


Der erste Morgen auf Farquhar begann besser als erwartet. Keine nächtlichen Besuche diverser Insekten und fester Schlaf hatten meine Laune auf ein ungewohnt hohes Niveau gehoben. Ich kam ungehindert aus der Tür, fand das Speisezimmer ohne Probleme wieder und war auch ganz allein mit mir, so wie ich es bevorzugte. Während meines Frühstücks ging ich die Wünsche der Braut durch und konnte sie sogar mit Humor nehmen.

Es half, mir dies wieder und wieder vorzubeten, auch bei der zweiten Besichtigung des kleinen Schlosses. Zwanzig Schlafzimmer und nicht eines war bezugsfähig. Ich durchschritt ebenso viele Gesellschaftsräume, Salons, Musikzimmer und Ateliers.

Schließlich öffnete ich am Ende des Hauptganges im ersten Stock eine breite Flügeltür. Ein Saal erwartete mich. Ich trat ein und wurde geblendet – die Hand erhoben, blinzelte ich und stieß den Atem aus. Sonnenstrahlen schnitten durch Staubschwaden, aber es tat dem Anblick keinen Abbruch. Es war ein majestätischer Raum, oder er könnte es sein, wenn er nur nicht ganz so unbeachtet bleiben würde wie bisher.

Spinnweben hingen von den drei großen goldenen Lüstern und wirkten dabei wie schmucklose Girlanden. An der langen Seite hingen zwei überlebensgroße Gemälde von hübschen, jungen Damen von anno dazumal. Ihr Lächeln strahlte mit der Sonne um die Wette und erinnerte mich an ein anderes Bild. Die Frau, die ich am Vortag bewundert hatte. Die Rahmen waren ebenfalls vergoldet und kunstvoll verziert. Zwischen den Gemälden und jeweils zur freien Seite hingen breite, bestickte Teppiche, die zwar dringend einen Staubklopfer benötigten, aber in ihrer detaillierten Art sogar eingestaubt bewundernswert waren. Ich stand auf einer Art Empore und eine geschwungene Treppe führte hinab in den Saal. Auf der gegenüberliegenden Seite wiederholte sich der Aufbau und man konnte beide Treppen über die schmalen Gänge an beiden Seiten des Saals erreichen. Sicherlich war es ein toller Ort, um den Abend zu verbringen, wenn die Tanzfläche unten vollgestopft war mit Gästen, die sich im sanften Klang vornehmer Musik im Kreis drehten. Bestimmt ließen sich die Fenster auf der linken Seite des Saals auf dieser Höhe mühelos öffnen und man stand im angenehmen Durchwind, während sich unten die Hitze staute. Obwohl sich hinter den zugezogenen Vorhängen wohl auch Fenster versteckten. Verandatüren vermutlich, schließlich brauchte ein so großer Raum mehr Durchlüftung, als die Fenster hier oben erreichen konnten. Kein Wunder, dass die feinen Herrschaften Riechsalz dabei hatten, wenn sie auf einen Ball gingen. Bei dem zu erwarteten Gedränge und der schlechten Luftzufuhr, war es wohl an der Tagesordnung, dass die Damen umkippten.

Die Erinnerung an eine Szene meines Lieblings-Zeichentrickfilms überrollte mich und ich fühlte mich auf einmal wie Anastasia, die im heruntergekommenen Sommerpalast in einem Tagtraum schwelgte. Ich liebte den Film. Anastasia war so herrlich frech, manche mochten sie zickig nennen, aber ich fand, dass sie sich schlicht nichts gefallen ließ – auch nicht von Dimitri.

Grinsend und mir bewusst, wie verdammt albern es war, streckte ich geziert die Hand nach der Reling aus und schwebte so gut es mir möglich war die Treppe hinunter, um dann tiefer in den Raum zu trippeln und in einen Knicks zu versinken. Oder in etwas, was einem Knicks vermutlich nicht einmal nahe kam, denn ich kannte derartige Gepflogenheiten nur aus dem Fernsehen und hatte es nie zuvor selbst probiert. Ich hob die Hand und erhob mich wenig grazil, schließlich war mein Tanzpartner nur eingebildet. Das erklärte nicht meine peinliche Performance, die mit einem Walzer sicherlich nicht viel gemein hatte, aber mehr als Foxtrott hatte ich nie gelernt. Ich drehte mich, bis mir ganz schwindlig wurde und ging dann kichernd zu Boden. Staub wirbelte auf und ließ mich husten. Mit jedem Atemzug wurde der Reiz stärker und mein Husten fester. Ich rappelte mich auf, aber es half nichts. Die eine Seite des Saals war eine Fensterfront, auf die stolperte ich zu, mich krümmend vor Atemnot. Die schweren, zugezogenen Vorhänge entließen noch mehr Staub und machten es mir fast unmöglich, auch Sauerstoff einzuatmen. Ich zerrte am Vorhang, der sich nicht lüftete und krümmte mich noch stärker.

Zu allem Überfluss ging im nächsten Moment nicht nur Staub auf mich nieder, sondern gleich die ganze Länge Samt. Ich wurde förmlich unter dem Vorhang begraben und schrie erschrocken auf. Na ja, es wäre ein Schrei geworden, wenn ich dazu Luft gehabt hätte. Ich konnte mich nicht regen und geriet in Panik. Ich konnte so schon nicht atmen, jetzt war ich auch noch eingeschlossen und niemand wusste, wo ich war. Der Gedanke gab mir Kraft. Ich kickte und schlug um mich.

»Daingead, still halten!«

Süße Erleichterung schoss durch meine Adern. Kendrick, ich erkannte ihn bereits nach drei kurzen Worten an der Stimme!

Er war ein großer, starker Mann und sollte mich schnell befreit haben, trotzdem konnte ich nicht lange ruhig halten. Ich kämpfte mit meiner Atemnot und nun auch mit der Panik.

»Still! Ich muss den Zugang finden.«

»Luft«, keuchte ich. Der Vorhang glitt endlich von mir und ich schob mich mit letzter Kraft selbst hervor. »Stickig.«

Er hob mich auf seine Arme. Ich war zu erschrocken, um zu protestieren und, na ja, es war wohl der schnellste Weg hinaus. Ein kühler Hauch wehte über mein Gesicht und ich konnte endlich frische Luft in die Lungen saugen. Ich hustete wieder.

Kendrick setzte mich ab und ich krümmte mich. Er hielt mich aufrecht und riet mir zu atmen. Ich hing an seiner Brust. Meine Finger in seinem Flanellhemd vergraben und an meinem Ohr der Klang seines Herzschlags. Es wurde besser. Mit jedem Versuch bekam ich mehr Sauerstoff in die Lungen gesogen und sackte beruhigt zusammen. Er roch gut. Ich schloss die Augen.

Meine Sinne nahmen nach und nach ihren Dienst wieder auf, nicht nur mein Riechorgan. Seine Hand lag auf meinem Bauch, eigentlich ein Stück höher. Bei jedem Atemzug schrappte mein Busen an seinem Arm entlang. Das schreckte mich auf. Ich stieß mich von ihm ab und landete in meiner Hast auf dem Boden.

»Ms Hildebrick …« Er legte seine Hand auf meinen Rücken, als er sich zu mir kniete. Ich rutschte zur Seite weg und rappelte mich auf.

»Geht«, krächzte ich. Er rieb über seine Oberschenkel, was meinen Blick einfing. Schnell sah ich weg.

»Sie haben den Ballsaal verwüstet.«

Ich lachte auf, erschrocken über den Vorwurf und noch abgelenkt von seiner Berührung. Es fühlte sich an, als lägen seine Finger immer noch knapp unter meiner Brust. »Ich bitte Sie, da war Hopfen und Malz verloren, bevor ich meinen Fuß reinsetzte!«

»Nay, nur etwas verstaubt.«

Ich schnaubte. »Mr Kendrick …« Seine düstere Miene ließ mich abbrechen. Es brachte wohl nichts, schließlich hatte er keinen objektiven Blick auf seine Umgebung. Also klappte ich den Mund wieder zu.

»Es sind Arbeiten in Auftrag gegeben. In ein paar Tagen …« Er ließ es so stehen.

Ich schlang die Arme um mich und räusperte mich. »Also … Danke.«

»Es sollte Zeit für den Lunch sein.« Er deutete zum Haus. »Ich bringe Sie zu Ihrem Zimmer.«

»Ich finde den Weg.« Schnell stakste ich los, zwar war ich einmal mehr rüde, aber ich wollte weg von ihm. Es war ein übermächtiger Drang, einfach Platz zwischen uns zu schaffen. Viel Platz. Ein Schauer rollte über meinen Rücken und ich zog die Schultern hoch. Ich warf einen Blick zurück, um meinen stillen Verdacht bestätigt zu sehen: Er sah mir nach, mit einer Miene, die nicht sonderlich wohlwollend wirkte. Besser ich ging ihm aus dem Weg. Umso seltener ich mich mit ihm beschäftigen musste, umso besser war es für mein Seelenheil – ganz sicher! 

***

Auch der zweite Tag begann mit einer Erkundung. Ich war allerdings nicht mehr so frohgelaunt wie am vorherigen Morgen. Ich hatte einen ziemlich guten Überblick und war recht ernüchtert. Wir befanden uns auf einem alten, imposanten Herrenhaus mitten in der Einöde Schottlands – in der Vorstellung mochte es wie ein kleiner Traum klingen –, aber es war ein Alptraum. Ich wich einem Trupp Bauarbeitern aus und sah ihnen nach. Meiner Meinung nach war es unmöglich, in zwei Wochen aus diesem baufälligen Gebäude eine Traumlokation zu machen, wie sie die Braut offensichtlich erwartete. Hatte sie irgendeine Vorstellung davon, wie es hier momentan aussah?

Eine weitere Horde Männer in Arbeitsoveralls trampelte an mir vorbei. Wie sollte ich bei dem Krach arbeiten?

Ich verließ das Haus. Der Gedanke, frische Luft zu schnappen, endete vor dem verschlossenen Törchen zum versteckten Garten. Wunderte ich mich, dass ich ausgerechnet hier gelandet war? Ich hob meine Kamera an und schoss eine Serie von der Umgebung, inklusive zugewachsener Tür. Es war einfach zu verlockend. Ich schob das Objektiv vorsichtig zwischen das herzförmige Gitter und fotografierte. Es waren sehr starre Bilder und ich kaute auf meiner Lippe herum. Ein versteckter Garten, eine verschlossene Tür, ein dunkles Geheimnis?

Aufregung raste durch meine Adern und ich sah mich schnell um. Der Eingang war nicht zu sehen und es war nichts weiter zu vernehmen als das Summen der Bienen und das Zwitschern von Vögelchen. Ideal. Ich hob die Hand und legte sie auf die Klinke. Das kühle Metall verstärkte die Sensation und erweckte eine kleine Gänsehaut.



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