E-Book, Deutsch, Band 2671, 144 Seiten
Reihe: Julia
Collins Mit dir wird unser Märchen wahr
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2505-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2671, 144 Seiten
Reihe: Julia
ISBN: 978-3-7515-2505-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Eine Einladung zur exklusivsten Gala Londons? Als der jungen Modedesignerin Felicity die begehrte Einlasskarte zufällig in die Hände fällt, beschließt sie spontan, in einer selbst genähten Kreation dorthin zu gehen. Das ist ihre Chance entdeckt zu werden, wenn sie nicht für immer als Reinigungskraft arbeiten will! Doch als sie dort dem sexy Milliardär Saint Montgomery begegnet, fühlt sie sich jäh wie verzaubert. Ohne an morgen zu denken, lässt sie sich zu einer leidenschaftlichen Nacht verführen. Ein Fehler? Oder der Beginn eines wunderbaren Liebesmärchens?
Dani Collins verliebte sich in der High School nicht nur in ihren späteren Ehemann Doug, sondern auch in ihren ersten Liebesroman! Sie erinnert sich heute immer noch an den atemberaubend schönen Kuss der Helden. Damals wurde ihr klar, dass sie selbst diese Art von Büchern schreiben möchte. Mit 21 verfasste sie ihren ersten Roman und übte trotz verschiedener Bürojobs seither unerbittlich. Sie probierte sich an verschiedenen Genres, kehrte aber immer wieder zu ihrer Leidenschaft, den Liebesromanen, zurück. Oft dient ihr als Inspiration ihre eigene Überzeugung, dass man sein Happy End findet, wenn man bereit ist, sich voll und ganz reinzuhängen. Sie selbst hatte damit Glück, mit ihrem Mann lebt sie heute am idyllischen Christina Lake in Kanada. Ab und an gelingt es Doug, seine Frau von einer Schreibpause zu überzeugen. Das gemütliche Dachbodenbüro wird meist verlassen, um ihre zwei erwachsenen Kinder zu besuchen.
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1. KAPITEL
Saint Montgomery entschied, heute Abend nicht über den roten Teppich zu gehen, sondern den weniger auffälligen Seiteneingang zu nehmen. Er kam ohne Date zur Gala und wollte den Fotografen aus dem Weg gehen.
Aber auch wenn vor dem Seiteneingang nur eine kleinere Gruppe von Fotografen wartete, konnte er der Flut von Fragen zu seiner kürzlichen Trennung nicht aus dem Weg gehen.
„Saint! Sprechen Sie und Julie noch miteinander? Was ist passiert?“
Er hätte vielleicht doch eine Begleitung mitbringen sollen! Und wenn es nur darum ging, die Reporter mit einer neuen Geschichte zu versorgen.
Normalerweise waren seine romantischen Liebschaften locker und gingen in aller Freundschaft auseinander.
Seine Affäre mit Julie war allerdings eine ganz andere Geschichte. Er hatte sie dabei erwischt, wie sie versuchte, sein Computerpasswort zu knacken. Sie hatte behauptet, sie wäre eifersüchtig und dachte, er hätte eine Affäre. Aber er hatte ihr kein Wort geglaubt.
Saint war nicht überrascht, dass Julie nur aus Berechnung mit ihm geschlafen hatte. Die meisten Menschen handelten nur in ihrem eigenen Interesse, auch er. Aber trotz seiner desillusionierten Sichtweise auf die Menschen erschütterte ihn diese Erfahrung mit Julie.
Am Anfang ihrer Affäre hatte er gedacht, dass sie einfach nur gerne mit ihm zusammen war und sonst nichts von ihm brauchte. Sie stammte aus sehr reichem Elternhaus. Ihr Vater war ein berühmten Sportmoderator.
Erst kurz vorher hatte sie sich von einem Spitzensportler getrennt und Saint gesagt, dass sie nicht zu einer ernsthaften Beziehung bereit wäre. An seiner Seite hatte sie geflirtet und alle bezaubert, und Saint hatte geglaubt, dass ihre Beziehungsvorstellungen perfekt übereinstimmten. Er versprach den Frauen an seiner Seite Monogamie, aber sonst nicht viel.
Er hatte nicht geahnt, dass Julie spielsüchtig war. Oder dass sie versuchen würde, ihn auszuspionieren, um ihre Schulden zu bezahlen.
Sie hätte ihn Milliarden kosten können, wenn seine von ihm programmierte Sicherheitssoftware ihn nicht alarmiert hätte, als sie versuchte, sein Handy und seinen Computer zu klonen. Er hatte keine Anzeige erstattet, aber sie aus seinem Leben verbannt. Allerdings nicht, ohne vorher anzubieten, ihr eine Therapie wegen ihrer Spielsucht zu zahlen.
Statt sein Angebot zu akzeptieren, hatte Julie jede verdammte Talkshow im englischsprachigen Raum besucht und erzählt, wie schlecht er sie behandelt hätte.
Inzwischen konnte Saint es nicht mehr hören.
„Sie können dort drüben auf Ihre Begleitung warten.“ Vor ihm winkte der Doorman eine Frau auf einen Warteplatz neben der Tür und forderte die Gruppe vor ihm auf, hereinzukommen.
Beim Anblick der Frau hielt Saint inne. Spontanes Verlangen hielt ihn gefangen, als er die Vision in Blau mit den Augen verschlang.
Wer war sie? Sie war auffallend schön auf eine irgendwie ruhige Art, und er konnte einfach nicht den Blick von ihr abwenden!
Die meisten anderen Frauen hier trugen Kleider mit tiefen Ausschnitten, Diademe und Umhänge aus Straußenfedern. Das Make-up dieser Frau war dezent und ihr brünettes Haar fiel in sanften Wellen von einem Seitenscheitel herab. Anstelle von Diamanten trug sie ein Paar goldene Creolen und eine zierliche Kette mit einem Medaillon. Ihr Kleid war einfach und im Nacken gebunden, mit einem hohen, breiten Taillenbund, der ihre üppigen Brüste betonte. Der Rock fiel elegant über ihre ausgeprägten Hüften und bedeckte ihre Beine und Schuhe.
Saint ließ seinen Blick zurück zu den wundervollen Brüsten unter dem gerafften Seidenstoff wandern. Kein BH. Darauf würde er sein Leben verwetten! Ihre Brustwarzen zeichneten sich unter dem glänzenden Stoff ab. Als sie eine Haarsträhne von der Wange strich, bewegten sich die sanften Rundungen und ihre Brustspitzen drückten sich fester gegen das Kleid.
Saint schluckte. Er war ein gesunder Mann mit einem starken sexuellen Appetit, aber er begehrte selten eine fremde Frau. Nicht so. Nicht mit diesem unmittelbaren, intensiven Verlangen.
Obwohl sie ein selbstbewusstes Lächeln auf den Lippen trug, als sie die Fotografen beäugte, spürte er ihr Unbehagen.
Sie wartete auf etwas. Suchte sie nach einem Fluchtweg? Sie presste die Lippen aufeinander und machte einen Schritt zur Seite.
„Engel“, sagte Saint spontan und trat auf sie zu. „Ich bin so froh, dass du kommen konntest.“ Er beugte einladend den Arm und spürte, wie sich die Kameras auf sie richteten.
„Was?“ Ihr bernsteinfarbener Blick erinnerte ihn an reifen Whisky und ließ noch mehr Hitze in seinen Bauch strömen. Köstliche Wärme sammelte sich tief in seinen Lenden. Es war aufregend. Gefährlich, aber aufregend.
„Sir.“ Der Doorman trat ihm energisch in den Weg, als Saint versuchte, an ihm vorbeizugehen, doch dann erkannte er Saint und stammelte: „Ich bitte um Verzeihung, Mr. Montgomery. Natürlich können Sie hineingehen.“
„Wir blockieren den Eingang“, erklärte Saint seinem neuen Date. Er reichte ihr seinen Arm, führte sie in das laute Foyer und fand eine ruhige Ecke auf der Galerie.
Die Fremde blinzelte, während sie die Skulpturen und abstrakten Ölbilder betrachtete. Über ihren Köpfen hingen Origami-Blumen an Fäden und schaukelten in einer sanften, unsichtbaren Strömung, es wirkte wie eine auf dem Kopf stehende Wiese.
Die Frau besaß einen süßen Zauber, und ihr rosiger Mund war fast unwiderstehlich.
„Ich wurde auch versetzt“, sagte Saint und gab einem Kellner ein Zeichen, Champagner zu bringen.
„Sie machen Witze.“ Sie riss ihre großen Augen von der Decke los, als sie das Glas von ihm entgegennahm.
„Ein bisschen“, gab er zu. Niemand würde ihn jemals warten lassen. „Ich habe mich vor zwei Wochen getrennt.“
„Das tut mir leid.“ Sie klang aufrichtig, was bezaubernd war.
„Besser so. Und Sie? Wer ist der Dummkopf, der Sie versetzt hat?“
Sie hob selbstbewusst den Kopf. „Ich wusste, dass mein … äh … Date nicht kommt. Ich bin trotzdem gekommen, in der Hoffnung, dass sie mich reinlassen, was aber nicht der Fall war.“ Sie rümpfte die Nase. „Sie haben also einem ungeladenen Gast geholfen.“
„Ich habe schon Schlimmeres getan.“
Sie wollte etwas sagen, dann hielt sie sich zurück und biss sich auf die Lippen.
„Was? Sie haben schon von mir gehört?“ Das war keine Überraschung. Er hatte seine jungen Erwachsenenjahre mit Wein, Weib und Gesang vergeudet, und die Medien hatten ausgiebig darüber berichtet. Mittlerweile lagen diese Zeiten hinter ihm, aber der Playboy-Ruf blieb seine Visitenkarte.
„Vielleicht.“ Ihre Wimpern zuckten, als ihr Blick über die breiten ungepolsterten Schultern seiner Jacke hinunter zu den Knöpfen wanderte, mit denen sie geschlossen wurde. Er sah, wie ihre Zungenspitze über den Saum ihrer Lippen glitt.
Ihre Unterlippe war breit und voll, die Oberlippe schmaler mit zwei scharfen Spitzen in der Mitte und aufwärts gerichteten Mundwinkeln, die den Eindruck erweckten, sie hätte ein amüsantes Geheimnis.
Verdammt, er wollte sie küssen. Jetzt.
Doch als sie den Blick auf ihn richtete, lag eine gewisse Vorsicht in ihrem Blick. Sie hob fragend eine Augenbraue. „Sind Sie wirklich Saint Montgomery?“
„Ja.“ Er mochte es, dass sie seinen Namen so wohltuend normal aussprach. Das klang ganz anders als diese vornehmen Privatschulen-Akzente, mit denen die meisten seiner Bekannten sprachen.
„Also, warum haben Sie mich angesprochen?“
Ihm gefiel auch, wie direkt sie war. „Wollen Sie eine ehrliche Antwort? Ich finde Sie attraktiv.“
Sie verschluckte sich fast an ihrem Champagner. „Nein.“ Sie legte den Kopf schief und beäugte ihn misstrauisch. „Wahrscheinlich wollen Sie die Leute von Ihrer Trennung ablenken.“
Er zuckte zusammen. „Warum kann nicht beides stimmen? Ich finde Sie attraktiv, aber es hat mir auch gefallen, den Paparazzi einen saftigen Bissen vorzuwerfen. Jetzt stehen sie da draußen und fragen sich, mit wem zum Teufel ich hier bin.“
Ihre Augen weiteten sich, und sie blickte ihn alarmiert an.
„Warum? Ist das ein Problem für Sie? Wenn man weiß, dass wir zusammen hier sind?“
„Es wäre mir lieber, wenn es nicht bekannt wird.“ Sie blickte sich um und schüttelte fast ungläubig den Kopf. „Ich hätte nie herkommen sollen. Danke, dass Sie mich mit reingenommen haben, aber ich gehe wieder.“
„Warum?“ Er streckte eine Hand aus. Er musste sie noch einmal berühren, auch wenn er nur ihren nackten Ellenbogen streifen konnte. Gebannt beobachtete er, wie sich ihre Brustspitzen unter der dünnen Seide ihres Kleides abzeichneten. „Wer war Ihr Date? Warum sind Sie gekommen, wenn Sie dachten, man würde Sie nicht reinlassen?“
„Es ist mir peinlich, darüber zu reden. Wirklich.“ Dunkelrosa Flecken zeigten sich auf ihren Wangen. „Also … es war schön, Sie kennenzulernen, aber jetzt muss ich gehen. Auch wenn es mich ärgert, auf ein Abendessen im Wert von hundert Pfund zu verzichten.“
Sie war wirklich neu hier. „Fünfundzwanzigtausend.“
„Fünfundzwanzigtausend? Pfund? Was, diese Statue?“ Sie war gerade dabei gewesen, ihr halbvolles Glas auf den Sockel...




