Collins | Zwei Schotten und ein Liebesfall | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: Ein Schloss in den Highlands-Reihe

Collins Zwei Schotten und ein Liebesfall


2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96817-707-6
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2

Reihe: Ein Schloss in den Highlands-Reihe

ISBN: 978-3-96817-707-6
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Zwei Schotten sind einer zu viel … oder?
Der erfrischend-romantische zweite Band der Ein Schloss in den Highlands-Reihe

Sina hat es nicht leicht: Als Weddingplanerin richtet sie die Hochzeit ihrer besten Freundin Liny in den Highlands aus – mit schottischen Wettkämpfen, Kilts und Schafen. Ihr Ruf und ihr ehrgeiziger Plan, sich selbständig zu machen, um ihrem Ex und cholerischen Chef bei der Agentur zu entkommen, stehen aufgrund einer Reihe von Pannen und mysteriösen Unfällen auf der Kippe. Auch ihr Tischpartner Islay Campbell erweist sich als äußerst ungalanter Begleiter und harte Nuss. Keine Chance, dass Sina mit ihm als Partner bei den Highland Games das Preisgeld gewinnt. Sollte sie sich doch lieber für den charmanten, wenn auch aufdringlichen Ian McDermitt, dem Duke of Skye, entscheiden? Wenn da nicht immer dieses leise Kribbeln wäre, jedes Mal wenn sie in Islays Nähe ist – und bei den Highland Games muss man ganz schön auf Tuchfühlung gehen …

Dies ist eine Neuausgabe des Romans Ein Schotte zu viel

Weitere Titel dieser Reihe
(ISBN: 9783968176758)

Erste Leserstimmen
„Eine fabelhafte Fortsetzung in den nach wie vor atemberaubenden Highlands.“
„Liebe, Leidenschaft, Missverständnisse – alles was eine gute Liebeskomödie braucht!“
„Durch die bildhaften Beschreibungen Schottlands flogen die Seiten nur so dahin.“
„Die Humorvollen Dialoge und liebenswerten Charaktere machen ihn zu einem echten Wohlfühlroman!“



Katherine Collins lebt mit ihren zwei kleinen Töchtern in einem kleinen Dörfchen inmitten des Vest. Seit 2014 veröffentlicht sie historische Liebesromane sowohl in Verlagen, als auch als Selfpublisher. Unter dem Pseudoym Kathrin Fuhrmann schreibt die Autorin Liebesgeschichten, die mal mit Crime und mal mit Fantasy unterlegt sind.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Eine Hochzeit in den Highlands


Ich drückte Linys Schulter. Meine beste Freundin war außer sich, hatte bereits gläserne Augen und stand so offensichtlich kurz davor, in haltlose Tränen auszubrechen, dass ich etwas unternehmen musste, bevor die Stimmung umschlug. Sie war zwar sonst nicht nahe am Wasser gebaut, aber seit ich auf Farquhar war, bekam ich eine neue Seite an meiner jahrelangen Freundin präsentiert. „Tief durchatmen. Alles ist halb so schlimm“, versicherte ich also und grinste in den Spiegel, obwohl ich mindestens so angespannt war wie sie. Diese Hochzeit war nicht die erste, die ich organisierte, schließlich arbeitete ich seit acht Jahren als Weddingplanerin in einer Agentur, und doch stellte mich dieses Event heute immer wieder vor unerwartete Herausforderungen. Trösten von tränennahen Bräuten zählte normalerweise nicht dazu.

„Es passt nicht“, wiederholte sie, während die schottische Stylistin an der Verschnürung der Korsage zerrte. Es ergab ein recht lächerliches Bild bei dessen Betrachtung man sich fragte, ob es nötig war, die Korsage tatsächlich noch enger zu schnüren. Liny war schlank und auch hochgewachsen, anders als die pummlige Schneiderin, die an ihr arbeitete, als quetschte sie sich selbst in das zu kleine Kleid. „Uff.“ Sie tat ihr Bestes, um das Kleid zu schließen, das musste man ihr lassen, aber in diesem Punkt hatte Liny unbestreitbar recht.

„Wie kann es nicht passen? Die letzte Anprobe war doch erst vor zwei Wochen!“

Die Situation ging offenbar mehr und mehr den Bach runter, was konnte die Braut davon abhalten, in haltlose Tränen auszubrechen? Falsche Frage, was konnte Liny dazu bringen, die Haltung zu wahren? Schließlich war meine Freundin Liny dafür bekannt, sarkastische Kommentare abzugeben und sich nicht aus der Ruhe bringen zulassen. So hatte sie auch ihren Zukünftigen kennengelernt, Lachlan McDermitt, den Sohn des Duke of Skye. Bei der Planung der Hochzeit seines Bruders waren sie sich vor zwei Jahren begegnet: Auf einer Schafswiese. Damals waren Liny und ich noch Kolleginnen in der Agentur gewesen. Und nun ging sie mit einem schottischen Adeligen vor den Traualtar.

 Zwei Dinge halfen bei ihr immer: Konfrontation und Überraschung. „Hm, woran mag das liegen?“ Ich zwinkerte mit einem bedeutenden Blick auf ihren Bauch und erreichte, was kein Trost oder Zureden vollbracht hätten. Linys Augen klärten sich schlagartig, wurden größer und spiegelten Hoffnung wieder.

„Unsinn“, murmelte sie, trotz ihres Wunsches, schwanger zu werden, und strich sich dabei über den flachen Bauch, den sie zusätzlich einzog.

Auf den Weg gebracht, trieb ich es voran, alles war besser, als eine Braut, die jeden Moment die Fassung verlor und losheulte wie ein Schlosshund. „Ach ja? Da sagt ein bekanntes Klatschblatt aber etwas völlig anderes.“

Besagte Klatschzeitung spekulierte bereits seit der Bekanntgabe der Eheschließung zwischen meiner Freundin Liny und dem schottischen Adeligen, Lachlan Kendrick McDermitt, über die Gründe und einer davon war eine mögliche Schwangerschaft. Ich gab schon lange nichts mehr auf die Berichte, obwohl ich zu Beginn jede Ausgabe gekauft und verschlungen hatte, schließlich sah ich Liny so gut wie gar nicht mehr, seit sie sich nach Farquhar, dem Herrenhaus der McDermitts in den Highlands, zurückgezogen hatte: vor mehr als eineinhalb Jahren. Zwar telefonierten wir regelmäßig, immer noch, aber es war doch etwas anderes, nachdem wir ein Jahr lang zusammengearbeitet und dabei fast den ganzen Tag miteinander verbracht hatten. Ich vermisste sie, das gab ich gerne zu.

Liny drehte sich, um mich vis á vis anzusehen. „Ich bin definitiv nicht schwanger.“

„Also, wenn du mich fragst …“ Ich brach unter ihrem feurigen Blick ab und hob die Hände. „Schon gut, ich halte den Mund.“ Ich konnte mir weitere Provokationen sparen, Liny hatte sich wieder in der Gewalt. Sie strich das Kleid glatt, erst am Bauch, dann an den Seiten und drehte sich zum Ärger der Stylistin vor dem Spiegel hin und her, bis diese etwas Harsches sagte, was ich nicht verstand. Gälisch und vermutlich eine freundliche Bitte, stillzuhalten, aber in meinen Ohren klang jedes gälische Wort nach einer Beleidigung.

„Was wäre dabei?“, mischte sich Monika, Linys Schwester, ein und enthob mich der Notwendigkeit, sie bei Laune zu halten. Gut so, denn eigentlich hatte ich genug anderes zu tun. Nachrichten abzurufen zum Beispiel. Ian, der Bruder des Bräutigams, spammte mich mit Nachrichten zu. Keine von ihnen war irgendwie relevant, was mich gehörig ärgerte, schließlich hatte ich keine Zeit, die ich mir mit dummen Geschwätz vertreiben könnte. Neben Liny hatte ich noch eine Menge anderer Dinge im Auge zu behalten: Pastor, Verpflegung, Gästezahl und Anwesenheit, Blumen, Deko … Die Liste war endlos.

tippte ich schnell und warf Liny dabei einen Blick zu.

Wenn nicht, musste Ian halt vor der Tür warten. Mich interessierte momentan ohnehin viel mehr, ob der Geistliche mittlerweile eingetroffen war, hatte ich ihn doch den ganzen Morgen über nicht erreichen können. Was tat so ein schottischer Geistlicher wohl an einem Morgen, an dem er zwei Menschen vermählen sollte, dass er nicht zu erreichen war?

Ich schob den Gedanken und meinen aufwallenden Ärger darüber, dass noch immer keine positive Nachricht zum Verbleib des Pastors eingegangen war, beiseite. Gab es Alternativen? Da war doch etwas, was ich irgendwo mal gehört hatte, in Bezug auf Schottland und Hochzeiten, aber es wollte mir partout nicht einfallen.

„Ziehen Sie den Bauch ein, Madame!“, wies die Stylistin an und zog mit Gewalt an der Verschnürung. „Jetzt!“

Liny keuchte. „Sie bringen mich um!“

„Zu!“, stellte die dralle Stylistin zufrieden fest und trat von der Braut zurück.

„So geht das nicht!“

Was für eine Dramaqueen, aber zumindest das hatte sie mit allen Bräuten gemeinsam. „Atme einfach flacher. Es geht, glaub mir.“ Ich übernahm den Platz der Stylistin in Linys Rücken und lockerte die Verschnürung wieder. „Besser.“

„Ist es zu?“ Sie drehte sich bei dem Versuch, die Schnürung in ihr Blickfeld zu bekommen und glich damit einem Hund, der seinen eigenen Schwanz jagte. Putzig, wie aufgeregt sie war, und so untypisch für sie.

„Es ist alles bedeckt, was bedeckt sein soll“, versicherte ich. „Du bist wunderschön.“

„Pfft. Ich passe nicht in mein Kleid!“

Ich überging den Hinweis, legte den Arm um ihre Mitte und wies sie an, langsam und flach zu atmen. Wir übten es zwei Atemzüge lang zusammen. „Sieh es so, Lachlan werden die Augen rausfallen, wenn er dich zu Gesicht bekommt, das ist es doch wert, oder?“

Linys Augen begannen zu strahlen und aller Frust wich von ihr. „Ja, das ist es wert.“ Alles an ihr unterstrich ihre Worte. Es machte mich fassungslos. Das, oder dass sich tatsächlich leiser Neid in mir regte. Liny hatte unverschämtes Glück mit ihrem Lachlan, aber sie hatte es auch verdient, dass sie bewundert und geliebt wurde. Wusste sie eigentlich wie sehr? Ich hatte in den vergangenen Wochen sehr viel mit Lachlan gesprochen, mehr als in den zwei Jahren zuvor, und war immens beeindruckt von seiner Hingabe für Liny.

„Ms, die Tiara.“

Eine Nachricht ging ein und ich checkte sie schnell, mich auf meine Aufgabe konzentrierend. Es war nicht der richtige Augenblick, um zu sinnieren, zu hadern oder dem Schicksal böse zu sein, weil es zu mir nicht so gut war, wie zu Liny.

Der Pastor war da und damit war alles bereit. Ich schloss erleichtert die Augen. Wie hätte ich dagestanden, wenn die Zeremonie ohne Geistlichen hätte stattfinden müssen? Wie in Deutschland war es natürlich eine Pro Forma Sache, ein Gimmick, wenn man so wollte, die eigentliche Eheschließung wurde durch einen Standesbeamten vollzogen. Nur so war sie tatsächlich gültig, dennoch hatte es bedeutend mehr Flair, mit Gottes Segen getraut zu werden. Zumindest war dies die offizielle Erklärung für die doch sehr ausgedehnte Feier, die uns erwartete. Ich wusste allerdings, dass es weder dem Wunsch des Bräutigams, noch dem der Braut entsprach, so einen Aufwand zu betreiben. In dem Zusammenhang war sogar Las Vegas gefallen, aber letztlich hatte sich Liny der Etikette gebeugt und damit dem Willen der zukünftigen Schwiegermutter.

„Wir liegen hervorragend in der Zeit, falls es jemanden interessiert, und ich habe auch noch keine Hiobsbotschaften bekommen.“ Nicht ganz die Wahrheit, aber schließlich ging es mir darum, Liny zu beruhigen. Irgendwie war sie mehr als nur durch den Wind in letzter Zeit, hatte sogar die Planung ihrer eigenen Hochzeit völlig aus der Hand gegeben, was ich ihr nie zugetraut hätte. Schließlich hatte sie durch unsere Zusammenarbeit bei WeddingDreams mehr als genug Erfahrung gesammelt, mir nicht selten beigestanden und hatte ihre Aufgaben immer gut gemeistert. Vermutlich lag es an Lachlans Einfluss, dass sie einsah, wenn etwas nicht gut für sie war. Wie die nervenaufreibende Planung einer riesigen Hochzeit, die, obwohl Liny es nicht ahnte, anders verlaufen sollte, als ich es ihr geschildert hatte. Wieder vibrierte mein Handy und ich überflog Ians Nachricht.

Vielleicht sollte ich den Hinweis fallenlassen, wie sehr ich Gradlinigkeit schätzte? Ian war das komplette Gegenteil zu seinem Zwillingsbruder. Er redete gern und viel und am liebsten mit Frauen, was dazu geführt hatte, dass seine Ehe mit dem berühmten It-Sternchen Cheyenne Boularouse genau sechs Monate gehalten hatte. Seitdem brauchte er keine Rechenschaft mehr über seine Flirts abzulegen, was er nur...



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