E-Book, Deutsch, Band 19, 384 Seiten
Reihe: Julia Saison
Colter / Connelly / Berry Julia Saison Band 19
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0541-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 19, 384 Seiten
Reihe: Julia Saison
ISBN: 978-3-7337-0541-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DIE SCHÖNSTE BRAUT BIST DU! von CONNELLY, STACY
Hochzeitsplanerin Kelsey ist total nervös. Warum muss Connor McClane ausgerechnet jetzt in die Stadt zurückkehren? Der unwiderstehliche Bad Boy - Ex der Braut! - gefährdet ihr großes Projekt! Außerdem weckt er in ihr selbst verlockende, höchst unprofessionelle Gefühle ...
LASS DIESES GLÜCK FÜR IMMER SEIN von COLTER, CARA
Ein Traum in Weiß: Bewundernd streicht Molly über das Brautkleid, das gespendet wurde - dann schlüpft sie kurzentschlossen hinein. Doch der Traum wird zum Albtraum. Denn der Reißverschluss klemmt - und Sekunden später steht sie ihrem neuen Boss Houston Whitford gegenüber ...
CINDERELLA SAGT JA von BERRY, AMANDA
Wenn er in ihre Augen schaut, kommt Natalie ins Schwärmen, wenn er sie küsst, ist sie verloren. Ausgerechnet in Filmstar Chase Booker muss sie sich verlieben! Wo man doch weiß, dass es eine Beziehung in Hollywood immer in die Schlagzeilen, aber selten vor den Altar schafft ...
Cara Colter hat Journalismus studiert und lebt in Britisch Columbia, im Westen Kanadas. Sie und ihr Ehemann Rob teilen ihr ausgedehntes Grundstück mit elf Pferden. Sie haben drei erwachsene Kinder und einen Enkel. Cara Colter liest und gärtnert gern, aber am liebsten erkundet die begeisterte Reiterin auf ihrer gescheckten Stute Dakota die kilometerweiten Waldwege, die direkt an ihrem Haus vorbei- und in die freie Natur führen. Als Autorin von insgesamt 40 Büchern wurde Cara Colter mehrfach ausgezeichnet. 2006 erhielt sie von der Romantic Times einen Sonderpreis für ihre humorvollen Romane, 2007 kam sie erstmalig auf die Bestellerliste von Waldenbooks.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Ich kann nicht glauben, dass ich das hier tue.
Kelsey Wilson hastete in Rock und Pumps durch das Flughafengebäude. Die übergroße Handtasche schlenkerte bei jedem Schritt hin und her. Eine Locke ihres roten Haars hatte sich unter dem Schulterriemen verfangen. Sie hatte das Gefühl, jemand würde sich in ihrem Haar festkrallen. Um sie von der Aufgabe abzuhalten, die sie zu erledigen hatte.
Deine Familie zählt auf dich, Kelsey, hörte sie die Stimme ihrer Tante. Du weißt, was passieren kann, wenn eine Frau sich in den falschen Mann verliebt.
Kelsey brauchte Tante Charlenes Ermahnung nicht. Schließlich hatte sie ihre eigene Mutter als schlechtes Vorbild.
Olivia Wilson, Kelseys Mutter, hatte alles für einen Mann aufgegeben, der sie dann sitzen ließ. Sie war gerade achtzehn, als sie Donnie Mardell – Kelseys Vater – traf. Donnie hatte Olivia ewige Liebe geschworen und ihr den Himmel auf Erden versprochen. Und sie hatte ihm jedes Wort geglaubt. Als ihr Vater sie vor die Entscheidung stellte, zwischen Donnie und ihrer Familie zu wählen, hatte sie sich für Donnie entschieden. Für Olivia war es die große Liebe, aber für Donnie ging es nur ums Geld. Als die Wilsons ihm Bares anboten, damit er die Stadt verließ, hatte er es genommen, ohne sich weiter um Olivia und das ungeborene Kind zu kümmern.
Kelseys Cousine Emily dagegen hatte sich den Richtigen ausgesucht. Sie war mit Todd Dunworthy verlobt, dem einzigen Sohn einer reichen Familie aus Chicago. Er hatte sich in Scottsdale niedergelassen, um ein eigenes Unternehmen aufzubauen und sein ohnehin schon beachtliches Vermögen zu vergrößern. Todd sah gut aus und war charmant. Der Traum von einem Schwiegersohn für Tante Charlene.
Kelsey hatte die letzten zwei Monate rund um die Uhr gearbeitet, um die perfekte Hochzeit zu organisieren. Das Kleid, die Blumen, die Musik, die Torte – jedes Detail war aufeinander abgestimmt. Kelsey wusste, wie diffizil das Ganze war: Ging auch nur eine Kleinigkeit schief, konnte alles auseinanderbrechen. Und das durfte auf keinen Fall passieren.
Diese Hochzeit musste einfach gelingen. Kelseys Ruf hing davon ab. Sie hoffte, die Hochzeit ihrer Cousine würde das Highlight, das ihr Geschäft ankurbelte. Und sie war sich dessen so sicher, dass sie bereits einen Großteil ihres Ersparten in einen kleinen Laden in Glendale investiert hatte. Dieser Schritt hatte ihre Zuversicht gestärkt. Denn schließlich waren ihre Tante und ihr Onkel gut situierte und einflussreiche Leute mit ebenso wohlhabenden Freunden. Wenn ihre Arbeit bei den Hochzeitsgästen Anerkennung fand, dann würde ihre Firma Weddings Amour so richtig in Schwung kommen.
Noch wichtiger war, dass ihre Tante und ihr Onkel mitbekamen, dass auch sie erfolgreich sein konnte. Dass sie nicht nur die arme Verwandte war, die sie bei sich aufgenommen hatten. Sie war sechzehn gewesen, als ihre Mutter starb. Und Kelsey hatte erfahren, dass Olivia kein Einzelkind war, wie sie zuvor geglaubt hatte. Ihre Mutter hatte einen älteren Bruder, eine Schwägerin und zwei Nichten. Wildfremde Menschen, die mit einem Mal Kelseys einzige Familie waren.
Versprich mir, dass du immer aufrecht durchs Leben gehst, hatte die Mutter Kelsey zugeflüstert, nur Tage bevor sie starb. Ihr Gesicht war blass und ausgezehrt, ihr blondes Haar ausgefallen, aber in ihren Augen leuchtete noch der Stolz, mit dem sie ihre Familie verlassen hatte, als sie mit achtzehn schwanger war. Du magst zwar nicht als eine der reichen Wilsons aufgewachsen sein, aber du wirst ihnen beweisen, dass du deine Qualitäten hast.
Unter Tränen hatte Kelsey ihrer Mutter das Versprechen gegeben. Sie hatte keine Vorstellung, wie schwierig, ja fast unmöglich es werden würde.
Nun endlich, nach acht Jahren, hatte sie die Gelegenheit, ihr Versprechen einzulösen. Als Hochzeitsplanerin hatte Kelsey ihre Nische gefunden. Sie war gut organisiert, tüchtig und gewissenhaft. Das Leben hatte sie geschult. Sie hatte die ganze Zeit die Arztbesuche ihrer Mutter koordiniert, sich um ihre Medikamente und die Versicherungen gekümmert. Ihr ganzes Organisationstalent kam ihr nun zugute, wenn sie sich mit Lieferanten, Musikern, Fotografen und gelegentlich durchgedrehten Bräuten herumschlagen musste.
Dass Emily nun vor den Altar treten würde, bedeutete Kelsey mehr als alle Hochzeiten davor. Aber bevor Emily ihr Jawort geben konnte, hatte Kelsey noch ein unerwartetes Problem zu lösen.
Und das Problem hieß Connor McClane.
Kelsey kramte aus ihrer Handtasche ein Foto hervor, mit welligen Rändern und geknickten Ecken. Das Bild sei zehn Jahre alt, hatte ihre Tante gemeint, doch Kelsey wusste eine andere Erklärung für den Zustand des Fotos. Wie oft hatte Emily es sich wohl angesehen und darüber gegrübelt, was gewesen wäre, wenn …
Kelsey hatte Emilys Exfreund nie kennengelernt. Er war nicht gerade ein Chorknabe – der Schnappschuss von ihm sprach Bände. Connor lehnte an einem Motorrad, von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet. Lederstiefel, enge Jeans und ein T-Shirt, das sich über seiner muskulösen Brust spannte. Mit verschränkten Armen blickte er trotzig in die Kamera. Das zerzauste Haar, der Dreitagebart und die verspiegelte Sonnenbrille vervollständigten den Gesamteindruck.
Kelsey konnte dem Bild alles entnehmen, was sie über Connor wissen musste – mit Ausnahme der Farbe seiner Augen. Der Mann war ein Taugenichts, ein ebenso schlimmer Finger, wie es Donnie Mardell gewesen war. Das spürte Kelsey sofort. Genau, wie sie auch wusste, dass Connor allein schon nur vom Foto her besser aussah als jeder andere Mann, der ihr im Leben je begegnet war.
Sie stopfte das Foto in die Handtasche zurück und eilte hinüber in den Wartebereich der Ankunftshalle, wo sie jeden Mann musterte. Connor müsste jetzt neunundzwanzig sein, dachte sie, vier Jahre älter als sie. Insgeheim hoffte Kelsey, dass er sichtbar gealtert war oder wenigstens vorzeitig Haar verloren hatte.
Ein Bierbauch. In Gedanken kreuzte sie die Finger. Bitte, lass ihn einen Bierbauch haben.
Doch beim Anblick des dunkelhaarigen Mannes, der lässig den Gang heruntergeschlendert kam, begann ihr Herz zu klopfen. Ihre Hoffnung war dahin – keine Spur von Übergewicht, Alter oder Haarausfall. Nur pure Männlichkeit. Ihr Mund wurde trocken.
Das Foto von Connor McClane war zum Leben erwacht. Das T-Shirt, das seinen Oberkörper betonte, die verwaschenen Jeans, die Stiefel, die Sonnenbrille, die seine Augen verbarg – jedes Detail war wie auf der alten Fotografie.
Kelsey versuchte zu schlucken. Einmal, zweimal. Dann gab sie es auf und fragte krächzend: „Mr McClane?“
„Ja?“ Er blieb stehen und schaute sie an. Kelseys einziger Gedanke war, dass sie immer noch nicht wusste, welche Farbe seine Augen hatten. Braun vielleicht? Das würde zu seinem dunkelbraunen Haar und seiner Sonnenbräune passen. Oder doch blau? Als lebendiger Kontrast zu der Farbe seines Haars.
Er hob eine Augenbraue, was sie daran erinnerte, dass sie ihm eine Antwort schuldete. Ein Hitzeschwall ließ ihre Wangen erröten. „Also, Mr McClane …“
„Ja, das bin ich. Und wer sind Sie?“
„Mein Name ist Kelsey Wilson.“
Er warf ihr ein Lächeln zu, das ihren Puls hochjagte. Er neigte den Kopf, und sie spürte, wie er sie musterte. Ihr rotes Haar, das sie kaum bändigen konnte, die Sommersprossen, die sie versuchte zu verbergen, und das eine oder andere Kilo, das sie mit dem khakifarbenen Rock und der weiten Hemdbluse kaschierte.
Kelsey war nicht nach Lächeln zumute.
Hätte sie geahnt, mit was ihre Tante sie da beauftragt hatte, dann hätte sie sich etwas anderes angezogen. Der Gedanke, was Emily vermutlich getragen hatte, wenn sie sich mit ihrem Exfreund traf, geisterte Kelsey durch den Kopf.
„Da schau einer an.“ Connor stand einfach im Gang und ließ sich von den Menschen, die um ihn herumwuselten, nicht stören. „Die Wilsons schicken ein Empfangskomitee. Hätte ich gewusst, dass man mich so begrüßt, dann wäre ich schon früher gekommen.“
„Das bezweifele ich“, murmelte Kelsey.
Connor McClane hatte seine Rückkehr perfekt getimt, genau richtig, um Emilys Hochzeit zu stören. Tante Charlene war sich dessen sicher. Kelsey wusste nur, dass sich ihre Cousine seinetwegen um ein Haar ihre Zukunft verbaut hätte.
„Unterschätzen Sie Ihre Reize nicht“, sagte er. Ihr war so, als würde er ihr hinter den verspiegelten Brillengläsern zuzwinkern.
Kelsey straffte die Schultern. „Meine Reize stehen hier nicht zur Debatte. Ich bin hier, um …“
Ihn von Emily fernzuhalten. Ist mir völlig egal, wie du das anstellst, Kelsey, aber halt diesen Menschen von meiner Tochter fern!
„Um was, Kelsey Wilson?“
Seine rauchige Stimme ließ ihren Namen wie eine Verführung klingen. Auf einmal musste sie an alles Mögliche denken, das rein gar nichts mit der Bitte ihrer Tante zu tun hatte. Oder vielleicht doch? Wie weit sollte sie ihrer Tante nach denn gehen, um Connor von Emily abzulenken?
„Sie vom Flughafen abzuholen“, antwortete sie zuckersüß. „Dahinten geht es zur Gepäckausgabe.“
Connor warf sich seine seesackähnliche Tasche über die Schulter. „Ich hab alles dabei.“
Angesichts der ausgebeulten Tasche fragte sich Kelsey, wie ein Anzug solch sorglosen Umgang überstehen könnte. Oder hatte er vor, in Jeans und Lederjacke auf dem Motorrad vor der Kirche vorzufahren, genau so, wie er die Stadt vor zehn...




