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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 384 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
Connelly The Wedding Dates - Beinah gar kein Herzklopfen
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-3815-6
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 384 Seiten
Reihe: beHEARTBEAT
ISBN: 978-3-7517-3815-6
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Wenn die Journalistin Christine Case ihren Job behalten will, hat sie nur eine Chance: Als Sängerin getarnt, soll sie sich auf DIE Promihochzeit des Jahres einschleichen und brisante Details aus dem Privatleben von Schauspieler Dakota Rain in Erfahrung bringen. Dieser hasst Presse und Medien nämlich abgrundtief - dementsprechend streng sind die Sicherheitsvorkehrungen für die Hochzeit seines jüngeren Bruders. Doch Christy schafft es nicht nur, sich auf das Luxusanwesen einzuschleichen, sondern auch Dakotas ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als er sie spontan für eine Woche auf seine Privatinsel einlädt, scheint das die Gelegenheit, um ihre Karriere und ihr Liebesleben aufzumischen. Doch was, wenn Dakota erfährt, dass sie in Wirklichkeit eine der von ihm verachteten Journalisten ist?
»Cara Connelly hat wieder eine einzigartige und absolut sinnliche Liebesgeschichte abgeliefert, die die Leserherzen höherschlagen lässt!« Romantic Times
Cara Connellys Save-the-Date-Reihe - nie haben sich Gegensätze heißer angezogen!
The Wedding Dates - Fast gar nicht verliebt
The Wedding Dates - Küssen eigentlich verboten
The Wedding Dates - Liebe eher ausgeschlossen
The Wedding Dates - Bis auf weiteres verliebt
The Wedding Dates - Beinah gar kein Herzklopfen
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
Cara Connelly schreibt gefühlvolle Liebesgeschichten, für die sie vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit Mann und Hund in New York.
Weitere Infos & Material
1
Dakota Rain warf einen prüfenden Blick in den Badezimmerspiegel und machte Inventur.
Durchdringende blaue Augen? Passt.
Sexy Dreitagebart? Passt.
Sonnengebleichtes blondes Haar? Passt.
Kameralächeln?
Oh, oh.
Seine Assistentin, die in der Tür stand, verdrehte die Augen und drückte eine der Kurzwahltasten. »Hier spricht Emily Fazzone«, sagte sie. »Mr Rain braucht heute Morgen einen Termin bei Dr. Spade. Wieder eine Krone.« Sie hörte einen Moment zu, dann lachte sie schnaubend. »Da haben Sie recht. Am besten sollte man sie gleich alle überkronen, dann wäre endlich Ruhe.«
Dakota sah sie im Spiegel mit seinem Killerlächeln an. »Keine Krone mehr als nötig.«
»Weichei«, erwiderte sie und steckte ihr Handy ein. »Heute hättest du dafür sowieso keine Zeit. Spade schiebt dich dazwischen, wie üblich. Um elf musst du für die Voice-over-Texte im Studio sein. Das wird knapp, also komm endlich in die Gänge.«
Dakota wandte sich wieder seinem Spiegelbild zu. Legte den Kopf auf die Seite. Zupfte an seinen Wangen, als dächte er daran, sich zu rasieren.
Erneut verdrehte Emily die Augen und murmelte etwas, das entweder »Jetzt mach schon, Mann« oder »Verdammter Blödmann« hieß. Dann verschwand sie in seinem Ankleidezimmer und tauchte eine Minute später mit Jeans, T-Shirt und Boxershorts in den Händen wieder auf. Sie legte alles auf die Granitplatte des Toilettentischs, holte erneut ihr Handy hervor und scrollte durch den Terminplaner.
»Um zwölf bist du bei Peter im Büro wegen des Werbevertrags mit Levi’s, und um halb zwei ist die Anprobe für den Smoking. Mercer kommt um halb drei her, um mit dir die Sicherheitsmaßnahmen für die Hochzeit zu besprechen …«
Dakota blendete sie aus. Sein Terminplan interessierte ihn nicht. Emily würde schon dafür sorgen, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Und wenn er sich mal ein bisschen verspätete und ein paar Leute mit den Hufen scharrten – nun, die waren den Umgang mit Filmstars gewohnt. Verdammt, die wären doch enttäuscht, wenn er sich wie ein normaler Mensch benehmen würde.
Ohne Eile zog er die Unterhose vom Vortag aus und schlenderte unbefangen zur Dusche. Er wusste, dass Emily kaum hinschauen würde. Nachdem sie sich zehn Jahre lang durch alle Verletzungen und Krankheiten, Brechanfälle und Schmerzen um ihn gekümmert hatte, kannte sie ihn in- und auswendig. Breite Schultern? Knackiger Hintern? Sie war immun.
Außerdem war sie lesbisch.
Er drehte den Hahn bis zum Anschlag auf, streckte den Kopf unter die Dusche und stöhnte, als das Wasser auf das Gänseei hinten an seinem Kopf traf. Er maß es mit den Fingern – etwa drei Zentimeter breit.
Derselbe rechte Haken, dem er den abgebrochenen Zahn verdankte, hatte auch seinen Hinterkopf gegen die Betonwand knallen lassen.
Emily klopfte an die beschlagene Glasscheibe. Er rieb eine Stelle frei und starrte seine Assistentin unwillig an.
Auch dagegen war sie immun. »Ich habe dich gefragt, ob es zu einer Klage kommen wird.«
»Aber natürlich!«, erwiderte er empört. »Wir verklagen The Combat Zone. Tubby hat mir einen Zahn ruiniert und mir außerdem eine Gehirnerschütterung verpasst.«
Sie seufzte. »Ich meinte, werden wir verklagt? Tubby ist ein guter Türsteher. Wenn er dich verprügelt hat, musst du ihm einen Grund dafür geliefert haben.«
Dakota reicherte seinen Westküstendialekt mit einer kräftigen Portion Gekränktheit an. »Wieso hältst du immer zu den anderen? Du warst nicht dabei. Du weißt doch gar nicht, was passiert ist.«
»Natürlich weiß ich das. Es ist schließlich Oktober, der Monat, wo du den Mond anheulst und auf wildfremde Leute losgehst. Das passiert jedes Jahr. Die Anwälte stehen Gewehr bei Fuß. Ich will nur wissen, ob ich sie anrufen soll.«
Er gab jenen Knurrlaut von sich, der Bösewichte wie Jungfrauen zuverlässig dazu brachte, zu ihren Mamas zu laufen. Emily verschränkte die Arme vor der Brust.
Er streckte den Kopf aus der Dusche. »Fühl mal.« Er deutete auf die Beule.
Sie bohrte den Finger hinein.
»Aua! Verdammt, Em, du gemeine Schlange!« Er stellte das Wasser ab, durchquerte tropfend das Badezimmer und verdrehte sich vor dem Spiegel, um die Beule betrachten zu können.
»War Montana dabei?«
»Nein.« Sein kleiner Bruder ging nicht mehr in Clubs. Er verbrachte die Abende mit seiner Verlobten.
»Zeugen?«
»Mehr als genug.«
»Paparazzi?«
»Fragst du das im Ernst?« Diese Schmarotzer waren ihm Tag und Nacht auf den Fersen. Bis der Oktober zu Ende ging, lag einer von ihnen gewöhnlich am Boden, und der Rest der Blutsauger filmte, wie Dakota ihn krankenhausreif schlug.
Wieder hielt Em sich das Handy ans Ohr. »Hallo, Peter. Ja, Dakota hat sich gestern Abend mit Tubby geprügelt. Nur ein abgebrochener Zahn und eine Beule an seinem Dickschädel. Aber die Presse war dort, also müssen wir mit Fotos rechnen. Okay, bis dann.«
Dakota gab es auf, die Beule anschauen zu wollen. Sein Haar war zu dicht.
Und zu lang, verdammt, zwei Zentimeter über Kinnlänge, für den Western, den er ab nächsten Monat drehen würde. Eine Menge Aufwand für etwas, das letztlich nichts weiter war als eine einzige Ballerei, genau wie der letzte Film und der davor. Diesmal waren es Pferde statt frisierte Autos und sechsschüssige Revolver statt Uzis. Aber keinerlei Überraschungen, bloß viele Tote.
Em reichte ihm ein Handtuch. »Auto?«
Er warf einen Blick aus dem Fenster. Auch dort keine Überraschungen. Ein weiterer sonniger Tag in L.?A. »Porsche. Der schwarze.«
Sie verließ das Badezimmer, schon wieder mit dem Handy beschäftigt. »Tony, bringst du bitte den schwarzen Porsche? Und klapp das Verdeck runter.«
Dakota trat das Gaspedal durch, quetschte sich zwischen einem glänzenden Lexus und einem altersschwachen Civic hindurch, schoss über die gelbe Ampel, bog mit quietschenden Reifen nach rechts zu In-n-Out-Burger ab und hielt am Drive-in-Schalter.
»Einen XXL-Burger, Pommes und einen Schokomilchshake, Schatz.« Er richtete den Blick auf Em. »Das Übliche?«
Sie nickte, wieder einmal das Handy am Ohr.
»Und gegrillten Käse für die Fleischhasserin. Und einen extra Strohhalm.« Er schloss zu einem gelben Hummer auf.
Em telefonierte weiter, öffnete zugleich ihr iPad, strich einen Moment darauf herum und hielt es ihm dann hin. Fotos von seiner Prügelei mit Tubby.
Er zuckte mit den Schultern, als wäre es ihm egal, aber das war es nicht. Nicht dass es ihn störte, wenn die Leute mitbekamen, dass er den Kürzeren gezogen hatte. Das war unvermeidlich gewesen, Tubby war nicht zu schlagen.
Ihn nervten in erster Linie diese verdammten Paparazzi.
Alle Welt – Peter, Em, sogar Montana - sagte ihm ständig, die Medien gehörten nun mal dazu, wenn man berühmt sei. Ein notwendiges Übel. Und vielleicht stimmte das sogar.
Aber das mit Charlie würde er ihnen niemals vergeben: dass sie einen guten Menschen in den Selbstmord getrieben und dann seinen Leichnam gefleddert hatten wie die Geier.
Und nicht nur die Paparazzi hatten aus Charlies Leben und Tod Geld und beruflichen Erfolg herausgeschlagen. Auch ›echte‹ Journalisten hatten sich ihre Stücke vom Kuchen gesichert und den Niedergang seines besten Freundes ausgeschlachtet. Eine gute Geschichte war ihnen mehr wert gewesen als Mitgefühl.
An dem Tag, als Charlies Leichnam auf den Titelseiten präsentiert wurde, hatte Dakota ewige Abstinenz von sämtlichen Nachrichten gelobt. Keine Zeitungen, keine Zeitschriften, kein CNN. Bis ans Ende seines Lebens nicht mehr.
Als er beim Ausgabefenster angekommen war, schob er die schlechte Stimmung beiseite und schenkte der Rothaarigen ein vielgeübtes Lächeln.
»Hallo, Sandy, mein Mädchen, wie läuft’s?«
»Hallo, Kota.« In ihrem Jerseydialekt klang sein Spitzname weich wie geschmolzene Butter. »Schicke Haare.«
»Du kannst sie haben, wenn ich sie abschneide.« Er gab ihr fünfzig Dollar Trinkgeld, und sie warf ihm eine Kusshand zu.
Er reichte Em die Tüte und raste los. Sie sagte immer noch dauernd »Aha« ins Handy, deshalb riss er es ihr aus der Hand.
»He! Das war Peter!«
»Den haben wir doch erst vor zwanzig Minuten gesehen.« Er raschelte mit der Tüte.
»Himmelherrgottnocheins!« Sie packte seinen Hamburger aus und legte ihm eine Serviette auf den Schoß. Dann steckte sie beide Strohhalme in den Milchshake, sog kräftig an dem einen und reichte den Becher an ihn weiter, wobei sie sich halb im Sitz umdrehte und Dakota durchdringend ansah. »Also los. Was ist letzte Nacht passiert?«
Er sog fünf Zentimeter Milchshake aus dem Becher und klemmte ihn dann zwischen seine Oberschenkel. »Irgend so ein Arschloch hat ein Mädchen belästigt. Betatscht.« Grob rumgefummelt hatte er an dem armen Kind. Hatte sie gegen die Wand gedrückt und sich überall an ihr gerieben.
»Du hast ihn doch hoffentlich nicht geschlagen?«
»Ich war drauf und dran.« Und hätte sich das nicht toll angefühlt, dem hübschen Jungen die Fresse zu polieren? »Ich habe ihn von ihr weggezerrt. Dann kam Tubby dazu und hat mir den Spaß verdorben.«
»Und schon haben wir wieder den Oktoberwahnsinn.« Em legte den Kopf in den Nacken und schaute in den blauen Himmel. »Wieso nur konnte Montana nicht im September heiraten? Oder im November?«
»Wieso muss er...




