Connelly | The Wedding Dates - Liebe eher ausgeschlossen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Save the date

Connelly The Wedding Dates - Liebe eher ausgeschlossen


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-3814-9
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Save the date

ISBN: 978-3-7517-3814-9
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Maddie St. Clair ist fassungslos, als sich ihr neuer Mandant als der arrogante - und verdammt attraktive - Millionär Adam LeCroix entpuppt. Vor fünf Jahren setzte die Anwältin alles daran, ihn wegen eines Kunstraubs hinter Gitter zu bringen, und nun erwartet ausgerechnet er, dass sie ihn in einem Versicherungsfall vertritt. Leider bleibt Maddie keine Wahl, wenn sie ihren Job behalten will, und so gibt sie zähneknirschend nach - fest entschlossen, Adam das Leben zur Hölle zu machen. Allerdings ahnt Maddie nicht, dass Adam schon seinen nächsten großen Coup plant: die Eroberung ihres Herzens ...

»Eine komplexe, fesselnde und gefühlvolle Liebesgeschichte, die in jeder Hinsicht über-zeugt.« Romantic Times

Cara Connellys Save-the-Date-Reihe - nie haben sich Gegensätze heißer angezogen!

The Wedding Dates - Fast gar nicht verliebt
The Wedding Dates - Küssen eigentlich verboten
The Wedding Dates - Liebe eher ausgeschlossen
The Wedding Dates - Bis auf weiteres verliebt
The Wedding Dates - Beinah gar kein Herzklopfen

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Cara Connelly schreibt gefühlvolle Liebesgeschichten, für die sie vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit Mann und Hund in New York.

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1


Sechstausendachthundert Dollar und neunundachtzig Cent.

Maddie ließ die Kostenübersicht auf ihren Schreibtisch gleiten, wo sie wie ein welkes Blatt zwischen ihren Armen liegen blieb. Sie stützte den Kopf auf ihre Hände.

Lucille, ihre reizende, unbekümmerte, künstlerisch begabte Schwester, wollte für ein Semester nach Italien, um die großen Meister zu studieren.

Verdammt noch mal, wer wollte das nicht! Das Problem war bloß, dass die Gebühren für Lucys Privatcollege Maddies Budget ohnehin schon bis an die Grenze des Möglichen belasteten. Um die zusätzlichen Kosten für ein Auslandssemester aufzubringen, würde Maddie ihre knappen Rücklagen für Notfälle angreifen müssen – besser gesagt, sie vollkommen aufbrauchen.

Trotzdem, nach allem, was sie beide durchgemacht hatten, war Lucys unbekümmerte Art eigentlich ein kleines Wunder. Wenn es für dieses Wunder nötig war, länger am Schreibtisch zu schuften, würde Maddie das schon irgendwie hinbekommen.

Es klopfte energisch an ihre Bürotür. Dieses Stakkato konnte nur Adrianna Marchand ankündigen. Maddie schob rasch eine Akte über die Kostenübersicht, während Adrianna bereits ins Zimmer marschierte.

»Madeline. Besprechungsraum Süd. Jetzt gleich.« Adrianna musterte kurz Maddies Frisur und Make-up sowie die ärmellose Bluse. »In voller Montur.«

Maddie schüttelte den Kopf. »Nehmen Sie Randall. Ich habe in zwei Stunden einen Gerichtstermin und bin mit dem Fall noch nicht durch.« Versicherungsrecht gehörte zwar zu den langweiligsten juristischen Fachgebieten überhaupt, aber es war auch höchst komplex, und Maddie ertrank förmlich in solchen Fällen. Sie wies auf die Kartons, die sich auf ihrem Couchtisch stapelten, und die rund hundert Fallakten, die auf ihrem Ledersofa aneinandergereiht standen. »Sie haben wohl vergessen, dass Sie mir die ganzen Fälle von Vicky aufs Auge gedrückt haben, nachdem Sie sie grundlos entlassen haben.«

Adriannas Miene wurde frostig. »In dieser Kanzlei ist niemand unkündbar.«

Maddie blitzte sie an. Sie dachte nicht daran, sich ihre Angst anmerken zu lassen, doch insgeheim war ihr nur zu bewusst, dass sie gegen Adrianna nicht ankam. Deren Blick könnte selbst die Hölle in eine Eiswüste verwandeln. Außerdem gehörte sie zu den Gründungspartnern der Kanzlei Marchand, Riley & White und konnte Maddie jederzeit hinauswerfen, falls diese zu heftig konterte.

»Also gut, was soll’s.« Sie streifte die flauschigen Slipper ab und stieg in die roten Jimmy Choos, die unter ihrem Schreibtisch standen, nahm die Jacke ihres schwarzseidenen Armani-Kostüms von der Stuhllehne und schob die Hände durch die Ärmel. Dann streckte sie die Arme von sich. »Volle Montur. Zufrieden?«

»Frischen Sie Ihr Make-up auf.«

Maddie verdrehte die Augen, kramte die Puderdose aus der Handtasche, strich kurz mit dem Pinsel über ihre blassen Wangen und legte etwas Lipgloss auf. Dann fuhr sie mit den Fingern durch ihr rötlich blondes Haar und zupfte es zurecht. Sie trug es kurz und stachlig, um größer zu wirken, denn mit ihren zierlichen ein Meter fünfzig war sie der reine Winzling.

Adrianna nickte kurz, dann war sie auch schon wieder draußen und fegte mit flottem Schritt den mit Teppich ausgelegten Korridor entlang. »Geben Sie Gas. Wir haben Ihren neuen Mandanten schon viel zu lange warten lassen.«

Maddie musste sich beeilen, um mit ihr Schritt zu halten. »Meinen neuen Mandanten? Weil ich noch nicht genug zu tun habe?«

»Er hat extra nach Ihnen gefragt. Offenbar kennen Sie sich.«

»Und wie heißt er?«

»Er will Sie überraschen.« Adriannas trockener Ton ließ keinen Zweifel daran, dass sie es ernst meinte.

Bevor Maddie auf diese lächerliche Auskunft antworten konnte, hatte Adrianna schon höflich an die Tür des Konferenzraums geklopft und die Tür vorsichtig geöffnet.

Der Raum war für Besprechungen in großer Runde mit wichtigen Mandanten gedacht und sollte vor allem eindrucksvoll wirken: Orientteppiche bedeckten den Parkettboden, und an den Wänden hingen Landschaftsgemälde von renommierten Künstlern. Am stärksten bestimmte jedoch der lange Tisch aus Kirschholz die Atmosphäre, auf Hochglanz poliert und von eleganten Ledersesseln umgeben. Er stand für Zuverlässigkeit, Professionalität und Erfolg.

Vertrauen Sie uns nur all Ihre Probleme an, besagte der Tisch. Wir werden sie ohne viel Aufhebens lösen.

Und falls der Tisch und der Raum einmal nicht ausreichen sollten, um einen potenziellen Mandanten von den Qualitäten der Kanzlei Marchand, Riley & White zu überzeugen, die Eine-Million-Dollar-Aussicht durch die zwölf Meter breite Glasfront auf die Skyline von Manhattan schaffte es garantiert. Ein solcher Erfolgsbeweis war unwiderlegbar.

Maddies neuer Mandant stand vor dieser Fensterfront, mit dem Rücken zur Tür, eine Hand in der Tasche seiner teuren maßgeschneiderten Hose. Mit der anderen Hand drückte er ein elegantes Handy ans Ohr.

Maddie konnte hören, wie helles Frauenlachen aus dem Telefon drang. Der Mann antwortete in fließendem Italienisch. Nicht dass Maddie irgendein Wort verstanden hätte. Ihr Italienisch reichte gerade einmal aus, um in Little Italy ein Risotto zu bestellen. Aber sie war einmal für kurze Zeit mit einem verdammt gut aussehenden italienischen Kellner liiert gewesen und erkannte den Rhythmus der Sprache wieder. Er ließ sie an hitzigen Sex denken.

Als sie sich räusperte, um sich bemerkbar zu machen, trug ihr das nur einen frostigen Blick von Adrianna ein. Der Mann ignorierte sie völlig. Maddie verschränkte die Arme und taxierte ihn beleidigt von Kopf bis Fuß.

Er war groß, über ein Meter fünfundachtzig, und schätzungsweise fünfundachtzig Kilo schwer. Er hatte breite Schultern und schmale Hüften und die Haltung eines Athleten, elegant und völlig lässig, als stünde er nicht im sechzigsten Stock nur zehn Zentimeter von der dünnen Luft über der Fifth Avenue entfernt.

Er hatte zwar behauptet, sie zu kennen, doch das wenige, was sie von seinem Gesicht in der spiegelnden Glasscheibe sah, konnte Maddie nicht zuordnen. Auch nicht das seidig glänzende schwarze Haar, das ihm bis über den Kragen reichte, zu lang für die Wall Street, zu kurz für einen italienischen Fußballspieler.

Seine Kleidung, seine Bewegungen, seine schamlose Arroganz – all das drückte Wohlstand, Selbstbewusstsein und hohe Ansprüche aus.

Er musste sich getäuscht haben. Typen wie ihn kannte sie einfach nicht. Und da er offenbar davon ausging, seine Zeit sei kostbarer als ihre, legte sie auch keinen Wert darauf.

Sie beherrschte sich, solange sie konnte, trat von einem Fuß auf den anderen und biss sich auf die Zunge. Aber als die tickende Standuhr in der Ecke anzeigte, dass bereits fünf lange Minuten verstrichen waren, riss Maddie der Geduldsfaden. Sie senkte die Arme und griff nach dem Türknauf. »Ich habe für so einen Scheißdreck keine Zeit.«

Adrianna packte sie am Arm. »Schön brav sein, Madeline«, stieß sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

»Warum sollte ich? Oder Sie?« Normalerweise zeigte Adrianna bei unhöflichem Verhalten null Toleranz. Warum ließ sie sich von diesem Typen so einen Mist gefallen?

Maddie warf dem Unbekannten einen vorwurfsvollen Blick zu und sagte, ohne die Stimme zu senken: »Der Typ kennt mich nicht. Sonst wüsste er nämlich, dass ich hier nicht herumstehe und meine Zeit vertrödele, während er mit seiner Freundin flirtet.«

»Oh doch, das tun Sie«, zischte Adrianna. Sie ließ Maddies Arm los und schaute ihr fest in die Augen. »Sie werden sogar Kopfstand machen, wenn er das will. Er könnte der Kanzlei Millionen einbringen.«

In diesem Moment beschloss der Mann, sein Telefongespräch zu beenden. Beiläufig und ohne jede Eile steckte er sein Handy in die Hosentasche. Dann drehte er sich um.

Maddie stand das Herz still. Ihre Lippen wurden zu Eis.

Adrianna wollte etwas sagen, aber er kam ihr zuvor. Er sprach mit leichtem europäischem Akzent und in einem Tonfall, der seinen Worten die Schärfe nahm. »Vielen Dank, Adrianna. Lassen Sie uns jetzt allein.«

Adrianna nickte stumm, ging hinaus und schloss lautlos die Tür.

Sofort richtete er seine ganze Aufmerksamkeit auf Maddie. Sein Blick wirkte kühl und ein wenig herablassend, war aber scharf wie ein Laserstrahl. Eben hatte sie sich noch wie erfroren gefühlt; jetzt begann ihr Blut zu kochen. Es pochte ihr in den Schläfen, und sein Hämmern erzählte von aufgestauter Wut, von Enttäuschung und Empörung über eine große Ungerechtigkeit.

»Sie Dreckskerl«, fauchte sie, »wie können Sie es wagen zu behaupten, wir seien Bekannte?«

Er schmunzelte. Es war ein trügerisch einnehmendes Lächeln, das leichtfertige Menschen davon ablenken sollte, wie intensiv blau seine Augen waren und wie durchdringend scharf sie blickten, eine Tatsache, an der sie sonst womöglich erkannt hätten, was für ein niederträchtiger Schurke er war.

»Ms St. Clair.« Aus seinem Mund klang ihr Name ein wenig exotisch. »Sie werden doch sicherlich nicht abstreiten wollen, dass wir uns kennen.«

»Oh ja, Adam LeCroix, ich kenne Sie. Ich weiß, dass Sie für mindestens zehn Jahre nach Leavenworth gehören.«

Er lächelte noch ein wenig breiter, nicht mehr charmant, sondern amüsiert. »Und ich kenne Sie. Ich weiß, dass Sie erstklassige Arbeit geleistet hätten, wenn Sie es geschafft hätten, mich vor Gericht zu...


Connelly, Cara
Cara Connelly schreibt gefühlvolle Liebesgeschichten, für die sie vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit Mann und Hund in New York.

Cara Connelly schreibt gefühlvolle Liebesgeschichten, für die sie vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit Mann und Hund in New York.



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