Cosette Devot
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-86608-556-5
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Faszination der Ekstase durch Demut und Schmerz
E-Book, Deutsch, 128 Seiten
ISBN: 978-3-86608-556-5
Verlag: U-Line UG
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Cosette schreibt über Sex, direkt und unverblümt. Sie bringt es auf den Punkt, mag es auch gerne ein wenig obszön und regt das Kopfkino ihrer Leser gewaltig an. Mit einer Ausnahme, nämlich 'Lust', schreibt sie über BDSM. Es geht in ihren Geschichten um Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus, die explizit und hart, aber niemals brutal dargestellt werden. Cosette ist weder ein Sammelpseudonym, noch versteckt sich ein Mann hinter dem Namen, sondern es handelt sich um das Pseudonym einer deutschen Autorin, die findet, dass nicht sie selbst, sondern ihre erotischen Geschichten, Novellen und Romane im Vordergrund stehen sollen.
Autoren/Hrsg.
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LÄUTERUNG IN DER ABTEI SAINT HIDDEN
England, 1665 nach Christus
«Du sollst jetzt zu ihm kommen, Caroline», raunte Pater Marcus. Das Tuscheln der Mädchen verstummte. Mit einem Mal war es still im Schlafsaal. Caroline rückte den groben Leinenstoff zurecht, den sie als Kleid trug, wie alle Mädchen, die von ihren Eltern an die Abtei Saint Hidden als Hilfen verkauft wurden. Die Abtei lag fernab von London, eigentlich idyllisch, doch was hinter ihren Mauern geschah war grauenhafter als Pest und Inquisition zusammen.
Louise stieß Caroline unauffällig an. «Soll ich deine Pobacken vorher mit Fett einreiben? Dann rutscht der Rohrstock ab und es tut nicht ganz so weh.»
Caroline schüttelte den Kopf. Sie biss die Zähne zusammen und ging erhobenen Hauptes zwischen den Betten hindurch. Immerhin hatten sie Betten und mussten nicht auf Heu schlafen.
«Dafür habt ihr dem Abt ewiglich dankbar zu sein», ranzte Nicoletta, die dicke Aufsicht und einzige Frau in Saint Hidden die Mädchen täglich an, «auch für die Mahlzeiten und die strenge Erziehung. Gehorsam und Gottesgläubigkeit sind eine Tugend!»
Am Anfang hatte Caroline die Schläge gehasst! Doch mit dem Interesse an dem, was unter den Kutten war, erwachte ebenso die Lust an der Züchtigung; eine Lust, die sie nicht verstand. Mit niemandem durfte sie darüber reden. Unter keinen Umständen! Pater Marcus würde ihren Rücken mit blutroten Striemen überziehen, bis sie das Bewusstsein verlor. Nicht einmal ihre beste Freundin Louise wusste von ihrem Geheimnis. Caroline wollte sie nicht einweihen, um sie vor Sünde zu bewahren. Wieso geriet sie nur immer in Schwierigkeiten? Nun hatte sie die Aufmerksamkeit des Abts auf sich gezogen und war verloren.
Mit nackten Fußsohlen ging sie über den kalten Boden. Sie folgte Pater Marcus mit gesenktem Haupt und vor dem Bauch gefalteten Händen, denn andächtig auszusehen war nie falsch. Ihre Knie wurden immer weicher. Allein wenn sie an den Abt dachte, blieb ihr die Luft weg und sie musste sich die Innenseiten ihrer Schenkel mit dem Leinenkleid abwischen. Dieser harte Blick! Diese strenge Stimme! Pater Marcus konnte noch so finster dreinschauen, Caroline lachte innerlich darüber. Aber stand der Abt auch nur vor ihr, ohne etwas zu sagen oder den kleinen Finger zu rühren, so erschauderte das Mädchen. Es erschien ihr, als würde seine Präsenz den gesamten Raum ausfüllen.
«Du wartest hier», sagte Pater Marcus barsch. Er klopfte beim Abt an, trat ein und schloss die Tür hinter sich.
Caroline wagte es, durch den langen Pony einen Blick auf den Eingang zu werfen. Das Portal zum Reich des Prälats war aus dickem, rotem Mahagoni und hatte ein großes Silberschloss mit Ornamenten darauf. Konnten Schreie durch dieses massive Holz nach außen dringen? Vermochte jemand, das Schloss aufzubrechen?
Die schwere Tür wurde aufgestoßen. Pater Marcus schritt forsch zu ihr, mit einem breiten, abfälligen Grinsen. «Du bist es nicht wert, dich dem Abt aufrecht zu nähern. Auf alle viere!»
Caroline blicke ihn unsicher an. Er schien es ernst zu meinen. Also wischte sie sich die schweißnassen Hände am Kleid ab und kniete nieder. Pater Marcus packte ihre hüftlangen, fettigen Haare, aber nur die, die am Hinterkopf wuchsen, und führte sie wie einen Köter in das Zimmer hinein. Caroline wagte nicht den Blick zu heben. Ihr Haaransatz im Nacken brannte, als würde der Pater heiße Nadeln hineinstoßen. Unvermittelt hielt er an. Caroline sah die polierten Schuhe des Abts, nur eine Handbreit von ihr entfernt. Sie keuchte und biss sich auf die Lippe.
Pater Marcus verließ das Zimmer. Lange Zeit geschah nichts. Caroline lauschte dem ruhigen Atmen des Abts. Dieses kaum vernehmbare Geräusch klang wie eine Drohung. Saint Hidden war sein Reich, sein Zimmer das Zentrum und Caroline hatte gegen seine Regeln verstoßen.
Sie erschrak, als er sprach: «Wie lange habe ich dir schon meine Großzügigkeit gewährt, Caroline?» Seine Stimme klang hart, fordernd, unnachgiebig.
«Ein Jahr und fünf Monate, Herr Prälat», flüsterte das Mädchen. Stille. Schließlich sagte er lauter: «Willst du mir nicht dafür danken?»
«D… do… doch», stotterte Caroline mit einem Mal. Am liebsten hätte sie sich geohrfeigt. Auch wenn sie sich fühlte wie die Maus, die schon halb im Maul eines Katers steckte, so wollte sie ihre Angst dennoch nicht zeigen. Schnell fügte sie hinzu: «Von ganzem Herzen danke ich dem Vater Abt für seine Großzügigkeit und Konsequenz. Ohne seine Hilfe würde ich nie ein guter Mensch werden …»
Er unterbrach sie: «Bis dahin ist noch ein langer, schmerzhafter Weg!» Er legte Zeigefinger und Daumen unter ihr Kinn und zog dieses mit einem kräftigen Ruck hoch.
Caroline erstarrte. Er war groß, breitschultrig und flößte ihr Angst ein. Ein großes Silberkreuz baumelte an einer Kette um seinen Hals. Seine Augen waren so schwarz wie die Kutte, die er trug. Sein Blick schien sie zu durchdringen. Konnte er tatsächlich in ihr Inneres sehen? Erkannte er die Freude, die sie empfand, wenn Nicolettas Hand auf ihre Pobacke klatschte? Natürlich! Der Abt wusste alles. Beschämt senkte Caroline den Blick.
«Schau mich an», schrie er.
Das Mädchen zuckte zusammen. Sofort sah sie ihm wieder in die Augen. Diese funkelten wütend und schienen gleichzeitig vor Güte zu leuchten.
Noch immer hielt er ihr Kinn fest und drückte ihren Kopf in den Nacken. «Berichte aufrichtig und in allen Einzelheiten von deiner Sünde, als ich dir erlaubte, dich zu waschen!», befahl er.
Es hatte keinen Sinn zu lügen. Bestimmt wusste er bereits mehr als das, was Nicoletta beobachtet und ihm berichtet hatte. Und so bemühte sich Caroline, ehrlich alles wiederzugeben. «Ich habe mir das Wasser über meine Arme laufen lassen. Es war sehr kalt. Dann hob ich mein Kleid ein Stück und schaufelte Wasser über meine Schenkel. Als niemand schaute, wusch ich auch meinen Unterleib. Ich habe mich angefasst, obwohl ich weiß, dass das verboten ist. Es tut mir sehr Leid.»
Der Abt zog die Augenbrauen hoch. «Das nennst du eine genaue Beschreibung?» Plötzlich ließ er ihr Kinn los. Er griff in ihren Nacken und riss sie grob nach vorne, so, dass ihre Stirn den Boden berührte. Nun zeigte ihr Hintern nach oben. Mit wenigen Schritten ging der Abt um sie herum, ohne den Griff zu lockern. Er stellte sich hinter sie zwischen ihre Schenkel, dann spreizte er seine Beine und damit gleichzeitig auch ihre. Schon stülpte er das Leinenkleid bis zu ihrem Hals. Ihre Pobacken boten sich ihm an und ihre kleinen Brüste hingen demütigend hinab.
Caroline musste sich sehr anstrengen, um nicht zu schluchzen. Noch nie hatte sie sich jemandem so präsentiert! Das Blut schoss ihr ins Gesicht – aber auch in ihre Scham. Natürlich! Der Abt wusste von ihrer seltsamen, verbotenen Lust und wollte sie bloßstellen. Er forderte den Beweis. Und je mehr sie versuchte, ihre Erregung zu unterdrücken, desto eher würde der Saft aus ihr herauslaufen.
«Ich hatte dir befohlen, mir Details zu berichten, und du hast erneut meine Befehle missachtet!», sagte er langsam mit tiefer, drohender Stimme. «Unzüchtiges Verhalten wird in diesem christlichen Haus nicht geduldet. Es bleibt noch festzustellen, wie weit du mit deinem sündigen Waschvorgang gegangen bist. Du hüllst dich in Schweigen, also kitzele ich die Wahrheit Stück für Stück aus dir heraus. Hast du dies gemacht?» Er fuhr mit dem Handrücken die äußeren Schamlippen entlang.
«Ja, Herr Prälat», bibberte Caroline. «Ich gestehe.»
«Bist du dessen schuldig geworden?» Nun drückte er den Handballen zwischen die kleinen und großen Schamlippen.
Das Mädchen stöhnte leise. «Ja, Herr Prälat. Schuldig.»
«Bist du zum Äußersten gegangen?», blaffte er, presste seine Hand zwischen die kleinen Schamlippen und zog sie langsam mit Druck durch die Spalte.
Caroline hatte Mühe zu sprechen. Ihre Gedanken schwirrten wirr im Kopf herum. Dieses Gefühl, das ihr Flügel schenkte, sie könnte es nicht beiseite schieben. «Ja … Vater Abt. Ja … auch dieses Vergehen habe ich begangen … mich schuldig gemacht, ja.»
Ohne Vorwarnung drang er mit zwei Fingern in sie ein. Schmatzend füllten sein Zeige- und Mittelfinger das Mädchen aus. «Hast du deine Hand auch in deiner Möse vergraben?»
«Ja», brachte sie nur noch vor Scham und Lust heraus. Sie wusste, das war zu wenig. Kein Wort des Dankes. Nur ein Zugeständnis der schlimmsten Sünde. Caroline machte alles nur schlimmer. Aber sie konnte sich der Lust nicht erwehren. Sie übermannte sie.
Der Abt zog die Finger heraus, nur um sie sofort wieder in sie hineinzubohren. Tiefer, Platz fordernder, leicht gespreizt und die Nässe aus ihr herauspressend. «Wie der erste warme Frühlingsregen – so naiv, solch ein Erguss, so machtlos…», flüsterte er. «Nur ein Vorbote? Schlummert da noch viel mehr?» Plötzlich zog er sich aus ihr zurück und riss sie an den Haaren. Drohend flüsterte er ihr ins Ohr: «Das muss verhindert werden!»
Er ließ ihre Haare los, ging um sie herum und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. Carolines Wange glühte. Gleichzeitig spürte sie, wie der Saft ihre Schenkel entlang floss. Bestimmt sammelte er sich auf dem Boden, als Beweis ihrer sündigen Lust. Ihr eigener Duft schwebte im Zimmer, benebelnd wie Weihrauch.
Auf einmal lächelte der Abt sie gütig an. Er streichelte ihre hochrote Wange, in der das Blut pulsierte. «Ich werde dich auf den Pfad der Tugend zurückführen, Caroline. Du bist noch nicht verloren. Vieles...




