Cox / Spencer / Marinelli | Romana Exklusiv Band 241 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 241, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

Cox / Spencer / Marinelli Romana Exklusiv Band 241


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-4003-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 241, 384 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-4003-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IM ZAUBERGARTEN DER LIEBE von MARINELLI, CAROL
Nie zuvor hat Matilda so viel Liebe und Gefühl in ihre Arbeit als Landschaftsgärtnerin eingebracht. Es ist aber auch eine ganz besondere Anlage, die sie für die Tochter des Staranwalts Dante Costello gestaltet: Die kleine Alex ist seit dem Tod ihrer Mutter verstört - der Garten soll ihr dabei helfen, ihre seelischen Wunden zu heilen. Sehr schnell schließt Matilda das Kind in ihr Herz - ebenso wie den Vater. Und auch Dante fühlt sich immer mehr zu der jungen Frau hingezogen. Doch der Zauber einer innigen Umarmung in ihrem magischen Garten verblasst, als Alex spurlos verschwindet ...
SEHNSUCHT ERWACHT IN SCHOTTLAND von COX, MAGGIE
In den schottischen Highlands findet die junge Georgia die Erfüllung all ihrer Träume: eine einzigartige Landschaft, liebevolle Menschen - und einen Mann, der ungeahnte Sehnsucht in ihr weckt. Noch nie hat sie jemanden so sehr gewollt wie den attraktiven Gutsbesitzer Keir Strachnan. Tag und Nacht verzehrt sie sich nach ihm, nach zärtlichen Küssen, sinnlichen Berührungen. Doch als sie zum ersten Mal die Liebe in seinen star-ken Armen erfährt, weist er sie am nächsten Morgen zurück. Georgia ist zutiefst ver-letzt: Hat sie sich in ihrem Traummann wirklich so irren können?
UNSER PARADIES IN DER KARIBIK von SPENCER, CATHERINE
Bellefleur heißt das Inselparadies in der Karibik: ein samtblauer Himmel, eine sanfte Brise, das leise Rauschen der Brandung. In einer sternenklaren Nacht wird Anne-Marie schwach und gesteht Ethan, wie heftig sie für ihn fühlt. Warum nur kann er ihre Liebe nicht erwidern?



Schreiben und Lesen gingen bei Maggie Cox schon immer Hand in Hand. Als Kind waren ihre liebsten Beschäftigungen Tagträumen und das Erfinden von Geschichten. Auch als Maggie erwachsen wurde, zu arbeiten begann, heiratete und eine Familie gründete blieben ihre erfundenen Heldinnen und Helden ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Was immer auch am Tag geschehen mochte - nachts kehrte Maggie in ihr Bett zurück und ließ ihre Figuren neue spannende und romantische Abenteuer erleben. Während ihrer langjährigen Karriere als Sekretärin drehte sich Maggies ganzes Leben um das Schreiben: Tagsüber verfasste sie nüchterne Geschäftsbriefe, abends füllte sie Seite um Seite in ihren Notizbüchern. Diese romantischen Geschichten blieben allerdings viele Jahre lang ihr Geheimnis - bis Maggie eines Tages ihren zweiten Mann kennenlernte, die große Liebe ihres Lebens! Er brachte Maggie dazu, ihre Geschichten bei verschiedenen Verlagen einzureichen. Und im Juli 2002 war sie endlich am Ziel ihrer Träume: Der berühmte Liebesromanverlag Mills & Boon veröffentlichte Maggies ersten Roman, der bei CORA unter dem Titel: Vertrau auf dein Herz erschien. Seitdem kann Maggie sich endlich ganz der Liebe widmen. Inzwischen sind bereits zahlreiche romantische Geschichten aus ihrer Feder erschienen, und ihre weltweite Fangemeinde wächst mit jedem neuen Buch.

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1. KAPITEL

Unpassend.

Das Wort kam Matilda in den Sinn, als der Mann sich sichtlich verärgert zu ihr umdrehte und ungeniert ihr perfekt geschminktes Gesicht betrachtete. Die Kosmetikerin hatte auf dem pinkfarbenen Lippenstift bestanden, um Matildas Porzellanteint und ihrem aschblonden, frisch frisierten Haar etwas Lebhaftes entgegenzusetzen. Nun wandte der Mann, den sie nach dem Weg gefragt hatte, sich ab und ging weiter.

Sie fand sein Verhalten unmöglich, weil man normalerweise mit einer höflichen Reaktion rechnen konnte, wenn man jemanden in einem Krankenhaus ansprach. Der Fremde hingegen beschleunigte das Tempo und funkelte sie über die Schulter an.

„Wohin?“

Obwohl er nur dieses eine Wort sagte, war sein starker Akzent unverkennbar. Ihre Verärgerung ließ ein wenig nach. Vielleicht war der Mann gerade nach Australien gekommen, um einen kranken Verwandten zu besuchen. Schnell überlegte sie, woher er kommen mochte. Vielleicht war er Spanier oder Grieche …

„Wohin wollen Sie?“, hakte er unwirsch nach und ging nun ein wenig langsamer.

Nun konnte sie auch seinen Akzent einordnen. Der Fremde war Italiener!

„Ich wollte wissen, wo der Veranstaltungsraum ist“, wiederholte Matilda langsam, während sie insgeheim bedauerte, dass der einzige Mensch, dem sie hier in dem unübersichtlichen Verwaltungstrakt begegnete, ausgerechnet Ausländer sein musste. „Dort findet die Eröffnung des Krankenhausgartens statt. Ich soll in …“ Sie blickte auf ihre Uhr und seufzte verzweifelt. „Ich sollte vor fünf Minuten da sein.“

„Merda!“, fluchte ihr Gegenüber, nachdem er ebenfalls auf die Uhr gesehen hatte.

Da er so unhöflich war und nun noch Furcht einflößender wirkte, wich Matilda schnell einen Schritt zurück und ging weiter. Sie würde den Raum schon selbst finden!

„Es tut mir leid.“ Sofort hatte der Mann sie eingeholt, aber sie setzte ihren Weg unbeirrt fort.

„Nein, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, weil ich Sie belästigt habe“, rief sie ihm über die Schulter zu. Inzwischen stand sie vor den Aufzügen und drückte auf irgendeinen Knopf, in der Hoffnung, dass es der richtige war. „Sie sind offenbar sehr beschäftigt.“

„Ich habe mich verflucht, nicht Sie.“ Unmerklich verzog er das Gesicht und zuckte die breiten Schultern, was ihn sofort freundlicher erscheinen ließ. Tatsächlich war sein Englisch perfekt. Lediglich sein Akzent war sehr stark – und ausgesprochen sinnlich, wie sie zugeben musste. „Ich werde auch dort erwartet. Ich hatte ganz vergessen, dass die Zeit umgestellt wurde. Meine Sekretärin hat nämlich beschlossen, in Mutterschaftsurlaub zu gehen.“

„Wie rücksichtslos von ihr!“, bemerkte Matilda leise, bevor sie den Aufzug betrat.

„Wie bitte?“

Sie spürte, wie sie errötete, und blickte starr geradeaus. Nur leider musste sie warten, bis der Fremde auf den Knopf gedrückt hatte, weil sie immer noch nicht wusste, wo der Veranstaltungsraum war.

„Ich habe Sie eben nicht verstanden“, hakte er nach.

„Ich habe auch nichts gesagt“, schwindelte sie und wünschte, der Lift würde sich endlich in Bewegung setzen. Dieser Mann schüchterte sie unglaublich ein. Seine Stimme, der Ausdruck in seinen Augen, seine ganze Art wirkten so herausfordernd.

Unpassend.

Wieder kam ihr das Wort in den Sinn. Diesmal bezog sie es allerdings nicht auf seine Reaktion, sondern auf ihre. Wie gebannt betrachtete sie seine gebräunten Hände, als er auf den Knopf drückte. Er trug eine sichtlich teure goldene Armbanduhr, und der markante Duft seines Aftershaves stieg ihr in die Nase. Verstohlen betrachtete Matilda den Fremden von der Seite und nahm ihn erst in diesem Moment richtig wahr. Er war erstaunlich attraktiv.

Dieses Eingeständnis erschütterte sie, denn seit der Trennung von Edward hatte sie keinen anderen Mann auch nur angesehen, zumindest nicht auf diese Art und Weise. Seit jenem Tag war sie Männern gegenüber völlig immun gewesen. Bis zu diesem Augenblick.

Noch nie hatte sie einen so schönen Menschen aus der Nähe betrachtet. Und irgendwie kam dieser Mann ihr bekannt vor. Vermutlich hatte sie ihn schon einmal im Fernsehen gesehen, denn wenn sie ihm persönlich begegnet wäre, hätte sie sich daran erinnert.

Matilda merkte, wie ihr plötzlich heiß wurde. Sie zupfte am Kragen ihrer Bluse und wandte schnell den Blick ab. Erst als der Aufzug im vierten Stock hielt und die Türen aufglitten, merkte sie, dass sie unwillkürlich den Atem angehalten hatte. Zu ihrer Überraschung machte der Fremde einen Schritt zur Seite und ließ ihr den Vortritt. Doch sie wünschte, er wäre genauso unhöflich gewesen wie zuvor. Wünschte, sie würde ihm folgen, als sie auf den ungewohnt hohen Absätzen vor ihm den Flur entlangging. Sie war sich ganz sicher, dass er sie mit seinen dunklen Augen von Kopf bis Fuß musterte, und meinte, seinen Blick im Rücken zu spüren. In diesem Moment erschien ihr der Rock ihres schicken, neuen anthrazitfarbenen Kostüms viel zu kurz.

„Oh!“ Starr sah sie auf das Schwarze Brett und wurde erneut ärgerlich, als sie die Mitteilung las. „Die Eröffnung wurde ins oberste Stockwerk verlegt.“

„Das ergibt auch mehr Sinn.“ Der Fremde, der dicht hinter ihr stand, zog die perfekt geschwungenen Brauen hoch, bevor sie dem gezeichneten Pfeil zu einer weiteren Gruppe von Aufzügen folgten. „Schließlich wird heute der Dachgarten eröffnet und nicht der Veranstaltungsraum.“

„Ja, aber …“ Matilda verstummte und folgte ihm den Flur entlang. In den vergangenen vier Wochen hatte sie sich dafür eingesetzt, dass die Reden im Garten und nicht in irgendeinem sterilen Raum gehalten werden sollten, doch das hatte nichts mit diesem Mann zu tun. Die Verwaltung hatte beschlossen, den Sektempfang und die offizielle Eröffnung dort abzuhalten und anschließend aufs Dach zu bitten, wo der Geschäftsführer Hugh Keller das Band durchschneiden würde.

Die Aufgabe, über hundert Patienten in unterschiedlicher Verfassung in wenige Aufzüge zu verfrachten, hatte anscheinend niemand außer ihr Kopfzerbrechen bereitet – bis zu diesem Moment.

Ihre Verärgerung verflog allerdings gleich wieder und wich beinahe sofort jener Nervosität, die sie bereits zuvor überkommen hatte. Angespannt ballte Matilda die Hände zu Fäusten und biss sich auf die Lippe, als die Türen aufglitten.

Sie wollte nicht hineingehen.

Sie hatte große Angst davor, erneut von Klaustrophobie befallen zu werden. Am liebsten hätte sie sich umgedreht und auf dem Absatz kehrtgemacht, aber der Fremde drückte auf den Türöffner und wartete bereits ungeduldig darauf, dass sie den Lift betrat. Und da sie bereits zu spät kam, hatte sie keine andere Wahl.

Inadeguato.

Dieses Wort ging ihm durch den Kopf, als die Frau zögernd neben ihm den Aufzug betrat.

Es war unpassend, so zu denken, so zu empfinden.

Dante spürte förmlich das Knistern, als die Türen sich schlossen und der Lift nach oben glitt. Es war jedoch nicht nur ihr betörender Duft, der ihm den Kopf verdrehte, sondern ihre Präsenz, die … Vergeblich suchte er nach einer geeigneten Bezeichnung, die seine Gefühle für diese Fremde beschrieb.

Sie war göttlich.

Das war zumindest eine Annäherung. Sie hatte ein elfenhaftes, von aschblondem Haar gerahmtes Gesicht, lebhafte, von dichten Wimpern gesäumte grüne Augen und volle Lippen, die jetzt nicht mehr diese grässliche Lippenstiftfarbe von vorhin trugen. Dante ertappte sich bei dem Gedanken, dass sie bestimmt beim Schönheitschirurgen gewesen war, denn sie hatte nicht ein Fältchen, und ihre zierliche Nase passte perfekt zu ihren ebenmäßigen Zügen. Jedenfalls wirkte sie sehr gepflegt. Ihre Augen waren stark geschminkt, und ihr duftiges Haar glänzte. Offenbar gehörte sie zu den Frauen, die viel Zeit bei ihrer Kosmetikerin verbrachten. Wahrscheinlich hat sie ihren Mund mit Kollagen aufgespritzt und die ersten Falten mit Botox verschwinden lassen, überlegte er, während er sie eingehend betrachtete.

Schon lange hatte er keine Frau mehr so genau angesehen. Sehr lange schon nicht mehr.

Dante wusste, dass es sich nicht gehörte, jemanden so anzustarren, und es unpassend war, ein solches Verlangen für eine Frau zu verspüren, der er zum ersten Mal begegnete.

Eine Frau, mit der er nicht verheiratet war.

Als der Aufzug im nächsten Moment ruckelte und dann zum Stehen kam, runzelte sie die Stirn und biss sich erneut auf die Lippe. Sofort verwarf Dante seine Botox-Theorie.

„Wir sind stecken geblieben!“ Erschrocken sah sie ihn an und streckte dann nervös die Hand nach dem Alarmknopf aus, doch Dante kam ihr zuvor, indem er ihren Arm umfasste.

Matilda fühlte sich, als hätte sie sich verbrannt. Da sie ohnehin hypernervös gewesen war, seit sie ihn angesprochen hatte, war sie nun, da der Fremde sie berührte, höchst alarmiert, und zwar noch mehr als wegen des stecken gebliebenen Aufzugs.

„Das sind wir nicht. Der Lift bleibt manchmal hier hängen … Sehen Sie?“ Er ließ sie los, und erst jetzt bemerkte sie den goldenen Ring an seiner Hand.

Sie war enttäuscht und beruhigt zugleich, dass dieser ungewöhnlich maskuline Mann offenbar bereits vergeben war. Plötzlich kam sie sich albern vor, und zwar nicht, weil sie gerade so panisch reagiert hatte, sondern weil er so starke Gefühle in ihr weckte. Zerknirscht verzog sie das Gesicht.

„Tut mir leid. Ich habe es bloß eilig.“

...



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