E-Book, Deutsch, Band 0150, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
Crosby / Child / Adams Baccara Exklusiv Band 150
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7337-2348-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0150, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-2348-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
ZWISCHEN FURCHT UND BEGEHREN von ADAMS, AUDRA
Mit Reid James verbindet Rachel nur eine einzige Nacht - doch in dieser Nacht hat sie den Himmel gesehen. Nie wird sie seine Lippen, seine Hände und die Lust in seinen Armen vergessen - auch wenn er das Kind, das sie in jener Nacht gezeugt haben, niemals sehen wird ...
SINNLICHE KÜSSE VOR DEM STURM von CHILD, MAUREEN
Als Debbie aus dem Urlaub abreisen will, verhaftet man sie als Juwelendiebin! Dahinter steckt ihre Jugendliebe Gabe Vaughn. Großzügig bietet er Debbie an, sie freizulassen. Um ihr dann in heißen Nächten zu beweisen, dass sie seinen Heiratsantrag damals hätte annehmen sollen?
HOCHZEITSNACHT IM HIMMELBETT von CROSBY, SUSAN
Seit Julianne auf dem Schloss des attraktiven Millionärs Simon Keller wohnt, beschwört er sie, das verbotene Zimmer zu meiden. Doch ihre Neugier siegt, und der Preis ist hoch: Simon verlangt, dass Julianne ihn heiratet. Nur so kann er verhindern, dass sie sein Geheimnis verrät!
Susan Crosby fing mit dem Schreiben zeitgenössischer Liebesromane an, um sich selbst und ihre damals noch kleinen Kinder zu unterhalten. Als die Kinder alt genug für die Schule waren ging sie zurück ans College um ihren Bachelor in Englisch zu machen. Anschließend feilte sie an ihrer Karriere als Autorin, ein Ziel, dass sie schon seit langer Zeit ins Auge gefasst hatte. Aufgewachsen ist sie, zu der Blütezeit der Beach Boys an den weißen Stränden von Südkalifornien. Noch immer liebt sie das Gefühl des Sandes zwischen ihren Zehen, ein frühmorgendliches Bad im blauen Ozean und sie würde gern noch einmal in den gelb gepunkteten Bikini von damals schlüpfen. Susan hat zwei erwachsene Söhne, eine wunderbare Schwiegertochter und zwei perfekte Enkelkinder.
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1. KAPITEL
Blau. Rachel Morgan hob das Teststäbchen gegen das Licht, um sich zu vergewissern. Nein, kein Zweifel. Es war eindeutig blau.
Sie setzte sich langsam auf die Kommode im Badezimmer ihres winzigen Apartments. Sie ließ die Schultern sinken und atmete tief aus. Es hatte keinen Sinn, den Test ein drittes Mal zu machen. Ganz sicher würde das gleiche dabei herauskommen.
Sie war schwanger.
Aber wie hatte das passieren können?
Ihre Hände begannen zu zittern. Das durfte doch nicht wahr sein. Rachel hatte keine ernsthafte Beziehung gehabt, seit sie nach New York gezogen war. Das war zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter gewesen und zwei Jahre, nachdem sie ihre Verlobung mit Tom gelöst hatte. Es gab keinen Mann in ihrem Leben, wenn man das überhaupt Leben nennen konnte, was sie da führte. Sie biss sich auf die Unterlippe und hatte Mühe, die Tränen zurückzuhalten.
Arbeitslos und jetzt auch noch schwanger.
Aber wie, um Himmels willen, hatte es passieren können? Sie war schließlich ein rational denkender Mensch. So etwas wie eine unbefleckte Empfängnis gab es nicht – zumindest hatte sie davon nie gehört. Es musste eine andere Erklärung geben.
Ihr Magen krampfte sich zusammen.
Es bedeutete, dass der Traum Wirklichkeit gewesen sein musste.
Das Telefon klingelte, und sie zwang sich aufzustehen und in den L-förmigen Raum zu gehen, der Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche zugleich war. Sie setzte sich auf die Bettkante und nahm den Hörer ab.
„Hallo?“
„Rachel? Hier ist Trudy. Ich bin froh, dass ich dich endlich erwischt habe. Ich könnte dir vielleicht einen Job verschaffen. Einer unserer Lieferanten sucht …“
„Ich bin schwanger.“
„Was?“
„Du hast richtig gehört. Ich bin schwanger.“
„Aber wie konnte das passieren?“
„Wenn ich das bloß wüsste! Ich sitze gerade hier und zerbreche mir den Kopf deshalb.“
„Bleib, wo du bist“, sagte Trudy. „Ich komme sofort.“
Eine halbe Stunde später ging die Türklingel. Rachel drückte den Knopf für den automatischen Öffner und wartete dann hinter der geschlossenen Tür, bis sie die Fahrstuhltür hörte. Erst dann öffnete sie und sah ihrer besten Freundin entgegen.
Trudy Levin war schlank und groß und hatte wunderschöne rote Haare. Sie war ehrgeizig, übernervös und hatte nur eins im Sinn, nämlich in der hart umkämpften Welt der Kosmetikindustrie Karriere zu machen.
Als Rachel vor zwei Jahren nach New York gekommen war, konnte man ihr nur allzu deutlich ansehen, dass sie aus der Provenz kam. Sie war Trudy das erste Mal in der U-Bahn begegnet, als Rachel total die Orientierung verloren hatte und sich überhaupt nicht mehr zurechtfand. Trudy, die in Manhattan geboren war, war ihre letzte Rettung gewesen und hatte sie seitdem wie eine Glucke unter ihre Fittiche genommen.
„Ich kann es nicht glauben“, sagte Trudy, als sie sich an Rachel vorbei in das Apartment drängte. Das war typisch, Trudy konnte gar nicht langsam gehen, sie war immer in Eile.
Rachel drehte sich um und machte die Tür hinter sich zu.
„Schließ ab.“ Trudy ließ ihre übergroße Tasche auf einen Küchenstuhl fallen.
Rachel lächelte und gehorchte. Trudy sagte ständig, was zu tun war, meist in Form von guten Ratschlägen, wie man in der großen, bösen Stadt überleben könnte. Aber Rachel wusste, dass sie es nur aus Zuneigung tat.
„Also, erzähl mir, was passiert ist.“
Rachel nahm das Messstäbchen vom Küchentisch und hielt es hoch, damit Trudy sich selbst überzeugen konnte. „Blau.“
„Ich kann es nicht glauben“, wiederholte Trudy.
„Was soll ich erst sagen?“
Um ihr Zittern zu verbergen, drehte sich Rachel schnell zu der Spüle um, füllte den Kessel mit Wasser und stellte ihn auf den Herd. Mit einer hastigen Bewegung zündete sie die Flamme an.
„Ich bin enttäuscht von dir, Rachel. Warum hast du mir nicht erzählt, dass du jemanden hast? Ich habe dir doch auch immer alles über Jake erzählt.“ Trudy sah erstaunt und ein wenig gekränkt aus.
„Aber ich habe doch niemanden.“
„Wer ist dann …?“
Rachel schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht.“
„Das ist unmöglich.“
„Nein, es ist die Wahrheit. Ich habe keine Ahnung, wer der Vater ist.“
Trudy trat auf Rachel zu. Sie nahm die Freundin bei den Schultern und drehte sie mit einer schnellen Bewegung zu sich herum.
„Sieh mich an.“ Rachel hob den Kopf, und Trudy dämpfte die Stimme, als sie sah, dass Rachel kurz davor war zu weinen. „Mein Liebes, ich weiß, du kommst vom Land und so weiter und so fort, aber selbst du solltest wissen, dass eine Schwangerschaft nichts ist, was man sich von einer fremden Klobrille holt.“
Rachel versuchte zu lächeln. „Ich weiß …“
„Also, wer …“
Der Kessel fing an zu pfeifen, und Rachel nahm ihn vom Herd und drehte das Gas ab. „Es muss der Traum gewesen sein.“
„Der Traum?“
„Erinnerst du dich? Ich habe dir doch mal von einem Traum erzählt, den ich hatte, als ich schwer erkältet war.“
„Der weiße Traum?“
Rachel lächelte nur kurz. „Ja, der weiße Traum.“
Trudy ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Okay. Dann wollen wir uns diesen Traum mal näher ansehen.“
„Möchtest du eine Tasse Tee?“, fragte Rachel.
„Ja. Gern.“
Rachel sah kurz zu Trudy hinüber und fühlte sich gleich ein bisschen besser. Wie gut, dass ihre Freundin da war.
Als sie einander gegenüber saßen und den ersten Schluck getrunken hatten, beugte Trudy sich vor und strich Rachel über die Hand.
„So, nun erzähl mal von Anfang an.“
„An den Anfang kann ich mich nicht mehr erinnern. Nur an das Ende.“
„Dann erzähl mir von dem Ende.“
Rachel nahm wieder einen kleinen Schluck von der heißen Flüssigkeit. „Es muss in der Nacht passiert sein, als ich krank wurde. Weißt du noch?“
„Ja“, sagte Trudy. „Du warst mit mir zu dieser Promotion-Party für das neue Parfum gegangen. Du warst schlimm erkältet.“
„Und ich nahm Antibiotika. Ich hätte nicht ausgehen sollen, aber du hast darauf bestanden.“
„Also bin ich schuld.“
Rachel schüttelte den Kopf. „Nein, natürlich nicht. Du meintest, ich sollte nicht so viel zu Hause sitzen, sondern lieber unter Menschen gehen. Nur so könnte ich vielleicht auch einen Job finden.“
„Stimmt. Wir sind ziemlich lange auf der Party geblieben und gingen wohl beinahe als letzte. Ich erinnere mich, dass der Saal so voll war, dass ich dich nicht finden konnte. Ich habe wohl hundertmal alles abgesucht, aber du warst einfach verschwunden.“
„Daran kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern.“
Trudy nickte. „Ich habe dich dann schließlich draußen vor dem Gebäude gefunden. Du saßt auf der Treppe und hattest den Kopf gegen das Geländer gelehnt. Du warst eingeschlafen. Als ich dich aufweckte, sahst du bleich aus wie ein Gespenst, und dir war übel. Ich rief sofort ein Taxi, brachte dich hier rauf und legte dich ins Bett. Kannst du dich an gar nichts mehr erinnern?“
Rachel schüttelte unglücklich den Kopf. „Nein, ich weiß nur, dass ich mit dir zu der Party ging. Ich betrat den Saal, trank irgendetwas … Bowle, glaube ich …“
„In die Bowle hat man was reingetan.“
Rachel starrte gedankenverloren vor sich hin. „Auch daran kann ich mich nicht mehr erinnern.“
Trudy nahm ihre Hand. „Erzähl mir von dem Traum.“
„Das ist schwierig.“
„Versuch es.“
Rachel holte tief Luft und atmete langsam wieder aus. „Da war ein Mann, und wir haben miteinander …“
„Geschlafen.“
„Ja.“ Rachel errötete.
„In dem weißen Zimmer?“
„Ja.“
„Und wann hattest du diesen Traum das erste Mal?“
„Als ich die Grippe hatte. Ich war zwei Wochen krank und habe immer wieder dasselbe geträumt. Dann hörte es plötzlich auf.“
„Und wie lange ist das jetzt her?“
„Sechs Wochen.“
„Wie lange bist du schon überfällig?“, fragte Trudy.
„Sechs Wochen.“
„Dann ist doch alles klar.“
„Oh, Trudy, das kann nicht wahr sein!“
„Mein liebes Kind, du warst für mindestens eine Stunde verschwunden, vielleicht auch länger. Du musst mit irgendjemandem weggegangen sein. Nun brauchen wir nur noch herauszufinden, mit wem.“ Sie rieb sich nachdenklich die Schläfen. „Versuch, ihn mir zu beschreiben. Vielleicht kann ich dir helfen.“
„Er war ganz in Weiß gekleidet.“
„Das bringt uns nicht sehr viel weiter“, sagte Trudy. „Es war Mitte Juni. Nahezu alle Männer waren weiß angezogen.“
„Er war groß. Und blond.“ Sie hielt kurz inne. „Und er hatte grüne Augen.“
„Das ist schon besser.“
Rachel schloss die Augen. Sie fühlte ein leichtes inneres Zittern. „Er rauchte. Und er hatte ein wunderbares Lächeln. Er hatte Lachfältchen …“ – sie öffnete die Augen und zeigte mit den Fingerspitzen auf ihre äußeren Augenwinkel – „… genau hier. Und seine Stimme war leicht rau. Sie erinnerte mich ein bisschen an Rod Stewart.“ Sie blickte Trudy an. „Nun, hast du irgendeine Idee?“
„Ich weiß nicht. Vielleicht. Und sonst?“
„Sein Mund. Er hatte einen...




