Crosby / Ferrarella / Paige | Bianca Extra Band 59 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0059, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

Crosby / Ferrarella / Paige Bianca Extra Band 59


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-3359-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0059, 448 Seiten

Reihe: Bianca Extra

ISBN: 978-3-7337-3359-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



TRAUMPRINZ MIT VERGANGENHEIT von PAIGE, LAURIE
'Ich bin kein Mann fürs Heiraten.' Seth darf seiner Traumfrau Amelia nichts vormachen! Obwohl er am liebsten jeden Morgen neben der rotgelockten Schönheit aufwachen würde, fürchtet er: Sobald er ihr die Wahrheit über seine Vergangenheit anvertraut, wird sie ihn nicht mehr wollen!
HEIß BEGEHRT, HEIß ERSEHNT von FERRARELLA, MARIE
Als Lily einen Labradorwelpen vor ihrer Tür findet, gerät ihr wohlbehütetes Herz in Gefahr: Ständig kommt der gut aussehende Tierarzt Christopher Whitman vorbei! Angeblich nur, um den Hund zu trainieren. Trotzdem kann sie seiner magischen Anziehungskraft nicht lange widerstehen ...
ZWEI WIE ROMEO UND JULIA von CROSBY, SUSAN
Jenny ist zurück! Win hat ihre leidenschaftliche Sommeraffäre nie vergessen, die heimliche Hochzeit, kurz darauf die tragische Trennung ... Er begehrt seine Jugendliebe immer noch heiß. Ehe er sich's versieht, liegen sie sich erneut in den Armen. Mit unerwartet süßen Folgen ...
WEIL DU DER RICHTIGE BIST von SIMS, JOANNA
Mit Job, Kind und Ranch ist Single-Mom Kate mehr als ausgelastet. Da würde doch jeder Mann nur stören! Es sei denn, er kümmert sich so liebevoll um sie und ihre Tochter wie der wunderbare Arzt Liam Brand. Aber kaum gibt Kate der Liebe eine Chance, bedroht ihr Ex das neue Glück ...



Susan Crosby fing mit dem Schreiben zeitgenössischer Liebesromane an, um sich selbst und ihre damals noch kleinen Kinder zu unterhalten. Als die Kinder alt genug für die Schule waren ging sie zurück ans College um ihren Bachelor in Englisch zu machen. Anschließend feilte sie an ihrer Karriere als Autorin, ein Ziel, dass sie schon seit langer Zeit ins Auge gefasst hatte. Aufgewachsen ist sie, zu der Blütezeit der Beach Boys an den weißen Stränden von Südkalifornien. Noch immer liebt sie das Gefühl des Sandes zwischen ihren Zehen, ein frühmorgendliches Bad im blauen Ozean und sie würde gern noch einmal in den gelb gepunkteten Bikini von damals schlüpfen. Susan hat zwei erwachsene Söhne, eine wunderbare Schwiegertochter und zwei perfekte Enkelkinder.

Crosby / Ferrarella / Paige Bianca Extra Band 59 jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

Amelia Miller hob den Kopf, als eine kräftige Windbö die Fensterscheiben in dem alten viktorianischen Haus erzittern ließ. Das Gemäuer hatte während seiner hundertzwanzig Jahre schon wesentlich stärkeren Stürmen standgehalten. Dieser erste Oktoberregen war trotzdem ziemlich heftig.

Sie streckte die Füße näher zu dem künstlichen gasbetriebenen Kamin. Draußen war es um die null Grad. Ihr kleines Hotel – eher eine Frühstückspension – war zum Wochenende hin ausgebucht, und die Gäste, von denen die letzten erst vor wenig mehr als einer Stunde eingetroffen waren, hatten es sich in ihren Zimmern gemütlich gemacht.

In ihrer überschaubaren Welt war alles in bester Ordnung.

Die meisten ihrer Gäste waren Paare und übers Wochenende aus Boise zum Wandern hergekommen. Der Herbst hatte die Hügel bunt angemalt – die Espen und Pappeln leuchteten in diesem Jahr besonders schön. Blieb nur zu hoffen, dass die Naturliebhaber sich vom Regen nicht von ihren Ausflügen abhielten ließen.

Beim Blick auf die Uhr stellte Amelia fest, dass es fast elf war. Sie gähnte, trank den Rest ihres Kräutertees und klappte den Liebesroman zu, in dem sie gerade gelesen hatte. Er erinnerte sie an ihre eigene Jugend: Im Alter von zwanzig Jahren hatte sie sich in einen blendend aussehenden Cowboy verguckt, der wegen des Rodeos in die Stadt gekommen war. Nachdem sie einander gerade einmal zwei Wochen gekannt hatten, hatte sie ihn geheiratet und sich auf das größte Abenteuer ihres Lebens gefreut.

Das Herzklopfen hatte etwa zwei Monate gedauert, die Ehe immerhin zwei Jahre gehalten – vor allem wegen ihrer Hartnäckigkeit, denn so schnell gab Amelia nicht auf. Ihr schöner Cowboy hatte sich leider als cholerischer Typ und noch dazu hinterhältig entpuppt. Als sie ihm den Besuch einer Eheberatung vorgeschlagen hatte, war er gewalttätig geworden. Daraufhin hatte sie ihre Sachen gepackt und war gegangen. Sie musste sich eingestehen, einen schweren Fehler gemacht zu haben.

Mit dreiunddreißig waren ihr dann nicht mehr so viele Illusionen geblieben. Ihr Glück bestand inzwischen aus einem ausgebuchten Hotel und einem Dach, durch das es nicht regnete – so viel zu junger Liebe und den Träumen, die damit verbunden waren …

Sie musste lächeln, als sie an ihre Naivität von damals dachte. Gleichzeitig empfand sie ein Gefühl von Melancholie. Erneut gähnte sie. Es war höchste Zeit, ins Bett zu gehen. Um halb sechs würde die Nacht für sie schließlich vorbei sein.

Das Läuten der Türklingel erschreckte sie. Amelia schlüpfte in die flauschigen Pantoffeln, band ihren Morgenmantel fester zu und betrat den Korridor. Im Licht der Außenlampen zu beiden Seiten der Eingangstür erkannte sie durch die Butzenscheiben einen einsamen Mann. Den Kopf hatte er gesenkt, als wäre er tief in Gedanken versunken, und die Hände hielt er in den Taschen seines Trenchcoats vergraben, der wiederum vor Nässe glänzte.

„Wer ist da?“, fragte sie durch die geschlossene Tür.

„Amelia? Ich bin’s, Seth Dalton.“

Seth Dalton! Der Junge, bei dessen Anblick sie als Sechzehnjährige immer Herzklopfen bekommen hatte. Er war der älteste der Dalton-Brüder, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern von ihrem Onkel Nick und dessen Frau Milly aufgenommen worden waren. Seltsamerweise klopfte Amelias Herz auch jetzt schneller, als sie die Tür öffnete.

„Bei diesem Wetter schickt man ja keinen Hund vor die Tür!“, begrüßte sie ihn. Nachdem er seinen Regenmantel auf der Veranda ausgeschüttelt hatte, kam er ins Haus.

Er schloss die Tür, stellte seinen Rucksack ab und hängte den Mantel an einen Haken. „Ja, schrecklich“, pflichtete er ihr mit einem müden Lächeln bei.

„Ähm … Hatten wir eine Verabredung?“

„Nein. Ich wollte zur Ranch, bin aber später als geplant aus der Stadt zurückgekommen. Es war so viel Verkehr auf der Straße … und dazu dieses Unwetter. Ich habe fast drei Stunden auf der Autobahn gestanden. Deshalb bin ich hierhergekommen.“

Mitfühlend schnalzte sie mit der Zunge.

„Ich hoffe, du hast noch ein Zimmer für mich. Ich bin nämlich vollkommen erledigt“, fuhr er fort.

„Eigentlich sind wir ausgebucht. Die Leute wollen alle den Herbst hier genießen.“

„Oh! Und was ist mit dem Einzelzimmer?“

„Auch besetzt. Vor etwa einer Stunde ist dir ein Wanderer zuvorgekommen.“

Enttäuscht sah er sie aus seinen dunklen Augen an. „Na ja, dann werde ich wohl doch noch weiterfahren müssen“, sagte er seufzend.

Nicholas Dalton, der seine Neffen bei sich aufgenommen hatte, nachdem seine beiden jüngeren Brüder vor rund zwanzig Jahren bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen waren, wohnte auf dem Familienbesitz der Daltons, etwa dreißig Meilen von der Kleinstadt Lost Valley entfernt. Auf den gewundenen Landstraßen würde die Fahrt bei diesem Wetter mindestens eine Stunde dauern. Vielleicht war die Straße sogar unpassierbar, und Seth würde zum zweiten Mal an diesem Abend stranden.

Amelia warf einen Blick ins Wohnzimmer mit seinen Tischen und Stühlen und einem Sofa vor dem Kamin. „Nun ja, du könntest auf der Couch schlafen, wenn dir das reicht“, bot sie an.

„Das reicht mir vollkommen!“, antwortete er sofort.

Lächelnd zeigte er seine Zähne, deren strahlendes Weiß in starkem Kontrast zu seinem schwarzen Haar und der dunklen Haut standen. Seths Mutter war eine Latina gewesen, und er hatte ihr gutes Aussehen geerbt.

Mit einem Meter achtzig war er ein wenig kleiner als seine Cousins, aber er hatte einen ausgesprochen muskulösen Körper. Während seiner Schulzeit war er Quarterback in der Footballmannschaft gewesen und hatte seinem Team so manchen Sieg beschert. Die Mädchen waren ganz verrückt nach Seth gewesen – inklusive Amelia.

Sie schloss die Tür hinter ihm und führte ihn ins Wohnzimmer. „Möchtest du duschen?“, fragte sie. „Oder wenigstens deine Haare trocknen? Im Bad ist ein Föhn …“

„Das Angebot nehme ich gern an.“

Während er sich im Bad aufhielt, bereitete sie ihm das Bett auf dem Sofa vor. Als sie hörte, dass der Föhn im Badezimmer ausgeschaltet wurde, ging sie in die Küche, machte heißen Kakao und wärmte ein paar Muffins in der Mikrowelle auf. Kurz darauf kam sie mit einem Tablett in der Hand ins Wohnzimmer zurück.

„Das duftet ja köstlich!“, sagte er. Nach dem Duschen hatte er nur eine Jogginghose angezogen, und beim Anblick seines nackten Oberkörpers pochte Amelias Herz so heftig, als wäre sie noch der Teenager, der für Seth geschwärmt hatte.

„Ich dachte mir, dass du nach der langen Fahrt vielleicht hungrig bist“, meinte sie.

„Eigentlich nicht, aber jetzt schon.“

Bildete sie es sich nur ein, oder klang seine Stimme tatsächlich tiefer und geheimnisvoller? Sie stellte das Tablett auf den Tisch und ließ sich in ihren Lieblingssessel sinken. Ehe er sich ebenfalls setzte, streifte er ein Sweatshirt über. Unvermittelt wurde Amelia sich bewusst, wie intim die Situation war. Es war schon sehr spät, und der Regen trommelte mit unverminderter Kraft gegen die Fensterscheiben. Doch in ihrem Wohnzimmer war es ausgesprochen gemütlich.

Schweigend tranken sie ihren Kakao, während Amelia ihren späten Gast aus den Augenwinkeln beobachtete. In dieser Gegend von Idaho eilte den Daltons ein gewisser Ruf voraus. Das wusste sie von ihren Großeltern, bei denen sie aufgewachsen war, nachdem ihre Eltern sich getrennt hatten. In Idaho hatte Amelia auch die Highschool besucht, da sie weder zu ihrer Mutter noch zu ihrem Vater ein gutes Verhältnis gehabt hatte. Obwohl ihre Großeltern sich liebevoll um ihre Enkelin gekümmert hatten, war Amelia sich manchmal wie ein Waisenkind vorgekommen – Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Resignation waren häufige Begleiter in ihrer Jugend gewesen.

Amelia riss sich zusammen. Warum gab sie sich denn solch trüben Erinnerungen hin? Vielleicht lag es am Sturm und am Regen. Sie schaute auf und bemerkte, dass Seth sie aufmerksam betrachtete, sodass sie unwillkürlich errötete. Hoffentlich merkte er nichts davon. Sollte er etwas von ihrer Reaktion mitbekommen haben – was bei ihrer hellen Haut durchaus möglich war, die sie wie die rötlichen Haare von ihrer Großmutter geerbt hatte –, dann ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken. Er war eben ein echter Gentleman.

Seth schaute sich im Zimmer um. „War das nicht einmal ein richtiger Kamin?“, fragte er mit Blick auf den Gasofen, dessen Flammen ein offenes Feuer imitierten. „Ich habe die Schornsteine einmal jährlich gereinigt, als deine Großeltern noch lebten.“

„Ich …“ Sie musste sich räuspern, um die Heiserkeit aus ihrer Stimme zu vertreiben. „Ich habe in diesem Sommer einen Gasofen einbauen lassen. Der Kamin hat einfach zu viel Schmutz gemacht, mit der ganzen Asche und so, und dann musste ich immer das Holz besorgen und stapeln … Doch auf das Feuer wollte ich trotzdem nicht verzichten – besonders nicht an kalten Abenden wie diesen.“

Er nickte verständnisvoll. Mit halb geschlossenen Augen betrachtete er das Feuer, das fast natürlich wirkte. Seth hatte schwere Lider – die Mädchen in der Schule sprachen immer von seinem Schlafzimmerblick –, und die roten und gelben Flammen verliehen seinem Gesicht etwas von einem Freibeuter.

Er hatte ein markantes Kinn und ausgeprägte Wangenknochen. Seine Lippen waren wohlgeformt, und sein Lächeln war unwiderstehlich. Die Naturkrause in seinem Haar versuchte er dadurch...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.