Crosby / Thacker / Moon | Bianca Gold Band 36 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0036, 448 Seiten

Reihe: Bianca Gold

Crosby / Thacker / Moon Bianca Gold Band 36


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-3284-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0036, 448 Seiten

Reihe: Bianca Gold

ISBN: 978-3-7337-3284-4
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



KÜSSE, BABY UND FAMILIENGLÜCK von THACKER, CATHY GILLEN
Im Unwetter ist er ihr Fels in der Brandung - als Rafferty sie rettet, vergisst Jacey ihr altes Leben, vor dem sie auf der Flucht ist. Wie gern würde sie sein Herz erobern! Aber kann ein Traummann wie er akzeptieren, dass das Baby unter ihrem Herzen nicht seins ist?
FÜR IMMER MEINE FRAU von MOON, MODEAN
Sie liebt Neil immer noch! Beim Wiedersehen mit ihrem Exmann kurz vor Heiligabend spürt Virginia es sofort. Endlich können sie auch über die Probleme mit seinem Sohn Todd sprechen, der den Vater nie teilen wollte. Da taucht Todd auf und droht, alles wieder zu zerstören ...
KOMM ZURÜCK ZU UNS von CROSBY, SUSAN
Les will vergessen, dass ihr gefährlicher Beruf als Polizistin ihr das Liebste nahm - und will deshalb Weihnachten und Silvester allein in dem Ferienhaus am Lake Tahoe verbringen. Doch überraschend erwarten sie dort ihr Exmann und ihre gemeinsame Tochter ...



Susan Crosby fing mit dem Schreiben zeitgenössischer Liebesromane an, um sich selbst und ihre damals noch kleinen Kinder zu unterhalten. Als die Kinder alt genug für die Schule waren ging sie zurück ans College um ihren Bachelor in Englisch zu machen. Anschließend feilte sie an ihrer Karriere als Autorin, ein Ziel, dass sie schon seit langer Zeit ins Auge gefasst hatte. Aufgewachsen ist sie, zu der Blütezeit der Beach Boys an den weißen Stränden von Südkalifornien. Noch immer liebt sie das Gefühl des Sandes zwischen ihren Zehen, ein frühmorgendliches Bad im blauen Ozean und sie würde gern noch einmal in den gelb gepunkteten Bikini von damals schlüpfen. Susan hat zwei erwachsene Söhne, eine wunderbare Schwiegertochter und zwei perfekte Enkelkinder.

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1. KAPITEL

„Ich habe mir schon gedacht, dass du noch hier steckst.“

Rafferty Evans hob den Kopf vom Computerbildschirm zu seinem Vater, der in der Arbeitszimmertür stand. Der vierundsiebzigjährige Eli Evans hatte sich erst vor Kurzem nach langem Zögern endlich in den Ruhestand zurückgezogen, was jedoch bedeutete, dass er jetzt mehr Zeit hatte, seine Nase in die Angelegenheiten seines Sohnes zu stecken.

Rafferty ahnte schon, warum er gekommen war. „Irgendjemand muss vor dem Zusammentreiben der Herde ja schließlich die Buchhaltung machen“, sagte er irritiert.

Eli setzte sich in einen der ledernen Clubsessel. „Das schlechte Wetter scheint dir offenbar die Laune vermiest zu haben.“

So wie jeden November, dachte Rafferty. Einen Blitz draußen ignorierend, betrachtete er wieder die Zahlen vor ihm. „In den nächsten sechs Wochen ist noch eine Menge zu erledigen.“

Es donnerte ohrenbetäubend. Eli erhob seine Stimme. „Zum Beispiel, eine neue Köchin für die Rancharbeiter zu finden.“

„Die Männer haben die letzten drei Köche mit ihrem ewigen Genörgel vertrieben. Sollen sie doch für sich selbst sorgen, bis ich Ersatz gefunden habe.“

„Du weißt genau, dass sie nicht kochen können.“

„Dann sollten sie dankbar für jeden sein, der zumindest etwas von dem Handwerk versteht.“

Eli öffnete den Mund, um etwas darauf zu entgegnen, besann sich dann jedoch eines Besseren. „Was Weihnachten angeht …“, fuhr er fort.

Rafferty versteifte sich. „Ich habe dir doch schon gesagt, dass ich mich aus den ganzen Festlichkeiten raushalte.“ Zumindest seit dem Unfall.

Eli runzelte die Stirn. „Das Ganze ist jetzt schon zwei Jahre her.“

Rafferty schob seinen Stuhl zurück, stand auf und schob die Hände in die Jeanstaschen. „Ich weiß selbst, wie lange es her ist, Dad.“ Er ging zum Kamin, nahm den Schürhaken und stocherte in den brennenden Holzscheiten, dass die Funken stoben.

„Das Leben geht schließlich weiter“, fuhr Eli fort.

„Weihnachten ist nur etwas für Kinder.“

Eli schwieg.

Rafferty kniff die Lippen zusammen. Er legte ein Scheit nach, ging zum Fenster und sah hinaus in den Sturm. Regen trommelte auf das Dach, und ein weiterer Blitz durchzuckte den Himmel, gefolgt von lautem Donner. In der Dunkelheit tauchten plötzlich die Lichtkegel zweier Scheinwerfer auf und richteten sich auf das Hauptgatter.

Rafferty zog die Augenbrauen zusammen und warf einen Blick auf die Uhr. Schon Mitternacht. Er drehte sich zu seinem Vater um. „Erwartest du noch Besuch?“

Eli schüttelte den Kopf. „Wahrscheinlich nur Touristen, die sich verfahren haben.“

Rafferty murmelte ein paar Flüche vor sich hin.

Sein Vater stellte sich neben ihn. „Soll ich rausgehen und ihnen den Weg erklären?“

Rafferty schlug Eli kameradschaftlich auf die Schulter und versuchte zu ignorieren, wie zerbrechlich sie sich anfühlte. Nicht auszudenken, wenn er seinen Vater auch noch verlor! Hastig verdrängte er diesen beunruhigenden Gedanken. „Lass nur, ich übernehme das schon“, antwortete er. „Geh ruhig ins Bett“, fügte er fürsorglich hinzu.

„Bist du sicher?“

Rafferty wusste, dass die nasse Kälte draußen die Arthritis seines Vaters verschlimmern würde. „Ich kümmere mich darum, dass der Fahrer zur Hauptstraße zurückfindet.“

„In den Nachrichten haben sie vor Hochwasser am Fluss gewarnt“, sagte Eli.

Rafferty ging in die Diele, nahm seinen Regenmantel und seinen Hut von der Garderobe und zog sich an. Dann öffnete er die Haustür und trat hinaus auf die Veranda. Die kühle Luft und der frische Geruch des Regens waren belebend.

Jacey Lambert hatte heute mit allem gerechnet, aber nicht damit, plötzlich am Ende der Welt festzustecken. Doch genau das war passiert. Nach etlichen Kilometern über eine immer holpriger und schmaler werdende Landstraße stand sie jetzt in der Einfahrt zur Lost Mountain Ranch.

Offensichtlich hatte sie sich total verfahren.

Sie war müde und hungrig, und ihr Tank war so gut wie leer.

Und zu allem Überfluss funktionierte ihr Handy schon seit einigen Kilometern nicht mehr.

Ob es sehr aufdringlich wäre, an die Tür des großen Ranchhauses da vorn zu klopfen?

Noch bevor sie sich zu einer Entscheidung durchgerungen hatte, hörte sie plötzlich das Starten eines Motors.

Sie starrte nach vorn und sah einen Pick-up auf sich zufahren, der kurz vor ihrem Volvo Kombi stehen blieb.

Ein Cowboy mit schwarzem Hut und gelbem Regenmantel kletterte aus dem Wagen und kam direkt auf ihre Fahrertür zu.

Bei seinem Anblick musste Jacey plötzlich schlucken.

Das lag weder an seiner beeindruckenden Körperlänge noch an den breiten Schultern, den langen Beinen oder dem muskulösen Körper. Was ihr den Atem verschlug, war das markante Gesicht unter der breiten Hutkrempe. Mit seinen regelmäßigen Gesichtszügen, der geraden Nase, den leuchtend blauen Augen und dem hellbraunen Haar sah er verdammt gut aus. Und er war glatt rasiert, in ihren Augen ein gewaltiges Plus. Jacey hasste nämlich Männer mit wildem Bartwuchs.

Sie kurbelte die Windschutzscheibe nach unten. Offensichtlich hatte der Mann kurz zuvor etwas gefragt, denn er schien auf eine Antwort zu warten.

Sie schluckte nochmals. „Was haben Sie gesagt?“, fragte sie.

„Das hier ist Privatbesitz. Sie sind nicht befugt, das Gelände zu befahren“, erklärte er, sichtlich alles andere als begeistert davon, im strömenden Regen mit einem Eindringling fertigwerden zu müssen.

So viel zur legendären texanischen Gastfreundschaft, dachte Jacey und seufzte innerlich auf.

Sie zeigte auf die über dem Lenkrad ausgebreitete Straßenkarte, die ihren voluminösen Körperumfang verbarg. „Ich habe mich verfahren.“

Er sah sie aus schmalen Augen an. „Das habe ich mir fast schon gedacht.“

„Ich wollte eigentlich zur Indian Lodge im Davis Mountains State Park.“

Der Cowboy zeigte mit dem Daumen in die entgegengesetzte Richtung. „Sie sind mindestens noch sechzig Meilen davon entfernt“, sagte er mürrisch.

Er hätte genauso gut sechshundert sagen können, so schlecht war die Sicht bei diesem Regen und Nebel. Selbst unter guten Bedingungen lag die Höchstgeschwindigkeit auf diesen gewundenen Bergstraßen bei höchstens fünfunddreißig Meilen pro Stunde.

Das war nicht gut.

Zu allem Überfluss hatte sie Rückenschmerzen. Alles, was sie jetzt wollte, war ein bequemes Bett mit einem weichen Kissen.

Offensichtlich war es keine gute Idee gewesen, sich unterwegs auf dem Weg zu ihrer Schwester in El Paso noch etwas die Gegend ansehen zu wollen. „Wie weit ist das nächste Hotel entfernt?“, fragte Jacey.

„Ungefähr genauso weit“, antwortete er schroff.

Jacey unterdrückte ein Stöhnen. „Können Sie mir den Weg erklären?“

Er schüttelte den Kopf. „Ausgeschlossen, selbst bei gutem Wetter wäre das viel zu kompliziert. Ich bringe Sie lieber zurück zur Hauptstraße und zeige Ihnen von da die richtige Richtung.“

Jacey lächelte dankbar. Sie würde sicher noch eine oder zwei Stunden durchhalten. „Danke.“

Sie faltete ihre Straßenkarte zusammen, während der attraktive Cowboy zurück zu seinem Pick-up marschierte. Er wies sie mit einer Handbewegung an, rückwärts aus der Einfahrt zu fahren, und kletterte in sein Fahrerhäuschen.

Jacey gehorchte. Sie hatte Rückenschmerzen von den unerwartet vielen Stunden im Auto. Jetzt schaltete sie die Scheibenwischer auf Höchstgeschwindigkeit und folgte dem Pick-up vor ihr. Als sie nach etwa zwei Meilen über einen Hügelkuppe fuhren, bremste er plötzlich so abrupt, dass sie fast aufgefahren wäre. Irritiert trat sie auf die Bremse. Was war denn nun passiert?

Sie brauchte nicht lange auf eine Antwort zu warten. Der Cowboy sprang aus dem Pick-up und kam zu ihr rüber. „Die Brücke ist überflutet!“, rief er durch das Fenster.

Jacey konnte die Steinbrücke von ihrem Wagen aus nicht erkennen. „Wie hoch steht das Wasser?“, rief sie zurück.

„Etwa vierzig Zentimeter.“

Jacey fluchte. Wenn sie jetzt weiterfuhr, würde die Strömung sie mit Sicherheit von der Brücke reißen. Nervös sah sie ihn an. „Und was jetzt?“

„Die Straße ist wegen der Straßengräben zu schmal zum Wenden. Sie müssen den Hügel rückwärts zurückfahren.“

Jacey war nicht gut im Rückwärtsfahren. Schon gar nicht unter diesen Bedingungen. „Kann ich nicht stattdessen …“

„Tun Sie einfach, was ich sage!“, befahl er schroff.

„Leichter gesagt als getan“, murmelte Jacey und legte den Rückwärtsgang ein.

Zum einen hatte sie nämlich keine Rückfahrscheinwerfer, was bedeutete, dass sie praktisch ins Nichts fuhr, und zum anderen war die Straße alles andere als gerade. Außerdem war sie körperlich nicht so beweglich wie sonst. Sich umzudrehen, über die Schulter zu gucken und dabei gleichzeitig zu lenken, war für sie in ihrem jetzigen Zustand nicht nur schwierig, sondern praktisch unmöglich.

Es überraschte sie daher nicht, dass die Reifen auf der rechten Seite ihres Kombis plötzlich ins Rutschen kamen. Sie drosselte das Tempo und drehte das Lenkrad in die Gegenrichtung, um wieder auf die Straße zurückzufahren.

Leider vergebens. Da der Regen den Straßenrand total aufgeweicht hatte, sanken die Reifen nur noch tiefer ein.

Jacey bremste unschlüssig.

...



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