Crosby / Wilde / Jackson | Collection Baccara Band 325 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0325, 384 Seiten

Reihe: Collection Baccara

Crosby / Wilde / Jackson Collection Baccara Band 325


1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-473-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0325, 384 Seiten

Reihe: Collection Baccara

ISBN: 978-3-95446-473-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



IM SÜßEN RAUSCH DER SINNE von WILDE, LORI
Männer? Nein, danke. Kiara Romano lebt nur für ihr Weingut. Bis sie den attraktiven Wyatt einstellt und ihm schnell näherkommt. Seine Berührungen sind prickelnd wie Champagner, die Liebesnächte mit ihm wie ein süßer Rausch. Doch sein Vertrauensbruch ist ernüchternd ...
ICH WILL DICH WIEDER SPÜREN von JACKSON, BRENDA
Lange Beine, sinnliche Lippen und dieser Blick ... als Shelly sein Büro betritt, erwacht in Dare Westmoreland sofort wieder das Verlangen. Wie damals will er sie spüren, sie in seinen Armen zur Ekstase bringen! Dann erfährt er, was sie ihm all die Jahre verschwiegen hat ...
LIEBESNACHT MIT DER FALSCHEN von CROSBY, SUSAN
Ich will dich. Zärtlich schmiegt sie sich an ihn, und John glaubt zu träumen: Summer ist zu ihm zurückgekehrt! Doch als er sie voller Leidenschaft liebt, beschleicht ihn plötzlich ein Verdacht: Ist diese Frau überhaupt Summer - oder Scarlet, ihre Zwillingsschwester?



Susan Crosby fing mit dem Schreiben zeitgenössischer Liebesromane an, um sich selbst und ihre damals noch kleinen Kinder zu unterhalten. Als die Kinder alt genug für die Schule waren ging sie zurück ans College um ihren Bachelor in Englisch zu machen. Anschließend feilte sie an ihrer Karriere als Autorin, ein Ziel, dass sie schon seit langer Zeit ins Auge gefasst hatte. Aufgewachsen ist sie, zu der Blütezeit der Beach Boys an den weißen Stränden von Südkalifornien. Noch immer liebt sie das Gefühl des Sandes zwischen ihren Zehen, ein frühmorgendliches Bad im blauen Ozean und sie würde gern noch einmal in den gelb gepunkteten Bikini von damals schlüpfen. Susan hat zwei erwachsene Söhne, eine wunderbare Schwiegertochter und zwei perfekte Enkelkinder.

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1. KAPITEL

Amabile: Italienisch für liebenswert.
Außerdem eine Bezeichnung für süßen Wein.

Wyatt DeSalme stand früh am Morgen des 1. Juni am Bug der Fähre und sah zu der nebelverhüllten Insel hinüber, die eben vor der nordkalifornischen Küste in Sicht kam.

Die Motoren der Fähre ließen den Boden unter seinen Füßen sanft vibrieren. Die Seeluft schmeckte salzig, und über ihm flog ein Schwarm kreischender Möwen. Je näher sie der Insel kamen, desto aufgeregter wurden auch die Stimmen der anderen jungen Männer und Frauen um ihn herum. Wie es schien, waren es allesamt neue Praktikanten, genau, wie er einer sein sollte.

Allmählich lichtete sich der Nebel, und vor ihnen tauchten, in der Morgendämmerung schimmernd, die zwei großen Steilhänge des Twin Hearts auf, der in der Mitte der Insel hoch emporragte.

Da war es. Sein Ziel.

Ein seltsames Gefühl überkam Wyatt. Ein Gefühl, das ihm sagte, wenn du das jetzt tust, wirst du nie wieder derselbe sein.

Unwillkürlich verkrampfte sich sein Magen.

Ich will nicht.

Aber weshalb nicht? Normalerweise liebte er Rollenspiele. Woher kam also der plötzliche Impuls, an Ort und Stelle stehen zu bleiben, während alle anderen von Bord gingen?

Was ist los? Feige?

Es war die Stimme seines Bruders Scott, die spöttisch in seinem Hinterkopf erklang und ihn aufzog, wie schon damals als Kind. Wyatt hatte es nie auf sich sitzen lassen können, wenn man ihn feige nannte.

Der ständige Spott, die Wetten und Mutproben hatten einiges dazu beigetragen, seinen Charakter zu formen. Immer um die Wertschätzung seiner älteren Brüder kämpfend, war er zu einem unerschrockenen Abenteurer geworden. Hier stand er nun, mit einunddreißig Jahren, und wollte immer noch ihre Anerkennung gewinnen.

Als Tarnung trug er eine Brille aus Fensterglas mit dicker dunkler Fassung, hatte sich seit zwei Tagen nicht rasiert und sein Haar bereits seit Monaten wachsen lassen, sodass es ihm jetzt in dunklen Wellen bis auf die Schultern hing. Seit dem College hatte er die Haare nicht mehr so lang getragen.

Er hatte eine graue Strickmütze aufgesetzt, dazu blaue Jeans mit einem Loch am Knie und einen grauen Kapuzenpulli angezogen. Seine Turnschuhe zierten zerfranste Schnürsenkel, und statt der Rolex trug er eine billige Allerweltsuhr.

Was er damit bezweckte? So unscheinbar wie möglich zu wirken und sich besser in seine neue Rolle einzufühlen, die das Gegenteil seines sonst üblichen Auftretens bedeutete. Normalerweise hatte er einen Hang zu schicken Anzügen und High-Society-Partys. Er liebte es, in seinem Lamborghini über die europäischen Autobahnen zu düsen, und vergnügte sich gern in Monte Carlo beim Glücksspiel.

Sein Trick schien zu funktionieren. Er war schon über eine Stunde an Bord, und noch keine der hübschen Studentinnen hatte ihn bisher auch nur eines Blickes gewürdigt. Einerseits war das der Sinn der Sache, andererseits tat es seinem Ego nicht besonders gut.

Er schob sich näher an eine lebhaft plappernde Mädchengruppe heran.

„Wie, kennst du die Geschichte nicht?“, rief eine hübsche Brünette.

Wyatt lauschte angespannt. Als Spion konnte man nie genug erfahren.

„Ach, das ist so romantisch!“, fuhr die junge Frau fort. „Es soll so gewesen sein: Als vor ewiger Zeit der Gründer von Bella Notte in unserem Alter war, verliebte er sich in ein Mädchen vom Festland. In einer schönen Vollmondnacht im Juni packte er eine Flasche seines ersten selbst gekelterten Weins ein und führte seine Liebste hinauf auf den Gipfel des Twin Hearts.“ Sie zeigte auf die schroffen Berge. „Sie tranken den Wein gemeinsam, und er hielt um ihre Hand an. Im Juni darauf ließen sie sich im Weinberg trauen und lebten dann vierundsechzig Jahre als Ehepaar glücklich und zufrieden.“

„Das ist wirklich süß!“

„Und genauso ging es später ihren drei Söhnen. Und deren Söhnen. Bei den Romanos hat es noch nie eine Scheidung gegeben. Und kein anderes Paar, das seitdem im Juni bei Vollmond auf dem Twin Hearts eine Flasche Wein gemeinsam geleert hat, musste je den Scheidungsanwalt bemühen.“

„Keins?“

„Keins.“

„Wow“, sagte eine Blonde. „Das ist wirklich verrückt!“

Was für ein Schwachsinn, dachte Wyatt. Er fand die Sage aber trotzdem sehr hübsch. Zugegeben, die Romanos wussten offensichtlich, wie man einen Mythos werbewirksam einsetzt.

Mittlerweile hatte die Fähre angelegt, und fast alle Passagiere stiegen um in kleine, mit dem Bella-Notte-Logo bedruckte Busse, die sie zu dem gleichnamigen Weingut brachten.

Der Morgennebel hatte sich fast ganz aufgelöst und gab den Blick auf Idyll frei. Ein passender Name für die Insel, fand Wyatt, denn auf der einen Seite der Berge sah das Land zwar trocken und karg aus, auf der anderen Seite jedoch lagen die üppigen Weinberge. Auf Idyll herrschte das gleiche weinfreundliche Klima wie im Napa Valley, und es schien auch das gleiche unbekümmert-sonnige Flair in der Luft zu liegen.

Der Eingang zu Bella Notte war, ebenso wie alles andere auf Idyll, eher altmodisch gehalten und erinnerte mit seinen überrankten Gemäuern an die alten Weingüter der Toskana. Hinter dem Gebäude erstreckten sich schier endlose Reihen vorzüglich gepflegter Rebstöcke. Wyatt war inmitten von Weinbergen aufgewachsen, die ihn, um ehrlich zu sein, nie interessiert hatten – viel zu viel Arbeit. Als er jetzt aber über das Tal blickte und den kräftigen Duft des fruchtbaren Lehmbodens einatmete, fühlte er sich seltsam inspiriert.

Seine Brüder würden ihn dafür auslachen. Weshalb sollte ihn dieses winzige Weingut inspirieren, wenn ihn das riesige und sich immer weiter vergrößernde Unternehmen der DeSalmes völlig kaltließ?

Was ihn daran erinnerte, weshalb er eigentlich hier war: um herauszufinden, wodurch es diesem kleinen Familienbetrieb gelungen war, einen beachtlich großen Marktanteil an sich zu reißen. Bella Nottes Weine waren tatsächlich ausgesprochen gut. Was machten sie anders? Seine Brüder hatten den Wein sogar analysieren lassen, aber sie hatten nicht entdecken können, was ihn besonders auszeichnete. Sie brauchten einen Spion, und genau das war er.

Ein großer, dunkelhaariger Mann kam, noch während sie aus dem Bus ausstiegen, zu Wyatts Gruppe und führte sie dann in eines der Gebäude. Seine langen Haare waren mit einem Lederband zusammengebunden, er trug ein T-Shirt, das eindeutig aus Hanffaser gewebt war, und hatte eine Tätowierung am Unterarm, eine Traube dunkelblauer Weinbeeren. Seine ganze Ausstrahlung war die eines Künstlers.

Eine schwarzhaarige Frau in einem leichten blauen Kleid kam über den Hof zu dem Mann hinüber, kuschelte sich an ihn und hob ihm ihren Kopf entgegen. Er gab ihr einen langen, innigen Kuss, tätschelte sie liebevoll und zog sie an seine Seite.

Im Inneren des Gebäudes war es kühl, abgesehen von einem rustikalen Holztisch und den dazu passenden Stühlen gab es keine Möbel. Ganz offensichtlich wurde dieser Raum für Weinproben und Ähnliches genutzt.

Es roch nach Trauben: süß, kräftig und berauschend. Ein Geruch, den Wyatt niemals vergessen würde, ganz gleich, wohin in der Welt er mit seiner Jacht segelte.

Alle aus der Gruppe sahen auf, als sich die Hintertür öffnete.

Eine Frau, etwa so alt wie Wyatt selbst, trat ein, in einem Outfit, das Wyatt nur als „verhüllend“ beschreiben konnte. Sie trug eine Nickelbrille wie einst seine Oma, ein formloses Kleid mit Blumenmuster, das bis zur Mitte ihrer Waden reichte und eher zu einer Frau über sechzig gepasst hätte, darüber eine grün- und burgunderfarbene Schürze mit dem Bella-Notte-Logo.

Ihre Füße steckten in klobigen, bereits ziemlich abgenutzten Wanderschuhen mit dicken Gummisohlen. Ihre Haut war von der Sonne gebräunt, aber sie trug weder Make-up noch sonst etwas, um ihr Äußeres zu unterstreichen, lediglich ein Paar schlichte goldene Ohrstecker.

Das dunkle, kastanienbraune Haar hatte sie zu einem nachlässigen Zopf gebunden, aus dem sich einzelne, wirr abstehende Strähnen gelöst hatten.

Sie hob den Kopf. Der Blick ihrer grünen Augen bohrte sich geradewegs in Wyatts und brachte sein Herz … gewaltig ins Stolpern.

Sie sah ihn an, als wäre er irgendein ekliger Käfer in ihrem Müsli.

Sie weiß es!

Ungewohnte Panik erfasste ihn. Plötzlich wurde ihm klar, dass das hier viel mehr als nur ein Spiel war. Es ging um mehr als seinen Stolz. Er hatte seinen Brüdern gesagt, er würde es schaffen, und Wyatt hasste es, zu versagen. Außerdem war er bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Er hatte den ewigen Spott seiner Brüder satt. Er verdiente es, ein ebenbürtiges Mitglied des DeSalme-Clans zu sein. Wenn er das Geheimnis von Bella Notte lüften könnte, würden sie akzeptieren müssen, dass er es wert war, und ihn nicht länger nur als ihren kleinen Playboy-Bruder abtun.

Um den finsteren Blick vom Gesicht der Frau zu vertreiben, tat er, was er immer tat, um Frauen einzuwickeln. Er lächelte breit und zwinkerte ihr verwegen zu.

Sie sah einfach nur weg, griff nach einem Korkenzieher und einer der Flaschen.

Der große Mann deutete auf die Stühle. „Bitte nehmen Sie Platz.“

Während sich alle setzten, verteilte er die Gläser, je drei pro Gast für die unterschiedlichen Weinsorten.

Die schwarzhaarige Frau im blauen Kleid öffnete gekonnt drei verschiedene Weinflaschen, dann schenkte sie jedem jeweils einen Schluck davon ein. Sie bewegte sich wie in einem einstudierten Tanz. Offensichtlich...



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