Cunsolo | She's with me | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 336 Seiten

Reihe: King City High

Cunsolo She's with me

Die besten deutschen Wattpad-Bücher | Dramatisch-spannende Enemies to Lovers-Romance mit düsterem Geheimnis
V01. Auflage 2024
ISBN: 978-3-377-90181-1
Verlag: Wattpad@Piper
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die besten deutschen Wattpad-Bücher | Dramatisch-spannende Enemies to Lovers-Romance mit düsterem Geheimnis

E-Book, Deutsch, Band 1, 336 Seiten

Reihe: King City High

ISBN: 978-3-377-90181-1
Verlag: Wattpad@Piper
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie kann ihn nicht vergessen ... doch ihre Gefühle bringen alle in Gefahr. Dramatische, rasante Young Adult-Romance für Fans von Leonie Lastella und Ayla Dade  »Neben mir spüre ich, wie Aiden sich vorbeugt, sein Gesicht gefährlich nahe an meinem Ohr. Ich nehme seinen heißen Atem wahr, als er mit leiser Stimme sagt: ?Ich muss immer noch herausfinden, was du verheimlichst.?«  Als Amelia neu an die King City Highschool kommt, ist ihr einziger Wunsch, unauffällig zu bleiben und das Senior Year abzuschließen - ihr Leben hängt davon ab. Doch dann stößt sie mit dem heißen, mysteriösen Bad Boy Aiden zusammen und gerät mit ihm aneinander. Seine Freunde sind beeindruckt von ihrer Schlagfertigkeit und nehmen sie in ihre Gruppe auf. Trotz seiner abweisenden Art lernt Amelia so auch Aiden näher kennen und ehe sie sich versieht, verliebt sie sich in den verschlossenen Jungen mit weichem Kern und düsterer Vergangenheit. Doch Amelias Gefühle sind gefährlich, denn ihre Vergangenheit kann sie jederzeit einholen ... 

Jessica Cunsolos Jugendbuch-Reihe »With Me« wurde auf Wattpad über 215 Millionen Mal gelesen, seit sie 2015 ihre erste Geschichte »She's With Me« auf der Plattform veröffentlichte. Der Roman wurde 2016 mit dem Watty Award ausgezeichnet, in mehreren Sprachen veröffentlicht und befindet sich bei den Wattpad WEBTOON Studios in der Entwicklung. Jessica lebt mit ihrem Hund Leo in der Nähe von Toronto, wo sie sich gerne in der Natur aufhält und ihre peinlichen Situationen aus dem echten Leben in Handlungsstränge für ihre Geschichten verwandelt. Auf Twitter heißt sie @AvaViolet17, auf Instagram @jesscunsolo und auf Wattpad @AvaViolet.
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1


Ich habe schon immer unter diesem ungünstigen Zustand gelitten – man nennt ihn Orientierungsschwäche. Natürlich ist das eine Selbstdiagnose, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie zutrifft. Deshalb ist es nicht wirklich meine Schuld, dass ich Probleme habe, mich in diesem Labyrinth namens King City Highschool zurechtzufinden.

Es klingelt. Wie Tiere stürmen die Schüler aus ihren Gruppen und von den Schließfächern zum Unterricht. Verdammt! Ich werde zu spät kommen. Noch immer weiß ich nicht, wo meine erste Stunde stattfindet. Dass ich nur sehr langsam gehen kann, weil ich mich vor ein paar Wochen verletzt habe und meine Rippen immer noch nicht verheilt sind, macht die Sache nicht besser.

Als ich heute Morgen hier ankam, schickte mich die Sekretärin weg – nur mit einem Gebäudeplan und einem herablassenden »Viel Glück«. Es ist schon schwer genug, an einer neuen Schule anzufangen, besonders wenn das erste Halbjahr bereits vor anderthalb Monaten begonnen hat – aber mein Gesicht hinter einem Plan würde geradezu schreien: »Neues Mädchen, friss mich bei lebendigem Leibe!«. Ganz zu schweigen davon, dass es mein Vorhaben zunichtemachen würde, das letzte Schuljahr zu überstehen, ohne zu viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Nicht dass ich in der Lage wäre, die Karte überhaupt zu lesen. Wie gesagt: Orientierungsschwäche.

Als ich meinen Stundenplan erneut hervorhole, sehe ich, dass oben der Name Amelia Collins aufgedruckt ist. Diesmal ist es ein hübscher Name, trotzdem muss ich mich erst daran gewöhnen.

Noch einmal lese ich die Raumnummer, die ich mir bereits eingeprägt habe, als ob mich das erneute Lesen auf magische Weise dorthin bringen könnte. Ich werfe einen Blick auf mein nagelneues Handy und atme genervt aus. Ich habe nur noch fünf Minuten, um zum Unterricht zu kommen.

»Scheiß drauf«, murmle ich. Ziellos eile ich den Korridor entlang und suche in meiner Umhängetasche nach dem Gebäudeplan – ich hasse es wirklich, zu spät zu kommen.

Ich achte nicht darauf, wohin ich gehe, und werde plötzlich von einer Gruppe riesiger Jungs überrascht, die wie wandelnde Bäume aussehen. Sie reden und scherzen miteinander und laufen durch die Flure, als würde ihnen die ganze Schule gehören. Ich drücke mich an die Wand, ohne das Tempo zu verlangsamen, während ich in meiner Tasche nach dem Plan krame. Doch plötzlich werde ich zurückgeschleudert, als ich gegen einen Mauervorsprung knalle. Ich bin kurz davor, auf meinem Hintern zu landen. Wer entwirft denn so eine blöde Wand?

Meine Sachen haben sich überallhin verteilt. Hastig greife ich danach, ehe ich mich schnell umdrehe, nur um in ein menschliches Hindernis hineinzulaufen – wenn die eindrucksvollen Flüche ein Indiz dafür sind. Erneut krachen meine Sachen auf den Boden, während der Schmerz in meiner Rippengegend zunimmt.

Großartig. Einfach großartig!

»Bist du blind? Hast du mich nicht gesehen?«, knurrt eine Stimme.

Ich schaue auf und blicke in die aufgebrachten grauen Augen des atemberaubendsten Kerls, den ich je gesehen habe. Er ist einer dieser wandelnden Bäume – groß, muskulös, mit finsterem Gesichtsausdruck.

Sein Benehmen ist einfach furchtbar. Er war genauso schuld an dem Zusammenstoß, wenn nicht sogar mehr, denn er und seine Wolkenkratzerfreunde mussten sich ja unbedingt so breitmachen, aber ich möchte wirklich nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf mich ziehen.

»Es tut mir wirklich leid«, entschuldige ich mich, während wir uns bücken, um unsere Sachen zusammenzusuchen.

»Schafft es dein Gehirn nicht, deinen Beinen zu sagen, wohin sie gehen sollen? Falls du es nicht bemerkt hast, da war jemand vor dir. Das bedeutet, dass du Platz machen musst«, erwidert er scharf und steht mit seinem Ordner auf.

Um uns herum hat sich eine kleine Menschenmenge gebildet, die offensichtlich Gefallen daran findet, das arme Mädchen zu beobachten, das dumm genug war, sich den Zorn dieses intoleranten Idioten zuzuziehen.

Denk zuerst nach, Amelia. Sag nichts Dummes. Du musst den Kopf einziehen und das Jahr unbemerkt überstehen.

»Entschuldige. Ich bin neu hier und kenne mich nicht so gut aus.« Ich stehe mit meinen inzwischen zusammengesammelten Sachen ebenfalls auf und streiche mir mein erdbeerblondes Haar aus dem Gesicht. »Könntest du mir vielleicht sagen, wo Raum 341 ist?«

»Du bist neu, nicht blind. Versteck deine Dummheit nicht hinter Ausreden. Verschwinde, solange ich noch nett bin«, spottet er und fährt sich nun selbst mit der Hand durch sein blondes Haar.

Ach, so ist er also, wenn er nett ist? Um mich herum sehe ich die zahlreichen neugierigen Gesichter der anderen wandelnden Bäume und vieler weiterer Schüler. Ich bin gerade dabei, das genaue Gegenteil davon zu tun, mich unauffällig anzupassen. Um nicht noch mehr aufzufallen, unterdrücke ich mühsam meine Wut und schaue ihn nicht einmal mehr an, als ich an ihm vorbeischreite.

»Sieh mal einer an, sie hat doch noch ein paar gute Ideen in ihrem sonst so nutzlosen Gehirn«, höre ich ihn zu seinen Freunden sagen. Scheinbar hat er eine genetische Veranlagung dafür, ein Idiot zu sein.

Das war’s. Ich wirbele herum und gehe zu ihm zurück. Ich schaue ihm direkt in seine grauen Augen, während ich meine haselnussbraunen zu Schlitzen verenge.

»Oh, anscheinend ist ihr Gehirn doch zu einhundert Prozent nutzlos«, höhnt er zu seinen Freunden gewandt. Dann beugt er sich zu mir hinunter – dank meiner herrlichen braunen Keilabsätze bin ich immerhin drei Zentimeter größer als sonst. Er sieht mir direkt in die Augen, während er mit mir redet wie mit einem Kleinkind. »Soll ich dir einen Plan aufmalen, wie du verdammt noch mal von hier wegkommst?«, fragt er langsam und deutlich.

»Nein danke«, erwidere ich betont ruhig. »Aber ich kann dir einen Plan aufmalen, damit du genau weißt, wo du hinmusst, wenn ich dir sage, dass du zur Hölle fahren sollst.«

Alle Schüler auf dem nun überfüllten Korridor saugen hörbar die Luft ein und halten den Atem an, während sie die Szene beobachten. So überrascht, wie dieses blonde Arschloch und seine Freunde aussehen, hat noch nie jemand etwas so Gewagtes zu ihm gesagt.

Er kommt ganz nah an mein Gesicht heran und knurrt: »Jetzt hörst du mir mal zu, du kleine –«

»Nein, du hörst mir zu, Arschloch«, unterbreche ich ihn ruhig. »Erstens, verschwinde, dein Atem stinkt von dem ganzen Mist, der aus deinem Mund kommt. Zweitens, dein Schwanz gehört zu deinem Körper, nicht zu deinem Charakter« – ich schiebe ihn von mir weg –, »also solltest du besser einsehen, dass du nicht die einzige Person auf diesem verdammten Schulgelände bist. Wenn du und deine wandelnden Wolkenkratzerfreunde nicht so durch den Flur rasen würden, müssten die Leute vielleicht nicht zur Seite springen, um der Zerstörung zu entgehen. Tut mir leid, wenn dir heute Morgen jemand in deine Froot Loops gepinkelt hat, aber bitte tu uns allen einen Gefallen und belaste uns nicht mit deinen Problemen. Ein Hobby oder eine Gruppentherapie könnten dir bei deinen sozialen Schwierigkeiten helfen. Also, vielen Dank für die freundliche Begrüßung in deiner Schule, aber ich möchte jetzt gern in den Unterricht.«

Im Flur ist es still. Blondie sieht vollkommen verblüfft aus. Seine Freunde beginnen zu lachen. Sie sind ganz außer Atem und schnappen gackernd nach Luft. Diese anderen Berge sind alle genauso attraktiv wie Arschloch Nummer eins.

Es klingelt zum letzten Mal.

Na toll. Ich komme zu spät zum Unterricht.

Überzeugt davon, dass ich mich klar genug ausgedrückt und diesen Idiot zurechtgewiesen habe, drehe ich mich auf dem Absatz um. Dabei peitscht mein Haar gegen seine Schulter. Ich durchquere die sich jetzt auflösende Menge und überlasse ihn seinem brodelnden Ärger.

»O mein Gott, sie hat es dir so was von gezeigt, Aiden! Das war zum Kaputtlachen«, höre ich einer seiner hübschen Freunde rufen, während er sich vor Lachen krümmt. Der Idiot heißt also Aiden. Es ist wirklich eine Schande, dass ein so hübscher Name und ein so hübsches Gesicht an eine so hässliche Persönlichkeit verschwendet werden.

Jetzt, wo die Show zu Ende ist, ziehen die Leute ab. So viel dazu, nicht aufzufallen; ich...



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