Dahlke / Zahn Der Weg ins Leben
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-641-01018-8
Verlag: C.Bertelsmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schwangerschaft und Geburt aus ganzheitlicher Sicht
E-Book, Deutsch, 480 Seiten
ISBN: 978-3-641-01018-8
Verlag: C.Bertelsmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Schwangerschaft und Geburt wurden im Lauf der Jahrhunderte zunehmend ihrer Natürlichkeit beraubt. Gerätediagnostik, ständige Kontrollen, männerdominierte "Schulmedizin" und schließlich die Geburt im Krankenhaus haben dafür gesorgt, dass die Entstehung neuen Lebens zunehmend als eine Art Erkrankung verstanden wird, bei der das geballte schulmedizinische Wissen zum Einsatz gebracht wird. Ruediger Dahlke und seine Mitautoren beschreiben Schwangerschaft und Geburt als Vorgänge, die von Vertrauen an die Fähigkeiten von Mutter und Kind sowie an "Mutter Natur" geprägt sind.
Anschaulich schildern die Autoren die einzelnen Stadien der Befruchtung und Schwangerschaft – und das nicht nur aus der Sicht der Mutter, sondern auch aus der Perspektive des Kindes. Sie erläutern die körperlichen und spirituellen Aspekte, beantworten die wichtigsten Fragen, die sich für jede Mutter stellen, erörtern die verschiedenen Methoden der Geburt und geben darüber hinaus konkrete Ratschläge aus Homöopathie und Kräuterheilkunde. Der "normale" Verlauf steht zwar im Vordergrund, aber es wird auch auf mögliche Komplikationen und Beschwerden eingegangen, ihre Be-Deutung und mögliche Hilfen aufgezeigt.
Dieses Buch will das Besondere, das der Zeit von Schwangerschaft und Geburt zugrunde liegt, verdeutlichen sowie das positive Lebensgefühl von Mutter und Kind stärken. Aber auch die Chancen und Herausforderungen werden beschrieben, vor allem im Fall von Komplikationen oder Krankheiten. Den "Zauber des Neuanfangs" zu erleben, ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass Kinder ein großartiges und einmaliges Geschenk sind – dies sollte das Ziel einer Gynäkologie sein, die sich als ganzheitlich versteht. "Der Weg ins Leben" ist ein sachkundiger Leitfaden und eine engagierte Stellungnahme für ein neues (altes) Verständnis von Schwangerschaft und Geburt, das von Umsicht und Respekt gegenüber Mutter und Kind zeugt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Inhalt;6
2;Dank;14
3;Der gute Weg ins Leben;16
3.1;Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne;18
3.2;Die Empfângnis;23
3.2.1;Seele und Verkörperung;23
3.2.2;Der Beginn des Lebens aus spiritueller Sicht;25
3.2.3;Die Wahrnehmungswelt des Ungeborenen;30
3.2.4;Erfahrungen von Einheit - die Entwicklung von Urvertrauen;36
3.3;Schwangerschaft und Elternschaft;40
3.3.1;Visionen einer idealen Schwangerschaftsvorbereitung;40
3.3.2;Optimale Geburtsvorbereitung;46
3.3.3;Mit dem Ungeborenen in Kontakt treten;51
3.4;Das erste Drittel der Schwangerschaft;56
3.4.1;Ein Kind entsteht;56
3.4.2;Verânderungen bei der werdenden Mutter;61
3.4.3;Emotionale und sinnliche Veränderungen;69
3.4.4;Unterstützung durch Homöopathie;72
3.4.5;Medikamente;80
3.4.6;Haustiere;81
3.4.7;Berufstätigkeit;83
3.4.8;Träume, Meditation und Schlaf;84
3.4.9;Untersuchungen im ersten Trimenon;91
3.5;Das zweite Drittel der Schwangerschaft;97
3.5.1;Die kindliche Entwicklung;97
3.5.2;Veränderungen bei der Mutter;99
3.5.3;Sexualität;101
3.5.4;Untersuchungen im zweiten Trimenon;104
3.5.5;Typische Themen dieser Zeit;105
3.6;Das letzte Drittel der Schwangerschaft;108
3.6.1;Die Entwicklung bei der Mutter;108
3.6.2;Die Entwicklung des Kindes;110
3.6.3;Typische Symptome im letzten Trimenon;112
3.6.4;Was darf frau noch unternehmen?;115
3.6.5;In Erwartung von Zwillingen;117
3.6.6;Die schönen Seiten und Chancen der Schwangerschaft;120
3.7;Die Geburt;124
3.7.1;Die seelische Situation vor der Geburt;124
3.7.2;Klassische Geburtsvorbereitung;126
3.7.3;Homàopathische Geburtsvorbereitung;129
3.7.4;Theorien und Schulen der Geburtshilfe;130
3.7.5;Einstimmung auf die Geburt und die Zeit danach;134
3.7.6;Die Wahl des Geburtsortes und der Geburtsart;135
3.7.7;Der Vater bei der Geburt;146
3.7.8;Die Geburtseinleitung;154
3.7.9;Geburtspositionen;161
3.7.10;Ein idealer Geburtsverlauf am Beispiel einer Klinikentbindung;169
3.7.11;Natürliche Mittel zur Unterstützung der Geburt;179
3.7.12;Mars, das Urprinzip der Geburt;180
3.7.13;Die Be-Deutung der Geburtsumstände;184
3.8;Nach der Geburt;188
3.8.1;Entfaltung in der Polarität;188
3.8.2;Prâgende Momente direkt nach der Geburt;189
3.8.3;Der erste Atemzug, die erste Nahrung;190
3.8.4;Die Bed rfnisse des Neugeborenen;191
3.8.5;ãberwundene und notwendige medizinische Maß nahmen;193
3.8.6;Die seelischen Bed rfnisse von Mutter, Kind und Vater;195
3.8.7;Rooming-in oder Wohin mit dem Kind?;196
3.8.8;Das Wochenbett;198
3.9;Die kindliche Ernährung;204
3.9.1;Frühkindliche Mahlzeiten;204
3.9.2;Stillen und Füttern;207
3.9.3;Das Abstillen;213
3.9.4;Die Rückbildung;215
3.9.5;Kindlicher und mütterlicher Schlaf;216
4;Komplikationen auf dem Weg ins Leben;220
4.1;Lernaufgaben als Chancen annehmen;222
4.2;Die Schwangerschaft im Lauf der Menschheitsgeschichte;225
4.2.1;Grundthemen der Schwangerschaft;225
4.2.2;Schwangerschaft und Elternschaft im Spiegel der Zeiten;226
4.2.3;Erinnerungen an die Macht der (Großen) Mutter;228
4.2.4;Die Unterdrückung des weiblichen Pols;232
4.2.5;Die Eroberung der Geburtshilfe durch männliche Ärzte;237
4.2.6;Die Entwicklung von der Haus- zur Klinikgeburt;241
4.3;Wichtige Themen für Eltern in der Schwangerschaft;243
4.3.1;Der Umgang mit der Ärzteschaft und ihren Möglichkeiten;243
4.3.2;Kritisch zu prüfende Aussagen von Fachleuten;247
4.3.3;Vom Umgang mit medizinischen Problemen;250
4.3.4;Genuss- und Suchtmittel;254
4.4;Die Diagnostik in der Schwangerschaft und ihre Folgen;257
4.4.1;Probleme der Frühdiagnostik;257
4.4.2;Chromosomenanalyse aus dem mütterlichen Blut;258
4.4.3;Ultraschalluntersuchung;259
4.4.4;Fruchtwasseruntersuchung;263
4.4.5;Chorionbiopsie;266
4.4.6;Nabelschnurpunktion;266
4.4.7;Fetoskopie;266
4.4.8;Intrauterine Therapie- und Operationsmethoden;267
4.4.9;Gedanken zum Leben mit behinderten Kindern;268
4.5;Probleme und Erkrankungen der Mutter während der Schwangerschaft;279
4.5.1;Die Risikoschwangerschaft;279
4.5.2;Symptome in der Schwangerschaft;281
4.5.3;Allgemeine Krankheitsbilder;297
4.5.4;Scheinschwangerschaft;310
4.6;Das Kind betreffende Krankheitsbilder;312
4.6.1;Rhesusunvertrâglichkeit;312
4.6.2;Infektionen;314
4.7;Die Geburt;323
4.7.1;Rückkehr zur altbewâhrten Natürlichkeit;323
4.7.2;Die Geburtsmatrizen nach Groß;325
4.8;Die problematische Geburt;333
4.8.1;Eileiter- und Bauchhàhlenschwangerschaft;333
4.8.2;Blasenmole;336
4.8.3;Nichtversorgende Plazenta;337
4.8.4;Fehlgeburt;338
4.8.5;Totgeburt;342
4.8.6;Verarbeiten des kindlichen Todes;343
4.8.7;Frühgeburt;344
4.8.8;Übertragung;349
4.9;Lageprobleme des Kindes;354
4.9.1;Steiß- oder Beckenendlage;355
4.9.2;Querlage;359
4.9.3;Nabelschnurvorfall;362
4.9.4;Schulterdystokie;364
4.10;Den Vorhang zerreißen;366
4.10.1;Gebärmutterriss;366
4.10.2;Gebärmutterhalsriss;367
4.10.3;Scheidenriss;368
4.10.4;Dammriss;368
4.10.5;Vorzeitige Plazentalösung;369
4.10.6;Vorzeitiger Blasensprung;370
4.11;Partnerprobleme oder schwierige Partner im Kreißsaal;373
4.12;Schmerzbekämpfung bei der Geburt;378
4.12.1;Schmerzmittel;378
4.12.2;Die "schmerzfreie" Geburt;379
4.12.3;Pudendusblockade;381
4.12.4;Damminfiltration;382
4.12.5;Überholte Verfahren;382
4.13;Medizinische Eingriffe zur Geburt;383
4.13.1;Sprengen der Fruchtblase;383
4.13.2;Dammschnitt;384
4.13.3;Saugglocke und Zange;386
4.13.4;Kaiserschnitt;387
4.13.5;Neue und alte Tendenzen rund um die Geburt;400
4.14;Nach der Geburt;404
4.14.1;Probleme im Wochenbett;404
4.14.2;Stillprobleme;404
4.14.3;Weitere mütterliche Probleme nach der Geburt;423
4.14.4;Sexualität nach der Geburt;427
4.15;Das Kind nach der Geburt;430
4.15.1;Eine kurze Geschichte der Säuglingsversorgung;430
4.15.2;Die Erstuntersuchung;438
4.15.3;Kopfgeschwülste;438
4.15.4;Gelbsucht;439
4.15.5;Dreimonatskolik;440
4.15.6;Plötzlicher Kindstod;444
4.16;Ausblick auf die Zukunft einer neuen Geburtshilfe;448
5;Anhang;456
5.1;Anmerkungen;458
5.2;Literatur;462
5.3;Adressen;467
5.4;Register;470
(S. 221-222)
Während der Deutungsarbeit zu diesem Buch wurde uns schnell bewusst, wie sensibel die Themen Schwangerschaft und Geburtshilfe zu beschreiben sind – zum einen weil durch die besonderen körperlichen und seelischen Umwälzungen im Leben einer Frau während dieser Zeit eine gesteigerte Empfindsamkeit besteht, zum anderen weil in der Regel jede Frau jetzt das Beste für ihr Kind will, sich damit meist stark für Situations- und Krankheitsdeutung interessiert und sie diese verstärkte Bewusstheit in besonderem Maß verletzlich macht. Es geht uns jedoch niemals – und schon gar nicht in dieser sensiblen Situation – darum, bereits bestehende Empfindlichkeiten oder Schuldgefühle zu verstärken oder gar neue überhaupt erst anzuregen. Verantwortung im Sinn von Antworten suchen und finden, das ist unser zentrales Anliegen.
Natürlich reagiert eine Frau in der Schwangerschaft noch betroffener, wenn sich plötzlich unbewusste Seeleninhalte und Schattenthemen mehr oder weniger heftig manifestieren. Sowohl in unserer Praxis als auch in unserem eigenen Leben hat sich aber gezeigt, wie hilfreich und heilsam es sein kann, trotz solcher Betroffenheit entsprechende Deutungsvorschläge an sich heranzulassen.
Wir – Margit und Ruediger Dahlke – haben selbst die konkrete Erfahrung gemacht, dass jedes Kind gleichsam ein Bote des Schicksals ist: Es wird uns zu unserem Heilwerden geschickt, und es kommt auch zu seinem eigenen Heilwerden zu uns. Die Schicksalsgöttinnen haben uns beiden ein wundervolles Kind zugedacht, das mit den Augen der »Normalität« betrachtet allerdings ganz anders ist und als »Schicksalsschlag« einzuordnen wäre.
Unsere Tochter Naomi hat ein so genanntes Down-Syndrom, einen Chromosomenschaden. Als sich dieser Verdacht im fünften Schwangerschaftsmonat ergab und sich dann immer mehr verhärtete, haben uns Zweifel und Verzweiflung eingeholt. Zum Glück hat uns das Vertrauen in die Weisheit des Schicksals jedoch gezeigt, dass wir Naomi, die fast ausschließlich ihre Gefühle lebt, brauchten, um unser Leben zu bereichern und heiler werden zu lassen. Viele der sich ergebenden Probleme lösten sich dadurch, dass wir hinter ihnen einen Sinn erkennen konnten. Aber die Zeiten solcher Lösungen waren durchaus nicht leicht.
Naomi hat uns mit vielen unserer eigenen Themen konfrontiert: Wir lernten die Schulmedizin mit ihren immensen Fähigkeiten vor allem durch die beiden Herzoperationen, die Naomi benötigte, wieder schätzen. Wir mussten das Leid und die Ängste erfahren, wenn der Tod nahe rückt. Wir mussten angesichts der an Normen orientierten therapeutischen Frühförderungsmaßnahmen, denen sich Naomi konsequent verweigerte, für ihren und unseren Weg kämpfen – gegen ein besserwissendes und -meinendes medizinisch-pädagogisches Zwangsbeglückungssystem. Wir lernten neben den uns schon vertrauten Nachteilen der Antibiotika auch deren Vorteile kennen.
Wir mussten uns mit dem Impfen neu und persönlicher auseinander setzen. Wir mussten lernen, dass es manchmal besser sein kann, den strikten Weg der klassischen Homöopathie, die nur das eine Simile als einziges Mittel duldet, hintanzustellen, und waren dankbar für einige »bewährte Indikationen«. Diese unspezifischen und eigentlich unhomöopathisch eingesetzten Mittel haben uns manche schulmedizinischen Medikamente erspart.
Wir hatten und haben die allerglücklichsten Momente mit Naomi. Insgesamt lehrt sie uns, offener zu sein. Sie zeigt uns, dass Theorien und Systeme hilfreiche Stützen sein können, dass letzten Endes aber immer der Mensch mit seinen individuellen Gegebenheiten und seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt steht und die einzig gültige Wirklichkeit darstellt. Diese Erfahrung weiterhin annehmen und vertiefen zu können, das wünschen wir uns von ganzem Herzen.




