Dalgleish | Cold King | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 448 Seiten

Reihe: Empty Kingdom

Dalgleish Cold King


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7363-2394-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 448 Seiten

Reihe: Empty Kingdom

ISBN: 978-3-7363-2394-0
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WEIL EINE NACHT NIEMALS GENUG IST

Cole King bekommt immer, was er will. Als COO der millionenschweren King Group mangelt es dem gut aussehenden Geschäftsmann an nichts - bis er Delilah kennenlernt. Die Frau mit den funkelnden grünen Augen löst Gefühle in Cole aus, die er so bisher nicht kannte. Sie verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander, und auch wenn es eine einmalige Sache sein sollte, kann er Delilah einfach nicht vergessen. Und dann stehen sie sich plötzlich auf der Arbeit gegenüber! Denn Delilah ist Mitglied von Elite Architecture, einem Architekturteam, das gerade frisch von der King Group für ein Projekt engagiert wurde. Und obwohl sich Cole und Delilah vornehmen, professionell zu bleiben und ihren One-Night-Stand hinter sich zu lassen, dauert es nicht lange, bis die Erinnerungen an jene Nacht ihre guten Vorsätze ins Wanken bringen ...

»Dieses Buch ist fesselnd, intensiv und aufregend. Es zieht einen von Anfang an in seinen Bann und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los!« AIREONA

Der Auftakt einer neuen sexy CEO-Trilogie bei LYX



L. M. Dalgleish hat es als schon Kind geliebt, tagelang mit einem guten Buch und genügend Snacks unter ihrer Bettdecke zu verschwinden und nichts anderes zu tun, als zu lesen. Heute lebt sie in mit ihrem Ehemann, ihren drei Kindern und ihrer sehr großen Maine-Coon-Katze in Canberra, Australien.

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1


Cole


Ich lehne an der Brüstung des Hotelbalkons, die Unterarme locker auf das Geländer gestützt. Eine milde Brise kühlt meine schweißfeuchte Haut, die – genau wie die zerwühlten Laken des Kingsize-Betts hinter mir – von der Aktivität zeugt, mit der ich die letzten paar Stunden beschäftigt war. So hoch oben sind die üblichen Geräusche von New York City – Musik, Rufe, gelegentliche Sirenen, Autogehupe – gedämpft. Ganz ähnlich wie die Sterne, die man durch den Dunst der Großstadtbeleuchtung unten kaum sieht.

Von hier aus kann ich King Plaza sehen, den dreiundfünfzig Stockwerke hohen Büroturm, in dem sich der globale Hauptsitz der King Group befindet. Das Licht, das hinter den Fenstern schimmert, verrät, dass viele unserer Angestellten noch arbeiten, selbst so spät an einem Freitagabend. Auch das im Eckbüro im obersten Stockwerk leuchtet, was zeigt, dass Roman, mein fünf Jahre älterer Bruder – sechsunddreißig gegenüber meinen einunddreißig – auch da ist.

Wenig überraschend.

»Hey«, schnurrt eine weibliche Stimme leise hinter mir. Weiche Brüste drücken gegen meinen nackten Rücken, während sich schlanke Arme um meine Brust legen. »Wie wär’s, wenn du wieder ins Bett kommst, damit ich dich von dem ablenken kann, was immer dir durch den Kopf geht.«

Ich mache mir nicht die Mühe, mich umzudrehen. »Ich dachte, du wärst gegangen.«

Die Anspannung in Jessicas Körper verrät mir, dass sie sich nicht darüber freut, was ich gesagt habe. Aber sie lässt nicht locker, fährt mit den Fingern an meinem Bauch hinab zum Bund meiner schwarzen engen Boxershorts, die ich mir vor einer Viertelstunde angezogen habe, nachdem ich aus dem Bett gestiegen bin.

Mein Schwanz zuckt, ich bin jedoch heute Nacht schon zweimal gekommen, weshalb ich meine körperliche Reaktion auf die Berührungen einer nackten Frau leicht ignorieren kann. Und es nervt mich, dass sie noch da ist, denn sie weiß, wie das hier läuft.

Ich lasse den Blick auf King Plaza gerichtet. »Ich ruf dich an, wenn ich wieder eine Begleitung brauche.«

Jessica krümmt die Finger, sodass sich ihre Nägel in meine Haut bohren. »Du bist ein Arschloch.«

Ihr Ton ist abgekühlt, doch sie hält die Wut zurück, die sie ganz offensichtlich empfindet. Daran bin ich gewöhnt. Da ich einer der reichsten Männer des Landes bin, neigen die Menschen dazu, ihre wahren Empfindungen vor mir zu verbergen.

Wobei Jessica selbst vermögend ist. Was sie davon abhält, ihre Wut herauszulassen, ist die Tatsache, dass sie sich ein bisschen zu gern von mir durchvögeln lässt, um mich zu verärgern.

Sie lässt ihre Arme sinken und tritt zurück. Daraufhin drehe ich mich um und betrachte sie. Sie schmollt, ist splitternackt und es ist ihr egal, dass sie entblößt auf dem Balkon steht. Wir sind in einer der Suiten unterhalb der Penthouse-Etage, die das Hotelmanagement für die Kings reserviert – der Vorteil für uns als Besitzer –, und befinden uns hoch oben. Gelegentlich schaffen es die Paparazzi aber dennoch, ein Foto von uns hier oben zu schießen. Manchmal allein, manchmal nicht.

Ich bin sicher, dass es Jessica nicht stören würde, wenn ein Foto von ihr in ein, zwei Boulevardzeitungen auftaucht, auch wenn ihr Vater davon alles andere als beeindruckt wäre. Sie ist auf eine Art wunderschön, wie es nur Geld bewirken kann – durch und durch gepflegt, gestylt und zur Perfektion optimiert. Das geht so weit, dass ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob ihr Charakter echt ist. Nicht, dass ich mich beschweren will. Sie hat als meine Begleitung zu der Preisverleihung heute Abend ein sehr hübsches Bild abgegeben und sogar ein noch hübscheres, als sie während der letzten Stunden auf meinem Schoß wippte.

Aber jetzt sind wir fertig, und dass sie noch hier ist, passt mir überhaupt nicht in meinen Kram.

Sie muss weg.

Als ich einen Schritt nach vorn mache, denkt sie wohl, ich würde auf den rehäugigen Blick anspringen, den sie mir zuwirft, denn auf ihre vollen Lippen legt sich ein zufriedenes Grinsen. Es verschwindet, als ich nach dem Whiskeytumbler auf dem Tisch hinter ihr greife.

»Ich muss noch arbeiten.«

Für einen Sekundenbruchteil verunziert ein Stirnrunzeln ihr perfektes Gesicht, ehe sie gelassen mit den Schultern zuckt und ein falsches Lächeln aufsetzt. »Klar. Ich gehe wieder nach unten und suche mir jemand anderen, der weiterfeiern möchte.«

Es ist ein Versuch, mich eifersüchtig zu machen, sie sollte es besser wissen. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie eifersüchtig wegen einer Frau. Ich kann mir nicht vorstellen, warum irgendwer es sein sollte. Damit meine ich nicht nur Männer, sondern auch Frauen. Vielleicht bedeutet das, dass meiner Psyche etwas Wesentliches fehlt, irgendein fundamentaler Aspekt der menschlichen Natur, den ich nicht ganz kapiere. Oder vielleicht neigen manche Menschen nur eher zu Eifersucht als andere.

»Tu das. Die Nacht ist noch jung.« Als ich an ihr vorbeigehe, sehe ich ihren roten Spitzentanga über einer Lampe hängen und gebe ihn ihr.

Ich bin kein totales Arschloch.

Endlich kapiert Jessica, dass ich mich nicht umstimmen lassen werde. Sie nimmt ihren Slip und zieht ihn an ihren langen Beinen hinauf. Ihre Bewegungen sind ruckartig, doch sie schaltet schnell auf elegant und verführerisch um, als sie merkt, dass ich sie beobachte. Ich will vielleicht nicht, dass sie bleibt, aber nichtsdestotrotz genieße ich die Show.

Schnell ist sie fertig angezogen und kämmt sich mit den Fingern durch ihr langes blondes Haar, während ich sie zur Tür bringe. Ich halte sie ihr auf, und sie rauscht an mir vorbei, ihr Parfum ist nach unseren gemeinsamen Stunden schwächer geworden, jedoch noch immer intensiv genug, dass es mir in der Nase kitzelt. Als sie im Flur vor dem Privataufzug angekommen ist, dreht sie sich um.

»Ruf mich an, wenn du wieder mal eine Begleitung brauchst oder … was auch immer.«

Ich nicke. »Werde ich.«

Sobald sie weg ist, schließe ich die Tür, strecke mich, lasse den Nacken knacken und gehe duschen. Unter dem heißen Wasserstrahl spüle ich mir den Schweiß und Jessicas Parfum ab. Meine Gedanken wandern zu dem morgigen Meeting mit meinem Vater und meinen Brüdern. Wir bauen unser Imperium noch weiter aus. Nach monatelangen Vorbereitungen haben wir vor Kurzem unser neuestes Projekt öffentlich gemacht. Wir sind weltweit für unsere großflächigen Gewerbeimmobilien und Luxushotels bekannt, und jetzt steigen wir in den härter umkämpften Sektor der mittelpreisigen Unterkünfte ein. Als Chief Investment Officer der King Group treibe ich das schon einige Jahre voran.

Als ich aus der Dusche komme, klingelt mein Handy. Es ist Roman. Mit einer Hand nehme ich den Anruf an, während ich mir mit der anderen ein Handtuch schnappe. »Womit habe ich denn das Vergnügen verdient?«

Ich rubble mir mit dem Handtuch das nasse Haar, während ich abwarte zu erfahren, um was für einen Notfall es sich handelt. Es muss einen geben. Ich kann mir nicht vorstellen, warum er mich sonst anrufen sollte, denn unser Kontakt beschränkt sich größtenteils aufs Büro.

»Dad wurde verhaftet«, sagt er ohne Umschweife mit einer Stimme so kalt und unbeteiligt, wie er in der letzten Zeit immer ist.

Es dauert einen Augenblick, bis die Bedeutung bei mir durchsackt. Ich höre auf, mich abzutrocknen. »Was für einen Scheiß hat er angestellt?« Sofort kommt mir Fahrerflucht in den Sinn. Dad trinkt gern mal einen bis zehn. Aber er hat einen Chauffeur. Warum sollte er sich selbst ans Steuer setzen?

»Insiderhandel.«

Ein Schauder durchflutet mich. »Was zur Hölle …?« Dad ging schon immer gern auf Risiko, im Geschäfts- wie im Privatleben; das weiß ich nur zu gut. Aber Insiderhandel? Das ist ein ganz neues Maß an Regelbruch.

»Ich habe mit den Anwälten gesprochen. Mutmaßlich hat er Informationen einer seiner Kontakte aus der Regierung genutzt, um mit Aktien zu handeln und den Gewinn bei einer Bank auf den Caymans angelegt. Man hat ihn in Gewahrsam genommen, und er wird bis zur Kautionsverhandlung morgen festgehalten. Die Anwälte meinen allerdings, Kaution zu stellen wird ihm wahrscheinlich verwehrt, weil bei ihm Fluchtrisiko besteht.«

Ergibt Sinn, wenn man bedenkt, dass er eine Flotte von Privatjets besitzt. »Hat er’s getan?«

»Er plädiert auf nicht schuldig. Aber wenn du meine Meinung wissen willst, dann sagen wir mal, zutrauen würde ich es ihm.«

»Fuck.« Ich werfe das Handtuch in den Wäschekorb. »Wir müssen das regeln, bevor es öffentlich wird.«

»Genau.« Roman schnaubt. »Die Börsenaufsicht wird eine Untersuchung einleiten und die King Group genau unter die Lupe nehmen, bis sie rausgefunden haben, ob Dad Firmengelder veruntreut hat und ob noch irgendwer daran beteiligt war. Ich rufe gleich hiernach Tate an. Ich will, dass ihr beide sofort ins Büro kommt. Wir müssen eine Notfallvorstandssitzung einberufen. Wir drei sind Hauptanteilseigner, somit können wir die Kontrolle übernehmen und den Schaden begrenzen … aber wir müssen sofort handeln.«

Ich verlasse das Badezimmer, suche meine Klamotten zusammen und stelle das Handy auf Lautsprecher, während ich mich anziehe. Im Kopf gehe ich die Folgen durch. Die King Group wird unter Beschuss stehen, und die Presse wird uns auseinandernehmen. Unser Ruf wird einen schweren Schlag abbekommen, und unser Aktienkurs könnte auf Talfahrt gehen, wenn wir dem nicht zuvorkommen.

»Wir lassen die Anwälte sämtliche Dokumente...


Dalgleish, L. M.
L. M. Dalgleish hat es als schon Kind geliebt, tagelang mit einem guten Buch und genügend Snacks unter ihrer Bettdecke zu verschwinden und nichts anderes zu tun, als zu lesen. Heute lebt sie in mit ihrem Ehemann, ihren drei Kindern und ihrer sehr großen Maine-Coon-Katze in Canberra, Australien.

L. M. Dalgleish hat es als schon Kind geliebt, tagelang mit einem guten Buch und genügend Snacks unter ihrer Bettdecke zu verschwinden und nichts anderes zu tun, als zu lesen. Heute lebt sie in mit ihrem Ehemann, ihren drei Kindern und ihrer sehr großen Maine-Coon-Katze in Canberra, Australien.



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