Daniels / Alvarez | Kings of Retribution MC: Finding Solace | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 350 Seiten

Reihe: Kings of Retribution MC

Daniels / Alvarez Kings of Retribution MC: Finding Solace


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-86495-597-6
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 3, 350 Seiten

Reihe: Kings of Retribution MC

ISBN: 978-3-86495-597-6
Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein kurzer Moment genügt, um Reid Carters Leben für immer zu verändern.

Reid Carter – Road Captain für den Kings of Retribution MC. Er wurde in dieses Leben hineingeboren. Eine Welt, in der man nach eigenen Regeln lebt und spielt.
Eine Tragödie schlägt doppelt zu und raubt nicht nur Reids Bruder Noah das Leben, sondern kostet Reid auch ein Bein. Jahre später ist er immer noch verbittert über die Grausamkeit des Schicksals.

Bis Mila und ihre Tochter in sein Leben treten und ihn wieder etwas fühlen lassen.

Die alleinerziehende Mutter Mila Vaughn kennt den täglichen Überlebenskampf aus eigener Erfahrung. Nach ihrer Rückkehr nach Polson, dem einzigen Ort, an dem sie wirklich Frieden empfand, schafft sie ein Zuhause für sich und ihre Tochter und erfüllt sich ihren Traum, Krankenschwester zu werden. Als ihre beruflichen Fähigkeiten sie zum Outlaw-Biker Reid Carter bringen, erweist es sich als schwierig, ihr Herz vor ihm zu schützen. Hals über Kopf verliebt sie sich in Reid.

Als eine große Gefahr in ihre Heimatstadt einzieht, macht Reid vor nichts Halt, um die Frau, ihre Tochter und aller gemeinsame Zukunft zu beschützen.

Teil 3 der Kings of Retribution MC-Reihe des USA Today-Bestsellerautorinnenduos.

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Kapitel 2
  Mila   „Guten Morgen, Mila.“ Brittany, eine andere Krankenschwester und Kollegin, begrüßt mich, als sie auf die Schwesternstation kommt. „Morgen, Brit“, antworte ich mit einem Lächeln und lege meine Tasche auf den Tresen. Ich sehe auf die Uhr an der Wand und merke, dass ich zehn Minuten habe, bevor meine Schicht beginnt. „Ich hole mir einen Kaffee aus der Cafeteria. Soll ich dir etwas mitbringen?“ „Nein, danke, ich habe alles.“ Brittany nimmt ihr Clipboard, dreht sich um und geht los. Plötzlich bleibt sie stehen, wirbelt herum und schnippt mit den Fingern. „Mist, das hätte ich fast vergessen. Kate möchte dich sprechen. Sie hat gesagt, du sollst in ihr Büro kommen, bevor du mit deiner Schicht beginnst.“ Kate ist unsere Vorgesetzte. Sie ist 56 Jahre alt und Mutter von fünf Kindern. Ich könnte mir keine bessere Chefin wünschen. Sie versteht die Herausforderungen, die Kinder mit sich bringen. Sie ist immer verständnisvoll, wenn eine von uns früher gehen muss oder einen Tag frei braucht, um für die Familie da zu sein. Ich wollte schon immer Krankenschwester werden. Meine Großmutter war auch eine. Ich erinnere mich daran, welche Freude sie empfand, wenn sie sich um andere kümmerte. Von klein auf wusste ich, dass das, was meine Großmutter tat, wichtig war. Ihre Arbeit veränderte das Leben anderer Menschen. Und das wollte ich auch – etwas verändern. Meine Eltern waren allerdings überhaupt nicht begeistert. In ihren Augen ist das, was ich tue, minderwertig. Zu sagen, dass ich eine Enttäuschung für sie bin, wäre untertrieben. Ich sollte nach Harvard gehen und in die Fußstapfen meiner Eltern treten oder zumindest einen reichen Kerl heiraten. Aber für einen Ehemann stets parat zu stehen und zu Botox-Lunch-Dates mit den Ehefrauen der Firmenpartner zu gehen, ist nicht meine Vorstellung vom Leben. Meine Eltern schickten mich jeden Sommer zu meiner Großmutter. Sobald die Schule aus war, setzten sie mich in ein Flugzeug nach Montana. Sie wollten ihr Kind nicht um sich haben. Gott bewahre, dass sie Zeit mit ihrer Tochter verbringen mussten. Seit ich mich erinnern kann, verbrachte ich jeden Sommer bei meiner Großmutter. Und dann waren meine Eltern geschockt, dass ich wie sie wurde. Ohne meine Großmutter hätte ich niemals erfahren, was es heißt, geliebt zu werden. Meine Eltern glaubten, dass Kinder gesehen, aber nicht gehört werden sollten. Meine Großmutter hingegen glaubte, dass Kinder Gottesgeschenke sind und man dankbar für sie sein sollte. Die Art, wie meine Großmutter mich liebte, als ich ein Kind war, hat aus mir die Mutter gemacht, die ich heute bin. Meine Tochter Ava bedeutet mir alles und ich zeige ihr immer, wie sehr ich sie liebe. Ich hätte nie gedacht, dass ein One-Night-Stand mein Leben für immer verändern würde. Als ich mit neunzehn Jahren herausfand, dass ich schwanger war, boten mir meine Eltern zwei Optionen an: Abtreibung oder Adoption. Ich wählte die Adoption. Nur, dass ich sie am Ende nicht durchziehen konnte. Meine Eltern gaben sich große Mühe, mich und meine Schwangerschaft zu verbergen. Ich sollte mein Baby bekommen, sie den Adoptiveltern übergeben und dann einfach mit dem Leben weitermachen, das sie für mich geplant hatten. So, als sei nichts geschehen. Ich war im Krankenhaus und es dauerte noch Stunden, bis meine Tochter geboren werden würde, als sie mir die Adoptionspapiere unter die Nase hielten. Ich habe diese Dokumente eine Stunde lang angestarrt. Meine zitternde Hand hielt den Stift über der Zeile mit der Unterschrift. Ich wusste, dass ich die Entscheidung, meine Tochter wegzugeben, für den Rest meines Lebens bereuen würde. Sie war ein Teil von mir und ich liebte sie bereits. Meine Mutter bemerkte mein Zögern und sagte mir, ich solle die Papiere unterzeichnen. Wenn ich es nicht täte, wäre ich auf mich allein gestellt. „Dein Vater und ich wollen dann nichts mehr mit dir zu tun haben.“ Zwei Tage später saßen Ava und ich in einem Bus nach Montana, wo meine Großmutter uns mit offenen Armen empfing. Ich war nie glücklicher als in diesem Moment. Das war vor vier Jahren und ich habe seitdem nicht mehr mit meinen Eltern gesprochen. Meine Mutter meldet sich noch nicht einmal bei ihrer Mutter. Großmutter hat seit einigen Jahren Alzheimer und vor sechs Monaten musste ich die schwere Entscheidung treffen, sie in ein Heim zu bringen. Der Tag, an dem ich feststellte, dass ich mich nicht länger selbst um sie kümmern konnte, war der schlimmste in meinem Leben. Als Großmutter die Diagnose erhielt, nahm sie mir das Versprechen ab, mich nicht mit ihrer Pflege zu belasten. Ich sagte ihr, dass ich ihr das niemals versprechen würde. Als es soweit war, dass ich ein Pflegeheim für sie aussuchen musste, habe ich die beste Einrichtung gewählt, die wir in der Gegend hatten. Die Versicherung zahlt einen gewissen Anteil, aber ich muss immer noch jeden Monat eine heftige Summe beisteuern. Deshalb mache ich Überstunden, wann immer es geht. Für Großmutter ist das Beste gerade gut genug, egal, was es kostet. Mit dem Gedanken, vor meiner Schicht noch einen Kaffee zu trinken, gehe ich in die Richtung von Kates Büro. Ich klopfe und warte auf das Zeichen, dass ich eintreten soll. „Komm rein!“, ruft sie. Ich öffne die Tür. Meine Chefin sitzt am Computer und tippt irgendetwas. „Du wolltest mich sehen?“, frage ich. Kate blickt vom Bildschirm auf, nimmt ihre Brille ab und legt sie vor sich auf den Tisch. „Das wollte ich. Bitte komm rein und setz dich, Mila.“ Ich gehe hinein und schließe die Tür hinter mir. „Ist alles okay?“, frage ich und setze mich auf den Stuhl vor ihrem Tisch. Sie seufzt. „Leider nein. Ich hasse es, dass ich das tun muss, aber das Krankenhaus nimmt Kürzungen vor und bedauerlicherweise fangen sie bei den Krankenschwestern an. Ich bin leider gezwungen, zwei Schwestern zu entlassen. Du warst eine der letzten, die eingestellt wurden und bist damit eine der ersten, die ich entlassen muss. Es tut mir leid, Mila. Ich hoffe, das weißt du.“ Scheiße! Was soll ich denn jetzt tun? Das habe ich nicht erwartet, als ich heute Morgen zur Arbeit kam. Ich reibe meine schwitzigen Hände an meinen Beinen ab und nicke. „Ich verstehe, Kate. Ich weiß, dass du nichts dafür kannst. Sagst du mir Bescheid, wenn ich zurückkommen kann? Ich arbeite gern hier.“ „Ich denke, ich habe da etwas, das dich interessieren könnte“, sagt sie und wühlt in den Papieren auf ihrem Schreibtisch herum. Als sie gefunden hat, was sie sucht, gibt Kate mir die Papiere. Ich beuge mich über ihren Tisch und nehme verwundert die Akte entgegen. „Als mir dieser Fall heute Morgen übergeben wurde, habe ich sofort an dich gedacht. Ich weiß, dass du einen Kurs in häuslicher Pflege belegt hast, als deine Großmutter ihre Diagnose bekam, also bist du perfekt für diesen Job qualifiziert. Der Patient muss zu Hause betreut werden. Er hatte vor etwa einem Monat einen Unfall, bei dem er von einem Auto angefahren wurde.“ Mein Kopf schnellt in die Höhe, als sie „von einem Auto angefahren wurde“ sagt. Ist er es? Ich blicke auf den Ordner auf meinem Schoß und schlage ihn auf. Name des Patienten: Reid Carter. Mein Mund wird trocken, als ich seinen Namen lese. Ich habe Reid nur ein paar Mal getroffen. Alle Mitglieder des Clubs machen mich ein wenig nervös. Sie sind so raubeinig wie warmherzig und nicht zu vergessen: wahnsinnig attraktiv. Vor allem der, um den es hier geht. Reid ist mindestens eins achtzig groß und breitschultrig. Einer seiner Arme ist mit farbigen Tattoos bedeckt und einige davon ragen aus dem Kragen seiner Shirts an seinem Hals hervor. Außerdem hat er honigfarbenes Haar und grüne Augen, die mein Herz höherschlagen lassen, wenn er mich ansieht. Jedes Mal, wenn ich ihn traf, war er sehr still. Ein kurzer Gruß, mehr nicht. Kein wirkliches Gespräch. Ich nehme es ihm aber nicht übel. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er eher ein Beobachter ist. Er mag es, Leuten zuzusehen. Ich lese Reids Akte und höre Kate zu, als sie von den Verletzungen spricht. Schwellungen an der Wirbelsäule und ein gebrochener Arm. „Der Patient hat seine Mobilität in einem Bein teilweise verloren, weil die Schwellung auf die Nerven in der Wirbelsäule drückt. Er wird anfangs zwei- bis dreimal zur Physiotherapie gehen. Du müsstest ihn zu den Terminen fahren. Er kann noch nicht selbst hinters Steuer.“ „Was ist mit seinem rechten Bein? Du hast gesagt, er hat seine Mobilität im linken Bein eingebüßt. Kann er denn das rechte Bein bewegen?“, frage ich Kate. Sie schüttelt den Kopf und antwortet: „Dem Patienten wurde nach einem früheren Unfall das rechte Bein unterhalb des Knies amputiert. Sein Arzt sagt, Mr. Carter hat wohl ein Kribbeln auf dieser Seite gespürt, aber er kann es nicht bewegen. Mit seiner Prothese wird seine Therapie etwas komplizierter.“ Ich bin geschockt. Ich wusste nicht, dass Reid eine Prothese trägt. Bella und Alba hatten es nie erwähnt. Aber warum sollten sie auch? Sie hatten keinen Grund dazu. Als ich Kate meinen Namen sagen höre, wende ich mich wieder ihr zu. „Da ist noch etwas, das du wissen solltest, bevor du den Job annimmst.“ Sie hat meine volle Aufmerksamkeit. „Was denn?“ „Mila, der Job muss in Vollzeit ausgeführt werden. Das heißt, du musst dort wohnen. Mr. Carter braucht eine 24-Stunden-Betreuung.“ Ich will gerade protestieren, aber Kate ist schneller. „Ich weiß, du hast deine Tochter, aber triff...


Crystal Daniels und Sandy Alvarez sind ein Schwestern-Duo und die USA Today-Bestsellerautorinnen der beliebten "Kings of Retribution MC"-Serie.
Seit 2017 hat das Duo zahlreiche Romane veröffentlicht. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Bücher und das Geschichtenerzählen führte sie auf eine aufregende Reise, um nicht nur all die unglaublichen Geschichten zu lesen, die sie so sehr lieben, sondern auch einige ihrer eigenen zu schreiben.



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