E-Book, Deutsch, Band 7, 380 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Populäres Mittelalter
Darilek / Däumer Comics des Mittelalters – Mittelaltercomics
1. Auflage - Neueauflage 2025
ISBN: 978-3-8394-0073-9
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Vom Spruchband zur Sprechblase
E-Book, Deutsch, Band 7, 380 Seiten, Format (B × H): 148 mm x 225 mm
Reihe: Populäres Mittelalter
ISBN: 978-3-8394-0073-9
Verlag: transcript
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
1. Warum ein Buch zu diesem Thema?
Darilek: Unser Buch schließt eine Forschungslücke: Erstmals werden Comics interdisziplinär aus mediävistischer Perspektive betrachtet und mittelalterliche Artefakte, die sich wie Comics lesen lassen, und moderne Comics, die das Mittelalter rezipieren, in Beziehung gesetzt. Die Beiträge zeigen auch die enorme Bandbreite mittelalterlicher und gegenwärtiger comichafter Darstellungsformen auf. Damit richten wir uns nicht nur an ein Fachpublikum, sondern auch an Comic-Begeisterte mit Interesse am Mittelalter.
2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?
Däumer: Das Neue an unserem Ansatz ist, dass wir das Mittelalter als Motivbereich moderner Comics und mittelalterliche Funde mit comicartigen Strukturen gleichwertig behandeln. Im ›sequenziellen Erzählen‹ zeigt sich, dass Mittelalter und Gegenwart sich gar nicht so unähnlich sind wie oft behauptet. Zugleich wird deutlich, dass es schon einen Comic gibt, bevor er sich als Massenmedium formiert, eben in einer bestimmten Art von Erzählen mit Text und Bild, die den Menschen schon immer gereizt hat.
3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?
Darilek: Angesprochen sind zahlreiche mediävistische Disziplinen, sowohl die nationalsprachlichen Literaturwissenschaften als auch die Kunstgeschichte. Auch geht es um Mediengeschichte, sodass wir auch auf Leser*innen in der Medienwissenschaft und Comicforschung hoffen.
Däumer: Die Beiträge leisten zudem Grundlagenarbeit zum Comic als Medium der Mittelalterrezeption, indem sie komparatistisch und ideologiekritisch unterschiedliche nationale Konstruktionen ›des‹ Mittelalters vom 19. Jh. bis heute aufdecken.
4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?
Darilek: Der US-amerikanische Comic-Künstler und -Theoretiker Scott McCloud wäre für uns mit Sicherheit ein inspirierender Diskussionspartner: Da seine Definition des Comics als ›sequenzielle Kunst‹ epochenübergreifend für alle Arten von intentionalen Bildfolgen gilt, hat sie uns zuallererst dazu angeregt, über Comichaftigkeit in mittelalterlichen Artefakten nachzudenken.
Däumer: Wenn ich es mir frei und zeitlich ungebunden wünschen dürfte: Auf jeden Fall Hal Foster.
5. Ihr Buch in einem Satz:
Darilek/ Däumer: Ein Band, der das Mittelalter in modernen Comics mit Spuren von Comichaftigkeit im Mittelalter verschränkt und so Bildgeschichten neu perspektiviert.




