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E-Book, Deutsch, Band 1684, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 1684

So grausam ist die Angst
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0366-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

So grausam ist die Angst

E-Book, Deutsch, Band 1684, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0366-4
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Rosy Mason fürchtete sich vor dem nächsten Tag und nicht so sehr vor der kommenden Nacht, auch wenn es sich kaum abkühlen würde. Aber der Tag würde noch schlimmer werden, weil eine Beerdigung bevorstand. Ihre beste Freundin Tamara war gestorben, und das mit knapp dreißig Jahren. Rosy konnte es noch immer nicht fassen. Zudem war es kein natürlicher Tod gewesen, aber auch kein Mord, sondern ein Unfall. Ein Truckfahrer hatte geschlafen und die Frau auf dem Fahrrad nicht gesehen. Beim Abbiegen war es passiert ...

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(S. 3-4)

Rosy Mason fürchtete sich vor dem nächsten Tag und nicht so sehr vor der kommenden Nacht, auch wenn es sich kaum abkühlen würde. Aber der Tag würde noch schlimmer werden, weil eine Beerdigung bevorstand. Ihre beste Freundin Tamara war gestorben, und das mit knapp dreißig Jahren. Rosy konnte es noch immer nicht fassen. Zudem war es kein natürlicher Tod gewesen, aber auch kein Mord, sondern ein Unfall. Ein Truckfahrer hatte geschlafen und die Frau auf dem Fahrrad nicht gesehen. Beim Abbiegen war es passiert …

Tamara und ihr Rad waren regelrecht von den mächtigen Hinterreifen zerdrückt worden. Rosy war froh, dass ihr dieser Anblick erspart geblieben war. So hatte sich Tamara ihr Leben nicht vorgestellt. Zusammen mit ihren Eltern war sie vor zwanzig Jahren aus Russland nach London gezogen. Und fast seit dieser Zeit kannten sich die beiden Frauen und hatten das feste Band der Freundschaft geschlossen. Rosy schaute auf die Uhr. Es war spät geworden. Kurz vor Mitternacht. Aber bei diesem Wetter zu schlafen brachte immer wieder Probleme. Das war nicht zu ändern. Obwohl sie ein Fenster geöffnet hatte, drang kaum Luft ins Zimmer.

Sie stand vor dem Fenster und starrte nach vorn, ohne etwas zu sehen. Der Himmel schien wie schwere und dunkle Pappe über der Stadt zu liegen und ließ kein Durchatmen zu. Die Geräusche der Nacht kannte sie. Rosy erschreckten sich nicht mehr. Sie konnte auch bei offenem Fenster schlafen. Es war alles eine Sache der Gewöhnung. Nein, es war kein Abend wie jeder. Abgesehen von ihrem Vorhaben am folgenden Tag spürte sie noch ein ungewöhnliches Gefühl in ihrem Innern. Sie konnte es nicht beschreiben, es war einfach anders.

Vielleicht mit einer Unruhe gleichzusetzen, aber die wollte sie nicht auf das Ereignis am folgenden Tag beziehen, das musste einen anderen Grund haben, über den sie zwar nachdachte, jedoch keine Erklärung dafür fand, und das gefiel ihr nicht. Warum erlebte sie dieses Unwohlsein, das mit einer inneren Anspannung verbunden war? Eine Erklärung hatte sie nicht. Es war so, als würde sie auf etwas Bestimmtes warten, das allerdings nur auf der Lauer zu liegen schien und so schnell nicht eintreten würde.

Etwas, das nicht zu fassen war, sich ihr jedoch immer mehr näherte. Draußen in der Dunkelheit fand sie nicht die Erklärung. Rosy dachte auch an eine vorübergehende Erscheinung. Das konnte an der Hitze liegen, die dafür gesorgt hatte, dass ihre Nerven überstrapaziert waren, aber das waren Theorien, und wenn sie an die Hitze dachte, kam ihr auch das direkte Gegenteil in den Sinn. Kälte. Zumindest Abkühlung. Das war es doch. Kurz mal unter die Dusche gehen. Darauf konnte sie sich freuen, auch wenn es nicht das Gleiche war, als wenn sie in einen kalten Pool springen würde. Das Wasser wurde zwar nie richtig kalt, aber das störte sie nicht. Auch jetzt empfand sie es als lauwarm, als sie in der Dusche stand, die Hand ausstreckte und die Temperatur des Wassers testete. Sie ließ es eine Minute rauschen, bevor sie sich unter die Strahlen stellte.



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