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E-Book, Deutsch, Band 1702, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 1702

Rückkehr der Verdammten
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-0730-3
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Rückkehr der Verdammten

E-Book, Deutsch, Band 1702, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0730-3
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die letzten Schritte legte Amos Burke keuchend zurück. Schließlich hatte er die kleine Anhöhe überwunden und stolperte auf die primitive Hütte zu, die tatsächlich noch vorhanden war und all den Jahren den Unbilden des Wetters getrotzt hatte. Sie stand unter den Zweigen der blattlosen Bäume. Sogar die Tür war noch da, gegen die Amos Burke lief und an deren Rändern er sich festhielt. Er musste erst mal Atem schöpfen, bevor er in die Hütte hineinging, um sich zu verstecken -

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"(S. 12-13)

Wie vereist saß Amos Burke auf der alten Bank und versuchte seine Gedanken zu ordnen, was ihm alles andere als leicht fiel. Die Hütte war leer wie bei seiner Ankunft. Er konnte noch immer nicht begreifen, was da passiert war. Und doch gab es einen Beweis. Es war der Druck in seinem Rücken.

Dort hatte man ihn geschlagen – und er war geküsst worden. Geküsst von einem Menschen, der den Keim der Pest in sich trug. Einer Seuche aus der Zeit nach dem Mittelalter. Einer tödlich verlaufenden Epidemie, die auch der Schwarze Tod genannt wurde. Natürlich war sie längst ausgerottet. Kein moderner Mensch sprach mehr darüber. Die Pest war ausgerottet und vergessen worden. Und jetzt? Burke hätte schreien können, wenn er daran dachte, dass der Keim in ihm steckte.

Das glaubte er auch. Die andere Seite hatte sich ganz gewiss keinen Spaß mit ihm erlaubt. Waren sie vielleicht Überlebende der Pest? Der Gedanke kam ihm plötzlich. Anfreunden wollte er sich damit nicht. Es war unmöglich. Wer die Pest in sich hatte, der starb einen schrecklichen Tod. »Und ich habe sie in mir!«, flüsterte Burke. Dabei rann es ihm eiskalt den Rücken hinab. Er spürte auch, dass er sich innerlich verkrampfte, und musste sich schütteln.

Die Angst steckte in ihm. Sie war mit einem scharfen Schwert zu vergleichen, das sein Inneres durchbohrte. Nicht nur sein Herz schlug schneller, auch in seinem Kopf tuckerte es. So sehr er auch grübelte, er fand keine Lösung. Sich einem Arzt anzuvertrauen oder in ein Krankenhaus zu gehen, das traute er sich nicht. Er dachte auch nicht mehr daran, dass man nach ihm fahndete.

Er hatte einen Auftrag erhalten und er würde ihn bis zum bitteren Ende durchziehen. Einen Mann namens John Sinclair sollte er suchen. Sich mit ihm treffen, nahe an ihn herankommen, um ihm dann den Todeskuss zu geben, denn wer den Keim in sich trug, der war verloren. Bin ich das auch? So sicher war Burke sich nicht, denn er musste an die beiden Besucher denken. Auch sie trugen den Keim in sich, aber sie waren noch am Leben. Sie konnten sich bewegen.



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