Dark | John Sinclair 660 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 660, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 660

Die Totenstadt
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0265-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Die Totenstadt

E-Book, Deutsch, Band 660, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0265-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Die Totenstadt.

Ratten sind die besten Überlebenskämpfer, die die Welt hervorbrachte. Und sie fühlen sich überall wohl. In Müllbergen, in Kanalisationen oder verborgen in Hochhäusern. Keine Waffe kann sie vernichten. Sie sind da, sie passen sich an, sie vermehren sich, sie fressen und werden gefressen. Und weil ihnen keine Welt zu fremd oder zu schäbig ist, bevölkern sie sogar die Totenstadt.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Dark John Sinclair 660 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


* * * (S. 23-24)

Ich war glücklich! Nicht weil wir uns in Japan befanden, nein, es lag daran, daß wir die Hektik der Riesenstadt Tokio endlich hinter uns gelassen hatten und uns in einem der schnellen Züge befanden, die zwischen den großen japanischen Städten verkehren. Vom Flughafen zum Bahnhof zu gelangen, hatte einer mittleren Katastrophe geglichen, denn eigentlich ist Tokio ja keine Stadt, mehr eine Zusammenhäufung aus verschiedenen Stadtteilen, wobei jeder ein anderes Gesicht zeigte.

Im Zug war es ruhig. Die Hektik spielte sich auf den Bahnsteigen ab, die hinter den schallschluckenden Fenstern lagen. Wir hörten von außen kein Geräusch und hatten es uns in dem Großraumwagen bequem gemacht. Glücklich fühlte ich mich, aber den Flug, sechzehn Stunden sitzen, mußte ich erst verkraften. Und an die Zeitumstellung mußte ich mich noch gewöhnen. Meinem Freund Suko erging es ebenso. Er hockte mir gegenüber, grinste etwas verunglückt und fragte: »Soll ich raten, was du gleich machen wirst?« »Das gleiche wie du. Augen zu und durch.« Ich hatte die Beine lang ausgestreckt und sie seitlich an Suko vorbei unter den anderen Sitz geschoben, der nicht besetzt war und es hoffentlich auch nicht wurde.

Ansonsten durften wir uns über die Reisenden nicht beschweren. In keinem Londoner Zug hätte auch nur annähernd eine derartige Disziplin und Ruhe geherrscht wie in diesem hier. Die Reisenden stiegen ein, suchten sich die Plätze aus und begannen mit der Arbeit. Einige trugen Laptops bei sich – das sind Computer im Aktenkofferformat – und beschäftigten sich mit ihren Aufgaben. Andere lasen Zeitung. Manche gingen ihre Unterlagen noch einmal durch, um sich fit zu machen für Konferenzen und Besprechungen. Nur zwei Reisende schliefen, wie ich beim Anfahren mit einem raschen Rundblick hatte feststellen können. Der Zug glitt leise durch den Bahnhof. Wenn wir in Kyoto eintrafen, würde es dunkel sein, deshalb wollte ich noch ein wenig schlafen.

»Schäm dich«, sagte Suko. »Weshalb?« »Schau dir die anderen an. Die arbeiten wenigstens. Du aber hängst hier und verschläfst die Zeit.« »Das kann ich mir auch erlauben. Niemand soll je auf meinen Grabstein schreiben, daß darunter einer liegt, der vor Arbeitswut gestorben ist. Lieber im faulen Fieber dahinsiechen, als sich zu Tode schuften. Und jetzt gute Nacht.« Suko gab noch einen Kommentar, auf den ich nichts erwiderte. Ich war einfach zu faul oder auch schon zu müde, um mich auf einen weiteren Dialog einzulassen. Ich war regelrecht weggesackt, aber Ruhe bekam ich auch nicht, denn mich plagten plötzlich Träume.

Worum es sich dabei genau drehte, konnte ich nicht sagen. Jedenfalls saß ich im Flugzeug, das ruhig hoch über dem Meer flog, bis es von einem riesigen Drachen aufgebracht wurde, der die Maschine zunächst einmal nur umflog. Dann erreichte der Drache die Pilotenkanzel der Maschine, riß dort sein Maul auf und biß blitzschnell zu. Ich hörte es knirschen, vernahm die Schreie der Menschen, sah Tote aus den Trümmern fliegen und bekam selbst einen Stoß mit, der mich aus der Maschine ins Freie katapultierte. In Wirklichkeit hatte Suko mir auf die Schulter geschlagen und mich aus tiefem Schlaf geweckt. Verwirrt öffnete ich die Augen, wollte auf meinen Traum zu sprechen kommen, als ich Sukos Lachen hörte. »Was ist denn?«



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.