Dark | John Sinclair 669 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 669, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

Dark John Sinclair 669

Blackwood, der Geistermann
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0274-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Blackwood, der Geistermann

E-Book, Deutsch, Band 669, 64 Seiten

Reihe: John Sinclair

ISBN: 978-3-8387-0274-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!

Blackwood, der Geistermann.

Zuerst war es mehr ein Spiel für sie. Dann aber glaubten die jungen Mädchen tatsächlich an die Kräfte der Hölle, und aus dem Jenseits meldete sich jemand, der Verbindung zum Teufel hatte.

In diesem Moment waren die Mädchen verloren, denn die Macht des Satans hielt sie umfangen.

Von nun an gaben sie ihm alles - auch ihr Leben ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Dark John Sinclair 669 jetzt bestellen!

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* * * (S. 22-23)

Wieder einmal bewies mir der Höllenherrscher, wie gefährlich, dämonisch und variantenreich er doch war. Der Mann war rücklings in das Grab gekippt, lag auch auf dem Rücken und damit auch im Blut des geopferten Tieres. Das aber reagierte wie Säure, denn es war dabei, den Körper des Mannes aufzulösen. Dabei sah er aus, als würde er durch den Boden in die Tiefe gezogen, weil sich all seine festen Bestandteile in der Auflösung befanden.

Das Tierblut kochte, es sprudelte, sprühte und sonderte einen widerlichen Rauch ab, der ätzend an den Innenwänden des Grabs in die Höhe stieg. Allmählich verschwanden das Gesicht und der Körper, denn die kochende, blasenwerfende Flüssigkeit sprudelte über den Körper hinweg, um ihn zu bedecken wie mit einem tödlichen Mantel. Aus, vorbei…

Nicht einmal die Hand hob der Unbekannte an. Als Eindruck von ihm nahm ich seine verzerrte Fratze mit, dann war auch sie endlich verschwunden. Zurück blieben Qualmreste und ein penetranter Geruch, der mir fast den Magen umstülpte. Das Blut versickerte nicht. Es blieb als dunkelrote Schicht liegen und füllte den gesamten Boden bis in die letzten Ecken hin aus. Mich erinnerte es an die Fläche eines dunkelroten Spiegels.

Doch ein Spiegel war dazu da, ein Bild wiederzugeben. Der Unheimliche allerdings war verschwunden, aufgelöst wie in einer starken Säure, wobei man Blut wirklich nicht als eine Säure bezeichnen konnte. Warum? Wieso hatte dies geschehen können? Und wer war dieser ungewöhnliche Fremde? Wo kam er her? War er überhaupt ein Lebender, oder war er ein Toter? Konnte es Asmodis in einer bestimmten Verkleidung sein?

Wie auch immer, jedenfalls wurden die Regeln dieses Spiels durch Schwarze Magie diktiert. Ich fühlte mich wie ein Fremder vor dem Grab und lauschte dem Rieseln der Schneekörner. Meine Haare waren naß, an der Lederjacke prallten die harten Schneepartikel glücklicherweise ab. Statt der toten Denise Ferrer lag jetzt ein anderer, der sich aufgelöst hatte, in diesem frischen Grab. Zuschaufeln wollte und würde ich es nicht, weil ich noch immer davon ausging, daß man Denise auch jetzt hier begraben würde. Ich drehte mich wieder um.

Das Holz war spiegelglatt geworden. Wo der Unheimliche es mit dem Fuß berührt hatte, zeichnete sich noch ein Abdruck ab. Was jetzt? Am besten würde es sein, wenn ich zur Leichenhalle ging und ebenfalls noch Zeuge der Trauerfeier wurde. Möglicherweise konnte sie mir irgendeinen Aufschluß geben. Ich schritt wieder zurück. Wie ein Geschlagener kam ich mir nicht vor, nur wie jemand, der eine erste Runde verloren hatte. Es würde noch eine zweite und dritte geben, das stand fest.



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