E-Book, Deutsch, Band 676, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
Dark John Sinclair 676
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8387-0281-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Tanz der Totenfeuer
E-Book, Deutsch, Band 676, 64 Seiten
Reihe: John Sinclair
ISBN: 978-3-8387-0281-0
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1980 - 1989!
Tanz der Totenfeuer.
Spezialauftrag für Bill Conolly!
An einem trüben Januarnachmittag ist er mit seinem Geländewagen unterwegs zu einer Siedlung am A ... Arm der Welt. Tiefste englische Provinz. Dort, in den weiten und tiefen Mooren soll es ein merkwürdiges Naturschauspiel geben, vielleicht steckt auch mehr dahinter. Bill weiß es noch nicht, jedenfalls möchte er den filmen.
Bis es aber soweit ist, muss er sich erst mit den Dörflern auseinandersetzen, die ihm von der Fahrt ins Moorgebiet abraten wollen. Es wird fürchterlich hart für Bill, denn es kommt im wahrsten Sinne des Wortes knüppeldick ...
John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.
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* * * (S. 16-17)
Wie ausgestorben lag der Ort vor ihm. Zwar brannten in den Häusern die Lichter, aber auf der Straße und den Gehsteigen ließ sich kein Mensch blicken. Bill hatte das Gefühl, durch ein Geisterdorf zu rollen. Eine Ampel gab es in Filman nicht, auch nur eine Tankstelle, bei der ebenfalls nicht mehr als die Notbeleuchtung brannte. Warum ließ sich keiner sehen? War es nur allein auf die Kälte zurückzuführen, oder hatte Bills Erscheinen die Bewohner so abgeschreckt, daß sie in ihren Häusern geblieben waren?
Nur einen Mann sah er. Er lehnte neben seiner Haustür und rauchte. Als Bill ihn passierte, drehte er den Kopf und schaute dem davonrollenden Wagen nach. Der Fotograf wohnte am Ende des Ortes. Ein alter Junggeselle, der Wohnung und Geschäft in einem Haus untergebracht hatte. Er verkaufte nebenbei noch andere Dinge, von seinem Fotoladen allein hätte er nicht existieren können. So konnte man bei ihm gebrauchte Kameras erwerben, auch Seife und Kosmetikartikel kaufen sowie Waschpulver, Toilettenpapier und vieles andere mehr. Eine alte Drogerie, wie sie in den Städten kaum noch zu finden war. Bill stoppte vor dem Laden.
Wenn es hier in Filman nicht viel gab, an freien Parkplätzen jedoch herrschte kein Mangel. Bill stieg aus, streckte sich und schaute ins Schaufenster. Dahinter ballten sich die Waren. Sie waren wild durcheinandergestellt worden. Auf irgendeine Ordnung oder Präsentation legte der Besitzer keinen Wert. Bill hatte ihm erklärt, daß er noch zurückkehren würde, wenn es nicht zu spät würde. Bis ein Uhr wollte der Mann warten, er mußte also noch auf den Beinen sein.
Und er mußte den Reporter gehört haben, denn kaum hatte Bill angehalten, als es hinter der Scheibe hell wurde und strahlendes Licht die Auslagen anleuchtete. Er sah auch den Schatten des Geschäftsinhabers und die winkende Bewegung. Bill stellte sich vor die Ladentür mit der Milchglasscheibe. Ein Schlüssel drehte sich zweimal im Schloß, dann öffnete der Mann. »Danke, Mr. Milton, daß Sie noch aufgeblieben sind.« »Das hatte ich versprochen. Kommen Sie.« Orson Milton gab den Weg frei. Er war um die Fünfzig. Auf seinem Kopf wuchs das Haar wie krauser, weißer Schaumteppich.
Das runde Gesicht zeigte stets eine gewisse Röte. In der Tat litt Orson Milton unter Bluthochdruck. Er trug noch seinen weißen Kittel und darunter einen grünen Pullover. Bill hatte die Tür geschlossen und hörte die Frage des Fotografen. »Sie haben es also geschafft?« »Ja.« Milton hob die Augenbrauen. »Auch etwas gesehen?« »Das will ich wohl meinen. Sie werden sich wundern, wenn Sie den Film entwickeln.« »Ich rede von den Feuern, Mr. Conolly.« »Die meine ich auch.« »Und glauben Sie denn, daß man die fotografieren kann?« Milton war mir recht skeptisch. »Wenn Sie den Film entwickeln, werden Sie die Beweise haben. Ich jedenfalls habe sie gesehen.« »Die Feuer?« Er starrte Bill an, als würde er selbst in Flammen schauen. »Genau die.« Milton hob seine runden Schultern.




