Das Jahr 1959 in der deutschsprachigen Literatur | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 5, 488 Seiten

Reihe: treibhaus

Das Jahr 1959 in der deutschsprachigen Literatur


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-96707-681-3
Verlag: edition text+kritik
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, Band 5, 488 Seiten

Reihe: treibhaus

ISBN: 978-3-96707-681-3
Verlag: edition text+kritik
Format: PDF
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Wie hat die Literatur im Land der Täter die ungeheuerlichen NS-Verbrechen thematisiert? Die Welle der von den angloamerikanischen Besatzungsmächten vornehmlich lizenzierten autobiografischen Berichten aus Konzentrations- und Vernichtungslagern bricht mit der Gründung der beiden deutschen Staaten weitgehend ab. Im Zeichen des Kalten Krieges delegieret die DDR als der vermeintlich 'neue' und bessere Staat die Schuld an den Westen. Das Wirtschaftswunderland BRD instrumentalisierte die wenigen ernsthaften Auseinandersetzungen zur symbolischen Entschuldung und feierte die zahlreichen Aufführungen des Nathan. Wie dauerhaft die braune Ideologie nachwirkte, zeigen die Spruchkammerakte Erwin Guido Kolbenheyers, die Trivialisierung des Nürnberger Ärzteprozesses, die mythologisierenden Reiseberichte aus dem von Deutschen massakrierten Griechenland, die Darstellung der Zigeuner in erzählenden Texten. Für die 'Schuld' der Überlebenden stehen die Texte von Peter Weiss, George Tabori und Johannes Bobrowski ein. Der Band enthält ferner eine erstmals gedruckte Erzählung von Alexander Kluge.

Günter Häntzschel ist em. Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft, LMU München. Bücher u. a. über J. H. Voß, G. A. Bürger, Annette von Droste Hülshoff, Wolfgang Koeppen, Sozialgeschichte der Lyrik des 19. Jahrhunderts. Sven Hanuschek ist Germanist, Publizist und lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Bücher u. a. über Heinar Kipphardt, Uwe Johnson, Erich Kästner, Elias Canetti, über Heinrich Heines Lyrik und Laurel & Hardy. Ulrike Leuschner, Editionsphilologin an der Forschungsstelle Merck der TU Darmstadt. Publikationen zur Literatur des 18. - 20. Jahrhunderts, Herausgeberin des 'Briefwechsels' und der 'Gesammelten Schriften' von J. H. Merck.
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Weitere Infos & Material


- Editorial
"Literarische Beiträge"
- "Und dann habe ich das geschrieben." Ruth Rehmann gibt Auskunft. Ein Gesprächsprotokoll von Ulrike Leuschner
- Kuno Raeber: Aus dem Tagebuch von 1959. Herausgegeben von Christiane Wyrwa
- Walter E. Richartz: "Wir sahen Deutschland, und es war elend, es wieder zu sehen". Aus den Tagebüchern 1959/1961. Herausgegeben von Sven Hanuschek
"Zur Einführung"
- Günter Häntzschel: Die deutschsprachige Literatur des Jahres 1959. Ein Überblick
"Böll, Celan, Grass, Johnson"
- Christine Mielke: Schulddiskurs und Städtezerstörung bei Böll, Nossack und Mulisch. Zur Fortsetzung der Debatte um Luftkrieg und Literatur
- Holger Steinmann: Sperrpoetologie. Zu Paul Celans "Sprachgitter"
- Sigrid Nieberle: "August 1959". Zur Datierung in Paul Celans "Gespräch im Gebirg"
- Anselm Weyer: 'The Great Pretender' und die 'falschen Fünfziger' auf Blech getrommelt. Die zeitliche Perspektive Oskar Matzeraths
- Greg Bond: "Die Grossen des Landes warfen ein Auge auf Jakob." Uwe Johnsons "Mutmassungen über Jakob"
"Kontroversen"
- Klaus Kufeld: Invariante der Richtung. 50 Jahre Ernst Bloch: "Das Prinzip Hoffnung"
- Thomas Keith: "das Ressentiment eines anarchischen Instinkts". Die rhetorisch-poetischen Strategien in Günter Eichs Büchner-Preis-Rede
- Christophe Fricker: Anzeichen für eine Hermeneutik der Erde in Ernst Jüngers Essay "An der Zeitmauer"
- Arturo Larcati: Ingeborg Bachmann und das "Wunderjahr" 1959. Die "Frankfurter Vorlesungen" im Kontext
- Hiltrud Häntzschel: Meine Freunde die Poeten. Hermann Kesten im Literaturgetriebe des Jahres 1959, auch ein Fallbeispiel für die Wertschätzung der Exilliteratur
"'Vergangenheitsbewältigung' und Aufbruch"
- Günther Stocker: Politische Literatur aus Österreich. Reinhard Federmann: "Das Himmelreich der Lügner"
- Christian Krepold: ".im Hause des Henkers soll man nicht vom Strick reden". Theodor W. Adorno und die Ethik des Erinnerns in Peter Härtlings Roman "Im Schein des Kometen"
- Heinrich Detering: Hans Keilson: "Der Tod des Widersachers"
- Franziska Mayer: Wahrheit und Dichtung. Alexander Lernet-Holenias Collagen "Die wahre Manon" und "Der wahre Werther"
- Oliver Voß: Vom Kauen der Worte. Franz Mons "artikulationen"
- Anne Maximiliane Jäger-Gogoll: Zwischen Exil und Remigration. Robert Neumann: "Die dunkle Seite des Mondes"
- Ingo Irsigler: (K)ein Sonderfall: Das Geschichtsbild in Wolf von Niebelschütz’ Roman "Die Kinder der Finsternis"
- Gerald Sommerer: Kulmination und Wendepunkt. Das Jahr 1959 im szenischen Schaffen von Nelly Sachs
- Stefan Höppner: Bargfeld und der Weg dorthin: Das Jahr 1959 als Zäsur bei Arno Schmidt
- Gunther Nickel: Carl Zuckmayer im "annus mirabilis" der deutschen Nachkriegsliteratur
- Volker Wehdeking: 1959 – auch ein Durchbruchjahr für den Film: Bernhard Wickis "Die Brücke" nach Manfred Gregors Roman
- Die Beiträgerinnen und Beiträger
- Adressenverzeichnis
- Personenregister


Hanuschek, Sven
Sven Hanuschek, Prof. Dr., Germanist, Publizist, lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Bücher u.a. über Kipphardt, Johnson, Kästner; zuletzt über Heines Lyrik und Laurel & Hardy.

Hanuschek, Sven
Sven Hanuschek, Prof. Dr., Germanist, Publizist, lehrt Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Bücher u.a. über Kipphardt, Johnson, Kästner; zuletzt über Heines Lyrik und Laurel & Hardy.

Leuschner, Ulrike
Ulrike Leuschner, Dr. phil., Editionsphilologin an der Forschungsstelle Merck der TU Darmstadt. Publikationen zur Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, zuletzt Herausgeberin des Briefwechsels Mercks und Autorin seiner Biografie.

Häntzschel, Günter
Günter Häntzschel, em. Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 18.–20. Jahrhunderts und deren Sozialgeschichte; die 1950er Jahre. Bücher und Aufsätze u.a. zu Annette von Droste-Hülshoff, Johann Heinrich Voß, Gottfried August Bürger, Bildung und Kultur bürgerlicher Frauen, Literatur der 50er Jahre.

Häntzschel, Günter
Günter Häntzschel, em. Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 18.–20. Jahrhunderts und deren Sozialgeschichte; die 1950er Jahre. Bücher und Aufsätze u.a. zu Annette von Droste-Hülshoff, Johann Heinrich Voß, Gottfried August Bürger, Bildung und Kultur bürgerlicher Frauen, Literatur der 50er Jahre.

Leuschner, Ulrike
Ulrike Leuschner, Dr. phil., Editionsphilologin an der Forschungsstelle Merck der TU Darmstadt. Publikationen zur Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts, zuletzt Herausgeberin des Briefwechsels Mercks und Autorin seiner Biografie.



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