Dawson | Love the Boss - Ein Chef fürs Leben | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 02, 190 Seiten

Reihe: Boss-Reihe

Dawson Love the Boss - Ein Chef fürs Leben


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7363-0346-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 02, 190 Seiten

Reihe: Boss-Reihe

ISBN: 978-3-7363-0346-1
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Emmas Liebeschaos war perfekt: Sie hatte sich in ihre beiden Chefs verliebt - die Brüder Sean und Liam - und sich schließlich für Sean entschieden. Eigentlich ist sie mit ihrer Wahl auch glücklich, bis Liam ihr Gefühlsleben mit seinem Liebesgeständnis wieder völlig auf den Kopf stellt. Hat sie vielleicht doch den falschen Bruder gewählt? Mit Hilfe ihres besten Freundes erkennt Emma endlich, was sie wirklich will. Doch sie wäre nicht sie selbst, wenn sie auf diesem Weg nicht noch in einige Fettnäpfchen treten würde. (ca. 190 Seiten)



April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet.

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KAPITEL 1


Emma


Mit einem tiefen Atemzug betrete ich das Bürogebäude von Coleman & Sons, begrüße die Empfangsdame Betty und husche in den rappelvollen Lift. Ich hasse es, wie Vieh eingepfercht zu sein, bis man endlich in die gewünschte Etage kommt. Dazu noch diese elende Fahrstuhlmusik, die natürlich nur Songs aus den achtziger Jahren draufhat. Natürlich könnte ich all dem aus dem Weg gehen und die Treppe nehmen, schließlich wäre das auch viel gesünder, und ich könnte sogar etwas abspecken, aber ich habe schlichtweg keine Lust.

Es sind nur vier Kollegen übrig, als ich endlich in den neunten Stock gelange. Leise gleiten die Fahrstuhltüren auf, und ich betrete meine Büroetage. Laute Rufe dringen an mein Ohr. Überrascht hebe ich die Brauen und sehe mich um. Überall sind die Mitarbeiter auf den Beinen, huschen herum, als hätte man sie aufgescheucht wie junge Hühner. Kaum habe ich meine Nische erreicht, rennt bereits die Sklaventreiberin auf Mörderabsätzen zu mir und schnalzt genervt mit der Zunge. »Da sind Sie ja!« Ihre Stimme ist quietschend hoch wie die von meiner Cousine Lily. Die zwei würden sich bestimmt gut verstehen, erkenne ich doch immer wieder diverse Ähnlichkeiten.

»Ja, hier bin ich«, gebe ich sarkastisch zurück, stelle meine Tasche ab und blicke Jazabell erneut an. »Was kann ich für Sie tun?«

»Wie Sie schon bemerkt haben, ist heute die Hölle los! Wir sind im entscheidenden Rennen um den Rehbock Deal für die neue Damensportkollektion. Deshalb werden Sie sich in den kommenden Wochen ausschließlich auf diesen Kunden konzentrieren. Alles andere legen wir auf Eis.«

»Das klingt toll, ich mache mich gleich an die Arbeit.«

Sie nickt mir zufrieden zu und verschwindet in ihrem Einzelbüro. Bevor ich mich jedoch in die Arbeit stürze, muss ich Liam sprechen. Nach der Hochzeit spürte ich schon, dass mein Herz sich wieder einmal nicht zwischen den Brüdern entscheiden konnte. Spätestens nach dem innigen Kuss von Liam, war es für mich unmöglich, noch einen klaren Gedanken zu fassen. Es ist nur wenige Stunden her, dass er mir seine Liebe gestanden hat, und mein Herz ist noch immer hin- und hergerissen. Manch eine Frau würde sich freuen, wenn zwei derart attraktive Männer um sie werben. Ich dagegen bin mir nicht sicher, ob ich mich glücklich schätzen oder lieber in Tränen ausbrechen soll. Ich schlängle mich durch die Mitarbeiter, die hektisch an mir vorbeihuschen, und spähe in das Büro von Liam und Sean.

»Liam?«, frage ich leise, in der Hoffnung, ihn alleine anzutreffen.

»Miss Reed?«, höre ich eine weibliche Stimme hinter mir, zucke erschrocken zusammen und drehe mich um. Myra, die neue Sekretärin der Coleman-Brüder, die heute im Büro angefangen hat, sieht mich skeptisch an. Bestimmt, weil ich den Boss beim Vornamen genannt habe. Mist, wie soll ich das erklären?

Ich räuspere mich und spiele meine Nervosität herunter. »Ist Liam Coleman noch nicht da?«, frage ich, verlagere dabei mein Gewicht von einem Fuß auf den anderen.

»Nein. Sean, Liam und Charlie Coleman sind in einem Meeting und kommen erst zur Mittagszeit ins Haus. Soll ich etwas ausrichten?«

Ich schüttle heftig den Kopf. Wohl etwas zu heftig, denn sie runzelt die Stirn. »Ähm, nein, danke. Ich komme einfach am Nachmittag wieder«, antworte ich schnell und fliehe, bevor sie mich noch mit Fragen löchern kann.

Die Zeit vergeht wie im Flug, während ich vertieft in meine Arbeit bin. Gerade als ich mir Notizen zu einem Damenturnschuh mache, höre ich ein Räuspern hinter mir. Als ich mich umdrehe, steht mein bester Freund Aiden vor mir. Er trägt den Besucherausweis um den Hals, und in der Hand eine Schachtel Donuts.

»Aiden, was machst du denn hier?« Ich begrüße ihn mit einer festen Umarmung, denn er ist genau das, was ich im Moment brauche. Lächelnd erhasche ich den interessierten Blick von einer Arbeitskollegin, die Aiden von Kopf bis Fuß mustert. Sie verschlingt ihn mit den Augen und nickt mir anerkennend zu.

Grinsend winke ich ihr kurz zu und wende mich wieder meinem besten Freund zu. Hayley hat schon recht, Aiden ist ein Blickfang. Sein Körper ist wie immer in Topform. Er trägt ein dunkelblaues Hemd, dazu eine schwarze Jeans. Die kurzen, schwarzen Haare passen perfekt zu dem schönen, markanten Gesicht. Die hohen Wangenknochen geben ihm das gewisse Etwas, das ihn noch attraktiver wirken lässt. Oft habe ich mir gedacht, wenn er nicht auf Männer stünde, wäre er eine Sünde wert.

»Principessa. Du siehst schlimm aus. Sogar dein teures Make-up kann diese Augenringe nicht kaschieren«, meckert er, und am liebsten würde ich ihn dahin treten, wo es wehtut. Richtig wehtut. Da wünscht man sich, dass der beste Freund einen tröstet und aufbaut, doch er ist wie immer sarkastisch und total ehrlich.

»Na danke. Das sind die Worte, die eine Frau nach einer schlaflosen Nacht hören will«, zische ich beleidigt zurück.

Er hebt abwehrend eine Hand und deutet dann auf die Schachtel. »Ruhig Blut, Süße. Ich dachte mir schon, dass du gereizt bist. Immerhin hast du mir gestern Nacht den Schlaf geraubt, als du mich heulend angerufen hast. Deshalb habe ich Schokodonuts mitgebracht. Frieden?« Sein neckisches Grinsen ist derart unwiderstehlich, dass ich nicht anders kann, als auch zu lächeln und ihm die Schachtel aus der Hand zu reißen. Schokolade ist eben die beste Medizin gegen ähm … einfach gegen alles. In der Cafeteria verschlingen Aiden und ich die Donuts und unterhalten uns.

»Hm, Aiden, die sind ja der Wahnsinn. Du weißt schon, dass ich jetzt fünfzig Kilometer joggen muss, um diese Kalorien wieder runterzukriegen?«, frage ich halbherzig. Ich und Joggen? Mit meiner Jogginghose bin ich ungefähr so oft gejoggt, wie ich mit der Küchenrolle durch die Küche gerollt bin.

»Pff … du und joggen. Das wäre ja mal ne Weltpremiere«, meint er scherzend und beißt erneut in den Donut. Ich lächle in mich hinein, wie gut er mich doch kennt.

Als ich den Blick hebe, gehen die Türen zur Cafeteria auf und die Coleman Männer betreten den Raum. Ich schlucke nervös. Sean und Liam tragen fast identische graue Anzüge, nur dass Liams eine Spur dunkler wirkt. Die beiden könnten jedoch vom Typ nicht unterschiedlicher sein. Beide sehen einfach unverschämt gut aus. Wer kann sich denn da bitte entscheiden?

»Ähm, steht der Weihnachtsmann hinter mir oder warum funkeln deine Augen?«, will Aiden dann schließlich wissen.

»Die Colemans haben soeben die Cafeteria betreten.«

»Ach? Die Bosse speisen mit den Untergebenen?«

Ich nicke belustigt. »Ja, Charles Coleman legt viel Wert auf familiäres Arbeitsklima.«

Liam lässt den Blick schweifen, sieht sich um, bis sich unsere Augen treffen. Mein Herz klopft mir bis zum Hals, als er die Mundwinkel nach oben zieht. Das Grinsen wird breiter, als er meine Verlegenheit bemerkt. Er bräuchte einen Waffenschein für sein gutes Aussehen. Dieser Blick ist intensiv, bringt mich dazu rot anzulaufen und mich verlegen abzuwenden. Liam schafft es diese Gefühle in mir hervorzuholen und das noch aus dieser Entfernung. Seit wann hat Liam diese Wirkung auf mich? Seit unserem Kuss ist alles viel intensiver und wirft mich komplett aus der Bahn.

»Emma, alles okay?«

»Ja … ähm, nein. Liam sieht hierher, aber dreh dich ja nicht um!« Kaum habe ich die Worte ausgesprochen, tut er genau das Gegenteil und riskiert einen Blick auf die Männer, die mir den Verstand rauben. Ich höre Aiden Luft holen. Langsam dreht er sich wieder zu mir. »Das ist Liam? Dieser blonde, durchtrainierte Halbgott?« Seufzend nicke ich. »Und er hat dir gestern eine Liebeserklärung gemacht und dich sogar geküsst?«

Ich nicke erneut.

»Daneben steht sein heißer Bruder, der dir den besten Sex deines Lebens beschert und nichts von dem Liebesgeständnis weiß.« Jedes seiner Worte macht mir meine Zwickmühle nur deutlicher.

»Herrgott ja!«

»Mann, Principessa. Du bist ja so was von am Arsch«, stellt er verzweifelt fest und mir bleibt nichts anderes übrig, als resignierend zuzustimmen.

»Danke für die Donuts.«

Aiden umarmt mich, drückt mich fest an seine Brust, denn er weiß, dass ich wegen der Gefühle für meine Bosse kurz vor dem Zusammenbruch stehe. »Sehr gern. Du klangst niedergeschlagen am Telefon, deshalb wollte ich einfach sichergehen, dass es dir wirklich gut geht.«

»Aiden!«, höre ich Seans raue Stimme hinter mir. Als ich mich umdrehe, stehen die Bosse in aller Herrlichkeit vor uns. Na toll.

Ich begrüße sie formell. Es laufen schließlich überall Mitarbeiter herum, die nichts von meiner Beziehung zu Sean erfahren dürfen.

»Hallo Sean. Wie geht’s dir?«, fragt Aiden, während sie sich die Hand geben.

»Danke, gut, hatten ein wichtiges Meeting. Es steht ein großer Deal an. Das sind mein Vater und mein Bruder Liam.« Aiden schüttelt auch ihnen die Hände, bis Sean wieder das Wort an meinen besten Freund richtet. »Du gehst schon wieder?«

»Ja, ich wollte nur mit Emma zu Mittag essen und muss gleich wieder ins Krankenhaus.«

»Schön, dann lass dich nicht aufhalten.« Nickend und leicht verblüfft reicht er Aiden nochmals die Hand. Sean schenkt mir einen kalten Blick, ehe er mit seiner Familie aus meinem Sichtfeld verschwindet. Mit gerunzelter Stirn, wendet sich mein bester Freund mir zu.

»Ähm. Was zum Teufel war das denn?«

»Ich habe keine Ahnung«, antworte ich schulterzuckend.

»Seid ihr denn noch...


Dawson, April
April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet.

April Dawson ist eine "heiße" Entdeckung aus dem Kreise der Autoren von LYX-Storyboard. Sie lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Sie hat bereits zehn Jahre Schreiberfahrung und verfasst am liebsten romantische Bücher verpackt mit einer Spur Action, ein wenig Drama, einem Schuss Humor und viel Gefühl.



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