E-Book, Deutsch, Band 2, 364 Seiten
Reihe: Up-All-Night-Reihe
Dawson Next to You
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7363-1077-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 364 Seiten
Reihe: Up-All-Night-Reihe
ISBN: 978-3-7363-1077-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Kannst du der Anziehung widerstehen, wenn dich die Liebe schon einmal fast zerbrochen hätte?
Addison Grant sagt immer, was sie denkt - vor allem zu ihrem arroganten Nachbarn Drake O'Hara. Als Drake ihr jedoch den Job als seine persönliche Assistentin anbietet, ist Addy das erste Mal in ihrem Leben sprachlos. Denn trotz ihrer Wortgefechte knistert es gewaltig zwischen ihr und dem erfolgreichen (und zugegebenermaßen ziemlich heißen) CEO. So stark die Anziehungskraft zwischen ihnen auch ist, die Regeln ihrer Geschäftsbeziehung sind klar: Drake ist ihr Boss, nichts weiter - bis es bei einem Firmenevent zu einem Kuss kommt, der alles verändert ...
'Ausdrucksstark, leidenschaftlich und atemberaubend schön!' cinderellaunderco_er
Band 2 der romantisch-leichten UP-ALL-NIGHT-Reihe von Bestseller-Autorin April Dawson
April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1
ADDISON
Mood Song: Zayn – Talk to me
»Was fällt dir eigentlich ein? Du kannst doch nicht am helllichten Tag gegen meine Tür hämmern und einen Aufstand im Flur machen!«, keife ich aufgebracht, als ich die Tür aufreiße, und Drake O’Hara in seiner Herrlichkeit vor mir steht. Verschwitzt, oben ohne und mit den blausten Augen unter Gottes Erde steht er da, die Arme auf dem Türrahmen abgestützt und sieht mich mit diesem einen Blick an, der mir eine Gänsehaut beschert. Dieser Typ macht mich echt fertig!
»Du bist schuld, dass ich mein Workout beenden musste, also kann ich wenigstens einen starken Kaffee deinerseits erwarten.« Der Typ hat vielleicht Nerven! Das stimmt zwar, dass er uns beim Stalken erwischt hat, aber er hätte nicht rüberkommen müssen. Er wird allerhand Fragen haben, weil wir ihn jeden Dienstag beim Workout beobachten und er der Star unseres Hottie-Dienstags ist. Aber so weit soll es noch kommen, dass ich zugebe, dass er mich schwach macht.
»Du kannst einen Arschtritt erwarten. Den gibts heute gratis inklusive Rausschmiss.« Ich will meinem Nachbarn schon die Tür vor der Nase zuknallen, doch er ist gewitzt, hat es kommen sehen und macht einen großen Schritt in unsere Wohnung, bevor sie sich schließt. »Rede ich etwa chinesisch, oder was?«, knurre ich zähneknirschend. Mache aber ein paar Schritte weg von ihm, weil … na ja. Ich habe immer schon eine Schwäche für verschwitzte Männer gehabt, und Drake perlt gerade ein Schweißtropfen von den festen Bauchmuskeln genau in die verbotene Region.
»Ich habe dich schon verstanden. Du lädst mich zu Kaffee und Kuchen ein, damit wir darüber fachsimpeln können, wie heiß ich aussehe, wenn ich trainiere.« Grace, diese miese Verräterin prustet los, doch ein vernichtender Blick meinerseits lässt sie verstummen und mit Tae das Weite suchen. Die Glücklichen! Mir fällt es hier schwerer, mich aus der Affäre zu ziehen. »Mich wundert es ja, wie du überhaupt durch die Tür kommen konntest, bei deinem aufgeblasenen Ego.« Ich gehe zur Küche, räume den Geschirrspüler ein, weil ich irgendetwas tun muss, um nicht auf seinen Oberkörper zu starren. Mit dem Rücken zu ihm zu stehen macht es mir leichter, meinen rasanten Puls zu beruhigen. Wenn er wüsste, dass er sehr wohl meine Libido zum Kochen bringt, würde ihm das noch mehr Munition liefern, und das will ich unbedingt vermeiden.
»Ganz einfach, also …«
»Drake! Warum genau bist du noch mal da?« Ich lasse den Teller klirrend wieder in das Becken fallen und drehe mich energisch um. Diesmal bringe ich ihn ausnahmsweise zum Verstummen, aber nur weil ich mich umgedreht habe und mit einem Brotmesser auf ihn zeige. »Whoa! Immer langsam, Addison. Du machst mir ja Angst«, scherzt er, was mich die Augen verdrehen lässt. Ich sehe ein, dass es hoffnungslos ist, mit ihm zu diskutieren und räume weiter ein, diesmal vielleicht etwas energischer, sodass ich ihn fast nicht verstehe, als er sagt: »Ich wollte einfach nur wissen, ob euch der Workout-Dienstag auch gefällt? Immerhin beobachtet ihr mich jede Woche dabei.« Ich halte in der Bewegung inne, nur um eine Sekunde später wieder weiterzumachen. Aber Drake hat leider schon gemerkt, dass er uns eiskalt erwischt hat.
»Versteh mich nicht falsch. Ich mag es, angehimmelt zu werden, ziehe auch immer eine Show für euch ab, die übrigens oscarverdächtig ist, aber dass gerade du den Anblick genießt, überrascht mich doch etwas, weil du mich ja anscheinend nicht ausstehen kannst.«
»Okay.« Ich knalle das Messer auf den Küchentresen und recke das Kinn. »Ich gebe ja zu, dass wir dich beobachtet haben, aber keine Sorge, das heute ist das letzte Mal gewesen.«
»Das beantwortet nicht meine Frage, Prinzessin.« Ich hasse es, wenn er mich so nennt, ich bin kein Girlie, das auf solche Kosenamen steht. Zu meinem Entsetzen setzt sich Drake in Bewegung und kommt auf mich zu. Ich schnappe mir einen Löffel und drohe ihm damit, was völlig bescheuert aussieht und definitiv seine Wirkung verfehlt. Wieso zum Teufel verhalte ich mich in Gegenwart dieses Mannes immer wie ein hoffnungsloser Teenager? Und wieso drohe ich ihm heute mit Besteck? Bei mir läuft definitiv etwas verkehrt.
»Wieso hasst du mich?«, fragt er nun, doch mein Blick klebt an den feinen Härchen, die unter dem Bauchnabel anfangen und immer weiter nach unten führen. Ich reiße mich von diesem Anblick los und sehe ihm ins Gesicht. Ich schlucke, als ich merke, dass er diesmal nicht lächelt, es ist reine Neugier, die ich in seinem Gesicht herauslese. Ich könnte jetzt die Wahrheit sagen, dass ich ihn attraktiv finde und ihn gerne kennenlernen würde. Aber Angst habe, dass ich mich in ihn verknallen könnte, je mehr Zeit wir miteinander verbringen, aber das tue ich selbstverständlich nicht. »Ich hasse dich nicht«, seufze ich und lege den Löffel beiseite, versuche von ihm Abstand zu gewinnen, aber hinter mir ist die Küche und weiter komme ich nicht. Dass ich ihn nicht verabscheue, das ist nicht gelogen. »Ich mag nur deine arrogante Art nicht.« Das ist eine fette Lüge, aber die erzähle ich aus reinem Selbstschutz. Ich mag selbstbewusste Männer, liebe es, wenn sie sagen, was sie denken, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, doch bei Drake ist das anders. Ich bin ihm vor Jahren schon einmal begegnet und er hat sich nicht gerade beliebt bei mir gemacht. Nur dass unser Drakiboy sich nicht mehr daran erinnern kann.
»Dann muss ich mich wohl mehr anstrengen und den Gentleman mimen«, scherzt er halbherzig und kommt mir noch näher. Meine Hände beginnen zu zittern und von meinem Herzen möchte ich gar nicht erst anfangen. Dieses scheint mir bis zum Hals zu klopfen. Ich lege meine Hände hinter mich, wo ich mich an der Arbeitsplatte festkralle.
»Du brauchst gar nichts zu tun. Oder warte, du kannst dich vom Acker machen. Na, wie wäre das?«, zische ich, weil ich nicht weiß, wie ich mich sonst verhalten soll. Wäre er jemand anderer, würde ich schon meine Lippen auf seine pressen und ihn in mein Zimmer zerren, aber das ist nicht drin. Weil zwischen Drake und mir niemals etwas passieren wird. Nicht passieren darf. Er ist wie ein herrlich saftiger Schokomuffin, während du aber auf Diät bist und nicht naschen darfst. Gucken erlaubt, aber nicht lecken. So, jetzt habe ich Lust auf Schokolade. Großartig! Wirklich großartig.
»Ich werde nicht eher gehen, bevor du mir sagst, wieso du so defensiv auf mich reagierst, wenn dein Körper doch das Gegenteil behauptet.«
»Geh einfach. Bitte.« Ich könnte die Mädels bitten, mir zu helfen und Drake vor die Tür setzen, aber beide haben das Weite gesucht, und da ist dieses Gefühl, diese Sicherheit, die ich spüre, wenn er bei mir ist. Drake würde mir nie etwas tun. Zumindest körperlich. Ein Herz brechen, darin könnte er vielleicht Erfahrung haben.
»Du enttäuschst mich, Prinzessin. Normalerweise gibst du nicht so leicht auf.«
»Ich hatte einfach einen turbulenten Vormittag, also …« Ich deute mit dem Kopf zur Tür und Drake folgt meinem Blick. Doch er bewegt sich nicht vom Fleck, ist mir noch immer zu nah. »Was ist das?«, fragt er schließlich, nimmt eine Haarsträhne von mir zwischen die Finger und streicht darüber, den Blick fest auf mich gerichtet.
»Was?«, frage ich eine Spur zu atemlos und sauge unbeabsichtigt seinen Geruch tief ein.
»Das zwischen uns? Dieses Feuer, das ich im Bauch spüre.« Ich kenne diese Stimmlage und dieses bestimmte Blinzeln von früheren Partnern, er ist kurz davor mich zu küssen. Doch das wird niemals wieder passieren. Er hat mich schon zu Silvester überrumpelt und um Mitternacht geküsst. Ob er das nun getan hat, um mich zum Schweigen zu bringen, weil wir uns damals auch gestritten haben oder weil er mich wollte, weiß ich nicht. Aber es bringt nichts, sich solche Fragen zu stellen, denn das ist eine einmalige Sache gewesen, auch wenn ich noch immer von seinen Lippen träume. Das Kribbeln noch immer auf meinem Mund spüre, wenn ich an diesen Moment zurückdenke.
»Ich schätze, das nennt man Sodbrennen. Google mal, was man da dagegen tun kann. Also wenn du mich entschuldigst, ich muss noch kochen.« Er hebt überrascht die Brauen. Ob es an meinem Kommentar oder an der Tatsache liegt, dass ich kochen kann, weiß ich nicht. Zu meinem Glück nickt er einmal, zwinkert mir zu und wendet sich zum Gehen. Sein Rücken ist ein wunderschönes Spiel aus sich an- und entspannenden Muskeln und besser als jeder Kinofilm. Und dieser Hintern. Ohne dass es mir bewusst ist, seufze ich und beiße mir sofort wieder auf die Lippen. Drake geht weiter, doch bevor er die Tür hinter sich schließt, dreht er sich in meine Richtung um.
»Wir sehen uns, Prinzessin. Früher als du glaubst.« Als er endlich gegangen ist, habe ich das Gefühl, dass meine Knie Pudding sind und muss mich erneut am Küchentresen abstützen. Verdammte Scheiße, dieser Typ ist heißer, als ich es ertragen kann. Ich brauche Ablenkung. Einen knackigen Arsch, der es mir so richtig besorgt und mir Drake O’Hara aus dem Kopf küsst.
Nachdem ich einen Eintopf gekocht, Musik gehört und nach neuen Urlaubszielen gegoogelt habe, gehe ich in mein Zimmer, suche mir frische Sportsachen raus und lege sie in meine Sporttasche. Auch wenn ich es versuche zu vermeiden, blicke ich aus der Balkonterassenfenster zu Drakes Wohnung, nur um sofort darüber den Kopf zu schütteln. Was ist nur los mit mir? Er ist nur ein Kerl! Die gibts wie Sand am Meer! Verärgert über mich selbst schnappe ich meine Tasche und fahre in mein Fitnessstudio zwei Blocks weiter. Grace arbeitet heute länger, hat einen neue Auftrag an Land gezogen und darf einen Garten auf der Dachterasse eines...




