Dawson | Pick the Boss - Liebe ist Chefsache | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 190 Seiten

Reihe: Boss-Reihe

Dawson Pick the Boss - Liebe ist Chefsache


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7363-0239-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1, 190 Seiten

Reihe: Boss-Reihe

ISBN: 978-3-7363-0239-6
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Was tust du, wenn du nach einer durchzechten Nacht neben einem One-Night-Stand aufwachst und panisch feststellst, dass du ausgerechnet an deinem ersten Arbeitstag zu spät kommst? Als wäre das noch nicht genug, übersieht ein Kerl die rote Ampel und fährt dir direkt ins Auto. Mit Müh und Not schaffst du es noch ins Büro, und vor dir stehen deine neuen Chefs, die dir sehr bekannt vorkommen: rechts Mr Autounfall, der Rot von Grün nicht unterscheiden kann, und links Mr One-Night-Stand, dessen Name dir einfach nicht einfallen will ... (ca. 190 Seiten)



April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet.

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KAPITEL 1


Emma


Es ist so weit. Nach jahrelangen Bemühungen und harter Arbeit habe ich mein berufliches Ziel erreicht. Stolz lasse ich den Blick zur Bühne schweifen, wo eine füllige Frau mit schneeweißem Haar und britischem Akzent von meinen Erfolgen in der Marketingbranche berichtet. Ich erhalte den Lady of the Year Award. Normalerweise wird er Schauspielerinnen, Sängerinnen oder anderen Prominenten verliehen. Ein Grund mehr, mich geehrt zu fühlen.

»Und nun bitte ich um einen riesigen Applaus für die Frau der Stunde. Unsere diesjährige ›Lady of the Year‹: Emma Reed!«, sagt sie in ihrem schwarzen Hosenanzug und beginnt, euphorisch zu klatschen.

Mit einem strahlenden Lächeln, das locker einem Model aus der Zahnpastawerbung Konkurrenz machen könnte, erhebe ich mich in einem burgunderroten Designerkleid, das mir auf den Leib geschneidert ist. Mein brünettes Haar, das mir sonst bis zur Brust fällt, ist hochgesteckt und würde wie in einer Haarspraywerbung sogar einem Orkan standhalten. Alles ist perfekt, die Deko, die Gäste und der Award, der die Form einer gläsernen Aphroditestatue hat.

Mit gestrafften Schultern und breitem Grinsen betrete ich die Bühne, gleite elegant zum Rednerpult, das ebenso aus Glas gefertigt ist. Bevor ich allerdings sprechen kann, fangen sämtliche Veranstaltungsgäste lauthals an zu lachen.

Völlig verwirrt runzle ich die Stirn, bis ich aus einer Eingebung heraus meinen Blick senke. Entsetzt muss ich feststellen, dass ich nicht länger den Traum eines Abendkleids trage, sondern einen Pyjama. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist es ausgerechnet der pinke Schlafanzug mit den rosa Kätzchen darauf, dazu die quietschgelben Häschenpantoffeln. Nicht gerade ein Outfit, mit dem ich einen der Top-Designer überzeugen könnte, mich zu seiner nächsten Muse zu ernennen.

Den Tränen nahe mache ich kehrt und versuche zu flüchten. Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch einen drauflegen würde. Drei Stufen. Nur drei verdammte Stufen werden mir zum Verhängnis. Ich stolpere über meine eigenen Füße und falle auf den glatt polierten Parkettboden. Der Aufprall übertönt sogar das schallende Gelächter. Mein Körper schmerzt, mein Kopf nimmt die Farbe einer überreifen Tomate an, und die Haare gleichen einer Katastrophe. Diese doofe, doofe Werbung! Von wegen, die Frisur hält!

Von der »Lady of the Year« werde ich degradiert zu Emma Reed. Keine erfolgreiche Marketingmitarbeiterin, sondern lediglich eine junge Frau, die versucht, mit einem Job in einem Coffeeshop über die Runden zu kommen. Mein Körperbau gleicht auch nicht dem einer knallharten Geschäftsfrau, die in Filmen meist schlank dargestellt werden, sondern eher einer Frau mit ein paar Pfündchen mehr auf den Rippen. Ich bin Emma Reed, eine Frau mit Hang zu Dramatik, Schokoladensucht und Tollpatschigkeit.

Mit einem kurzen Schrei öffne ich die Augen und starre an die Schlafzimmerdecke. Mein Kopf schmerzt und zwingt mich, die Lider erneut zu schließen. Das Gelächter aus meinem Traum hallt mir noch im Schädel nach.

»Was für ein Albtraum!«, stöhne ich und zische laut auf. Ein hämmernder Schmerz erfüllt meinen Kopf. Ich vergrabe meine Hände in den Haaren und versuche, die Ursache für diese Qualen zu finden. Mein Erinnerungsvermögen lässt allerdings zu wünschen übrig, und mir fällt nichts anderes ein, als mir die Schläfen mit kreisenden Bewegungen zu massieren, um ihm auf die Sprünge zu helfen.

Wie sich auflösender Nebel kommen die Erinnerungsfetzen zurück. Gestern Abend war ich duschen, wollte früh ins Bett und habe mir mein Outfit für den heutigen Tag zurechtgelegt.

»Oh nein«, flüstere ich, nachdem ich weitere Puzzleteile zusammensetze.

Ich erinnere mich an den überglücklichen Aiden, der seine Promotion bestanden hat und mit mir feiern gehen wollte. Obwohl ich heftig protestierte, wickelte mich mein bester Freund um den Finger.

Das laute Schnarchen meiner Katze reißt mich aus den Gedanken, bis mir bewusst wird, dass ich gar keine besitze. Wie in Zeitlupe drehe ich mich um und starre auf einen mir unbekannten Mann. Ich schlucke, hebe die Bettdecke an und sehe meinen splitternackten Körper.

»Oh Gott«, hauche ich und presse mir vor Entsetzen beide Hände vor den Mund. Das sieht mir gar nicht ähnlich, einfach einen Wildfremden mit nach Hause zu nehmen.

Seine Gesichtszüge sind markant, dazu hohe Wangenknochen, heller Teint und schwarze Haare, die postkoital in alle Richtungen stehen. Er ist äußerst attraktiv, und sein nackter Oberkörper lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Nicht, dass er ein übertriebenes Sixpack hätte, vielmehr verfügt er über feste Muskeln, die danach schreien, von mir berührt zu werden. Mit einem Mal ist die Erinnerung an vergangene Nacht wieder da, und ich sehe alles klar.

Die Glocke der Grundschule, die neben dem Apartment liegt, läutet, und mein Herz rutscht mir in die Hose. »Verdammt noch mal, ich komme zu spät!«, rufe ich wie von Sinnen und werfe die Decke zu Boden. Die Armbanduhr zeigt mir mit drohenden Ziffern an, dass es bereits acht Uhr früh ist.

Eigentlich habe ich mir diesen Morgen ganz anders vorgestellt. Ich wollte um halb sieben aufstehen, gemütlich duschen, mich anziehen, frühstücken und mit Elan den Weg ins Büro antreten. Heute ist mein erster Arbeitstag, und anstatt fit und munter zu sein, habe ich Augenringe, stinke nach Alkohol, und mein Kopf fühlt sich an, als ramme mir jemand tausend Nadeln ins Gehirn.

Trotz aller Bemühungen verlasse ich gehetzt und viel zu spät die Wohnung. Der Fremde schnarcht noch immer in meinem Bett vor sich hin, doch in der Eile habe ich keine Zeit, mich mit einem zugegebenermaßen äußerst sexy One-Night-Stand auseinanderzusetzen.

Er wird schon selbst rausfinden; außerdem habe ich ihm noch schnell eine kleine Nachricht neben der Kaffeemaschine hinterlassen. Mein knallroter Cityflitzer blinkt mir einladend entgegen, nachdem ich ihn entriegelt habe. Hastig öffne ich die Tür und steige ein.

Ich trommle wild auf das Lenkrad und verfluche diesen Morgen. Ich bin bereits fünf Minuten zu spät und versuche mein Möglichstes, durch den dichten New Yorker Straßenverkehr zu rasen, was aber eher einem Spaziergang gleichkommt. Wütend schnaube ich, nachdem die Ampel auf Rot schaltet, bremse notgedrungen ab und fluche laut.

Vielleicht wird Mister Coleman wegen meiner Verspätung noch ein Auge zudrücken. Beim Bewerbungsgespräch wirkte er sehr freundlich.

Aber welche Ausrede soll ich benutzen?

»Sorry Boss, ich habe mich gestern volllaufen lassen und hatte heißen Sex mit einem Unbekannten«, wird wohl nicht besonders gut ankommen.

Coleman & Sons ist eine der renommiertesten Marketingagenturen New Yorks. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist sie seit zwei Generationen ein reines Familienunternehmen. Aus den Medien weiß ich, dass Coleman Senior bald in Rente gehen und seinen beiden Söhnen Liam und Sean das Unternehmen übergeben wird. Mit Wehmut stelle ich fest, dass ich ab heute drei Vorgesetzte habe. Als wäre ein Boss nicht genug!

Die Ampel schaltet auf Grün. Erleichtert trete ich das Gaspedal durch. Wie aus dem Nichts ertönt ein lauter Knall und ich werde mit dem Auto im Kreis geschleudert.

Panisch kralle ich mich ans Lenkrad. Angst schnürt mir die Kehle zu und mein Puls schießt nach oben. Nachdem mein geliebter Flitzer zum Stehen kommt, sehe ich schwer atmend und völlig fassungslos aus dem Fenster. Ein schwarzer, überaus teurer SUV ist mir in die Beifahrerseite gefahren. Eigentlich sollte ich jetzt verängstigt oder erschrocken sein. Doch nur ein Gefühl erfüllt meinen Körper: Wut. Rasende, ätzende Wut! Der heutige Morgen ist der schlimmste Tag aller Zeiten! Nicht nur, dass ich bis in die Morgenstunden gefeiert, mit einem Fremden geschlafen und dann verschlafen habe. Nein, ich komme auch noch zu spät, sehe trotz Make-up total verkatert aus, und irgendein Vollidiot kann die Farbe Rot nicht von Grün unterscheiden.

»Das reicht!«, schnaube ich, schnalle mich ab und reiße die Autotür auf. Aus dem schicken Wagen steigt ein junger Mann im grauen Anzug aus und starrt mich entsetzt an.

»Oh mein Gott! Ist alles in Ordnung?«, fragt er sichtlich mitgenommen, doch für mich gibt es kein Halten mehr. Ich explodiere wie ein Vulkan; anstatt Lava spucke ich Schimpfwörter. Wie von Sinnen haste ich auf ihn zu, baue mich vor ihm auf und funkele ihn böse an.

Na ja, es wirkt wohl eher lustig, denn er ist einen ganzen Kopf größer als ich, hat breite Schultern und sieht verdammt gut aus. Nun stehe ich hier vor diesem Fremden im exzellent geschnittenen Anzug, und auf einmal klopft mir das Herz bis zum Hals. Sein Haar ist strohblond, perfekt frisiert, und ein Dreitagebart ziert sein Gesicht, der ihn ungeheuer attraktiv macht. Mein Blick bleibt an seinem Oberkörper hängen, denn sogar durch den Stoff des Anzugs erkenne ich, dass er durchtrainiert ist. Plötzlich überkommt mich das Verlangen, ihm durch die Haare zu fahren, um herauszufinden, ob sie so weich sind, wie sie aussehen.

Was? Wie bitte? Wo kommen denn diese Gedanken her? Der Idiot ist, so heiß er auch sein mag, gerade in mein Auto gebrettert. »Sag mal, hast du sie noch alle, du Arsch? Bist du blind oder bist du einfach zum Spaß über Rot gefahren?«, schreie ich ihn heiser an. Na toll, eigentlich wollte ich gefährlich rüberkommen, doch es klingt wie die verzerrte Stimme eines Kinderspielzeugs.

Er runzelt die Stirn und hebt beschwichtigend die Hände. »Hören Sie, es tut mir leid«, sagt er mit seiner tiefen, sexy klingenden...


Dawson, April
April Dawson lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Seit über zehn Jahren schreibt sie begeistert Liebesgeschichten mit ein klein wenig Drama, einer Prise Humor und ganz viel Gefühl. Für ihren Debütroman wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem SKOUTZ AWARD ausgezeichnet.

April Dawson ist ein "heiße" Entdeckung aus dem Kreise der Autoren von LYX-Storyboard. Sie lebt mit ihrer Familie in Kematen, Österreich. Sie hat bereits 10 Jahre Schreiberfahrung und verfasst am liebsten romantische Bücher verpackt mit einer Spur Action, ein wenig Drama, einem Schuss Humor und viel Gefühl.



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