E-Book, Deutsch, Band 23, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
Delacorte / Leabo / Major Baccara Exklusiv Band 23
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86494-455-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
So schön, so reich, so sexy / Zeig mir die Welt der Liebe / Ist es nur Begehren? /
E-Book, Deutsch, Band 23, 384 Seiten
Reihe: Baccara Exklusiv
ISBN: 978-3-86494-455-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
So schön, so reich, so sexy von Major, Ann
Nach sechs Jahren sieht die Millionärstochter Cathy ihren Exbodyguard Rafe wieder. Und wie damals klopft ihr Herz bei seinem Anblick schneller. Doch in Kürze wird sie den Milliardär Maurice heiraten! Hat sie die falsche Entscheidung getroffen?
Zeig mir die Welt der Liebe von Delacorte, Shawna
Heiße Leidenschaft ist in der Therapeutin Nina erwacht. Wenn sie ihren Patienten Steve nur zufällig berührt, kann sie sich kaum noch beherrschen. Starke Gefühle, die nicht sein dürfen! Obwohl Nina ahnt, dass Steve sich nach ihrer Liebe sehnt, muss sie stark bleiben ...
Ist es nur Begehren? von Leabo, Karen
Zu einer prickelnden Affäre sagt Keely nicht Nein. Zumal Ben Kincaid ein Bild von einem Mann ist: groß, breitschultrig und blendend aussehend! Und da sie keine Kinder bekommen kann, macht sie sich über Verhütung keine Gedanken. Und erlebt wenig später eine Überraschung ...
Shawna Delacorte hatte schon immer eine große Schwäche für Krimis und baut in ihre romantischen Handlungen gern eine spannende Nebenhandlung ein. Aber wussten Sie, das sie ursprünglich Drehbuchautorin werden wollte und lange Zeit im Filmgeschäft tätig war?
Weitere Infos & Material
1. Kapitel
"Dieser Mr. Danforth scheint ein Partylöwe zu sein. Er ist auf einem Champagnerkorken ausgerutscht und mit dem Kopf voran die Außentreppe seines Hauses hinuntergefallen, die den Balkon mit der Terrasse verbindet." Nina studierte die oberste Seite der Akte. "Das linke Bein an zwei Stellen gebrochen, drei angeknackste Rippen, ausgerenkte Schulter, zahlreiche Kratzer und Beulen und eine Kopfwunde, die zum Verlust der Sehkraft geführt hat."
Nina Morrisons Haar war wie üblich zu einem strengen Knoten aufgesteckt. Ihre klare, makellose Haut zeigte keine Spuren von Make-up. Jetzt schloss sie die Akte, legte sie auf den Schreibtisch neben ihr schwarzes Brillengestell und sah zu Dr. Elizabeth Cameron auf. "Wird er blind bleiben, oder rechnen Sie damit, dass er irgendwann sein Augenlicht wiedererlangt?"
"Walter meint, es besteht eine fünfzigprozentige Chance, dass die Sehkraft von allein wiederkehrt. Er will drei Monate warten. Danach ist eine Operation möglich, aber sie wäre sehr schwierig. Ich werde mich einmal in der Woche zu einer Therapiesitzung mit Steve treffen, aber der Hauptteil der Last liegt auf Ihren Schultern."
"Können Sie voraussagen, wie lange ich an diesem Fall arbeiten werde?"
"Das ist schwer einzuschätzen. Falls es Ihnen gelingt, seine Sturheit zu überwinden, vielleicht nur eine Woche. Ansonsten …"
Nina nickte. "Ich verstehe. Was hat er für einen Beruf?"
"Er ist Architekt, und nach allem, was ich gehört habe, ein sehr guter. Für jemanden, der erst vierunddreißig ist, hat er erstaunlich viel erreicht."
Nina verzog das Gesicht. "Oje. Das ist eine Arbeit, die stark aufs Sehen ausgerichtet ist. Ich wette, so ist es mit seinem ganzen Leben. Bestimmt ist er sehr wütend."
"Ja, und auch sehr frustriert. Wir haben es mit einem tatkräftigen Mann zu tun, der gewohnt ist, Entscheidungen zu treffen und alles zu beherrschen, was um ihn herum vorgeht. Sie müssen darauf vorbereitet sein, dass er bei jedem Schritt gegen Sie ankämpft."
"Nun ja." Nina stand auf und strich abwesend ihr übergroßes Hemd und die weite Hose glatt. "Es sieht so aus, als hätte ich viel zu tun."
Nina fuhr vom Universitätsviertel von Seattle über die Brücke zur Mercer-Insel hinüber, fand ohne Schwierigkeiten am südlichen Ende die Adresse und bog in die Einfahrt eines großen Hauses am Wasser ein.
Nachdem sie ihren Koffer aus dem Auto geholt hatte, ging sie auf die hölzerne Doppeltür zu. Bevor sie klingeln konnte, wurde schon geöffnet.
"Sie müssen Miss Morrison sein." Eine füllige Frau von Ende fünfzig lächelte freundlich und wischte sich die Hände an ihrer Schürze ab. "Dr. Cameron sagte, dass Sie heute Morgen kommen würden. Ich bin Edith Haggarty, Mr. Danforths Köchin und Haushälterin." Sie führte Nina in die große zweistöckige Eingangshalle und schloss dann die Tür. "Ich komme zweimal in der Woche her, um sauber zu machen und ein paar Sachen zu kochen." Sie senkte die Stimme, als wären noch andere Leute da, die zuhören könnten. "Auf diese Weise weiß ich, dass er ein paar ausgewogene Mahlzeiten erhält – zusätzlich zu all dem wertlosen Zeug, das er sonst isst." Sie seufzte. "Er gönnt sich wirklich zu wenig Pausen. Wenn er mit einem Projekt zu tun hat, lebt er von Pizza oder was immer er sich liefern lassen kann, damit er seine Arbeit nicht unterbrechen muss."
Dann verzog Edith schmerzhaft das Gesicht, und ihre Unterlippe zitterte, als sie weitersprach. "Natürlich wird von jetzt an alles anders sein." Tränen standen ihr in den Augen. "Wird er gesund, Miss Morrison? Wird er je wieder sehen können?"
Nina mochte diese offenherzige, liebevolle Frau. Steve Danforth bedeutete Edith anscheinend wesentlich mehr als sonst ein Arbeitgeber seiner Haushälterin. "Der Doktor meint, er hätte eine gute Chance, seine Sehkraft zurückzuerlangen. Und bitte nennen Sie mich Nina."
Die Erleichterung war Edith deutlich anzumerken, als sie jetzt schnell das Thema wechselte. "Kommen Sie, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer, damit Sie sich einrichten können, bevor Mr. Danforth eintrifft." Sie führte Nina in einen großen, geschmackvoll eingerichteten Raum im Erdgeschoss mit eigenem Bad. Das antike Himmelbett war genau wie die Kissen mit Spitze geschmückt. Die Farben waren gedeckt, etwas stärker als Pastelltöne. Kleine Schalen enthielten verschiedene Duftmischungen.
Die Bilder an den Wänden waren künstlich verblasste Fotografien in alten Rahmen. Auf den meisten waren nackte Frauen zu sehen, die im Freien statt in einem Studio dafür Modell gestanden hatten. Die Bilder wirkten fast wie Naturstudien. Auf einem Foto, das dem Fußende des Bettes gegenüber an der Wand hing, waren ein junger Mann und eine junge Frau zu sehen, die nackt in einem See badeten. Es war das einzige Bild, das mehr als eine Person zeigte.
Nina packte schnell aus. Steve würde in drei Stunden hier sein. Sie hatte noch Zeit, sich vorher im Haus umzusehen.
Steve Danforth ließ sich missmutig auf den Stuhl vor Dr. Walter McKendricks Schreibtisch fallen. Sein dichtes goldblondes Haar war zerzaust und kräuselte sich im Nacken. Der Bartwuchs von vier Tagen und der angespannte Gesichtsausdruck konnten nicht verbergen, wie attraktiv er war. Seine grünen Augen schienen direkt geradeaus zu starren, sahen in Wirklichkeit aber gar nichts.
Der Doktor warf einen schnellen Blick in die Akte, dann wandte er sich an Steve. "Aus der Orthopädie sind Sie nun wohl entlassen. Tatsache ist, dass Sie auch diesen Stock da jetzt nicht mehr brauchen."
Steve verzog den Mund zu einer bitteren Grimasse. "Das ist großartig, Doc. Dann kann ich ihn gegen einen weißen eintauschen, oder noch besser gegen einen Blindenhund."
"Aber, aber, Steve." Die Stimme des Augenarztes verriet jahrelange Erfahrung mit solchen Situationen. "Das haben wir doch schon besprochen. Es besteht eine ausgezeichnete Chance, dass Ihre Sehkraft von allein zurückkehrt. Und wenn sich nach einer vernünftigen Zeitspanne nichts an Ihrem Zustand geändert hat, gibt es andere Dinge, die wir in Erwägung ziehen können."
Steve griff nach seinem Stock und schlug damit gegen den Schreibtisch des Arztes. "Verdammt, Doc. Behandeln Sie mich nicht von oben herab."
Dr. McKendrick lehnte sich zurück und musterte das ärgerliche Gesicht seines Patienten. Dann griff er nach der Sprechanlage. "Bitte fordern Sie Dr. Cameron auf, in mein Büro zu kommen", sagte er ruhig.
Etwas später kam eine Frau von Ende vierzig herein. Elizabeth Cameron war die fest angestellte Psychologin des Krankenhauses und hatte bereits einige Sitzungen mit Steve hinter sich, die nicht sehr erfolgreich gewesen waren, da er äußerst wütend gewesen war und sich geweigert hatte mitzumachen. "Guten Morgen, Steve."
Steve murmelte etwas Unverständliches.
Sie wandte sich an den anderen Mann. "Guten Morgen, Dr. McKendrick. Sie wollten mich sehen?"
"Ja, Dr. Cameron. Ich dachte, Sie könnten Steve vielleicht besser die Therapie erklären, die er jetzt vor sich hat. Er geht heute Nachmittag nach Hause."
"Machen Sie nur so weiter", unterbrach Steve ihn spöttisch. "Reden Sie ruhig über mich, als wäre ich gar nicht da. Da ich Sie nicht sehen kann, kann ich Sie ja wahrscheinlich auch nicht hören."
Dr. Cameron blieb gelassen. "Fühlen Sie sich besser nach diesem kleinen Temperamentsausbruch?"
Steve schnaubte und verlagerte sein Gewicht auf dem Stuhl. "Ja, das tue ich."
"Gut, dann können wir fortfahren, falls Ihnen das recht ist." Die beiden Ärzte tauschten einen schnellen Blick aus, bevor Elizabeth weitersprach.
"Ihre Krankenversicherung bezahlt Ihnen jemanden, der eine Weile bei Ihnen bleibt, Ihnen beim Lernen und Anpassen hilft …"
Steve richtete sich ruckartig auf. "Sie geben mir einen Babysitter?", fragte er zugleich ärgerlich und ungläubig. "Einen Menschen, der mich anzieht, füttert und herumführt, damit ich nicht gegen meine eigenen Möbel renne oder aus Versehen die Hand in den Müllschlucker stecke?"
Dr. Cameron und Dr. McKendrick blieben im Büro, nachdem Steve wütend hinausgestürmt war.
"Das lief besser, als ich erwartet hatte", meinte Elizabeth Cameron dann. "Dieser Mann ist wirklich frustriert. Nina wird alle Hände voll zu tun haben mit ihm."
"Sind Sie sicher, dass sie damit fertig wird? Sie scheint mir zu jung für so einen schwierigen Fall. Ich meine, eine ältere Person mit mehr Erfahrung wäre besser geeignet für Steve Danforth."
"Keine Sorge, Nina ist zwar erst neunundzwanzig, aber sie hat schon eine Menge durchgemacht. Dieser Fall erfordert einen Menschen, der genauso hart und stur sein kann wie Steve, jemanden, der einfallsreich ist und einen klaren Kopf behält."
Walter beobachtete Elizabeth. "Sie kennen sie schon eine ganze Weile, oder?"
Elizabeth lächelte warm. "Seit zehn Jahren. Sie war neunzehn, seit einem Monat in Seattle und lebte von der Hand in den Mund, während sie versuchte, eine Wohnung und einen festen Job zu finden. Sie hatte zwei Teilzeitjobs als Kellnerin und kam auf der Suche nach einem dritten Job ins Krankenhaus. Dabei geriet sie durch Zufall in mein Büro.
Sie hat eine schreckliche Kindheit hinter sich. Ihr ganzes Leben lang haben ihr ihre Eltern erzählt, wie unscheinbar sie wäre und dass sie es niemals zu etwas bringen würde. Im Alter von siebzehn Jahren, nachdem sie gerade mit der High School fertig war, zwangen ihre Eltern sie, einen fünfzig Jahre alten Farmer zu heiraten, der eine junge Frau suchte, die ihm haufenweise Söhne zur Arbeit auf der Farm schenken sollte. Ninas Eltern...




