Delinsky | Drei Wünsche hast du frei | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 370 Seiten

Delinsky Drei Wünsche hast du frei

Roman | Eine bewegende Schicksalsgeschichte für die Fans von Jojo Moyes und Rosie Walsh
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98690-933-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Eine bewegende Schicksalsgeschichte für die Fans von Jojo Moyes und Rosie Walsh

E-Book, Deutsch, 370 Seiten

ISBN: 978-3-98690-933-8
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine zweite Chance ... Der bewegende Roman »Drei Wünsche hast du frei« von Barbara Delinsky als eBook bei dotbooks. Eine winterglatte Straße, ein einziger Moment - danach ist nichts mehr wie zuvor ... Als erfolgreichem Anwalt wird Tom gern nachgesagt, er sei hartherzig und kalt. Doch als er eines Abends auf der Heimfahrt eine Frau anfährt, zerbricht sein Leben in tausend Scherben. Wochenlang wacht er am Bett der Fremden, während sie im Koma liegt ... bis sie wie durch ein Wunder wieder erwacht. In Bree ruht die Gewissheit, dass sie ein zweites Leben geschenkt bekommen hat - und ihr drei Wünsche gewährt wurden. Als Tom ihr bald darauf gesteht, sich in sie verliebt zu haben und die beiden tiefstes Glück erleben, ist Bree sicher, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Vielleicht kann sie so auch endlich herausfinden, wer ihre unbekannte Mutter ist - während Tom das Band zu seinem fremd gewordenen Vater neu knüpft. Doch was wird geschehen, wenn Brees letzter Wunsch aufgebraucht ist? »Herzergreifend!«, sagt People Magazin - ein bewegender Roman über Familie, Vergebung und die unermessliche Macht der Liebe. Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der berührende Schicksalsroman »Drei Wünsche hast du frei« von New-York-Times-Bestsellerautorin Barbara Delinsky. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Barbara Delinsky wurde 1945 in Boston geboren und studierte dort Psychologie und Soziologie. Nach der Geburt ihres ersten Sohnes arbeitete sie als Fotografin für den Belmont Herald, erkannte aber bald, dass sie viel lieber die Texte zu ihren Fotos schrieb. Ihr Debütroman wurde auf Anhieb zu einem großen Erfolg. Inzwischen hat Barbara Delinsky über 70 Romane veröffentlicht, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden und regelmäßig die New-York-Times-Bestsellerliste stürmen. Sie engagiert sich außerdem sehr stark für Wohltätigkeitsvereine und Aufklärung rund um das Thema Brustkrebs. Barbara Delinsky lebt mit ihrem Mann in New England und hat drei erwachsene Söhne. Die Website der Autorin: barbaradelinsky.com/ Bei dotbooks veröffentlichte Barbara Delinsky ihre Romane: »Die Schwestern von Star's End« »Jennys Geheimnis« »Das Weingut am Meer« »Julias Entscheidung« »Lauras Hoffnung« »Die alte Mühle am Fluss« »Der alte Leuchtturm am Meer« »Das Haus auf Beacon Hill« »Sturm am Lake Henry«, Die Blake-Schwestern 1 »Der Himmel über Lake Henry«, Die Blake-Schwestern 2 »Heimkehr nach Norwich« »Das Leuchten der Silberweide« »Das Licht auf den Wellen« »Die Frauen Woodley« »Ein Neuanfang in Casco Bay« »Im Schatten meiner Schwester« »Rückkehr nach Monterey« »Drei Wünsche hast du frei« »Ein ganzes Leben zwischen uns« »Jedes Jahr auf Sutters Island« »Was wir nie vergessen können«
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KAPITEL 1


Es war nicht der erste Schnee in diesem Herbst. Panama, Vermont, lag nördlich genug, um bereits mehrmals einen flockenbestäubten Tagesanbruch erlebt zu haben. Doch jetzt war Abend, und was da seit dem frühen Nachmittag aus den Wolkenbetten geschüttelt wurde, sank flauschig und dicht zu Boden.

Trucker, die in dem Imbißlokal Station machten, klagten über zunehmend tückische Straßenverhältnisse, womit sie die, wenn auch im Augenblick nur wenig tröstliche Erwiderung der Einheimischen ernteten, daß der Spuk schnell vorbei wäre. Sie wußten aus Erfahrung, daß bald wieder die Sonne scheinen und dem Indian Summer noch einmal zu voller Pracht verhelfen würde, ehe der Winter einsetzte. Der Schnee, der die leuchtenden Farben des Laubes dämpfte, dicke weiße Kissen auf die Bänke am Anger legte und die noch verbliebenen Blumen am Rand der kurzen Wege zu den Häusern und ein an einem offenen Gartentor lehnendes Fahrrad zudeckte, war nur ein Intermezzo.

Wäre es nach Bree Miller gegangen, hätte er allerdings ruhig liegenbleiben können. Der Winter war ihre Lieblingsjahreszeit. Verschneit, fand sie, wirkte die Welt irgendwie weicher, beinahe märchenhaft. Obwohl Bree, wäre sie eines Hanges zur Romantik bezichtigt worden, dies weit von sich gewiesen hätte, hatte sie ihre verträumten Momente.

Die Einheimischen wollten essen, bevor das Wetter noch schlechter würde, und immer mehr Trucker drängten herein. Bree war von dem Trubel so erhitzt, daß sie gar nicht auf die Idee kam, eine Jacke anzuziehen, als sie sich schließlich zu einer kleinen Atempause aus der Tür stahl und das Stimmengewirr, das Zischen des Grills und das erotische Timbre von Shania Twain hinter sich ließ. In der plötzlichen, tiefen Stille lief sie die Stufen hinunter, über den Parkplatz und dann über die Straße. Drüben angekommen, lehnte sie sich an den dicken Stamm eines altehrwürdigen Ahorns, der die schneenassen, matt bernsteinfarbenen Blätter hängen ließ, und schaute hinüber. Das Lokal war ein Traum in Edelstahl mit roten und grünen Neonakzenten, ein Anblick, dem der Flockenvorhang etwas Unwirkliches verlieh. Die von ihr aufgelisteten, kleinen Schönheitsfehler – die Schramme, die Morgan Willis’ Truck an einer Ecke der Verkleidung hinterlassen hatte, die Delle im Treppengeländer, der Vogeldreck am Rand des Daches – waren beseitigt, und der Imbiß erstrahlte in makelloser Sauberkeit, warm und einladend. Das Logo an der Straße lockte mit konzentrischen Neonringen, die eine große Bratpfanne bildeten, aus deren Mitte wie Fettspritzer die Buchstaben hüpften, aus denen sich der Namenszug »FLASH AN’ THE PAN« zusammensetzte. In jedem der fünf breiten, die Front des Diners einnehmenden Fenster prangten goldfarbene Lampen, und hinter diesen Fenstern saßen in Nischen zufrieden aussehende Gäste.

Der Imbiß gehörte Bree nicht, sie arbeitete nur dort, aber sie schaute ihn immer wieder gerne an.

Ebenso wie Panama. Hügelaufwärts, dort, wo die East Main abflachte und in einem Oval um den Stadtplatz herumführte, saßen dicke Schneemützen auf den Dächern der Reihe von Häusern aus der Bürgerkriegszeit und dahinter, weiß auf Weiß, auf dem Kirchturm. Hügelabwärts, dort, wo die Straße an dem alten Eisenbahndepot vorbeiführte, verbarg der Schnee die häßlichen, von jahrelangem Dieselmißbrauch kündenden Flecken und setzte dem großen, hölzernen Bierkrug, dem Firmenzeichen der Sleepy Creek Brewery, eine üppige Blume auf.

Panama lag zehn Minuten abseits der Truck-Strecke zwischen Concord und Montreal, und diese Abgeschiedenheit war einer der größten Vorzüge des Ortes. Hier gab es keine Bestrebungen, eine Vorortsiedlung anzulegen und Designer-Häuser mit umlaufenden Veranden zu bauen. In Panama hatten die Häuser schon seit der Revolution umlaufende Veranden, aber nicht aufgrund architektonischer Finesse, sondern aus Gemeinschaftssinn. Diese Veranden dienten einem echten Zweck. Obwohl fernab vom Weltgetriebe, war Panama keineswegs hinterwäldlerisch. Da Bauland billig zu haben war, hatte nicht nur die Brauerei zugegriffen, sondern auch eine Großbäckerei, Werkstätten, die handgeschnitzte Möbel und Spielsachen herstellten, und eine Speiseeisfabrik. Die Einheimischen boten Stabilität, die Zuziehenden brachten Geld, und so war für das Fortbestehen des Städtchens gesorgt.

Bree füllte ihre Lungen mit kalter Winterluft und ließ sie ganz langsam wieder ausströmen. Gelegentlich fand eine Schneeflocke den Weg durch das Laub und landete weich und kalt auf ihrem Arm wie eine flüchtige Liebkosung, ehe sie schmolz. Einem Impuls folgend, glitt Bree an dem Stamm entlang zur Rückseite des Baumes und schaute zum Wald hinüber. Vor der dunklen Kulisse fing sich das Licht des Lokals in den Schneeflocken. Sie sehen aus wie spielende Feenkinder, dachte Bree, und plötzlich kamen aus dem Nichts Kindheitserinnerungen an Karussells, Clowns und Weihnachtsfeste, doch sie waren seltsam unwirklich, als träume sie. Bree lauschte angestrengt und glaubte fast, die Stimmen der Märchenwesen zu hören, aber natürlich war es nur das Wispern der Flocken.

Dumme Bree. Berauscht von Schnee. Zeit, wieder hineinzugehen.

Aber sie rührte sich nicht, wurde von etwas festgehalten, das ihre Augen feucht werden ließ und ihr die Kehle zuschnürte. Wenn es Sehnsucht war, so wußte sie nicht, wonach. Sie hatte ein schönes Leben. Sie war zufrieden. Trotzdem blieb sie stehen.

Hinter ihr wurde die Tür des Lokals geöffnet, und Bruchstücke einer Unterhaltung wehten herüber, und kurz darauf röhrte, durch den Schnee gedämpft, der Motor eines Trucks auf und gleich danach ein zweiter. Die Trucks brummten vom Parkplatz, den Hügel hinunter und bogen in Richtung Highway ab, und dann war wieder nur das Geräusch von Schnee auf Schnee zu hören.

Als die Tür des Lokals erneut geöffnet wurde, galt die Stimme ihr: »Bree! Ich brauche dich!«

Sie wischte sich die Tränen aus den Augen, stieß sich von dem Baumstamm ab und lief, den Kopf gesenkt, um ihr Gesicht gegen die Flocken zu schützen, wie gehetzt über die Straße. Sie hatte es plötzlich so eilig, der Unwirklichkeit zu entfliehen, daß sie unvorsichtig wurde. Sie geriet ins Rutschen, versuchte sich, mit den Armen rudernd, auf den Beinen zu halten, und landete doch im Schnee. Eiligst rappelte sie sich auf, putzte mit den Händen die Sitzfläche ihrer schwarzen Jeans ab und lief, die kalten Handflächen aneinanderreibend, die Stufen hinauf. Als sie die Tür aufriß, wurde sie von Applaus und schrillen Pfiffen empfangen, und einer rief: »Reife Leistung, Bree!«

Es war ein Trucker, einer der Stammgäste. Eine zweite Applauswelle brandete auf, als sie auf dem Weg zur Küche ihre eisigen Hände um seinen Stiernacken legte und ihn kurz, aber herzlich drückte.

Flash, der Besitzer des Diners und Küchenchef, empfing sie an der Schwingtür. Ein fast voller Milchkanister baumelte an seinen Fingern. »Ist schon wieder schlecht geworden«, sagte er und ließ die Tür los, sobald sie eingetreten war. »Was sollen wir jetzt machen? Bei den Straßenverhältnissen kommt so schnell keine Lieferung.«

»Wir haben Reserven«, beruhigte Bree ihn und öffnete den Kühlschrank, um es zu beweisen.

Flash warf einen prüfenden Blick hinein. »Und du glaubst, das reicht?«

»Locker.«

»Die Sieben ist fertig, Bree«, rief der Koch am Grill.

Das Lokal bot, auf zehn Nischen und zwölf Hocker am Tresen verteilt, zweiundfünfzig Gästen Platz. An guten Tagen standen die Leute bis vor der Tür Schlange, aber das momentane Wetter war schlecht fürs Geschäft. Heute abend waren gerade noch sechsunddreißig Gäste da. Die eine Hälfte betreute LeeAnn Conti, für die andere war Bree zuständig.

Nische sieben hatte eine Großbestellung aufgegeben, und so balancierte sie vier Teller mit insgesamt zwölf Eiern, zwölf gebratenen Speckschnitten, sechs Würstchen, je sechs Scheiben Ahornsirup- und Rosinentoast und Berge von Bratkartoffeln zu den Männern, die sie schon ihr ganzes Leben lang kannte. Auch sie waren hier zur Schule gegangen und danach in der Gegend geblieben. Sam und Dave arbeiteten in dem Sägewerk drei Ortschaften weiter, Andy im elterlichen Angel-Shop und Jack auf der Farm, die sein Vater ihm und seinem Bruder hinterlassen hatte. Sie waren allesamt große, starke Burschen mit einem ebensolchen Appetit.

Die Littles zwei Nischen weiter waren ein ganz anderer Fall. Ben und Liz waren aus der Hektik einer New Yorker Werbeagentur geflohen, betrieben nun in Vermont per Computer, Fax und Telefon ihre eigene Agentur und kamen mehrmals in der Woche mit ihren Kindern, dem siebenjährigen Benji, der fünf Jahre alten Samantha und dem zweijährigen Joey, um sich an Flashs riesigen Portionen gütlich zu tun, wobei sie alle zusammen mit Leichtigkeit von drei Portionen Truthahn mit Kartoffelbrei und Erbsen oder Schäferpastete mit Milchbrötchen oder amerikanischen Chop-sueys statt wurden. Im Augenblick teilten sie sich gerade eine Portion warmen Apfelstreusel- und ein überdimensionales Stück Schokosplitterkuchen.

Als Bree an den Tisch trat, legte der Zweijährige sein Kuchenstück aus der Hand, stellte sich auf die Bank und breitete die Arme aus. Sie nahm ihn hoch. »Hat alles geschmeckt?«

Er schenkte ihr ein Schokoladenschnäuzchenlächeln, das sie dahinschmelzen ließ.

»Darf es noch etwas sein?« fragte sie seine Eltern.

»Nur die Rechnung«, antwortete Ben. »Es hört nicht auf zu schneien, und die Heimfahrt wird kein Vergnügen werden.«

Als Joey sich in ihren Armen zu winden begann, drückte sie einen Kuß auf seinen Scheitel und stellte ihn auf die Bank zurück. Dann schrieb sie am Seitentresen die Rechnung, brachte sie an den Tisch und ging daran, in der angrenzenden Nische...



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