Dellerman | Dunkle Bestimmung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: Woodcliff

Dellerman Dunkle Bestimmung


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7325-2801-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: Woodcliff

ISBN: 978-3-7325-2801-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie ist eine Heilerin. Er ist ein Kämpfer. Haben sie eine Zukunft?

Das Heilen ist die Berufung von Dr. Jacklyn Chavez. Sie kümmert sich um die Werwölfe von Woodcliff. Als ein verletzter Wolf ihre Hilfe benötigt, denkt sie sich nichts dabei - bis er sich verwandelt.

Es ist Alexander 'Zan' Sutton, ein Elitesoldat auf Abwegen. Ein Foto führte ihn nach Woodcliff, wo er seinen lange vermissten Bruder sucht. Doch er findet viel mehr als das. Und er dachte, das Leben als Zivilist sei langweilig ...

Jacklyn versucht, Zan auf Abstand zuhalten, doch eine animalische Anziehungskraft bringt sie einander gefährlich nah. Zans militärische Ausbildung wird ebenso auf die Probe gestellt wie seine Geduld, als er Jacklyn umwirbt, sich um seinen Bruder kümmert und einer Gefahr aus seiner Vergangenheit entgehen muss.

Alle Romane um das Werwolf-Rudel von Woodcliff: Verhängnisvolles Erwachen - Brennende Versuchung - Dunkle Bestimmung - Bedrohliche Verlockung

Jedes eBook enthält eine abgeschlossene, prickelnde Geschichte! EBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Jennifer Dellerman hat bereits viele Bücher veröffentlicht. Am liebsten schreibt sie erotische und spannende Romane mit paranormalem Einschlag. Jennifer Dellerman lebt in den USA.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Alexander »Zan« Sutton trottete in dem stillen Haus die Treppe runter. Wenn er so darüber nachdachte, war das Gebäude mehr ein Herrenhaus als ein normales Haus. Drei Schlafzimmer hatten die Größe von Suiten, dazu gab es vier kleinere, vollwertige Schlafzimmer, drei Badezimmer, zwei Toiletten, einen komplett ausgerüsteten Fitnessraum, einen schönen Gemeinschaftsraum und eine Küche, die groß genug war, um eine kleine Armee durchzufüttern. Und das war eigentlich eine sehr präzise Beschreibung für die Bewohner dieses Hauses, auch wenn sie sich üblicherweise nicht alle zur gleichen Zeit hier aufhielten. »Sie« waren eine Spezial-Elitegruppe aus Soldaten. Das Besondere an den acht Männern war nicht nur die Tatsache, dass sie raue, schroffe Typen waren, die militärisch geschult waren, gefährliche Aufträge ausführten und entgegen allen Chancen lebendig und gesund zurückkehrten. Das Besondere an ihnen war auch die Gemeinsamkeit, dass sie alle eine seltene Fähigkeit besaßen, die sie zu hervorragenden Kämpfern machte: Sie vereinten übermenschliche Schnelligkeit mit übermenschlicher Kraft, extrem geschärften Sinnen, einem besonderen Talent, eine Beute zu jagen, und einem untrüglichen Überlebensinstinkt. Mit anderen Worten: Jeder dieser Männer war ein Wandler. Ein Wolfswandler, um genau zu sein.

Zan gähnte und strich mit seiner schwieligen Hand über sein kurz geschnittenes dunkelbraunes Haar, während er kurz überlegte, ob er wieder ins Bett gehen sollte. Er kam an einem Fenster vorbei und blinzelte in die Nachmittagssonne. Da er sich erst um vier Uhr morgens ins Bett geschleppt hatte, musste er fast zwölf Stunden geschlafen haben. Normalerweise konnte er nie viel länger als sechs Stunden am Stück schlafen, aber er wusste, diese ungewöhnliche Schlafphase verdankte er der brutalen letzten Woche, in der er fast kein Auge zugetan hatte. Selbst ein Wandler, der von Adrenalin, Stress und Koffein angetrieben wurde, hatte seine Grenzen, und nachdem die Mission abgeschlossen und er wohlbehalten hierher zurückgekehrt war, hatte er sich ins Bett gelegt und geschlafen wie tot.

Wieder gähnte Zan, wobei er den Mund so weit aufriss, dass er sich fast den Kiefer ausrenkte. Der Mann in ihm wünschte sich mehr Schlaf, da Körper und Geist erschöpft waren. Doch die andere Hälfte, die Bestie, hatte gleichzeitig begonnen, sich in seiner Seele zu strecken und zu dehnen, und wurde immer wacher – diese Hälfte wollte wieder auf die Jagd gehen. Das Tier in ihm schien nie zufrieden zu sein, es wollte immer noch mehr. Es wollte mehr kalkuliertes Risiko, eine größere Beute. An manchen Tagen wusste Zan nicht, wer in ihm stärker war – der Mann oder der Wolf. An solchen Tagen hatte er das Gefühl, vorzeitig um Jahre gealtert zu sein. Und dann fragte er sich, ob er sich für den richtigen Weg entschieden hatte.

Mit dreiunddreißig war er noch lange nicht alt. Sein eins fünfundachtzig großer Körper war muskulös, aber schlank, die Schultern waren breit, die Hüften schmal. Sein Bizeps schwoll an, als er den Arm hinter den Kopf nahm, um sich das Genick zu reiben und um sich von den Verspannungen zu befreien. Er hatte einfach zu lange in einer Position gelegen. Er dachte daran, in den Fitnessraum zu gehen, wenn er erst mal seine acht oder neun Tassen Kaffee gekippt und ein Dutzend Eier gegessen hatte. Oder gleich ein ganzes Schwein. Er fühlte sich ausgehungert, allerdings hatte er auch etliche Mahlzeiten verpasst, seit ihn sein jüngster Auftrag nach Russland geführt hatte. Und dort war er vom ersten Tag bis zur seiner Rückkehr ständig in Bewegung gewesen, um nicht bemerkt zu werden. Er musste dringend auftanken.

Obwohl die Klimaanlage auf Hochtouren lief und Mühe hatte, die weiten Räume mit den hohen Decken zu kühlen, konnte er über ihr Summen hinweg zwei Männerstimmen hören. Die beiden waren dort, wo er auch hinwollte: in der Küche. Noch bevor er den Raum betrat, wusste er bereits, wer sich dort aufhielt. Scott Boeing und Joe Feider. Selbst wenn er ihr Gerede nicht hätte hören können, war er immer noch in der Lage, sie zu riechen. Nicht etwa, weil sie gestunken hätten. Es lag einfach daran, dass der Geruchssinn eines Wandlers sehr stark ausgeprägt war. Das machte es für jeden Wandler leichter, Artgenossen aufzuspüren, die sich verirrt hatten oder nicht gefunden werden wollten. Solange sie noch ihren Geruch an sich hatten.

Eine Meute verdammte Killer-Bluthunde, dachte Zan in einem Anflug von Ironie. Genau das war LunaWatch, jenes Team, das in diesem goldenen Käfig hier in Virginia saß. Natürlich konnten sie diesen Käfig jederzeit verlassen, was sie ja auch bei jeder Mission taten. Bei vielen Gelegenheiten ließen die Männer den Bedürfnissen ihres Wolfs freien Lauf und gingen in dem riesigen Wald rund um das Anwesen auf die Jagd. Aber manchmal fühlte Zan sich trotzdem eingesperrt. Sobald dieses flüchtige Verlangen nach mehr erwachte, neigte er dazu, seinen Boss zu ignorieren, der ihm einen ausgedehnten Freigang anbot.

Wie lange er noch verbergen konnte, wonach der Wolf süchtig war, wusste Zan nicht.

Seine Mutter hatte einmal gesagt, Zans Verlangen nach mehr bedeute, dass seine biologische Uhr tickte und ihm die Zeit davonlief. Was für ein Blödsinn. Männer besaßen keine biologische Uhr. Und auch wenn der Gedanke an ein eigenes Zuhause und eine Familie verlockend war, wäre das doch ein unvollkommenes Glück, solange er seine wahre Gefährtin nicht fand. Zwar konnte er mit jeder Frau menschliche Kinder zeugen, aber sein Wolf würde nicht zwangsläufig bei dieser Frau bleiben wollen. Letztlich wäre er dann nur in einem anderen Käfig gefangen.

»Yo, Sutton.« Mit einer knappen Kopfbewegung rief Joe ihm die beiläufige Begrüßung zu. Der deutlich jüngere Wandler saß mit dem ungefähr gleichaltrigen Scott am Küchentisch. Beide Männer waren Anfang zwanzig, sie waren stark und intelligent und gingen in ihrem Dienst als Soldaten auf. Aber manchmal führten sie sich sehr zum Ärger der älteren LunaWatch-Mitglieder wie Fünfzehnjährige auf. Im Augenblick starrten sie beide sehr konzentriert auf etwas, was der Technikfreak Scott in der Hand hielt.

»Selber yo«, murmelte Zan und ging zur Kaffeemaschine. Nach dem Geruch zu urteilen, war der Kaffee erst kurz zuvor aufgebrüht worden, also schenkte er sich eine Tasse ein. »Irgendwas Neues?«

Joe lachte. »Nö, Mann. Du weißt ja, wie’s läuft. Du stürmst rein, schaltest die bösen Jungs aus und bekommst das Mädchen. Ich liebe diesen Job.«

Zan schloss die Augen, um den Kaffee genießen zu können. Ja, für ihn war es fast immer das Gleiche, auch wenn die Sache mit dem Mädchen nicht so ernst zu nehmen war. Er wusste, dass das für Joe und Scott genauso galt. Als die Jüngsten im Team hielten sie es noch für nötig, mit ihren Eroberungen zu prahlen. Mit der Zeit würden sie es schon noch lernen. Für den Augenblick veranlasste der Kommentar Zan aber zu einem flüchtigen Lächeln.

Er lehnte sich gegen die Arbeitsplatte aus Granit. »Was habt ihre beide jetzt vor?«

»Offenbar überhaupt nichts«, knurrte Scott. »Thomas ist gestern mit Cooper nach Australien abgereist, und Russell hat gesagt, dass Joe und ich eine Woche freinehmen müssen.«

Zan nickte bestätigend. Abhängig vom jeweiligen Auftrag ging das Team mal als geschlossene Einheit ans Werk, mal paarweise, und manchmal kam auch nur ein Einzelner zum Einsatz. Als die neuesten Rekruten wurden Scott und Joe nur dann gefährlicheren Missionen zugeteilt, wenn sie dabei ein erfahreneres Mitglied begleiteten. Ansonsten dienten sie als Reserve oder Verstärkung. Wenn Russell wollte, dass sie sich freinahmen, lag es daran, dass ihr Anführer die Rastlosigkeit der jüngeren Wandler bemerkt hatte. Wenn sie nicht gut beaufsichtigt wurden, konnte sich ihr Job zur Sucht entwickeln. Genau mit diesem Risiko flirtete Zan selbst allzu oft.

Zwar hatte Zan seine Bestie immer noch völlig im Griff, wenn er sich bei Russell meldete, dennoch sagte ihm sein Gefühl, dass der ältere Wandler keineswegs so ahnungslos war, wie er tat. Nicht umsonst schlug sein Anführer ihm immer wieder vor, etwas Freizeit einzulegen – was er ihm ebenso gut auch hätte befehlen können –, oder ließ zwischen Zans Einsätzen einfach mehr Zeit als üblich verstreichen. Obwohl Russell kein echter Alpha war, handelte es sich bei ihm um einen vorgesetzten Offizier, dessen Befehle Zans menschliche Hälfte verstand und befolgte, während die Bestie fauchte und schnappte, um die Oberhand zu erlangen. Mit Russell um die Führungsposition zu kämpfen, war so ziemlich das Letzte, was Zan tun wollte. Nicht nur, dass er den Mann respektierte, der Boss hatte auch eine Gefährtin, die einen Welpen erwartete.

Zans eigene Lebensverhältnisse machten ihn ratlos. Wenn er beim Team blieb, konnte das unerwünschte Folgen nach sich ziehen. Andererseits hatte Zan keine Ahnung, was er mit sich anfangen sollte, wenn er den anderen Weg wählte und aus dem Team ausstieg. Unter Menschen zu leben, konnte eine heikle Angelegenheit sein. Zan mochte einer der wenigen Wandler sein, die stark genug waren, um die Bestie bei Vollmond unter Kontrolle zu halten. Doch sein Tier brauchte die Umgebung einer Rotte, sonst würde die Bestie entweder verkümmern und schließlich absterben oder aber von Wahnsinn heimgesucht werden, der den Mann mit sich riss.

Natürlich gab es noch eine dritte Möglichkeit: Er konnte sich einer anderen Rotte anschließen. Aber wo? Und welche Rotte sollte es sein? Vielleicht sollte Zan tatsächlich eine Weile freinehmen und in dieser Richtung Nachforschungen anstellen.

»Was war das mit dem Mädchen?« Joes grüblerischer Tonfall holte Zan aus seinen Gedanken. »Ich meine, sie ist ja süß und so,...


Dellerman, Jennifer
Jennifer Dellerman hat bereits viele Bücher veröffentlicht. Am liebsten schreibt sie erotische und spannende Romane mit paranormalem Einschlag. Jennifer Dellerman lebt in den USA.

Jennifer Dellerman hat bereits viele Bücher veröffentlicht. Am liebsten schreibt sie erotische und spannende Romane mit paranormalem Einschlag. Jennifer Dellerman lebt in den USA.



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