Denosky / Pacheco / Ingrahm | Baccara Exklusiv Band 47 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 47, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

Denosky / Pacheco / Ingrahm Baccara Exklusiv Band 47

Blicke, die mich zärtlich streicheln / Noch keiner hat mich so geliebt / So schön wie nie zuvor /
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-586-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Blicke, die mich zärtlich streicheln / Noch keiner hat mich so geliebt / So schön wie nie zuvor /

E-Book, Deutsch, Band 47, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

ISBN: 978-3-86349-586-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



BLICKE, DIE MICH ZÄRTLICH STREICHELN von DENOSKY, KATHIE
Jenna hat einen schmerzlichen Verlust erlitten, Flint eine bittere Enttäuschung. Deshalb kämpfen beide gegen das Begehren, das sie empfinden. Doch das Schicksal treibt sie einander in die Arme - allen Gefahren zum Trotz, die auf die Liebenden lauern.
NOCH KEINER HAT MICH SO GELIEBT von INGRAHM, PAMELA
Eigentlich müsste Leah glücklich sein: Schon in der ersten Liebesnacht mit dem Großrancher Will findet sie die Erfüllung all ihrer Wünsche! Genau das aber macht ihr solche Angst, dass sie flieht. Doch Will setzt alles daran, sie in seine Arme zurück zu holen.
SO SCHÖN WIE NIE ZUVOR von LOCKHART, CHRISTY
Wie kann der Cowboy Wayne es nur anstellen, die bildhübsche Cassie zu halten? Eines Nachts stand sie plötzlich mit einem Baby auf dem Arm vor ihm und behauptete, sein Bruder sei der Vater dieses Säuglings. Geglaubt hat er nie, doch verfallen ist er ihr von Anfang an.



Kathie DeNosky stellt ihren Wecker oft auf 2 Uhr morgens, um wenigstens einige Stunden in Ruhe arbeiten zu können, bevor der Rest der Familie erwacht. Während dann in ihrem Büro leise Countrymusik erklingt, schreibt sie an ihren Romances, denen eine ganz besondere Mischung aus Sinnlichkeit und Humor zeigen ist. Sie zählt zu den Top-Autorinnen und hat bereits viele Auszeichnungen erhalten.

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1. KAPITEL

Unter anderen Umständen hätte Wayne sich erlaubt, sie von Kopf bis Fuß zu betrachten. Doch so, wie die Umstände waren, weckten ihre Augen seine Aufmerksamkeit.

Sie waren so grün wie das Gras im Sommer, so rein wie der erste Schnee, doch ein Schatten von Trauer lag darin, der zeigte, dass man sie einmal verletzt hatte. Eine Sekunde lang fragte sich Wayne, was – oder wer – diesen Ausdruck in ihren Augen verschuldet hatte.

Er verspürte den Wunsch, die Hand auszustrecken und ihn wegzuwischen. Doch genauso schnell schob er diesen lächerlichen Gedanken wieder beiseite. Die Wind-Song-Ranch lief nicht von allein. Er hatte keine Zeit für eine Frau, ganz gleich, wie verlockend sie auch sein mochte.

Sie stand vor ihm und hatte die Hände verschränkt. Wollte sie ihm nicht zeigen, wie nervös sie war? Aber er sah doch, dass sie sich auf die Unterlippe biss.

„Ihre Mutter hat gemeint, es sei in Ordnung, wenn ich hier auf Sie warte.“

Wayne nickte. Es war nicht der Fehler dieser Frau, dass er vollkommen erschöpft nach Hause gekommen war, nachdem er eine lange und einsame Nacht auf der Straße verbracht hatte. Jetzt sehnte er sich nur noch nach einem kalten Bier, einer kühlen Dusche und frischen Laken auf seinem Bett. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Wenn sie gleich zur Sache kam, könnte er in weniger als einer Viertelstunde nach oben gehen und in einer halben Stunde schlafen.

„Ich bin Wayne Hart.“

„Das hat Ihre Mutter mir gesagt.“

Er zog eine Augenbraue hoch, als sie ihm nicht gleich ihren Namen nannte. „Und Sie sind?“

Sie schenkte ihm ein vorsichtiges Lächeln, das aber sogleich wieder verschwand. „Cassandra Morrison.“ Dass ihre Freunde sie Cassie nannten, brauchte er nicht zu wissen.

Cassandra … ein hübscher Name, dachte er. Das klang sanft, weiblich. Sehr wahrscheinlich war Cassandra einer der Fälle seiner Mutter. Witwen und Waisen galt ihre neueste Fürsorge. Der Tragesitz mit dem schlafenden Baby, der neben der Frau stand, schien seine Vermutung zu bestätigen.

Wayne hatte schon immer eine Schwäche für die Wohltätigkeitsarbeit seiner Mutter gehabt, die nicht wollte, dass ihre Söhne vergaßen, woher sie gekommen waren und wie glücklich sie sich jetzt schätzen konnten. Die Tatsache, dass Cassandra eine wunderschöne Frau war, würde ihn nur dazu bringen, dass er seine Brieftasche ein wenig weiter öffnete.

Weil es die Höflichkeit verlangte, reichte er ihr die Hand. Cassandra nahm sie, und ihre schmale, zierliche Hand verschwand in seiner großen, harten, von der Arbeit rauen Hand. Wie weich sie ist, dachte er und stellte sich vor, dass Cassandra ihm mit dieser sanften Hand die angespannten Schultermuskeln massierte.

Langsam gab er ihre Hand wieder frei. Schon seit Monaten hatte er keine Frau mehr gehabt, lange genug, um seine Fantasien über diese Frau anzuregen, die sehr wahrscheinlich eine Witwe mit Kind war. „Was kann ich für Sie tun, Miss Morrison?“

Sie zögerte einen Moment, ehe sie antwortete: „Ich bin Jeanie Morrisons Schwester.“ Sie sprach diese Worte aus, als wäre es schmerzlich für sie. Ihre schmalen Brauen zogen sich zusammen, während sie ihn mit ihren unglaublich grünen Augen ansah, als erwarte sie von ihm, dass er diesen Namen kannte.

„Ich glaube nicht, dass ich das Vergnügen hatte.“

Cassandra trat ein paar Schritte zurück. Als sie ihn dann wieder anblickte, hatte sie die Arme vor der Brust verschränkt, so wie in einer Geste des Selbstschutzes.

„Sie haben den Namen meiner Schwester nie gehört?“

Er schüttelte den Kopf. Auch wenn sie ein paar Schritte von ihm weggetreten war, so stand sie doch noch immer nah genug, dass er den Duft von Wildblumen einatmen konnte, der sie einhüllte.

„Ich hatte gehofft, dass Sie den Namen schon gehört haben, dann wäre dies nicht so schwierig für mich“, erklärte sie.

Verwirrt runzelte er die Stirn. „Sprechen Sie weiter.“

Sie löste die Arme und legte eine Hand auf den Kindersitz. Eine Mutter, die ihr Kind beschützt. Sein Blick ging zu dem kleinen Bündel in dem Sitz und hatte auf einmal das sichere Gefühl, dass Cassandra Morrison nicht hier war, weil sie eine Wohltat von ihm erwartete.

„Dann muss dies eine schlimme Überraschung für Sie sein …“ Sie hielt inne und schwieg.

Überraschungen musste man von einer Frau immer erwarten, und er hatte die unangenehme Erfahrung gemacht, dass sie immer noch ein Ass im Ärmel hatten.

Er stützte sich mit der Hand auf den Kaminsims und trommelte mit den Fingern darauf. Wie lange sie wohl noch warten würde, mit dem herauszurücken, was sie von ihm wollte?

„Es tut mir leid, dass ich diejenige bin, die Ihnen das sagt, aber …“ Erneut brach sie ab und verriet ihm, wie angespannt sie war.

Der Ausdruck in ihren Augen und ihrer Stimme hätte ihn beinahe geschafft. Ein Schauer lief durch seinen Körper und erinnerte ihn an das Flüstern des Windes und Betörungen in einer mondhellen Nacht. Doch diese Frau stand im Wohnzimmer seines Hauses, ein Zögern lag in ihrer Stimme, aber sie hatte das Kinn störrisch gehoben. Der Wind flüsterte nicht, und der Mond wich dem anbrechenden Tag. Und er hätte schwören können, dass das, was Cassandra Morrison ihm zu sagen hatte, ihm nicht gefallen würde.

„Meine Schwester …“ Sie holte tief Luft. „Meine Schwester war mit einem Hart zusammen.“

„Wie bitte?“ Seine Worte waren so eisig wie ein Wintertag in Wyoming. Wie konnte sie es wagen, in seinem eigenen Haus, dem Haus, für das er gekämpft hatte, dazustehen und ihm Vorwürfe zu machen?

Sie reckte sich, als bereite sie sich auf einen Kampf vor, und presste die Lippen zusammen.

Wayne ballte die Fäuste. „Wollen Sie etwa behaupten, ich sei der Vater dieses Kindes?“

„Jeanie hatte offensichtlich mit …“

„Auf Wiedersehen, Miss Morrison. Wenn Sie noch etwas zu sagen haben, rufen Sie meinen Anwalt an.“

„Warten Sie!“

Seine Familie war schon zweimal das Opfer einer betrügerischen Frau geworden. Und er wollte verflucht sein, wenn so etwas noch einmal passierte. Er wandte sich um, ging an ihr vorbei und legte demonstrativ die Hand auf die Türklinke.

„Bitte warten Sie, hören Sie mich an.“

Er blieb stehen. Ihre Verzweiflung rührte ihn.

„Jeanie war mit Ihrem Bruder zusammen.“

„Mit meinem Bruder?“

„Chad. Er ist doch Ihr Bruder, nicht wahr?“

Wayne wandte sich um und nickte. Chad war der jüngste der drei Brüder, der wildeste und auch der leichtsinnigste.

Cassandra schob sich eine Strähne hinters Ohr. Ohne mit der Wimper zu zucken, sah sie ihn an. „Jeanies Baby ist das Kind von Chad.“

„Wollen Sie etwa behaupten, dieses Kind sei mein Neffe?“, fragte er und bemühte sich, nicht die Beherrschung zu verlieren.

„Unser Neffe, jawohl“, brachte sie heraus.

„Sie wollen sagen, dass mein Bruder der Vater dieses Kindes ist und die Mutter im Stich gelassen hat?“

„Das will ich nicht nur behaupten …“ Sie rang nach Atem. „… es ist eine Tatsache.“

„Eine Tatsache. Verstehe. Und die Mutter des Kindes, Ihre Schwester, wo ist sie, warum ist sie nicht hier?“

Tränen traten in Cassandras Augen, doch er wollte sich davon nicht anrühren lassen; zu viel stand hier auf dem Spiel.

Als sie nicht antwortete, sprach er weiter. „Warum hat sie Sie geschickt? Können Sie vielleicht besser lügen?“ Seine ärgerlichen Worte hingen in der Luft.

Cassandra starrte ihn an. „Lügen?“, fragte sie mit zitternder Stimme.

Wayne wappnete sich gegen ihre Anschuldigungen. „Jawohl, Miss Morrison. Ich nenne Sie eine Lügnerin.“

Beinahe hätte er sich von dem schmerzlichen Ausdruck in ihren Augen überzeugen lassen.

Langsam schüttelte sie den Kopf. „Ich bin keine Lügnerin.“

„Dann haben Sie vielleicht die Situation missverstanden.“

„Wie könnte ich so etwas missverstehen?“

„Dann hat Ihre Schwester Sie vielleicht angelogen“, konterte er.

„Wie können Sie es wagen!“ Cassandra presste die Lippen zusammen, und der Schmerz in ihrem Blick verwandelte sich in Zorn. Kämpferisch reckte sie das Kinn. „Meine Schwester war nicht …“

„Wenn Ihre Schwester eine Heilige ist, warum deuten Sie dann an, dass mein Bruder keine Moral besitzt?“

„Ich weiß nicht, was ich glauben soll“, gestand sie ihm ruhig.

„Wie viel?“, fragte er, weil er das Spiel langsam leid war. Er würde alles tun, um seine Familie vor Cassandras falschen Anschuldigungen zu schützen, selbst wenn ihn das die Hälfte seines Bankkontos kosten würde.

Mit weit aufgerissenen Augen wiederholte sie seine Frage. „Wie viel?“

„Damit Sie und Ihre Schwester Ihre unbegründeten Anschuldigungen unterlassen.“ Er griff nach dem Scheckheft in seiner Gesäßtasche.

Sie starrte ihn mit offenem Mund an. Wie Feinde standen sie sich gegenüber. „Sie glauben, hier geht es um Geld?“

„Ist das denn nicht so?“ Er legte das Scheckheft auf den Couchtisch und beugte sich darüber. „Ist es nicht das, was alle Frauen wollen?“, fragte er und blickte kurz auf. Dann nahm er seinen Stift und schrieb ihren Namen und das Datum auf einen der blauen Schecks.

„Stecken Sie das wieder weg“, befahl sie knapp....



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