Donald / Graham / Fielding | Julia Extra Band 285 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 285, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Donald / Graham / Fielding Julia Extra Band 285

Wem gehört nur dein Herz? / Hochzeit im Palast des Prinzen / Liebeszauber der Südsee / Sag mir: ist es Liebe? /
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-505-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Wem gehört nur dein Herz? / Hochzeit im Palast des Prinzen / Liebeszauber der Südsee / Sag mir: ist es Liebe? /

E-Book, Deutsch, Band 285, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-86349-505-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WEM GEHÖRT NUR DEIN HERZ? von FIELDING, LIZ
Der Kuss des attraktiven Dr. Ben Faulker löst in Gabriella verwirrende Gefühle aus. Plötzlich brennt in ihr die Sehnsucht nach mehr. Sie möchte diesen wundervollen Mann nie mehr verlassen. Da kehrt seine Exverlobte Natasha zurück - wird Ben ihr erneut verfallen?
HOCHZEIT IM PALAST DES PRINZEN von GRAHAM, LYNNE
Kaum im märchenhaften Palast des Kronprinzen von Bakhar angekommen, überschlagen sich die Ereignisse: Zu ihrer grenzenlosen Überraschung erfährt Matilda, dass sie und Rashad in vier Wochen heiraten werden. Fünf Jahre hat sie auf ihn gewartet - geht endlich ihr Traum in Erfüllung?
LIEBESZAUBER DER SÜDSEE von DONALD, ROBYN
Rettungslos verfällt Fleur dem exotischen Zauber der Südseeinsel Fala'isi. Und dann lädt sie auch noch der Millionär Luke Chapman ein, in seiner weißen Villa am Strand zu wohnen. Wie schön wäre es, wenn Luke sie bitten würde, für immer mit ihm in diesem Paradies zu bleiben ...
SAG MIR: IST ES LIEBE? von MONROE, LUCY
Genau so hat die reiche Erbin Ellie sich ihren Traummann vorgestellt: Charismatisch, elegant und unglaublich anziehend. Und als Sandor Christofides ihr einen Heiratsantrag macht, müsste sie eigentlich glücklich sein. Doch Ellie spürt: Sandor will sie nicht aus Liebe heiraten ...



Die Neuseeländerin Robyn Donald ist überzeugt, dass Schreiben und Gärtnern viel gemeinsam haben: Beide Tätigkeiten sind mit Fantasie, Gefühlen, Visionen, viel Arbeit und Rückenschmerzen verbunden - und machen, wenn sie erfolgreich abgeschlossen sind, sehr glücklich. Schon als Kind erzählte Robyn ihren vier jüngeren Schwestern und ihrem Bruder sehr gern haarsträubende Abenteuer aus den Kinderromanen, die sie gerade aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Der Drang zu schreiben war so stark, dass sie, nachdem sie Jahre später ihre ersten drei Romances veröffentlicht hatte, ihren Job als Lehrerin kündigte und hauptberuflich Autorin wurde. Mittlerweile hat sie über 55 Romane verfasst, die weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden haben. Eines ihrer Erfolgsrezepte ist sicher das sorgfältige Recherchieren, bevor sie sich schließlich ans Schreiben macht. Trotzdem findet sie immer noch Zeit für ihre beiden erwachsenen Kinder und deren Partner, ihre Enkeltochter, ihre Mutter und ihren Ehemann, der sie über viele Jahre außerordentlich loyal unterstützt hat. Und natürlich kümmert sie sich auch gern um den Familienhund, einen etwas aus der Art geschlagenen Labrador.

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1. KAPITEL

„Ob ich eine Frau kennengelernt habe, die ich gern heiraten würde?“

Bei der Frage seines Vaters hätte Prinz Rashad beinahe laut aufgelacht, doch Erziehung und Respekt verboten ihm eine derart ungehörige Reaktion. „Ich fürchte, da muss ich dich enttäuschen“, erwiderte er daher nur.

König Hazar versuchte, sich seine Besorgnis nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Abgesehen von seiner Abneigung gegen die Ehe verkörperte Rashad alles, was man von dem zukünftigen Monarchen von Bakhar erwarten durfte. Seine besonderen Qualitäten zeigten sich während der dunklen Jahre, in denen das kleine Land unter der despotischen Herrschaft von Hazars Onkel Sadiq gelitten hatte.

Obwohl er viele Grausamkeiten erdulden musste, war Rashad als Held aus dem Krieg hervorgegangen, der die legitime Thronfolge wiederhergestellt hatte. Seitdem verehrten die Bakhari ihn wie einen Gott. Nichts, was Rashad sagte oder tat, konnte in ihren Augen falsch sein. Selbst die Tatsache, dass der Kronprinz im Ausland als notorischer Frauenheld galt, wurde stillschweigend akzeptiert, da man allgemein der Ansicht war, dass Rashad sich das Recht verdient hatte, seine Freiheit zu genießen.

„Für jeden Mann kommt einmal die Zeit, eine Familie zu gründen“, hielt der König seinem Sohn vor Augen. „Und dann sollte er sein weltliches Streben aufgeben und sich auf seine Verantwortung besinnen.“

Rashads markante Züge nahmen einen grimmigen Ausdruck an. Zum Thema Verantwortung brauchte er wirklich keine Belehrungen. Im Alter von vier Jahren hatte man ihn brutal von seinen Eltern getrennt und jeden weiteren Kontakt zu ihnen unterbunden. Als er seine Familie schließlich wiedersah, war er bereits ein erwachsener Mann. Ein Überlebender, ein kampferprobter Soldat, der darauf trainiert worden war, Pflichtgefühl und Disziplin über alle anderen Tugenden zu stellen. Allerdings war er nicht bereit, sich aus Gründen der Staatsräson eine Ehe aufzwingen zu lassen.

„Ich habe nicht vor zu heiraten“, stellte Rashad kategorisch klar. „Weder jetzt noch in Zukunft.“

Angesichts der unnachgiebigen Reaktion seines Sohns befürchtete König Hazar, nicht diplomatisch genug vorgegangen zu sein. „Ich bin sicher, dass eine passende Ehefrau sehr viel zu deinem persönlichen Glück beitragen würde“, fügte er auf seine ruhige, sanfte Art hinzu.

Doch anstatt ihn milder zu stimmen, entfachte diese allzu simple Behauptung Rashads Unmut nur noch mehr. Nur ein einziges Mal in seinem Leben hatte eine Frau ihn wirklich glücklich gemacht … bis er herausfand, dass er an eine skrupellose Goldgräberin geraten war. Diese Lektion hatte er nie vergessen. Seitdem war sein Bett der einzige Platz, den Rashad einer Frau in seinem Leben zugestand. Er war ein leidenschaftlicher Mann und wusste guten Sex zu schätzen, doch wie beim Essen legte er dabei Wert auf Abwechslung. Den Glauben an die Liebe hatte er verloren, warum sollte er sich also an eine Frau binden, die ihm tagtäglich die gleiche Kost servierte?

„Ich fürchte, unsere Ansichten zu diesem Thema gehen zu stark auseinander“, erklärte er in endgültigem Tonfall. „Ich habe nicht die Absicht zu heiraten, und nichts, was du sagen könntest, würde meine Meinung ändern.“

König Hazar unterdrückte einen Seufzer. Er kannte seinen Sohn und wusste, dass dieser einen einmal gefassten Entschluss nicht wieder zu ändern pflegte. Allerdings wusste er auch, dass er an Rashads Bindungsscheu nicht ganz unbeteiligt war …

„Vielleicht machst du dir Sorgen, dass deine zukünftige Frau einem bestimmten Bild entsprechen muss“, machte er einen letzten Versuch. „Aber ich bin sicher, dass dein Volk dich genug liebt, um selbst eine Ausländerin zu akzeptieren.“

Rashad presste die wohlgeformten Lippen zusammen. Zweifellos spielte sein Vater auf seine katastrophale Beziehung zu jener Engländerin vor fünf Jahren an. Wusste er denn nicht, wie sehr er damit seinen Stolz verletzte? Damals hatten sie in stillschweigender Übereinkunft den Mantel des Schweigens über diese fatale Episode gebreitet und nie wieder darüber gesprochen.

„Wir leben mittlerweile im einundzwanzigsten Jahrhundert, Vater“, stellte er kühl fest. „Dennoch erwartest du von mir, dass ich mich verhalte wie du und deine Vorväter, indem ich irgendeine gebärfähige junge Frau heirate, nur um einen Erben zu produzieren. Meine Schwestern haben beide gesunde Söhne. Warum sollte nicht einer von ihnen mein Nachfolger werden?“

„Weil väterlicherseits kein königliches Blut in ihren Adern fließt“, hielt Hazar ihm entgegen. „Du wirst eines Tages dieses Land regieren, Rashad. Willst du dein Volk wirklich so enttäuschen?“

Die bekümmerte Miene des alten Mannes versetzte Rashad einen schmerzlichen Stich. „Ich habe nicht generell etwas gegen die Ehe“, räumte er daher in versöhnlicherem Tonfall ein. „Für dich war es sicher das Richtige, aber für mich ist es das nun mal nicht.“

„Dann versprich mir wenigstens, noch einmal gründlich darüber nachzudenken“, bat der König ihn resigniert. „Wir reden dann später noch einmal darüber.“

Als Rashad kurz darauf das Vorzimmer zu seinem Büro betrat, wurde er von einer schwarzhaarigen Schönheit mit dunklen mandelförmigen Augen begrüßt, die sich, ebenso wie das Personal, bei seinem Eintreten respektvoll verneigte.

„Ich habe eine kleine Überraschung für Sie vorbereitet, Königliche Hoheit.“ Mit einem bescheidenen Lächeln deutete sie auf ein kleines, kunstvoll angerichtetes Büfett und fügte hinzu: „Schließlich wissen wir alle, wie oft Sie vor lauter Arbeit das Essen vergessen.“

Obwohl Rashad in diesem Moment lieber allein gewesen wäre, bedankte er sich höflich und ließ sich von ihr Tee und Gebäck servieren. Offenbar hatte sich König Hazars Hoffnung auf eine baldige Eheschließung seines Sohns bereits in Bakhars Adelskreisen herumgesprochen. Farah war eine entfernte Verwandte, und Rashad war klar, dass diese Inszenierung nur dem Zweck diente, ihm ihre Eignung als Gastgeberin und königliche Braut vorzuführen.

Nach etwa zehn Minuten pflichtschuldiger Konversation entschuldigte er sich und zog sich unter dem Vorwand, ein wichtiges Telefonat führen zu müssen, in sein Büro zurück. Beim Durchsehen der Post, die in einem ordentlichen Stapel auf seinem Schreibtisch lag, entdeckte er die monatliche Ausgabe der Studentenzeitung, die er noch immer regelmäßig aus Oxford erhielt. Flüchtig blätterte er sie durch und wollte sie gerade zu den anderen ungelesenen Exemplaren der letzten Jahre legen, als sein Blick auf ein Foto fiel, das ihm sekundenlang den Atem stocken ließ. Es war bei einer Festveranstaltung der Philosophischen Fakultät aufgenommen worden und zeigte Matilda Crawford am Arm eines distinguiert aussehenden, älteren Herrn im Dinnerjackett.

Tilda!

Mit leicht bebenden Händen legte Rashad das aufgeschlagene Magazin auf seinen Schreibtisch zurück. Obwohl sie das üppige hellblonde Haar zu einem strengen Zopf gebändigt hatte und ein hochgeschlossenes, ziemlich bieder wirkendes Kleid trug, war ihre umwerfende Schönheit nicht zu übersehen. Mit dem zarten, herzförmig geschnittenen Gesicht, dem makellosen Porzellanteint und den strahlend blaugrünen Augen entsprach sie in jeder Hinsicht dem Bild der sprichwörtlichen englischen Rose.

Erneut nahm Rashad die Zeitschrift in die Hand, um den Kommentar unter dem Foto zu lesen. Tilda selbst war namentlich nicht erwähnt, wohl aber ihr Begleiter. Es handelte sich um einen gewissen Evan Jerrold, ein erfolgreicher Geschäftsmann und ehemaliger Oxford-Absolvent, der seine alte Universität regelmäßig mit großzügigen Spenden förderte.

Noch so ein reicher leichtgläubiger Dummkopf, den sie wie eine Weihnachtsgans ausnehmen kann, dachte Rashad verbittert.

Am meisten bestürzte es ihn jedoch, wie sehr ihm Tildas Anblick noch immer unter die Haut ging. Aber war das in Anbetracht seiner Biografie ein Wunder? Nachdem sein Großonkel Sadiq ihn zwanzig Jahre lang praktisch wie einen Gefangenen gehalten hatte, war Rashad wild entschlossen gewesen, endlich die Freiheit zu genießen, die man ihm so lange vorenthalten hatte. Ironischerweise hatte ausgerechnet König Hazar die Idee gehabt, seinen Sohn nach England zu schicken, damit dieser dort seine Studien beendete und etwas von der Welt kennenlernte. Zu diesem Zeitpunkt besaß Rashad kaum Erfahrungen mit Frauen, und so hatte er sich nur wenige Tage nach seiner Ankunft in Oxford Hals über Kopf in die schöne, vor Leben sprühende Tilda Crawford verliebt.

Sie hatte damals als Kellnerin und Tänzerin in einer Nachtbar gearbeitet und Rashad die herzergreifende Geschichte von ihrem tyrannischen Stiefvater aufgetischt, unter dem die ganze Familie seit Jahren zu leiden hatte. Aufgewachsen in der Überzeugung, dass es seine Pflicht sei, denen beizustehen, die schwächer waren als er selbst, war Rashad unverzüglich in die Rolle des edlen Ritters geschlüpft. Drei Monate später hatten Tildas Schönheit und ihre schamlosen Lügen ihn derart in seinen Bann geschlagen, dass er kurz davor gewesen war, ihr einen Heiratsantrag zu machen.

Bei der Erinnerung an die schlimmste Demütigung seines Lebens straffte Rashad die Schultern und hob stolz den Kopf. Es wurde Zeit, endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zu ziehen und die hässliche Episode ein für alle Mal aus seinem Gedächtnis zu streichen. Andererseits … Hatte sein würdevolles Schweigen damals nicht dazu beigetragen, dass nun ein weiterer vermögender Mann über den Tisch gezogen wurde? War es nicht vielmehr seine Pflicht, Tildas neuen Bewunderer vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren?

Ein weiteres...



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