Doocy | Zauberei und etwas Magie | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: Die Wildersong-Trilogie

Doocy Zauberei und etwas Magie

Zwei Rivalen, ein Zauberfluch – und ein Funke, der nicht nur magisch ist | Cozy Fantasy mit LGBTQ+-Romance und Enemies-to-Lovers-Charme (Die Wildersong-Trilogie, Band 1)
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-910522-96-1
Verlag: foliant Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Zwei Rivalen, ein Zauberfluch – und ein Funke, der nicht nur magisch ist | Cozy Fantasy mit LGBTQ+-Romance und Enemies-to-Lovers-Charme (Die Wildersong-Trilogie, Band 1)

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: Die Wildersong-Trilogie

ISBN: 978-3-910522-96-1
Verlag: foliant Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Zauberei und etwas Magie

Leovander Loveage hat sich auf die kleinen Magien spezialisiert: eine Melodie, die Schmetterlinge herbeiruft, ein Fingerschnippen, das Haare pink färbt – harmlose, charmante Zauber, die ihm zwar wenig Respekt einbringen, dafür aber kaum schiefgehen. Denn eines hat Leo über die Jahre gelernt: Große Magie führt nur zu großem Chaos.

Doch genau so ein Chaos passiert ihm nun – und das ausgerechnet mit seinem grummeligen Rivalen Sebastian Grimm. Durch ein missglücktes Zauberexperiment ist Leo nun gezwungen, Grimms Befehlen zu gehorchen. Ein Albtraum für beide, denn sie können sich kaum in einem Raum ertragen, geschweige denn zusammenarbeiten. Doch eine Lösung muss her, sonst ist ihre magische Karriere ruiniert.

Ihre Suche nach einem Gegenzauber führt sie in den , wo nicht nur uralte Magie, sondern auch allerlei seltsame und gefährliche Gestalten lauern. Doch zwischen all den Flüchen und Wundern, zwischen magischen Pannen und hitzigen Wortgefechten, beginnt etwas zu passieren, das keiner von ihnen erwartet hat …

Ein warmherziger, augenzwinkernder Fantasy-Roman über Zauberei, Schicksal – und das unerwartete Knistern zwischen zwei Rivalen.

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Zielgruppe


Fans von Cosy Fantasy, romantischer Fantasy und magischen Abenteuern werden Zauberei und etwas Magie lieben. Der Roman richtet sich an Leser*innen, die charmante, humorvolle Geschichten mit einer Prise Romantik und liebenswerten Charakteren suchen. Besonders geeignet für Fans von Travis Baldrees Legenden & Lattes oder TJ Klunes Mr. Parnassus’ Heim für magisch Begabte.

Mit seiner leichten, märchenhaften Atmosphäre und einer queeren Rival-to-Lovers-Geschichte spricht das Buch vor allem junge Erwachsene und erwachsene Fantasy-Fans an. Die unterhaltsame Mischung aus magischen Pannen, hitzigen Wortgefechten und unerwarteten Gefühlen macht es perfekt für alle, die herzerwärmende Geschichten voller Zauberei und skurriler Abenteuer genießen.

Perfekt für Leser*innen, die in eine Welt voller kleiner Magien eintauchen und sich von einem humorvollen, charmanten Fantasy-Roman verzaubern lassen möchten.

Weitere Infos & Material


Es war nicht meine Absicht, gleich nach meiner Rückkehr an den Quell für Ärger zu sorgen, auch wenn das alle behaupten mögen. Dennoch endete die Nacht damit, dass ich betrunken war, eine blutige Nase hatte und Sebastian Grimm sauer auf mich war.

Wobei ich anmerken möchte, dass nur einer dieser Punkte groß verwunderte.

Um diese Geschehnisse besser einzuordnen, sollte ich wohl erst einmal die Umstände meiner Rückkehr an den Quell schildern. Allem voran, dass ich großes Glück hatte, überhaupt noch dort zu sein. Mein vorheriges Studienjahr war mit einem unglücklichen Zwischenfall zu Ende gegangen, bei dem sich eine meiner Lehrerinnen aufgrund eines Zaubers für eine volle Stunde für eine Ente hielt. Auch meine Beteuerungen, der Zauber solle genau so wirken, konnten niemanden davon überzeugen, dass das die Situation irgendwie verbesserte. Ich durfte zwar zurückkommen, jedoch erst nach jeder Menge Händeringen und Beteuerungen zukünftigen guten Benehmens (meinerseits) sowie einigen strengen Vorträgen und der Androhung des sofortigen Ausschlusses, wenn ich bestimmte Standards nicht erfüllte (seitens des akademischen Gremiums des Quells).

Kurzum: Ich bewegte mich bereits auf dünnem Eis, bevor ich überhaupt einen Fuß auf das Gelände des Quells gesetzt hatte.

Die Sonne ging bereits unter, als ich das Stadttor passierte, und ich trödelte noch mehr, indem ich mir meinen Geigenkasten schnappte, aus der Kutsche sprang und den Kutscher bat, den Rest meiner Habseligkeiten schon mal abzuliefern. (»Bitte an Agnes Quest übergeben. Sie wird wissen, wo die Sachen hingehören.«)

Der Quell befand sich im Südviertel der Stadt Luxe und hatte Türme aus hellem Stein, die sich hoch über die umliegenden Gebäude erhoben, sowie papiergeschwängerte Tiefen, die bis weit unter die Straßen der Stadt reichten. Innerhalb dieser Mauern existierte eine eigene Welt, die sich ausschließlich um Magie und Disziplin drehte. Da ich nicht in der Stimmung war, mich dem auch nur einen Moment früher als nötig auszusetzen, wich ich vom Kurs ab und machte mich auf den Weg in die belebten Straßen des Nordviertels, wo ich mich sodann mit Musik, Kartenspielen und guter Gesellschaft ablenkte.

Die Nachtluft war mild, als ich Stunden später auf die Straße wankte. Der letzte Rest des Sommers klang noch nach. Ich beschloss, den langen Rückweg zu nehmen, um sowohl die Brise als auch die letzten Momente der Freiheit zu genießen. Trotzdem hätte ich die Tore des Quells ganz sicher vor dem mitternächtlichen Glockenschlag erreicht, wären da nicht zwei Faktoren gewesen.

Erstens: Ich war leicht beschwipst. Nur leicht, aber das reichte aus, um mich vom Mond ablenken zu lassen, der zwischen den Gebäudetürmen über mir hervorlugte, sodass ich falsch abbog.

Zweitens: Mir folgten zwei der Personen, mit denen ich an diesem Abend Karten gespielt hatte.

Möglicherweise waren sie verärgert, weil ich sie um derart viele Münzen erleichtert hatte, oder ihnen hatte das feierliche Siegerlied, das ich auf der Bar sitzend gespielt hatte, nicht sonderlich zugesagt. Wer konnte das schon sagen? Normalerweise war ich recht gut darin, schlechte Verlierer zu erkennen, aber ich war bereits betrunken ins Spiel eingestiegen, was meine Meinung über andere oftmals positiv beeinflusste.

Ich war gerade geistesgegenwärtig genug, um ein paar schnelle Schwenks zu machen und dann ein Fallrohr hinaufzuklettern, bevor meine Verfolger mich erreichen konnten. Als Zauberwirkender hätte ich einen direkteren Ansatz wählen können, allerdings gibt es zwei Arten von uns: jene, die Zauber wirken, und jene, die sie schreiben. Ich gehörte zur zweiten Gruppe – und war nicht einmal besonders gut in meinem Metier.

Ich hielt den Atem an, als meine beiden einstigen Mitspieler um die Ecke kamen und sich hektisch umschauten.

»Wir haben ihn verloren«, stellte der Mann mit der tiefen Stimme fest.

»Mag sein, aber wir wissen, wo er hingeht«, erwiderte die Frau. Sie trug hohe rote Stiefel, für die ich ihr ein Kompliment gemacht hatte, als wir vor einer Stunde noch Freunde gewesen waren. »Morgen geht das neue Semester im Quell los, und nur ein Zauberer würde sich in einem dieser scheußlichen Mäntel in der Stadt sehen lassen.«

Ihre Worte verärgerten mich. Mein Mantel war mittellang, schwarz und hatte viele Taschen, sowohl an der Außenseite als auch entlang des Innenfutters. Ein Zaubermantel ist etwas Wunderbares, denn seine verzauberten Taschen können viel mehr aufnehmen, als der Platz eigentlich hergibt, zudem ist Magie in den Stoff eingewoben, um den Träger im Sommer zu kühlen und im Winter zu wärmen. Meiner Meinung nach gab er außerdem ein unbestreitbar elegantes Kleidungsstück ab, in dem ich ziemlich schneidig aussah.

Die potenziellen Räuber, die nichts von meiner Empörung wussten, gingen weiter in Richtung Quell. Sobald ihre Schritte verklungen waren, kletterte ich von der Dachrinne auf das eigentliche Dach. Dies war nicht das erste Mal, dass ich mich unauffällig davonmachte, indem ich über die Dächer von Luxe floh, denn das war eine schnellere (wenn auch gefährlichere) Route.

Mein Weg verlief größtenteils ohne Zwischenfälle, obwohl ich einige Minuten damit zubrachte, meinen Stiefel von einer Wäscheleine voller Kleidungsstücke zu befreien. Als ich endlich das große Eingangstor des Quells erblickte, waren meine Verfolger noch immer nicht in Sicht.

Mit mehr Eile als Anmut hangelte ich mich ein Fallrohr hinunter, wobei ich meinen Geigenkasten unbeholfen umklammerte, und huschte dann pfeilschnell über die Straße. Erst als ich vor dem Tor zum Stehen kam, bemerkte ich, was mir bereits auf den ersten Blick hätte auffallen müssen – das Tor war geschlossen.

Dies war eine relativ neue Entwicklung. Bis vor Kurzem waren die Türen des Quells rund um die Uhr geöffnet gewesen, aber im Jahr zuvor hatte ein abtrünniger Trupp von Zirkelmitgliedern eines der verschlossenen Gewölbe der Bibliothek aufgebrochen und eine nicht näher genannte Anzahl äußerst seltener Zauber gestohlen. Selbstverständlich waren die Sicherheitsmaßnahmen nach dem Einbruch verschärft worden, und dazu gehörte auch, dass die Tore um Mitternacht geschlossen wurden, was mir jetzt mit Verspätung wieder einfiel.

Leise fluchend schaute ich über die Schulter.

»Du hast die Mitternachtsglocke um mindestens zwanzig Minuten verpasst.«

Die Stimme war ausdruckslos und nur an ihrem tiefen Tenor und der unmissverständlichen Missbilligung, die in jedem Wort mitschwang, erkennbar. Ich zuckte erschrocken zusammen und blickte mich um, als eine Gestalt aus der Dunkelheit des Torbogens hervortrat.

»Oh. Hallo, Grimm«, sagte ich mit wenig Begeisterung.

Sebastian Grimm wurde seinem Namen in jeder Hinsicht gerecht, denn er glich einer Gewitterwolke in Menschengestalt. Sein Haar war erschreckend blassgrau und hatte auch schon so ausgesehen, als wir uns mit siebzehn zum ersten Mal begegnet waren. Zwischen seinen dunklen Augenbrauen zeichnete sich eine ständige missbilligende Falte ab, und er hatte die Angewohnheit, den Mund zu einem schmalen Strich zu verziehen, was ihm eine säuerliche Miene verlieh. Zumindest war das der Ausdruck, den er an den Tag legte, wenn er mich erblickte.

Grimms normalerweise makelloser Zaubermantel war mit einer dünnen Staubschicht bedeckt und die um seine Taille geschlungene indigoblaue Wirkendenschärpe zerknittert. Über seiner Schulter hing eine derart vollgestopfte Tasche, dass die Nähte kurz vor dem Platzen standen. Sie sah schwer aus. Grimm wirkte müde.

Wenn er müde war, ließ er sich immer am besten ärgern, und ich hatte derartigen Verlockungen noch nie widerstehen können.

Kopfschüttelnd schnalzte ich mit der Zunge. »Sebastian Grimm treibt sich in der Nacht vor Beginn unseres letzten Semesters draußen herum. Was ist nur aus der Welt geworden?«

Grimm zog leicht die Mundwinkel nach unten. »Meine Rückkehr dauerte länger als geplant, weil ein Bach plötzlich einen neuen Lauf direkt über eine der Hauptstraßen nahm. Der Zirkel hat fast zwei Stunden gebraucht, um ihn wieder zurückzudrängen.« Er musterte mich eingehend, wobei er meine zerknitterte Kleidung und mein gerötetes Gesicht bemerkte. »Wie lautet deine Ausrede?«

»Ich habe die Zeit vergessen«, antwortete ich und fügte obendrein noch ein Augenzwinkern hinzu. »Warum wartest du hier?«

Grimm sah mich von oben herab an, als wäre ich ein besonders dummes Insekt, auf das er zu treten gedachte. »Als ich angeklopft habe, hat mir niemand aufgemacht.«

Ich lachte auf. »Soll das etwa heißen, dass du dir in den fast fünf Jahren, in denen du den Quell inzwischen besuchst, nie die Mühe gemacht hast, einen anderen Eingang als das Haupttor zu finden?«

Bezeichnenderweise schwieg Grimm. Bei allem, was ich über seine Gewohnheiten wusste, war das nicht weiter überraschend. Sebastian Grimm feierte nicht mit Freunden in den Straßen von Luxe. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er sich jemals in einer Situation befunden hatte, die es erforderte, sich zu später Stunde wieder in den Quell zu schleichen.

Es war verlockend, sehr verlockend sogar, mich einfach umzudrehen, ohne ein weiteres Wort zu sagen, und ihn dort stehen zu lassen. Dasselbe hätte Grimm zweifellos auch mit mir gemacht, wenn unsere Rollen vertauscht gewesen wären. Aber ich stellte mir unwillkürlich vor, was passieren würde, wenn meine Verfolger hier einträfen und Grimm an meiner statt vor dem Tor vorfänden. Ich war nicht um seine Sicherheit besorgt, beileibe nicht, doch es hätte mir gerade noch gefehlt, dass Grimm von meinem Kartenspiel erfuhr – denn ich ging felsenfest davon aus, dass er den Zauberrat des Quells nur zu gern über meine...



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