D'Orazio | Ti amo heißt Ich liebe dich | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 22, 110 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

D'Orazio Ti amo heißt Ich liebe dich

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 22
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-95520-777-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Romantic-Kiss-Roman - Band 22

E-Book, Deutsch, Band 22, 110 Seiten

Reihe: Romantic-Kiss

ISBN: 978-3-95520-777-9
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Der Duft von Pizza, Pasta und der großen Liebe: Brigitte D'Orazios Romantic-Kiss-Roman 'Ti amo heißt Ich liebe dich' jetzt als eBook bei dotbooks. Das italienische Restaurant 'Trullo' ist bekannt für seine hervorragende Küche und die schönste Kellnerin der Stadt. Isabella hat mehr mediterranes Temperament, als gut für sie ist - wieder und wieder verliebt sie sich hemmungslos, nur um dann schnell festzustellen, dass die Traumprinzen allesamt Frösche sind. Dabei wünscht sich die junge Frau nichts so sehr wie einen Mann, der ihre Gefühle wirklich wert ist. Hauptsache, er hat Feuer im Blut und ist nicht so ein langweiliger Deutscher wie der Stammgast, den sie heimlich 'Stockfisch' nennt. Doch manchmal täuscht der erste Eindruck ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: der Romantic-Kiss-Roman 'Ti amo heißt Ich liebe dich' von Brigitte D'Orazio. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Brigitte D'Orazio ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Brigitte Kanitz, unter dem sie ihre romantischen Unterhaltungsromane veröffentlicht. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften in Hamburg und in der Lüneburger Heide. Heute lebt sie gemeinsam mit ihren Zwillingstöchtern an der Adria. Brigitte D'Orazio veröffentlichte bei dotbooks die Romane »Die Sterne über Florenz«, »Villa Monteverde« und »Verliebt auf dem Land« sowie die Kurzromane »Das Haus in Portofino«, »Geliebte Träumerin«, »Der Fünf-Sterne-Kuss«, »Sing mir das Lied von der Liebe« - diese vier Titel auch erhältlich im Sammelband »Zum Verlieben schön« -, »Fundstücke des Glücks«, »Kapitäne küsst man nicht« und »Ti amo heißt Ich liebe dich« - diese drei Titel auch erhältlich im Sammelband »Sommer Love - Für immer wir«.
D'Orazio Ti amo heißt Ich liebe dich jetzt bestellen!

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Kapitel 1


»Isabella!« Die Stimme ihres Vaters donnerte von der Küche bis in den Gastraum. »Komm sofort her! Die Pasta wird kalt!« Isabella zuckte gleich zweimal zusammen. Zum einen wegen der Lautstärke, zum anderen, weil er sie bei ihrem vollen Namen rief. Normalerweise nannte Sandro Martini seine Tochter zärtlich Bella, und sie musste schon mehrere Sünden gleichzeitig begehen, damit er so böse wurde. Aber im Moment war sie sich keiner besonderen Schuld bewusst. Sie war doch nur einen Moment stehen geblieben, um diesen wunderbaren Mann an Tisch zwei zu bestaunen. Kein Grund für Sandro, gleich so auszurasten. Aber in letzter Zeit passierte das oft. Wegen Kleinigkeiten, über die er früher gelacht hatte, verlor er jetzt die Fassung. Isabella fragte sich, was dahintersteckte.

Ihr Vater wurde von großen Sorgen gequält, aber er vertraute sich ihr nicht an. Eher wird Apulien noch einmal von den Griechen besiedelt, dachte sie bitter, als dass der alte Dickkopf mich wie einen erwachsenen Menschen behandelt. Für ihn bin ich immer noch das kleine Mädchen, auf das er aufpassen muss, damit es keinen Unsinn anstellt.

Seufzend fuhr sie sich durch ihre kupferfarbene Mähne und warf einen letzten Blick in Richtung Tisch zwei. Dio mio!, was für ein Mann! Groß und dunkel, definitiv bildschön und elegant gekleidet. Armani, natürlich, was sonst. In ihre dunklen Augen trat ein Leuchten. Ich bin verliebt, dachte sie glücklich. Was an sich nichts Ungewöhnliches war. Isabella Martini besaß, abgesehen von ihrer Haarfarbe, nicht nur die typische mediterrane Schönheit, sondern auch das entsprechende Temperament. In der Zeit, in der andere Leute ein Glas herben apulischen Landwein austranken, konnte sie ihr Herz verlieren.

Glücklicherweise gelang es ihr auch ebenso leicht, sich wieder zu ent-lieben, sonst wäre ihr Leben eine einzige Katastrophe gewesen. Mit fünfundzwanzig, so dachte sie manchmal, sollte ich vielleicht ein bisschen ruhiger werden. Aber das war leichter gedacht als getan. Besonders wenn so ein Mann wie dieser Gast von Tisch zwei das Ristorante »Trullo« besuchte und ihre Knie weich werden ließ.

»I-s-a-b-e-l-l-a!!«

Noch ein Seufzer, noch ein sehnsüchtiger Blick auf den Armanimann, und sie eilte in Richtung Küche.

An der Durchreiche stand ihr Vater und funkelte sie zornig an. »Die Orecchiette für den Herrn Studienrat stehen hier schon seit einer Ewigkeit rum«, knurrte er. Was eine maßlose Übertreibung war, fand Isabella. Auf den öhrchenförmigen Nudeln aus Vollkornmehl dampfte noch das kräftig gewürzte Lammragout, und der Teller war so heiß, dass sie ihn kaum anfassen konnte.

»Reg dich ab, Papa, ich geh ja schon. Und dein hochgeschätzter Herr Stoccafisso kann ruhig mal ein paar Minuten warten.« Sie sah, wie Sandro knallrot wurde, und zog zur Sicherheit den Kopf ein.

»Untersteh dich, unseren treuesten Stammgast noch einmal Stockfisch zu nennen!«, brüllte er so laut, dass ein paar Gäste in der Nähe den Kopf hoben. Daraufhin wurde er noch röter, was eine echte Leistung war, und verschwand schnell wieder in der Küche.

Isabella grinste. Sie liebte es, den Gästen Spitznamen zu geben, und sie fand, bei dem Studienrat hatte sie gut gewählt. Dr. Hagen Friedrichs wirkte auf sie steif und trocken – eben wie ein gedörrter Kabeljau. Sie schnappte sich eine Stoffserviette, nahm damit den Teller hoch und bewegte sich hüftenschwingend durchs Lokal bis zu dem kleinen Ecktisch am Fenster, wo Papas liebster Stammgast auf seine Pasta wartete. Aus den Augenwinkeln bemerkte sie zufrieden, wie der Armanimann jeder ihrer Bewegungen folgte.

»Bitte«, sagte sie und knallte den Teller auf den Tisch. Hagen Friedrichs verzog keine Miene. »Dazu hätte ich gern einen halben Roten.«

»Was?« Sie hatte den Kopf abgewandt, in Richtung Tisch zwei.

»Würden Sie mir bitte einen halben Liter Rotwein bringen, schöne Isabella?«

Jetzt hatte Hagen ihre volle Aufmerksamkeit. Schöne Isabella? Was war denn in den gefahren? Angestrengt starrte sie auf sein abgewetztes dunkelbraunes Cordsakko, Marke Kaufhaus Sonderangebot. Dann wanderte ihr Blick nach oben und blieb an der entsetzlichen Hornbrille hängen. Tja, die Augen dahinter, grün-grau-blau vielleicht, waren gar nicht so übel. Und die Haare, dunkelbraun, hätten mit einem anständigen Schnitt auch nicht schlecht ausgesehen. Überhaupt, wenn man sich mal diese scheußliche Brille wegdachte, besaß der Stoccafisso sogar ein richtig gutes Gesicht.

»Geht’s Ihnen nicht gut?«, fragte sie, in Gedanken wieder bei der schönen Isabella.

»Doch, prächtig. Ich habe nur Durst.«

Eine hochgezogene Augenbraue ragte über den Rand der Brille, und Isabella ärgerte sich schon wieder, weil Hagen sie jetzt seinerseits gründlich musterte. Auf einmal fühlte sie sich gar nicht mehr wohl in ihrer Haut, und sie wünschte sich wie schon oft, eine von diesen coolen modernen jungen Frauen zu sein, die sie so sehr bewunderte. Stets perfekt geschminkt und gekleidet, mit schlanker Taille und ausgeglichenem Gemüt. Aber für eine Modelfigur liebte sie das Essen viel zu sehr, ihr Temperament war bekanntlich alles andere als cool, und ihr Modegeschmack war eher eigenwillig. Hatte der Kerl vielleicht etwas an ihrem Outfit auszusetzen? Nur weil sie zu dem etwas zu engen Minirock ein Männerhemd trug? Pah! »Es ist mir so was von egal, was Sie von mir denken!«, klärte sie ihn auf.

»Wie bitte?«

»Mit Ihrem spießigen Sakko sind Sie auch nicht gerade der Hit.«

»Verstehe.« Hagen wirkte jetzt sichtlich verwirrt.

Isabella wollte plötzlich nur noch weg von ihm. »Rotwein kommt sofort«, sagte sie und eilte zur Theke. 

Hagen sah ihr nach, wie sie sich aufreizend langsam durchs Lokal schlängelte und dabei ihre merkwürdigen Haare über die Schultern warf. Wie unhygienisch, dachte er und schaute schnell auf seinen Teller, ob er dort nicht ein paar Strähnen fand. Dann musste er über sich selbst lachen. Hatte er dieses Mädchen eben wirklich Schöne Isabella genannt? Nicht zu fassen! Er, Dr. Hagen Friedrichs, Studienrat und seit kurzem Vizerektor der Geschwister-Scholl-Realschule, machte doch einer kleinen Italienerin keine Komplimente. Wo käme er da denn hin! Aber es hatte ihn einfach geärgert, wie sie diesen neuen Gast mit den Augen verschlungen hatte. Wenn ihr Vater sie nicht gerufen hätte, würde er jetzt vor einem kalten Teller Pasta sitzen. Hagen war es nicht gewohnt, dass man ihn im »Trullo« übersah. Na ja, und da wollte er das Mädchen mal provozieren. Prompt hatte sie ihn angestarrt wie eine Erscheinung, und für einen Moment war er versucht gewesen, seine Verkleidung abzulegen. Die Haare mit den Fingern nach hinten streichen, das Sakko ausziehen, die Brille, die sowieso nur aus Fensterglas war, weglegen. Dann hätte die schöne Isabella nämlich mal gesehen, dass er in Wahrheit ein verdammt gutaussehender Mann von Mitte dreißig war.

Doch er hatte der Versuchung widerstanden. War auch viel zu riskant. Die Schule lag gleich um die Ecke des Ristorante, und jeden Moment hätte ein Kollege, oder noch schlimmer, eine Kollegin hereinkommen können. An seiner früheren Schule hatte Hagen jahrelang Probleme mit seinem guten Aussehen gehabt. Die Männer im Kollegium zeigten mehr oder weniger offen ihren Neid, die Frauen machten ihm schöne Augen, einige Schülerinnen ebenfalls, und die Jungs nahmen ihn nicht ernst. Irgendwann wurde die Situation für ihn unerträglich. Er bat um seine Versetzung, und diesmal sorgte er vor. Mit Erfolg. Den Respekt, den er sich erworben hatte, würde er für nichts in der Welt aufs Spiel setzen.

Hagen atmete tief durch und sah sich um. Isabella hatte die Theke erreicht, im »Trullo« herrschte jetzt um die Mittagszeit Hochbetrieb. Rot-weiß karierte Tischdecken und darauf Tropfkerzen in alten Korbflaschen verbreiteten trotzdem eine anheimelnde Atmosphäre. An den Wänden hingen Poster von den berühmten runden apulischen Zipfelmützenhäusern, den Trulli, die dem Ristorante ihren Namen gegeben hatten. Es roch nach scharfem Käse und in Olivenöl gebratenem Brot. Von der Decke hingen getrocknete Rosmarinsträuße, Knoblauchkränze und an langen Fäden aufgereihte Peperoncino-Schoten herab. Aus unsichtbaren Lautsprechern klangen die Stimmen von Al Bano und Romina Power und beschworen ihre ganz eigene Felicità, ungeachtet der Tatsache, dass das Paar im wahren Leben schon seit vielen Jahren getrennt war. Hagen kam es so vor, als sei die Zeit für Sandro Martini stehengeblieben, seit er vor dreißig Jahren nach Deutschland gekommen war. Apulien blieb sein Heimatland, der Ort seiner Sehnsucht, obwohl er höchstens einmal im Jahr zu Besuch hinfuhr. Und Isabella, in Deutschland geboren und aufgewachsen, hätte genauso gut in jede süditalienische Trattoria gepasst – mal abgesehen von den unsäglichen Haaren.

Hagen fuhr sich über die Stirn. Schluss jetzt! Er war zum Essen hier, weiter nichts. Endlich nahm er eine Gabel voll Orecchiette auf und merkte gar nicht, dass seine Pasta nun endgültig kalt geworden war.

***

Für zwei Minuten hatte Isabella nicht mehr an den Armanimann gedacht. Genauso lange, bis Kristina zu ihr sagte. »Der Herr von Tisch zwei wartet auf seinen Prosecco.«

»Oh, ich gehe schon.« Vergessen war der Stockfisch, das Leuchten kehrte in ihre Augen zurück. »Bring du doch bitte den Rotwein zum Studienrat.«

Kristina maß sie mit einem wissenden Blick. Sie war doppelt so alt wie Isabella und sah sich gern als ihre mütterliche Freundin. Als junge Studentin war Kristina Lundgren vor dreißig Jahren aus Schweden nach Deutschland...


D'Orazio, Brigitte
Brigitte D’Orazio ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Brigitte Kanitz, unter dem sie ihre romantischen Unterhaltungsromane veröffentlicht. Sie arbeitete viele Jahre als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften in Hamburg und in der Lüneburger Heide. Heute lebt sie gemeinsam mit ihren Zwillingstöchtern an der Adria.

Brigitte D’Orazio veröffentlichte bei dotbooks die Romantic-Kiss-Romane „Das Haus in Portofino“, „Der Fünf-Sterne-Kuss“, „Fundstücke des Glücks“, „Geliebte Träumerin“, „Kapitäne küsst man nicht“, „Sing mir das Lied von der Liebe“ und „Ti amo heißt Ich liebe dich“ sowie die Romane „Die Sterne über Florenz“, „Villa Monteverde“ und „Tierärztin mit Herz sucht Glück auf dem Land“.



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