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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, Band 15, 448 Seiten
Reihe: Julia Kiss
Drake / Atkins / Mckinlay Julia Kiss Band 15
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1546-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 15, 448 Seiten
Reihe: Julia Kiss
ISBN: 978-3-7337-1546-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
DARLING, LASS UNS LIEBE MACHEN von DIANNE DRAKE
Okay, abgemacht: Liz hilft Charlie beim Schreiben eines Liebesromans. Ein Deal mit ungeahnten Folgen. Denn alle Theorie ist grau! Richtig gut kann Charlies Buch nur werden, wenn er alles über romantische Verabredungen, heiße Küsse und sinnliche Nächte hautnah erlebt - mit Liz ...
IM BETT MIT NIKKI von DAWN ATKINS
Das Problem: Nikki braucht dringend jemanden, den sie als ihren Ehemann ausgeben kann. Die Lösung: Der attraktive Hollis betritt ihr Tattoo-Studio. Er findet Nikki so süß und sexy, dass er sie glatt zu ihren Eltern begleitet - nicht ahnend, welche Rolle er spielen soll ...
RAFFINIERT VERFÜHRT von JENNIFER MCKINLAY
Mit jeder Meile, die Jared und Cat gemeinsam von Massachusetts nach Arizona fahren, wird es für ihn schwieriger, sein Versprechen einzuhalten: Finger weg von der Schwester seines Freundes! Dabei ahnt er nicht, dass Cat schon längst geplant hat, ihn auf dieser Reise zu verführen ...
Diane, eine relative neue Erscheinung im Liebesromanbetrieb, ist am meisten für ihre Sachliteratur unter dem Namen JJ Despain bekannt. Sie hat mehr als sieben Sachbücher geschrieben, und ihre Magazin Artikel erschienen in zahlreichen Zeitschriften. Zusätzlich zu ihrer Schreibtätigkeit, unterrichtet Dianne jedes Jahr in dutzenden von Schreibkursen. Dianne`s offizieller Bildungshintergrund besteht aus klassischer Musik und Krankenpflege. Beides mit einem Collegeabschluss. Ihre erste Karrierestation war Bassistin in einem Symphonieorchester. Ihre zweite Station war Krankenpflegerin und Anästhesistin. Eine Verletzung machte sie leider dauerhaft Arbeitsunfähig auf diesem Gebiet. Ihr Hobby und ihre Leidenschaft sind Antiquitäten. Sie sammelt antike europäische Öllampen, altmodische amerikanische Küchenutensilien und Broschen aus aller Welt aus dem Zeitraum 1600 - 1900. Neben ihrer Leidenschaft für Antquitäten hat Dianne ein großes Herz für Tiere. All ihre sechs Tiere hat sie aus einem Tierheim zu sich nach Hause geholt. Dianne ist mit Joel verheiratet, und ihre Tochter Jennifer ist College Studentin. Im Jahr 2000 war Dianne die Empfängerin des Daphne du Maurier Award für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet Mystery & Spannung.
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2. KAPITEL
„Ob ich will?“ Liz lächelte gerade so viel, dass sie nicht übereifrig wirkte, sondern ruhig, zuversichtlich, kontrolliert – das war schließlich ihr Image, daran hatte sie gearbeitet. „Meine Antwort lautet: ja!“ Schon sprudelten Ideen hervor. Sie waren seit Monaten da gewesen, von dem Moment an, als Jackie zum ersten Mal ihren Mutterschaftsurlaub erwähnt hatte. Und obwohl Marc als Nachfolger gehandelt worden war, hatte sie sich für alle Fälle vorbereitet. „Habe ich dann die Chance, bei der nächsten Gelegenheit befördert zu werden?“ Mit dreißig konnte sie eine Beförderung gut brauchen. Für den Anfang war es ja ganz nett, Assistentin zu sein, aber jetzt war es an der Zeit, die Karriereleiter hochzuklettern. Zumal sie Späteinsteiger war.
Charlie zuckte mit den Schultern. „Das hängt von meinem Vater ab. Ich kümmere mich nicht um Personalfragen. Das liegt mir nicht.“ Er grinste sie an. „Aber wenn Sie Ihren Job gut machen, wird er vielleicht auf Sie aufmerksam werden.“
„Auf mich aufmerksam werden? Er kennt ja nicht mal meinen Namen. Wenn er mir im Gang entgegenkommt, hat er diesen Ich-sollte-sie-kennen-Blick, und dann nickt er schnell, damit er nichts sagen muss. Er nickt, Charlie … nicht etwa freundlich, sondern ganz geschäftsmäßig. Es ist nur eine angedeutete Bewegung des Kopfes, und er schaut mir noch nicht einmal direkt in die Augen.“
„Kümmern Sie sich einfach gut um Jackies Projekte, und warten Sie ab.“ Er schlug einen Aktenordner auf. „Hier steht, dass Sporty Feet nächste Woche fällig ist. Sind Sie auf dem Laufenden?“
„Klar.“ Sie schluckte. Sie wusste, welche Tasten sie bei den PowerPoint-Präsentationen drücken musste. Oder wie Barry Gorman, der Vizepräsident von Sporty Feet, seinen Kaffee trank. Wie sie die Stühle im Konferenzraum anordnen musste, damit jeder gut sehen konnte. Doch was die eigentliche Kampagne betraf … sie hatte nur eine ungefähre Vorstellung von Jackies Arbeit. Dafür kannte sie all die Details, um die sich keiner freiwillig kümmerte, in- und auswendig – Fakten, Zahlen, Wettbewerber, Trends. „Ich bin bereit“, erklärte sie, nicht überzeugt, dass ihre Stimme überzeugend klang. „Ich kann es gar nicht erwarten, endlich loszulegen.“
„Dann gratuliere ich Ihnen zu Ihrem ersten eigenen Projekt.“ Charlie nahm seine Lesebrille ab, legte sie zur Seite und starrte sie nachdenklich an. „Das ist eine harte Branche, Liz. Sie bekommen Ihre Chance, vielleicht die einzige. Wer weiß.“
„Meine Chance“, murmelte Liz. Jahrelang hatte sie ihrem karriereorientierten Ehemann als Vorzeigefrau zur Seite gestanden. Als sie schließlich endlich etwas für sich selbst tun wollte, war er damit nicht zurechtgekommen. Und deswegen hatte sie sich nach fast fünfjähriger Ehe von ihm verabschiedet. Das war der Grund, aus dem sie erst so spät ins Berufsleben eingetreten war, und es fühlte sich verflixt gut an, endlich richtig zu leben. „Ich bin bereit.“ Dieses Mal klang ihre Stimme schon sicherer. „Ich werde Sie nicht enttäuschen, Charlie“, sagte sie feierlich. „Weder Sie noch Whitaker and Associates.“
Charlie nickte zerstreut. Er hatte sich bereits wieder auf seinen Bildschirm konzentriert. „Gut. Würden Sie jetzt also bitte freundlicherweise durch den Raum rennen und sich setzen, damit wir einige Details klären können?“ Er deutete erneut auf den Stuhl.
Liz rührte sich nicht. „Nur wenn ich ernsthaft an Ihrer Kampagne mitarbeiten darf.“
„Kampagne … nein, ja … ich meine …“ Er schüttelte den Kopf. „Ich glaube, ich sollte besser ehrlich zu Ihnen sein.“
„Wenn Sie auf meine Hilfe zählen, allerdings.“
„Das ist es ja. Es geht nicht wirklich um Ihre Hilfe, zumindest nicht in der Art, wie Sie vermutlich denken. Ich brauche … nun … ich muss weibliche Bewegungen studieren … Brüste.“ Sein berühmtes Strahlelächeln erlosch, er runzelte die Stirn. „Realitätsbezogene Recherche, sozusagen.“
„Gehts um eine BH-Werbung?“
„Nicht direkt.“
„Bekleidung? Vielleicht Sportswear? Laufklamotten … Sie wollen sich doch nicht etwa bei Sporty Feet einmischen, oder?“
„Nein, will ich nicht. Hier geht es um etwas ganz anderes. Etwas, das ich schreibe, und es hat nichts mit Whitaker and Associates zu tun. Das ist eine private Sache.“
Liz blickte auf ihre Brust hinunter, dann wieder zu Charlie. „Und für diese private Sache studieren Sie meine …“
„Brüste. Sie wissen schon, das ganze …“ Er führte die Hände zu seiner Brust und machte kreisende Bewegungen. „Das ganze … äh … Gebiet. Im Allgemeinen. Ist nicht persönlich gemeint.“ Er räusperte sich nervös und steckte die Hände in die Hosentaschen. „Ich recherchiere. Mehr nicht. Und wenn ich länger darüber nachdenke, sollten wir das Ganze besser vergessen. Okay?“
Werbekampagnen verlangten öfter unkonventionelle Methoden, daran war Liz gewöhnt. Es war nicht lange her, dass sie Senf in jeder verfügbaren Konsistenz gegessen hatte – ein notwendiger Schritt, wenn man die Leute davon überzeugen wollte, dass der Senf des Kunden besser war als jeder andere auf dem Markt. Und davor hatte sie sich mit Herrendüften überschüttet und war durchs Büro vorbei an den Kolleginnen marschiert, um ihre Reaktionen lebendiger beschreiben zu können. Und dann gab es da noch diese Hämorrhoidensalbe … Deshalb zögerte sie keine Sekunde und entgegnete so bestimmt, wie sie nur konnte: „Meine Großmutter hatte Brüste, Charlie. Ich habe Brüste. Ein klares, ehrliches Wort. Keine Irritationen.“ Sie verschränkte die Arme, obwohl Charlie seinen Blick fest auf ihr Gesicht geheftet hatte.
„Und wenn ich Sie bitte, durchs Büro zu rennen, damit ich Ihre Brüste betrachten kann, dann zeigen Sie mich wegen sexueller Nötigung an. Ein klarer, ehrlicher Gerichtsprozess.“
„Gehen Sie doch in den Park. Dort gibts eine Menge Jogger. Sie könnten Brüste in Sport-BHs noch viel besser studieren.“
Er nickte lächelnd. „Gute Idee.“
„Großartige Idee, und ich bin bereit, Ihnen bei Ihrem Projekt zu helfen. Erzählen Sie mir doch, woran wir arbeiten und wie ich Ihnen helfen kann, außer für Sie durchs Büro zu rennen und zu hüpfen.“
„Jackie behauptet, Sie sind eine Frau der Tat.“ Charlie schnappte sich ein Notizbuch und durchsuchte seine Schubladen nach einem Stift. Er war noch nicht bereit zuzugeben, dass er einen Liebesroman schreiben wollte. Liz würde diese Wette zwischen Bruder und Schwester bestimmt nicht verstehen.
Leider hatte er mehr Wetten verloren, als er sich eingestehen wollte. Beim letzten Mal hatte er Charlene dazu gebracht, eine Werbekampagne für Hundekuchen gegen schlechten Atem zu konzipieren, überzeugt, dass das Produkt völlig unverkäuflich war. Inzwischen konnte man die Werbeanzeigen auf Bussen, im Fernsehen und auf Plakatwänden bewundern. Der Hersteller verdiente sich dumm und dämlich. Sein Wetteinsatz war ein neuer Mercedes SL500 gewesen. Sein Mercedes SL500, mit weniger als fünftausend Meilen. Er hatte diesen verfluchten Wagen geliebt!
Jetzt ging es um diesen Liebesroman. Sie war Lektorin von Liebesromanen. Offensichtlich hatte er sie wegen ihres Jobs einmal zu viel aufgezogen, denn nun musste er in drei Wochen drei Kapitel liefern. Wenn diese drei Kapitel das Potenzial hatten, veröffentlicht zu werden – und sie behauptete, dass ein guter Lektor das anhand von drei Kapiteln erkennen könne –, dann hatte er vollen Anspruch auf das Schwert ihres Ururgroßvaters aus dem Bürgerkrieg. Sollte sie gewinnen, sein Buch also durchfallen, gehörte ihr das Schwert für immer. Im Augenblick teilten Sie sich das Sorgerecht. Zwar war das Schwert nur dreißigtausend wert, doch war es der ganze Stolz der Familie, und er wollte es haben, seit er denken konnte. Der Gerechtigkeit wegen hatten sie vereinbart, dass nicht Charlene, sondern eine ihrer Kolleginnen das Manuskript beurteilen sollte.
„Jackie hatte recht, Charlie. Ich bin eine Frau der Tat. Und nun verraten Sie mir mehr über diese Busen-Kampagne, an der wir arbeiten.“
„Wie ich bereits sagte, handelt es sich um keine Kampagne.“ Plötzlich hatte er ein schlechtes Gewissen, Liz so an der Nase herumzuführen. „Jedenfalls um keine typische.“ Sie schaute so eifrig, ihre Augen blitzten begeistert. Gut, er war eine Spielernatur, aber er spielte nicht mit Menschen. Und irgendetwas an Liz nötigte ihn, ehrlich zu sein. Vielleicht lag es an ihrem unschuldigen Enthusiasmus oder ihrem unverblümten Ehrgeiz, den sie gar nicht erst zu verstecken versuchte. Was immer es war, er wollte fair sein, und es wäre nicht fair, falsche Hoffnungen zu wecken. „Das Projekt ist privat und hat nichts mit der Agentur zu tun.“
„Egal, worum es geht, ich will dabei sein“, erwiderte sie rundheraus. „Sie haben in den letzten zehn Minuten bereits zwei Mal meinen Rat angenommen. Das beweist doch, dass ich die Richtige für dieses private Projekt bin.“ Und endlich durchquerte sie den Raum, beugte sich nach vorne und stützte die Hände auf seinem glänzenden Mahagonischreibtisch ab. „Ich bin die Richtige, Charlie. Sie wissen das. Sonst hätten Sie mich gar nicht erst aufgefordert zu tänzeln.“
„Ihre Vorschläge waren gut, Liz, und wenn ich könnte, würde ich Sie in das Projekt einbinden. Glauben Sie mir.“ Während er sprach, beobachtete er, wie sie sich bewegte. So anmutig. Und ihr Busen … ihre...




