Drecoll | Der Senator | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 311 Seiten

Drecoll Der Senator

Ein Alec-Burton-Roman
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-939380-03-0
Verlag: Carsten Drecoll Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Ein Alec-Burton-Roman

E-Book, Deutsch, 311 Seiten

ISBN: 978-3-939380-03-0
Verlag: Carsten Drecoll Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)



Der Piratenüberfall auf ein Containerschiff, das Attentat bei dem Besuch eines undurchsichtigen US-Senators in Caracas sowie das Verschwinden einer Journalistin in Paris führen Alec Burton, den Londoner Spezialisten für internationale Krisenmissionen, in eine tödliche Intrige.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1;Kapitel 1;6
2;Kapitel 2;22
3;Kapitel 3;32
4;Kapitel 4;51
5;Kapitel 5;66
6;Kapitel 6;78
7;Kapitel 7;83
8;Kapitel 8;93
9;Kapitel 9;100
10;Kapitel 10;112
11;Kapitel 11;123
12;Kapitel 12;132
13;Kapitel 13;142
14;Kapitel 14;150
15;Kapitel 15;161
16;Kapitel 16;170
17;Kapitel 17;182
18;Kapitel 18;194
19;Kapitel 19;202
20;Kapitel 20;213
21;Kapitel 21;220
22;Kapitel 22;227
23;Kapitel 23;234
24;Kapitel 24;247
25;Kapitel 25;264
26;Kapitel 26;275
27;Kapitel 27;285
28;Kapitel 28;301
29;Inhalt;310
30;Krimis und Thriller im Carsten Drecoll Verlag;311


Kapitel 23 (S. 233-234)

Die Maschine, die Burton, Mrs. Stone und de Jon nach Moskau bringen sollte, war eine ältere russische Antonow-Frachtmaschine. Sie war bis auf wenige Paketpaletten leer. Burton saß zwischen de Jon, dessen Arm wieder geheilt war, und Jessica Stone. „Ich nehme an, Sie sind vernünftig genug, um zu wissen, dass eine Flucht zwecklos ist. Die Russen würden Sie nur ausliefern.“ „Ich habe nicht die geringste Absicht zu fliehen. Wo sollte ich hin?“ „Eben.“ „Außerdem ist der Senator immer sehr charmant.

Es wäre ein Jammer, auf seine Gesellschaft zu verzichten.“ „Sie werden noch ausreichend das Vergnügen haben, auch wenn ich nicht gerade für Ihr Amüsement garantieren kann“, erwiderte Mrs. Stone. „Und glauben Sie, dass ich dieses billige Ding gegen einen richtigen Anzug tauschen kann?“ Burton verwies auf den chinesischen Anzug, mit dem er im Camp seine schmutzige Schiffskleidung hatte ersetzen können. „Ich bin sicher, der Senator wird darauf bestehen.“

In Moskau bezogen sie ein Hotel, das aussah, als hätte es zu Zeiten der Sowjetunion als Kaderschule der Partei gedient. Die langen, hohen Flure, in denen ihre Schritte auf dem grau-braunen Linoleum hallten, vermittelten fast den Eindruck einer Kaserne. Die Zimmer waren mit schäbigem Mobiliar aus den Achtzigerjahren bestückt und erinnerten Burton unangenehm an das Hotel in Teheran. Am Nachmittag lieferte ein mongolisch aussehender Bote einen Anzug sowie Oberhemden, Schuhe und Wäsche, die leidlich passten und Burton wieder ein zivilisiertes Aussehen gestatteten.

Am Abend klopfte es erneut an der Tür und Mrs. Stone kam herein, in einem eleganten Kostüm mit hohen Stiefeln und darüber einem Nerz-Pelz samt Mütze, obwohl es draußen keineswegs mehr winterlich war. Ohne Zeit zu verlieren, sagte sie: „Darf ich bitten?“ Burton folgte ihr durch die Korridore, Fahrstühle, Treppenhäuser bis auf die Straße.

Vor dem Hoteleingang stand ein mächtiger blau-weißer Rolls Royce Ghost. Vom Vordersitz stieg ein stämmiger Mann in schwarzem Anzug aus, dessen Körperbau und Gesichtszüge seinen Beruf als Knochenbrecher und Killer verrieten, und öffnete den hinteren Wagenschlag. Mrs. Stone nahm elegant Platz. Burton ging um den Wagen herum und stieg auf der anderen Seite ein. Mit leisem Surren setzte sich der Zwölfzylindermotor des RR Ghost in Bewegung. Obwohl es immer noch Frühjahr war, ließ die Abendluft bereits den warmen, trockenen russischen Sommer vorausahnen.



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