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Drewer / Honert / Kappauf | Verfügbarkeitsprüfung mit SAP | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 703 Seiten

Reihe: SAP Press

Drewer / Honert / Kappauf Verfügbarkeitsprüfung mit SAP


2. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8362-8812-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 703 Seiten

Reihe: SAP Press

ISBN: 978-3-8362-8812-5
Verlag: Rheinwerk
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Grundlagen und Methoden von ATP praxisnah erklärt

Bestandstransparenz, Liefertreue und die Optimierung von Durchlaufzeiten sind zentrale Wettbewerbsvorteile – besonders in globalen Lieferketten! Dieses Buch führt Sie sachkundig in die verschiedenen SAP-Lösungen für die Verfügbarkeitsprüfung (ATP) ein und erklärt deren Funktionen, Konfiguration und Integration . Neben den bewährten Lösungen von SAP ERP und SAP APO lernen Sie die neue erweiterte Verfügbarkeitsprüfung (aATP) in SAP S/4HANA kennen. Sie erfahren, wie Sie Produktion, Beschaffung und Vertrieb nahtlos steuern und so die Planungssicherheit erhöhen.

Aus dem Inhalt:

  • Rückstandsbearbeitung
  • Fehlteilemanagement
  • ATP-Verfügbarkeitsprüfung
  • Basismethoden und erweiterte Optionen
  • Regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung
  • Streckenabwicklung
  • Verfügbarkeitsprüfung gegen Produktion
  • Rundung und Sicherheitsbestände
  • Besonderheiten in SAP APO
  • Produktverfügbarkeit (PAC)
  • Kontingentierung
  • Alternativen-basierte Bestätigung (ABC)
Drewer / Honert / Kappauf Verfügbarkeitsprüfung mit SAP jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material




  Einleitung ... 19


TEIL I.  Grundlagen der Verfügbarkeitsprüfung mit SAP ... 29


  1.  Betriebswirtschaftlicher Hintergrund ... 31


       1.1 ... Dispositionsstrategien ... 33

       1.2 ... Verfügbarkeitsprüfung im Unternehmen ... 36

       1.3 ... Implementierung der Verfügbarkeitsprüfung ... 41

       1.4 ... Zusammenfassung ... 44



  2.  Verfügbarkeitsprüfung mit SAP ... 45


       2.1 ... Systeme und Lösungen ... 45

       2.2 ... Integration mit SAP CRM und SAP Customer Experience ... 51

       2.3 ... Anwendungsszenarien und Beispielarchitekturen ... 54

       2.4 ... Zusammenfassung ... 57



  3.  Anwendungsbereiche und Prozessintegration ... 59


       3.1 ... Durchführung der Verfügbarkeitsprüfung ... 59

       3.2 ... Verfügbarkeitsprüfung im Vertrieb ... 60

       3.3 ... Verfügbarkeitsprüfung in der Produktion ... 72

       3.4 ... Verfügbarkeitsprüfung in der Materialwirtschaft ... 77

       3.5 ... Zusammenfassung ... 82



TEIL II.  Verfügbarkeitsprüfung mit SAP ERP ... 83


  4.  Stamm- und Bewegungsdaten in SAP ERP ... 85


       4.1 ... Stammdaten ... 85

       4.2 ... Bewegungsdaten ... 90

       4.3 ... Zusammenfassung ... 127



  5.  Parameter der Verfügbarkeitsprüfung in SAP ERP ... 129


       5.1 ... Prüfgruppe ... 129

       5.2 ... Prüfregel ... 136

       5.3 ... Prüfumfang ... 139

       5.4 ... Einteilungstyp ... 151

       5.5 ... Bedarfsklasse und Bedarfsartenfindung ... 153

       5.6 ... Sperrlogik ... 163

       5.7 ... Transport- und Versandterminierung ... 165

       5.8 ... Zusammenfassung ... 173



  6.  Prüfmethoden in SAP ERP ... 175


       6.1 ... Überblick ... 176

       6.2 ... ATP-Verfügbarkeitsprüfung ... 177

       6.3 ... Verfügbarkeitsprüfung gegen Vorplanung ... 192

       6.4 ... Verfügbarkeitsprüfung gegen Kontingente ... 222

       6.5 ... Montageabwicklung ... 236

       6.6 ... Zusammenfassung ... 240



  7.  Fehlteilemanagement in SAP ERP ... 241


       7.1 ... Kostenoptimales Bestandsniveau ... 241

       7.2 ... Fehlteileidentifizierung ... 243

       7.3 ... Fehlteileauswertung ... 247

       7.4 ... Fehlteileinformationsmeldung ... 250

       7.5 ... Zusammenfassung ... 257



  8.  Rückstandsbearbeitung in SAP ERP ... 259


       8.1 ... Negative Prüfungsergebnisse ... 259

       8.2 ... Manuelle Rückstandsbearbeitung ... 261

       8.3 ... Neuterminierung ... 265

       8.4 ... Zusammenfassung ... 271



TEIL III.  Verfügbarkeitsprüfung mit SAP S/4HANA ... 273


  9.  Einführung in die Verfügbarkeitsprüfung mit SAP S/4HANA ... 275


       9.1 ... Standard-Verfügbarkeitsprüfung in SAP S/4HANA ... 276

       9.2 ... Erweiterte Verfügbarkeitsprüfung (aATP) in SAP S/4HANA ... 278

       9.3 ... Zusammenspiel der einzelnen Funktionen der erweiterten Verfügbarkeitsprüfung ... 291

       9.4 ... Merkmalskataloge in der erweiterten Verfügbarkeitsprüfung ... 293

       9.5 ... Zusammenfassung ... 294



10.  Kontingentierung ... 295


       10.1 ... Customizing zur Nutzung der Kontingentierung ... 296

       10.2 ... SAP-Fiori-Apps für die Kontingentierung ... 298

       10.3 ... Kontingentierung konfigurieren ... 300

       10.4 ... Kontingentierungsplandaten verwalten ... 302

       10.5 ... Kontingentierungssequenzen verwalten ... 304

       10.6 ... Produkte zur Kontingentierung zuordnen ... 307

       10.7 ... Kontingentierungsübersicht ... 308

       10.8 ... SAP-Beispiel für die Kontingentierung ... 309

       10.9 ... Zusammenfassung ... 319



11.  Verfügbarkeitsschutz ... 321


       11.1 ... Customizing zur Nutzung des Verfügbarkeitsschutzes ... 321

       11.2 ... SAP-Fiori-Apps für den Verfügbarkeitsschutz ... 322

       11.3 ... Grundlagen des Verfügbarkeitsschutzes ... 323

       11.4 ... Konfiguration des Verfügbarkeitsschutzes ... 328

       11.5 ... SAP-Beispiel für den Verfügbarkeitsschutz ... 333

       11.6 ... Zusammenfassung ... 340



12.  Alternativenbasierte Bestätigung ... 341


       12.1 ... Customizing zur Aktivierung der alternativenbasierten Bestätigung ... 342

       12.2 ... SAP-Fiori-Apps zur Konfiguration der alternativenbasierten Bestätigung ... 343

       12.3 ... Grundlagen der Werks- und Lagerortersetzung ... 344

       12.4 ... Grundlagen der Produktersetzung ... 355

       12.5 ... Die alternativenbasierte Bestätigung konfigurieren ... 356

       12.6 ... SAP-Beispiel für die alternativenbasierte Bestätigung ... 361

       12.7 ... Zusammenfassung ... 365



13.  Rückstandsbearbeitung ... 367


       13.1 ... SAP-Fiori-Apps für die Rückstandsbearbeitung ... 368

       13.2 ... Grundlagen der Rückstandsbearbeitung in SAP S/4HANA ... 369

       13.3 ... Konfiguration der Rückstandsbearbeitung ... 375

       13.4 ... SAP-Beispiel für die Rückstandsbearbeitung ... 384

       13.5 ... Manuelle Freigabe von Lieferungen ... 387

       13.6 ... Zusammenfassung ... 390



TEIL IV.  Verfügbarkeitsprüfung mit SAP APO ... 391


14.  SAP-APO-Systemintegration ... 393


       14.1 ... Core Interface (CIF-Schnittstelle) ... 394

       14.2 ... Schnittstellenkonfiguration ... 396

       14.3 ... Integrationsmodelle ... 400

       14.4 ... Zusammenfassung ... 410



15.  Parameter der Verfügbarkeitsprüfung in SAP APO ... 411


       15.1 ... Grundlagen ... 411

       15.2 ... Prüfvorschrift ... 413

       15.3 ... Allgemeine Customizing-Einstellungen ... 428

       15.4 ... Zusammenfassung ... 434



16.  Prüfmethoden in SAP APO ... 435


       16.1 ... Grundlagen ... 435

       16.2 ... Produktverfügbarkeitsprüfung ... 436

       16.3 ... Kontingentierung ... 458

       16.4 ... Prüfung gegen Vorplanung ... 480

       16.5 ... Zusammenfassung ... 490



17.  Erweiterte Prüfmethoden in SAP APO ... 493


       17.1 ... Kombination von Basismethoden ... 493

       17.2 ... Regelbasierte Verfügbarkeitsprüfung ... 498

       17.3 ... Streckenabwicklung ... 537

       17.4 ... Prüfung gegen die Produktion ... 543

       17.5 ... Zusammenfassung ... 564



18.  Zusatzfunktionen der Verfügbarkeitsprüfung in SAP APO ... 565


       18.1 ... Mehrpositionen-Einzellieferlokation ... 565

       18.2 ... Konsolidierung in einer Konsolidierungslokation ... 570

       18.3 ... Sicherheitsbestände in der Verfügbarkeitsprüfung berücksichtigen ... 578

       18.4 ... Rundung in der Verfügbarkeitsprüfung ... 585

       18.5 ... Korrelationsrechnung ... 599

       18.6 ... Zusammenfassung ... 603



19.  Ergebnis und Analyse der Verfügbarkeitsprüfung ... 605


       19.1 ... Ergebnisdarstellung ... 605

       19.2 ... Simulation ... 612

       19.3 ... Verfügbarkeitsübersichten ... 614

       19.4 ... ATP-Alerts ... 615

       19.5 ... Analyse ... 617

       19.6 ... Zusammenfassung ... 625



20.  Rückstandsbearbeitung in SAP APO ... 627


       20.1 ... Rückstandsbearbeitung im Hintergrund ... 627

       20.2 ... Interaktive Rückstandsbearbeitung ... 646

       20.3 ... Ereignisgesteuerte Mengenzuordnung ... 648

       20.4 ... Zusammenfassung ... 660



21.  Transport- und Versandterminierung in SAP APO ... 661


       21.1 ... Grundlagen ... 661

       21.2 ... Terminierung mit Konditionstechnik ... 671

       21.3 ... Terminierung mit der konfigurierbaren Prozessterminierung ... 674

       21.4 ... Terminierung mit SNP-Stammdaten ... 682

       21.5 ... Terminierung mit der dynamischen Routenfindung ... 683

       21.6 ... Simulation der Transport- und Versandterminierung ... 685

       21.7 ... Zusammenfassung ... 689



  Die Autoren ... 691


  Index ... 693


Einleitung


In den letzten Jahrzehnten sind globale Wertschöpfungsketten zu einem strukturierenden Merkmal der Weltwirtschaft geworden. Geschäftsprozesse haben dabei insbesondere im Bereich der Logistik eine bahnbrechende Entwicklung erfahren, indem bisher lineare Beschaffungs- und Vertriebsketten auf anpassungsfähige Warenlogistiknetzwerke umgestellt wurden.

Die Rahmenbedingungen der Logistik haben sich dabei ebenfalls stark verändert. Das Wettbewerbsumfeld vieler Unternehmen wurde durch die steigende Komplexität von Waren und Dienstleistungen, die dabei auftretenden Varianten und Konfigurationen sowie durch neue Distributionskanäle verschärft. Verkürzte Produktlebenszyklen und technologischer Fortschritt intensivieren den globalen Wettbewerb und erfordern eine Optimierung und Anpassung bestehender Wertschöpfungsketten. Produkte werden heute nicht mehr nur in einem Land hergestellt, um dann in ein anderes Land exportiert zu werden. Im Rahmen globaler Wertschöpfungsketten werden Produktionsprozesse über Ländergrenzen hinweg aufgeteilt und bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produktions- und Lieferkettenprozesse kostengünstiger und zeiteffizienter zu gestalten und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Doch je verzweigter und internationaler die Lieferketten sind, desto risikoreicher sind sie auch.

Jeden Tag werden in diesen Logistiknetzwerken Millionen von Geschäftsprozessen zwischen vielen Arten von Geschäftspartnern abgewickelt: Kunden bestellen Waren bei Händlern, Händler kaufen bei den Herstellern, und Hersteller beziehen ihre Rohstoffe bei den Lieferanten. Neben den Preisen und Konditionen, den Lieferbedingungen und der Produktionsqualität entscheiden Liefertermin und Liefertreue oft über den erfolgreichen Verkaufsabschluss und die nachhaltige Zufriedenheit des Kunden.

Spätestens seit der Corona-Pandemie weiß die Wirtschaft um die enormen Kosten eines Zusammenbruchs von Lieferketten, und die Globalisierung gilt nicht mehr als unumkehrbar fortschreitender Prozess. Denn viele Unternehmen haben derzeit mit den akuten Problemen der Pandemie zu kämpfen: Umsatzeinbußen, Liquiditätsprobleme, Kurzarbeit oder gar Insolvenz konfrontieren die Wirtschaft mit bisher unbekannten Problemen. Unterbrochene internationale Lieferketten, Ausfälle, Engpässe und enttäuschte Kundenerwartungen – die Corona-Krise hat in atemberaubender Geschwindigkeit die Unzulänglichkeiten und die Anfälligkeit der globalen Lieferketten aufgezeigt und unterstreicht dabei die Bedeutung der Bestandstransparenz und der Aussagen zur Verfügbarkeit von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen.

Ziele der Verfügbarkeitsprüfung


Eine Aussage über die Verfügbarkeit eines bestimmten Produkts zu einem bestimmten Liefertermin ist nicht einfach zu treffen. Es ist eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb, Materialwirtschaft und Produktion erforderlich, um dem Kunden die Ware zu einem bestimmten Termin garantieren zu können. Kundenaufträge werden unter der Berücksichtigung der aktuellen Bedarfs- und Bestandssituation sowie der aktuellen Durchlaufzeiten freigegeben, wenn die Verfügbarkeit der zur Auftragserfüllung erforderlichen Materialien, Betriebsmittel, Vorrichtungen und Werkzeuge bestätigt werden kann. Diese Prüfung wird Verfügbarkeitsprüfung genannt.

Verfügbarkeit von Beständen


Bei der Verfügbarkeitsprüfung wird der verfügbare Bestand an Material und Betriebsmitteln ermittelt. Hierbei werden zum aktuellen Bestand die geplanten Zugänge addiert, und reservierte Mengen für bereits freigegebene Kundenaufträge werden abgezogen. Zudem wird die Priorität von anderen Materialreservierungen berücksichtigt.

Die Ermittlung der Verfügbarkeit erfolgt dabei durch den Vergleich von tatsächlichem Bestand und Bedarf unter der Berücksichtigung von Kontingenten, Prognosen oder sonstigen Engpassfaktoren.

Diese im Anschluss an die Materialbedarfsplanung nochmalige Bestandsüberprüfung ist neben der Beachtung genauerer Durchlaufzeiten erforderlich, auch aufgrund zwischenzeitlich eventuell eingetretener Störungen.

Darüber hinaus hat die Verfügbarkeitsprüfung sicherzustellen, dass die notwendigen Ressourcen, Produkte oder Produktionsfaktoren fristgerecht bereitstehen. Zudem muss sie (zusätzlich) dafür Sorge tragen, dass Kunden aus dem zur Verfügung stehenden Kontingent mit der gewünschten Menge beliefert werden können. Mit der Verfügbarkeitsprüfung verfolgen Unternehmen aber nicht nur das Ziel der Kundenzufriedenheit, sondern sie möchten auch vermeiden, dass die Fertigung mit nicht ausführbaren Aufträgen belastet wird.

Verfügbarkeitsprüfung mit SAP


Um den immer komplexeren Anforderungen an die Verfügbarkeitsprüfung in globalen und regionalen Lieferketten gerecht zu werden, hat SAP in den letzten Jahren bestehende Funktionen kontinuierlich erweitert, und das Lösungsportfolio durch neue Systeme und Innovationen ergänzt. Gleichzeitig neigt sich der Lebenszyklus bestehender SAP-Lösungen dem Ende zu. SAP hat diesbezüglich deren Wartungsende angekündigt, und stellt bereits bisher bekannte SAP-ERP- und erweiterte SAP-APO-Funktionen, z. B. in SAP S/4HANA und SAP IBP (SAP Integrated Business Planning) zur Verfügung. Die Funktionen zur Verfügbarkeitsprüfung in der SAP Business Suite werden jedoch von zahllosen Kunden weiterhin produktiv genutzt.

Wartungsende von SAP-Lösungen zur Verfügbarkeitsprüfung

SAP ERP, SAP APO und SAP CRM gehören zu den Kernanwendungen der SAP Business Suite. Diese Systeme haben das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, d. h. SAP wird deren Wartung einstellen, und sie werden nicht von weiteren Innovationen profitieren. Das Wartungsende für diese Anwendungen wurde dabei ursprünglich für Ende 2025 angekündigt und nachfolgend bis Ende 2027 verlängert.

Optional können Sie eine Extended Maintenance bis Ende 2030 erhalten. SAP ermöglicht Unternehmen damit eine langfristigere Planung für den Umstieg auf die Nachfolgeprodukte SAP S/4HANA und SAP IBP.

Trotz der bereits erfolgten Ankündigung des Wartungsendes und den bereits am Markt befindlichen neuen Systemen sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Buches noch sämtliche SAP-Lösungen bei zahlreichen Kunden im produktiven Einsatz. Wir haben uns daher dazu entschieden, Ihnen nicht nur die bisherigen Lösungen vorzustellen, sondern das Buch dahingehend zu erweitern und Ihnen auch einen möglichst umfassenden Überblick über die erweiterten neuen Funktionen und Prozesse in SAP S/4HANA zu geben. In diesem Zusammenhang gehen wir auch auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit SAP ERP und SAP APO ein und grenzen die Systeme funktional voneinander ab.

Wir stellen Ihnen in diesem Buch die Grundfunktionen von SAP IBP vor, auf eine detaillierte Beschreibung haben wir aber bewusst verzichtet, da es sich bei SAP IBP im Wesentlichen um ein Planungstool handelt.

Eine Kernkompetenz der SAP-Business-Suite-Komponenten ist neben der Vernetzung, Planung und Koordination von Logistiknetzwerken die Steuerung von Produktion, Beschaffung und Vertrieb. In diesem Zusammenhang und basierend auf einer engen Integration dieser Komponenten ermöglicht die Verfügbarkeitsprüfung mit SAP nicht nur eine Verbesserung von Produktivität und Kundenzufriedenheit, sondern auch eine nachfrageorientierte Steuerung von Unternehmensabläufen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses adaptiven Geschäftsprozessmanagements sind leistungsfähige Komponenten zur Verfügbarkeitsprüfung. Die SAP Business Suite ermöglicht eine Verfügbarkeitsprüfung auf der Basis von SAP ERP oder SAP APO. Die auf SAP APO basierende Prüfung, wird globale Verfügbarkeitsprüfung (global Available-to-Promise, kurz gATP) genannt.

In diesem Buch erläutern wir Ihnen sowohl die Funktionen als auch die Integration und Grundkonfiguration der Verfügbarkeitsprüfung mit SAP ERP und SAP APO. Gleichzeitig gehen wir selbstverständlich auch auf die neuen Funktionen der erweiterten Verfügbarkeitsprüfung aATP (advanced Available-to-Promise) in SAP S/4HANA ein.

Anhand ausgewählter Beispiele stellen wir Ihnen zum einen deren Funktionsumfang vor, und zum anderen erläutern wir Einsatzschwerpunkte – und soweit möglich auch deren Vor- und Nachteile. Ziel ist es, dass Sie einen möglichst umfangreichen Einblick in die Verfügbarkeitsprüfung mit dem SAP-System erhalten und die wesentlichen Systemeinstellungen kennenlernen.

Aufbau dieses Buches


Wir führen Sie in diesem Buch Schritt für Schritt durch die Verfügbarkeitsprüfung mit dem SAP-System. Sie können von unserer Projekt- und Entwicklungserfahrung profitieren, da wir auch Problembereiche ansprechen und Lösungswege aufzeigen.

Das Buch ist in vier Teile mit insgesamt 21 Kapiteln untergliedert, über deren Inhalt wir Ihnen hier einen kurzen Überblick geben möchten.

Teil I, »Grundlagen der Verfügbarkeitsprüfung mit SAP«


Teil I des Buches beschäftigt sich mit den allgemeinen Grundlagen der Verfügbarkeitsprüfung im SAP-System. Die Verfügbarkeitsprüfung kann mit unterschiedlichen Systemen, in unterschiedlichen Objekten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingesetzt werden. In...


Wagner, Max
Max Wagner ist Competence Manager für das Thema Production Planning und Supply Chain Planning bei der cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH. Er hat einen Master im Bereich Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt auf Supply Chain Management und Mathematische Optimierungsmodelle an der Friedrich-Schiller-Universität Jena abgeschlossen. Zu diesem Bereich gehören Themen der Absatzplanung, Sales and Operations Planning, Bestandsoptimierung, Verfügbarkeitsprüfung, die Optimierung des Fertigungsprozesses sowie die Fertigungsdurchführung. Dabei fokussiert sich Max Wagner auf die Gebiete SAP Integrated Business Planning, SAP S/4HANA sowie APO. In verschiedenen Kundenprojekten entwickelt er für Kunden End-to-End-Lösungen für einen durchgängigen Planungsprozess.

Drewer, Jens
Jens Drewer ist seit 2018 Produktmanager in der Entwicklung für SAP S/4HANA Cloud bei der SAP SE. Nach seinem Wirtschaftsingenieur-Studium hat er als Berater der SAP Deutschland SE & Co. KG in vielen internationalen Supply-Chain-Management-Projekten verschiedenster Branchen die Themen globale Verfügbarkeitsprüfung (gATP), Supply Network Planning (SNP) und Service Parts Planning (SPP) betreut. Ab dem Jahr 2006 war Jens Drewer als Principal Solution Architect für SAP Service Parts Management (SPM) in vielen internationalen Ersatzteillogistik-Projekten im Einsatz, ehe er in dieser Rolle für einige Jahre den Beratungsvertrieb in Projekten rund um SAP SCM und SPM unterstützt hat. Nach seinem Wechsel zur SAP SE im Jahr 2016 hat er als Produktmanager die SPM-Lösung von SAP mitverantwortet.

Kappauf, Jens
Jens Kappauf ist Mitgründer der Qinlox Consulting GmbH, einem Implementierungspartner für Logistiklösungen auf Basis von SAP-Technologien. Als Autor mehrerer SAP-Fachbücher und mit mehr als 20 Jahren branchenübergreifender internationaler Projekterfahrung im Supply Chain Management ist er Experte für die Umsetzung logistischer Prozesse und Funktionen in SAP. Jens Kappauf studierte Betriebswirtschaftslehre und war anschließend mehrere Jahre als Logistikberater bei einem SAP-Beratungspartner tätig. 2001 wechselte er in die Beratungsorganisation der SAP Deutschland AG & Co. KG. 2006 übernahm er in der SAP SE Produktmanagementverantwortung für die SAP-Ersatzteillogistik- und Service-Management-Lösung. Bis 2015 war er dort Produktmanager und Senior Solution Architect für das SAP-Lösungsportfolio für Kontraktlogistiker mit dem Fokus auf SAP EWM.

Honert, Dirk
Dirk Honert war viele Jahre als SAP-Berater im SCM-Umfeld für die cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH in Heidelberg tätig. In zahlreichen Projekten verschiedenster Branchen hat er sich ausgiebig und mit viel Enthusiasmus mit den Themen Verfügbarkeitsprüfung und Disposition auseinandergesetzt. 2008 wurde Dirk Honert Section Manager für den Bereich Supply Chain Planning, der 2010 zum Bereich Supply Chain Management erweitert wurde. Neben seiner Beratungstätigkeit hat er jahrelang zahlreiche Kundenseminare zum Thema „Optimierte Materialdisposition mit SAP“ gehalten. Heute ist Dirk Honert Consulting Director für den Bereich Master Data Management bei der cbs Corporate Business Solutions Unternehmungsberatung GmbH. Sein Interesse an SCM- und Verfügbarkeitsprüfungsthemen hat er jedoch nicht ganz verloren.



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