Duncan | Ein Baby für den Playboy | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Duncan Ein Baby für den Playboy


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7515-2151-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7515-2151-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Darf ich vorstellen: Samantha - deine Tochter.' Wie vom Donner gerührt schaut Alex auf das Baby. Wie konnte Katrina ihm das nur antun! Wo er niemals Vater werden wollte! Eigentlich müsste er seine Exgeliebte hassen: Stattdessen ist Katrina noch immer wie Feuer in seinem Blut ...

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1. KAPITEL

„Ist ‚Hallo, Alex’ alles, was du zu sagen hast, nachdem du monatelang einfach so verschwunden warst?“, herrschte Alex Webber sie an.

Sofort bereute er seine Worte. Nicht nur, weil es hier unerwünschte Zuhörer gab, sondern auch, weil sie zeigten, dass er kurz vor einem Wutausbruch stand. Und das passierte ihm nur äußerst selten.

Allerdings war sein Verhalten verständlich. Katrina hatte ihn mit ihrem plötzlichen Erscheinen völlig überrumpelt. Es war eigentlich untypisch für sie, so unangekündigt aufzutauchen. Entscheidender aber war, dass er sie seit Monaten nicht gesehen hatte.

Katrina Ashby zuckte lässig die Achseln. Ihr karamellblondes Haar, das sich über die Schultern ihrer Lederjacke ausbreitete, wogte dabei leicht hin und her. „Hätte ich noch ‚Wie geht’s‘ hinzufügen sollen?“

Alex ballte die Hände zu Fäusten. Er neigte eigentlich nicht zur Gewalt, und er hatte in seinem Leben noch nie eine Frau geschlagen, aber jetzt wäre er am liebsten zu ihr hinübergestürzt und hätte sie kräftig durchgeschüttelt.

Wie konnte sie es nach so langer Zeit einfach so wagen, hier wie aus dem Nichts aufzutauchen und mit einem lässigen „Hallo, Alex“ so zu tun, als sei nichts gewesen?

Beim Gedanken an den Frust und die Verzweiflung, die ihn Woche für Woche fast wahnsinnig gemacht hatten, zog sich alles in ihm vor Wut zusammen. Doch gleichzeitig spürte er noch etwas anderes in sich, bei dem sich bestimmte Teile seines Körpers alles andere als zusammenzogen: starkes Verlangen.

Eigentlich wollte er sie nicht durchschütteln. Was er wirklich wollte, war, sie an sich zu reißen und sie zu küssen, bis sie ihre Arme um seinen Hals schlang und sich ihm seufzend hingab.

Dass er weder das eine noch das andere tat, lag daran, dass es hier zu viele neugierige Zuschauer gab. Einige der Vorstandsmitglieder glotzten ihn offen an, andere ließen ihre Blicke verstohlen hinter vorgehaltenen Händen oder Mappen zwischen ihm und Katrina hin und her wandern.

„Raus!“, befahl er.

Angespannt und mit zusammengebissenen Zähnen rührte er sich nicht vom Fleck, während die Vorstandsmitglieder, fünf Männer und zwei Frauen, sich hastig erhoben und zur Tür drängten. Sie kannten ihren Boss. Er verlor selten die Beherrschung, aber wenn, dann richtig. Jetzt sahen sie deutliche Anzeichen eines nahenden Ausbruchs, und jeder versuchte, aus der Schusslinie zu gelangen.

Nachdem sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, steuerte Alex zielstrebig auf Katrina zu. Sie wich keinen Schritt vor ihm zurück und erwiderte seinen Blick mit herausfordernd funkelnden Augen. Diesen Ausdruck hatte er noch nie bei ihr gesehen.

„Ich habe dich etwas gefragt“, sagte er drohend.

Angriffslustig hob sie das Kinn. „Und ich habe geantwortet. Hallo, Alex. Wie geht’s?“

„Das kann ich dir sagen, wie es mir geht!“ Der Duft ihres Parfüms drang in seine Nase – ein Geburtstagsgeschenk, das seine Assistentin in seinem Auftrag an Katrina geschickt hatte, kurz bevor sie verschwunden war. Er stand nun so dicht vor ihr, dass er deutlich die goldbraunen Sprenkel in ihren grünen Katzenaugen erkennen konnte. „Ich bin wütend!“

Sie neigte den Kopf zur Seite. „Wieso?“

Wieso?“ Das Blut pulsierte in seinen Schläfen. Er hatte das Gefühl, jeden Moment müsse er explodieren. Unsanft packte er sie an den Schultern und schob sein Gesicht ganz nah vor ihres. „Weil du plötzlich spurlos verschwunden warst. Deshalb!“

Sie lächelte. „‚Spurlos verschwunden‘? Ist das nicht eine amerikanische Fernsehserie?“

„Katrina!“

Ihr Lächeln verflog. „Ich bin nicht verschwunden, Alex. Ich wollte nur für eine Weile weg, das ist alles.“

Katrina war immer schon der coole, beherrschte Typ gewesen – außer wenn sie zusammen im Bett gewesen waren. Dann ließ sie sich gehen, erwiderte leidenschaftlich jeden Kuss und jede Berührung. Ihre sinnliche Hingabe beim Sex hatte ihn damals fast um den Verstand gebracht.

Normalerweise schätzte er ihre gelassene Art, aber heute brachte sie ihn in Rage.

„Ohne ein Wort zu sagen, wohin und für wie lange?“, stieß Alex zwischen den Zähnen hervor.

„Die Leute, die mir wichtig waren, wussten Bescheid“, erwiderte sie ruhig.

Alex atmete scharf aus und biss die Zähne aufeinander. „Und dazu zählte ich wohl nicht?“

Sie sah ihn unverwandt an. „Nein.“

Es kostete ihn große Mühe, seinen Zorn im Griff zu halten. Ihm war bewusst, dass er überreagierte, aber er konnte es nicht ändern.

„Warum nicht?“, fuhr er sie an.

„Warum hätte ich es dir sagen sollen?“, schoss sie zurück. Die Angriffslust in ihrem Blick ließ das Grün ihrer Augen hell aufleuchten.

Seine Finger krallten sich in das weiche Leder ihrer Jacke. Wie glühende Lava stieg die Antwort aus seinem tiefsten Innern auf. „Weil du es mir schuldig warst“, krächzte er wutentbrannt.

Was ärgerte ihn eigentlich mehr? Dass sie ihm weggelaufen war? Oder dass ausgerechnet sie es war, die ihn so gemein verletzt hatte? Von all den Frauen, die er im Lauf seines Lebens gehabt hatte, hätte er diesen Verrat von Katrina am wenigsten erwartet.

„Weil ich es dir schuldig war?“ Ihre Augen blitzten wütend auf. Sie bohrte ihm ihren Zeigefinger in die Brust, so fest, als wolle sie damit hinten an seinem Rücken wieder herauskommen. „Ich schulde dir gar nichts, Alex! Überhaupt nichts!“

Alex war von ihrer Reaktion völlig verblüfft. So hatte er sie noch nie erlebt. Die Katrina, die er kannte, hätte so etwas nie gesagt.

Er atmete tief ein. Nur mühsam hielt er seinen Zorn unter Kontrolle.

Wie er solche Wutanfälle hasste! Sie erinnerten ihn an seinen Vater und die abscheulichen Dinge, die er getan hatte. Alex wollte nichts weniger, als wie sein Vater sein!

Er zog sie näher an sich. Als ihre Körper sich leicht berührten, war es wie ein elektrischer Schlag, der ihn durchfuhr. „Da täuschst du dich. Und ob du mir etwas schuldest! Verdammt noch mal, wir waren ein Paar!“

„Ein Paar?“ Sie stieß ein verächtliches Lachen aus. „War es nicht eher eine Affäre?“

Katrina hatte sich zwar nie beschwert, aber Alex hatte gewusst, dass sie mit der Rolle, die sie in seinem Leben gespielt hatte, nicht sehr glücklich gewesen war. Wie die meisten Frauen träumte sie von einem Ehemann und Kindern. Dinge, die von ihm nicht zu bekommen waren, wie er von Anfang an klargemacht hatte.

Keine Frau würde diese Dinge von ihm bekommen. Niemals.

„Ich werde hier keine philosophischen Feinheiten mit dir diskutieren. Fakt ist, dass wir fast ein Jahr lang zusammen waren. Wenn mir das nicht das Recht gibt zu erfahren, dass du Sydney verlässt, was dann?“

Katrina versuchte, sich aus seinem Griff zu lösen, aber es gelang ihr nicht. Sie funkelte ihn wütend an. „Die Betonung hier liegt auf ‚waren‘, Alex. Wir waren ein Paar. Jetzt sind wir es nicht mehr. In unserem letzten Gespräch hast du ganz klar die Beziehung beendet. Oder hast du das vergessen?“

„Nein, natürlich nicht.“

Er hatte überhaupt nichts vergessen. Weder den Geschmack ihrer Lippen noch den Duft ihres Körpers. Oder wie sie aussah, wenn sie in seinen Armen plötzlich ganz weich und anschmiegsam wurde und sich ihm hingab.

Am allerwenigsten aber hatte er vergessen, was sie ihm an jenem schicksalhaften Tag mitgeteilt hatte. An jenem Tag, an dem sie sich zum letzten Mal gesehen hatten. Ihre Worte waren ihm unauslöschlich ins Gehirn eingebrannt.

Er ließ Katrina los. Dann ging er mit großen Schritten zum Fenster hinüber und ließ seinen Blick über die Skyline von Sydney schweifen. Er schob die Hände tief in die Taschen seiner Hose und ballte sie dort zu Fäusten. Seine Anspannung war nicht zu übersehen.

„Du hättest doch wissen müssen, dass das nicht mein letztes Wort war“, fuhr er etwas leiser fort. „Du warst schließlich schwanger.“

„Und was hat das damit zu tun?“, wollte sie wissen. Sie starrte so intensiv auf seinen Rücken, als wollte sie ihm mit den Augen zwei Löcher genau zwischen die Schulterblätter brennen.

„Was das damit …?“ Alex wirbelte herum und starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. Seine Fäuste krallten sich in das Seidenfutter seiner Hosentaschen. „Hast du wirklich geglaubt, du könntest mich mit diesen Neuigkeiten einfach so stehen lassen, ohne je wieder etwas von mir zu hören?“

Sie räusperte sich. Zum ersten Mal, seit sie in das Konferenzzimmer geplatzt war, wirkte sie etwas verunsichert. Ihr kämpferischer Blick wurde etwas milder. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Du warst so kalt und abweisend damals. Ich dachte wirklich, ich würde nie wieder etwas von dir hören.“

„Natürlich war ich kalt. Verdammt, ich war geschockt!“

„Glaubst du, ich nicht?“, fragte sie. Dann verzog sie den Mund und schlug sich mit der Hand an die Stirn. „Ach ja, richtig. Wie konnte ich das nur vergessen? Du warst ja angeblich nicht der Vater!“

Seine Antwort war Schweigen.

„Wie konntest du das bloß glauben?“, fuhr sie fort. „Wir waren doch ständig miteinander im Bett. Ich hätte jedes Mal schwanger werden können, und das weißt du.“

„Vergisst du nicht eine Kleinigkeit?“, fragte er mit bedrohlich leiser Stimme.

„Und die wäre?“

„Verhütung“, sagte er hart. „Ich war sehr vorsichtig. Zu viele Frauen...



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