Dunlop | Verheiratet mit einem Millionär | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1577, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Dunlop Verheiratet mit einem Millionär


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-539-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1577, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86295-539-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kribbeln im Bauch wie beim ersten Date! Elizabeth schwebt im siebten Ehehimmel, als ihr Mann sie mit einer Reise nach Frankreich überrascht. Das kleine Schwarze muss mit, das rote Negligé auch ... Reed soll seine Millionen, die Firmen und Sorgen vergessen und sich stattdessen endlich auf seine Frau und die gemeinsame Zukunft konzentrieren! Elizabeth ist voller Hoffnung. Aber nach der ersten heißen Nacht in Biarritz wird sie unsanft aus ihren Liebesträumen gerissen. Sie findet seltsame E-Mails, die ihr Mann von einer fremden Frau erhalten hat ... Was verschweigt Reed?



Barbara Dunlop hat sich mit ihren humorvollen Romances einen großen Namen gemacht. Schon als kleines Mädchen dachte sie sich liebend gern Geschichten aus, doch wegen mangelnder Nachfrage blieb es stets bei einer Auflage von einem Exemplar. Das änderte sich, als sie ihr erstes Manuskript verkaufte: Mittlerweile haben die Romane von Barbara Dunlop weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden.

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1. KAPITEL

Elizabeth Wellington saß auf der Kante ihres französischen Betts und schnippte eine Zehn-Dollar-Goldmünze hoch in die Luft.

„Kopf“, flüsterte sie in der Stille ihres Schlafzimmers, während sie die Flugbahn der Münze verfolgte. „Kopf, und ich tu’s!“

Bei Zahl würde sie bis zur nächsten Woche warten. Bis zum richtigen Zeitpunkt. Bis zu ihrem Eisprung. Denn dann standen ihre Chancen besonders gut, schwanger zu werden.

„Nun komm schon: Kopf“, murmelte sie. Sie dachte an ihren Mann und stellte ihn sich bildlich vor. Reed saß ein paar Zimmer weiter in seinem Büro. Vermutlich las er gerade seine E-Mails oder war in eine Finanzanalyse vertieft. Unglaublich fit und sexy sah er aus, sogar wenn er völlig in die Arbeit vertieft war.

Die Münze fiel auf die Bettkante, prallte ab und landete auf dem flauschigen Teppich.

„Oh nein!“ Elizabeth sprang auf und ging um das Bett herum. Wo war die Münze? Nirgends auf dem burgunderroten Muster des Teppichs schimmerte blankes Metall. Nach einer Minute, in der Elizabeth vergeblich gesucht hatte, streifte sie die Schuhe ab, zog sich den Rock hoch und kniete sich auf den Boden. Auf beide Hände gestützt blickte sie unter das Bett. Was war es denn nun: Kopf oder Zahl? Und wo zum Teufel war die Sammlermünze im Wert von 25.000 Dollar überhaupt abgeblieben?

„Elizabeth?“, hörte sie Reed plötzlich rufen.

Schuldbewusst sprang sie auf und strich sich den Rock glatt. „Ja, Schatz, was ist?“ Verflixt, die Sammlerschatulle aus Rosenholz stand noch offen auf dem Schminktischchen. Hastig eilte Elizabeth hinüber und schloss den Deckel des Kästchens.

Als er die Schlafzimmertür öffnete, nahm Elizabeth eine betont lässige Haltung ein.

„Hast du mein Handy gesehen?“, fragte Reed.

„Ähm, nein.“ Sie trat ein paar Schritte zurück. Da ist sie! Die Münze lehnte fast aufrecht am Nachtschränkchen und schien Elizabeth im Schein der Tiffanyleuchte schelmisch zuzuzwinkern.

Reed sah sich kurz im Zimmer um. „Ich könnte schwören, dass ich es in die Tasche gesteckt habe.“

„Hast du es angeklingelt?“, fragte sie und bewegte sich möglichst unauffällig in Richtung Münze, um sich so davor zu stellen, dass Reed nichts merkte. Elizabeth wollte auf keinen Fall in die Verlegenheit kommen, ihm erklären zu müssen, wie und warum die Münze auf dem Boden gelandet war.

„Kannst du die Nummer mal wählen?“, fragte Reed.

„Klar.“ Sie nahm das Handy von ihrem Nachtschränkchen. Dabei achtete sie sorgfältig darauf, die Münze nicht zu berühren. Schließlich wusste Elizabeth immer noch nicht, was oben war: Kopf oder Zahl.

Irgendwo in ihrem Apartment begann es zu klingeln.

„Aha, danke“, sagte Reed und wandte sich zur Tür. Wenige Sekunden später rief er aus dem Wohnzimmer: „Ich hab es!“

Elizabeth atmete erleichtert auf. Vorsichtig zog sie den Fuß zurück und betrachtete die Münze. Sie lehnte beinahe senkrecht am Fuß des Nachtschränkchens. Um genauer sehen zu können, ob und wenn ja zu welcher Seite sie gekippt war, drehte Elizabeth das Licht voll auf und beugte sich hinunter. Hätte das Nachtschränkchen nicht im Weg gestanden und wäre die Münze ungehindert weitergerollt, dann wäre welche Seite oben gelandet? Ja! Kopf.

Sie hob die Münze auf. Die Entscheidung war gefallen. Sie würde den Rat ihrer besten Freundin annehmen und auf den ihres Gynäkologen pfeifen. Natürlich war das oberflächlich betrachtet alles andere als vernünftig. Aber Hanna hatte einfach mehr Ahnung vom wahren Leben als Dr. Wendell.

Natürlich wusste der gute Doktor bestens über ihren Gesundheitszustand, ihren Hormonspiegel und ihren Monatszyklus Bescheid. Allerdings hatte er keinen blassen Schimmer von ihrer Ehe. Er wusste nicht, wie sehr Elizabeth schon seit dem ersten Hochzeitstag darum kämpfte, die Offenheit und Nähe wiederzufinden, die zu Anfang zwischen ihr und Reed geherrscht hatten.

Seit fünf Jahren war sie mit Reed Wellington III. verheiratet. In dieser Zeit hatte Elizabeth vieles gelernt: An erster Stelle stand die Firma, an zweiter die New Yorker Geschäftswelt, an dritter die weit verzweigte Familie der Wellingtons. Ihre Ehe kam irgendwo dahinter – unter „ferner liefen“.

Sie wusste einfach, dass ein Baby das ändern würde. Seit Jahren wünschten sie sich nichts sehnlicher als Nachwuchs. Mit einem eigenen Kind hätten sie endlich ein gemeinsames Interesse, das ihnen gleich wichtig war. Ein gemeinsames Anliegen. Ein Gesprächsthema. Ein Baby würde sie einander näherbringen. Und Reed dazu zwingen, mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Das hatte Elizabeth jedenfalls lange gehofft. In letzter Zeit glaubte sie immer weniger daran, dass darin tatsächlich die Antwort auf all ihre Probleme lag.

Eher im Gegenteil. Ein Baby brauchte Wärme und Liebe. Kinder mussten Nähe, starke Gefühle und echte Zuneigung erfahren. Je weiter sie und Reed sich aber auseinanderlebten, desto mehr musste Elizabeth sich eines eingestehen: Selbst wenn ihr gemeinsamer Traum in Erfüllung ging, würde das nichts wirklich in Ordnung bringen.

Seufzend legte sie die Münze zurück in die Rosenholzschatulle, schloss den Deckel und strich mit den Fingerspitzen über die feinen Schnitzereien. Sowohl die Goldmünze als auch die Schatulle waren ein Geschenk von Reed, mit dem er sie beim ersten gemeinsamen Weihnachtsfest überrascht hatte. Und seither schenkte er ihr jedes Jahr neue Sammlermünzen.

Und während der Wert ihrer Sammlung stieg, wurde ihre Beziehung immer problematischer. Irgendwie bescheuert, dachte Elizabeth. Eine einzige Münze hatte in dem Kästchen gelegen, als sie und Reed noch miteinander geflirtet, Geheimnisse geteilt, gemeinsam Fehler gemacht und miteinander gelacht hatten. Damals waren sie meist irgendwann im Bett gelandet, auf der Couch oder auf dem Teppich, wenn sich gerade nichts Bequemeres anbot.

Sie erinnerte sich noch lebhaft an ihr erstes Mal mit Reed. Es war auf der gepolsterten Bank eines Aussichtsturms auf dem riesigen Anwesen seiner Familie in Connecticut geschehen. Sterne hatten am klaren Nachthimmel gefunkelt, und sie waren ganz allein gewesen.

Reeds Küsse waren immer leidenschaftlicher geworden, während er den tiefen Rückenausschnitt ihres Cocktailkleides erforscht hatte. Ihre Haut prickelte unter seinen Berührungen, ihre Brustspitzen wurden hart, und glutvolle Schauer rieselten durch ihren Körper. Die Zeit des Wartens war vorbei. Das wussten sie beide, und er zog sie auf die Bank hinab. Nach endlos lang scheinenden Minuten, vielleicht auch Stunden, in denen er sie küsste und streichelte, zog er ihr den Slip endlich aus. Und dann hatten sie sich wie im Fieber geliebt.

Zwei Wochen später hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht, den sie angenommen hatte – überzeugt, dass ihr Glück ewig währen würde. Ihre Freunde und Verwandten in New Hampshire warnten Elizabeth damals. Es sei ganz und gar keine gute Idee, einen Milliardär aus altem Geldadel zu heiraten. Er gehöre schließlich einer ganz anderen Gesellschaftsschicht an. Sie wiesen auch darauf hin, dass sie und Reed vielleicht völlig unterschiedliche Vorstellungen von einer guten Ehe hätten. Aber Elizabeth war absolut sicher gewesen: Ihre tiefe Liebe würde alle Hindernisse überwinden.

Heute, fünf Jahre später, hatte sie sehr viel von dieser Sicherheit verloren. Elizabeth stand vor den Glastüren, die sich auf den Balkon ihres luxuriös eingerichteten Schlafzimmers öffneten, und blickte nachdenklich hinaus. Es war ein milder Oktoberabend. Tief unter ihrem Apartment im zwölften Stock von Park Avenue 721 rauschte unablässig der Verkehr. Bis zum Horizont schienen sich die Lichter der Stadt zu erstrecken. Seufzend zog Elizabeth die schweren Vorhänge zu.

Natürlich war ihr klar, wie weise Hannas Ratschlag war. Dennoch hatte sie die endgültige Entscheidung lieber dem Schicksal überlassen und eine Münze geworfen. Kopf war das Ergebnis. Die Entscheidung war gefallen. Sie kämpfte um ihre Ehe. Ab sofort mit anderen Mitteln als bisher.

Sie ging hinüber zu ihrer Wäschekommode aus Kirschholz. Der Zinngriff der obersten Schublade fühlte sich kühl an. Nachdem Elizabeth die Schublade geöffnet hatte, befühlte sie die sorgfältig gestapelten Nachtkleider und Negligés.

Es lag ganz unten.

Ihr Magen verkrampfte sich fast, als sie das rote Seidennegligé berührte, das sie in der Hochzeitsnacht getragen hatte. Ja, das war genau das Richtige für heute Abend.

Sie zog sich den Rock aus, ließ Kostümjacke, Bluse und Unterwäsche achtlos auf einen Stuhl fallen. Plötzlich hatte sie es eilig, zu Reed zu kommen, sehr eilig sogar. Hastig schlüpfte Elizabeth in das Negligé – und fühlte sich zum ersten Mal seit Monaten schön und unwiderstehlich.

Sie bürstete sich das kastanienbraune Haar und schüttelte es auf. Ihre Wimpern waren von Natur aus sehr lang, deshalb tuschte sie sie nicht. Ihre grünen Augen kamen darunter herrlich zur Geltung. Sorgsam schminkte sie sich die Lippen und strich sich ein wenig Rouge auf die Wangen. Dann trat sie vor den Spiegel, um sich kritisch zu betrachten: nackte Füße, leuchtend rot lackierte Fußnägel, rote Seide, die nur knapp die Hüfte bedeckte und einen verführerischen breiten Spitzensaum hatte, ein tiefer spitzenverzierter Ausschnitt, der ihre Brüste mehr betonte als bedeckte. Voll und ganz verführerisch.

Noch ein bisschen Parfum, einen Spaghettiträger über die Schulter rutschen lassen – perfekt! Elizabeth richtete sich zu voller Größe auf und legte...



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