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Dyer | Glücklichsein ist der Weg | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

Dyer Glücklichsein ist der Weg

Mit 9 zentralen Fragen für einen Perspektivwechsel im Leben
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-641-25334-9
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Mit 9 zentralen Fragen für einen Perspektivwechsel im Leben

E-Book, Deutsch, 240 Seiten

ISBN: 978-3-641-25334-9
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Der beliebte spirituelle Autor Wayne W. Dyer war auch als »Vater der Motivation« bekannt und mit seiner positiven Lebenseinstellung ein Vorbild für viele. »Glücklichsein ist der Weg« versammelt seine inspirierenden Lehren, die Rat und Beistand für sämtliche Lebenslagen bieten. Ausgehend von den Auswirkungen unserer Erwartungen, Einstellungen und Entscheidungen erklärt Dyer, wie wir letztlich zu bewusster Selbstbestimmung und wahrem Erfolg finden. So können wir endlich den Weg zu dem Leben erkennen, das wir uns immer erträumt haben.

Wayne W. Dyer wurde 1940 geboren. Er gehört zu den meistgelesenen Autoren auf dem Gebiet der Lebensratgeber und der Selbsthilfe. Seine Bücher wurden weltweit über 50 Millionen mal verkauft, hinzu kommen Audio-Programme und DVDs. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören: »Mit Absicht. Den eigenen Lebensplan kennen und verwirklichen«, »Ändere deine Gedanken – und dein Leben ändert sich« sowie »Keine Ausreden. Wie wir destruktive Denkmuster ändern können«. Wayne Dyer starb 2015 im Alter von 75 Jahren auf Maui, Hawaii.
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1 Die Einstellung ist alles


Menschliches Verhalten ist ein Thema, das mich über weite Strecken meines Lebens beschäftigt hat und auf das ich immer wieder zurückgekommen bin – bei meiner Promotion, bei der Arbeit als Professor und Berater, beim Bücherschreiben. Ich habe in diesem Zusammenhang sehr viel von dem kennengelernt, was im Laufe der Jahrhunderte über Glück und das Streben nach Glück geschrieben worden ist. So viele Menschen sind ihr Leben lang auf der Suche nach dem Glück und meinen, es sei anderswo oder in anderen zu finden. Ein Grundirrtum. Mir hat sich nach und nach erschlossen, dass Glück etwas ist, das wir und das durch die Art und Weise kommt, wie wir denken.

Glück ist etwas Inneres. Es ist bereits da und kostet dich nur den Entschluss, es in Besitz zu nehmen. Da du es in dir hast, kannst du es in alles einbringen, was du tust, in deine Arbeit, in deine Beziehungen. In welchem Zusammenhang auch immer – du hast es bereits und musst es dir nicht erst erringen.

Ich erlebe aber immer wieder, dass die Leute hier einiges durcheinanderbringen. Sie schreiben ihr Fühlen und Erleben gern äußeren Dingen zu. Sie denken oder sagen: » hast mich gekränkt.« »Wegen fühle ich mich mies.« » bringst mich in Verlegenheit.« » machst mich gerade unglücklich.« Vielleicht sagen sie auch: »Dieser ganze Unfrieden in der Welt macht mir zu schaffen, wer da im Weißen Haus sitzt, passt mir gar nicht, und wenn ich mir den Aktienmarkt ansehe, werde ich richtig deprimiert.« Aber so funktioniert unser Planet nicht – nichts Äußeres ist für deine Verärgerung, deinen Trübsinn oder dein Glück verantwortlich.

Wenn du ein wirklich glücklicher Mensch sein möchtest, musst du als Erstes verinnerlichen, dass alles, was dir im Leben begegnet, von deiner Wahrnehmung dessen abhängt, was da draußen in der Welt vor sich geht. Anders gesagt, du musst dich für alles in deinem Leben selbst verantwortlich fühlen. In dem Wort »Verantwortung« oder »Verantwortlichkeit« steckt das Antworten, aber das muss für mein Verständnis ein kompetentes und kluges Antworten sein: Ich besitze die Fähigkeit zu antworten, und ich antworte mündig. Das bedeutet, wie ich jetzt schon so viele Jahre zu vermitteln bemüht bin, dass ich für alles in meinem Leben die Verantwortung übernehme.

Saft und Flamme


Stell dir eine Orange vor. Was passiert, wenn du sie ganz fest drückst? Na, Saft tritt aus. Und weshalb kommt aus einer gequetschten Orange Saft? Weil er in ihr drin ist.

Spielt es eine Rolle, wer da presst? Spielt es eine Rolle, wie man es macht oder mit welchem Werkzeug oder zu welcher Tageszeit? Nein. Man presst eine Orange, und was herauskommt, ist immer das, was in ihr war. Wenn man nun einen Menschen presst, also irgendwie unter Druck setzt, ist das, was dann an Ärger, Hass, Stress oder Bedrückung »austritt«, nicht dem zuzuschreiben, der den Druck ausübt oder wie oder wann er das macht. Es ist einfach das, was bereits in dem bedrängten Menschen drin war. Was nicht in dir ist, kommt auch nicht heraus, da mögen die Umstände sein, wie sie wollen. Wenn du im Straßenverkehr geschnitten wirst und dich furchtbar aufregst, ist das Verhalten des anderen nur der Anlass, während die Bereitschaft, aus der Haut zu fahren, schon in dir war. Und wenn du sie nicht mehr mit dir trägst, kann dich kein Fehlverhalten eines anderen mehr in Rage bringen. Deshalb mag ich diesen Eleanor Roosevelt zugeschriebenen Spruch: »Niemand kann dich ohne dein Einverständnis dazu bringen, dich minderwertig zu fühlen.« Niemand kann dich in die Depression treiben, niemand kann dir Angst einjagen, niemand kann dich kränken: Niemand macht dich zu etwas, dem du nicht innerlich zustimmst.

Bei allem, was dir begegnet oder passiert, hast du eine Stimme. Du erschaffst es. Wenn du bei der Arbeit mit jemandem nicht zurechtkommst, wenn du Beziehungsprobleme hast oder dich untergebuttert fühlst, wenn deine Kinder keinen Respekt vor dir haben, dann richte deinen Blick erst einmal auf dich selbst und frage dich: »Was ist da los mit mir und was kann ich ändern, damit ich mich nicht immer als Opfer fühle?« Bleib nicht bei diesem reflexhaften »Wie kann ich die Welt ändern, wie kann ich die Menschen veranlassen, sich zu ändern?«. Alles, was dich ärgert oder aufregt oder nervt, ist in Wirklichkeit dein eigener Ärger, deine eigene Aufregung und deine eigene Genervtheit. Es ist wirklich alles deins, es gehört dir, es gehört zu niemandem sonst.

Wenn du jemandem vorwirfst, eine Nervensäge zu sein, sagst du ja eigentlich: »Wenn dieser Mensch nur anders wäre, müsste ich mich nicht so über ihn ärgern.« Irgendwo auf deinem Weg zur Erleuchtung kommt es jedoch zu einer interessanten Kehrtwendung: Wenn du mit Leuten zu tun hast, die sich dir gegenüber so verhalten, wie du das früher als ärgerlich empfunden hättest, siehst du auf einmal, dass das nur mit ihnen selbst zu tun hat. Du beziehst es nicht mehr auf dich. Und jetzt kommt es zu dem, was ich eine mündige Antwort nenne. Du sagst dir: »Sie sind, wie sie sind, und sie benehmen sich so, wie sie es im Moment für richtig halten. Ich werde deshalb jetzt als das reagieren, was ich bin, und ich bin Liebe, Freundlichkeit und Toleranz. Dann komme ich mit dem Verhalten der anderen schon irgendwie zurecht oder kann es einfach ignorieren. Jedenfalls muss ich es nicht auf mich beziehen und mache es mir nicht zu eigen – es gehört ganz ihnen.«

Die Frage ist nicht, ob du Probleme hast oder nicht. Es geht um deine gegenüber Problemen.

Meine persönliche Entwicklung hat mir gezeigt, dass sich jeder uneingeschränkt selbst für seine innere Entwicklung zuständig fühlen muss. Und um unsere innere Entwicklung kümmern wir uns auf unserem Weg durchs Leben längst nicht immer so, wie es gut wäre.

Stell dir eine brennende Kerze vor. Wenn du mit ihr ins Freie gehst, wird der Wind sie wahrscheinlich bald ausblasen. In gleicher Weise begegnest du da draußen allen möglichen Kräften, die dir den Eindruck vermitteln, deine innere Kerzenflamme, dein Menschsein, werde immer wieder ausgeblasen.

Tatsächlich kannst du aber selbst dafür sorgen, dass deine innere Flamme nicht einmal flackert. Um dich herum passiert alles Mögliche, worauf du keinen Einfluss hast. Die Stürme des Lebens umtosen dich und schlagen mal als Krankheit, mal als Unfall oder als irgendetwas nicht Vorhersehbares zu, aber deine innere Kerzenflamme gehört wirklich ganz dir und nur dir. Du kannst dir deine Welt immer so zurechtlegen, wie es dir am besten dient, und nicht so, dass es dich ihr entfremdet oder dich fertigmacht. Vielleicht besteht überhaupt das Höchste, was man im Leben erreichen kann, in der Erkenntnis, dass die Kerzenflamme, Symbol deiner inneren Entwicklung, immer und unter allen Umständen hell und stark bleiben kann. Das führt uns zurück zum Gedanken der Eigentümerschaft: Durch die Erkenntnis, dass es letztlich einzig von dir abhängt, was in dir vorgeht, nimmst du dein Leben wieder selbst in die Hand. Es gehört alles dir.

Unbegrenztes Leben


Je länger ich über Verantwortung und Glück nachdenke und schreibe, desto klarer sehe ich, dass es offenbar drei Arten von Menschen gibt. Die der ersten Art gehen mit Anspannung, Stress und Schmerzen durchs Leben. Dann gibt es andere, die nicht so schlimm dran sind, aber doch nicht alles aus ihrem Leben machen, was möglich wäre. Beim dritten Typ, den die Welt, wie ich glaube, vermehrt braucht, handelt es sich um Menschen, die keine Grenzen für die Entwicklung ihres Lebens kennen oder anerkennen und die darauf aus sind, das Allerbeste aus ihrem Leben zu machen. Ich nenne sie »Menschen ohne Grenzen« oder »unbegrenzte Menschen«.

Viele, die vor mir auf diesem Gebiet der Psychologie und Selbstverwirklichung tätig waren, gingen davon aus, dass es hier ein paar Auserwählte gibt, Menschen der ganz besonderen Art. Ich sehe das anders. Nach meiner Überzeugung ist ein erwachtes Leben, ein Leben ohne Grenzen uns allen möglich. Ich glaube fest daran, dass jeder die Höhe des Menschenmöglichen erreichen und von dort aus in der Welt wirken kann.

Während meiner Zeit als Berater und Therapeut in New York habe ich im Gespräch mit all den Leuten, die Lösungen für ihre Lebensprobleme suchten, immer wieder das Gleiche erlebt. Es mochten Anwälte, Hausfrauen oder Taxifahrer sein, immer wieder lief es darauf hinaus, dass sie sich bei mir beschwerten: »Na hören Sie mal! Aus Ihrem Mund klingt das alles so einfach. Wie kommen Sie darauf? Es ist alles andere als einfach!« Doch, es einfach, und bis heute frage ich mich, weshalb jemand Gesundheit, Glück und menschliches Miteinander gegen etwas Schwieriges und Kompliziertes eintauschen möchte.

Nach einem meiner Vorträge trat eine Frau an mich heran und sagte: »Okay, jetzt habe ich Ihnen anderthalb Stunden zugehört, und es hat mich wirklich aufgebaut. Aber mal ehrlich, sind Sie nicht auch ab und zu deprimiert?«

»Nein, gar nicht«, gab ich zurück.

»Wie deprimierend«, sagte sie, »ich hatte wirklich gehofft, dass Sie Ja sagen.«

Nun treten ja in Talkshows immer wieder Pop-Psychologen auf, die behaupten, es sei ganz natürlich, dass man mal deprimiert oder nervös oder unglücklich ist. Das sei einfach menschlich.

Diese Frau wollte von mir auch so etwas hören, aber ich glaube einfach nicht, dass solche Regungen und Zustände natürlich oder normal oder menschlich sind. Für mich ist das einfach nur unsinnig, weil wir uns damit selbst im Wege stehen. Uns ist eingeimpft worden, dass das Leben uns übel mitspielt und wir...


Dyer, Wayne W.
Wayne W. Dyer wurde 1940 geboren. Er gehört zu den meistgelesenen Autoren auf dem Gebiet der Lebensratgeber und der Selbsthilfe. Seine Bücher wurden weltweit über 50 Millionen mal verkauft, hinzu kommen Audio-Programme und DVDs. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören: »Mit Absicht. Den eigenen Lebensplan kennen und verwirklichen«, »Ändere deine Gedanken – und dein Leben ändert sich« sowie »Keine Ausreden. Wie wir destruktive Denkmuster ändern können«. Wayne Dyer starb 2015 im Alter von 75 Jahren auf Maui, Hawaii.



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