E-Book, Deutsch, 240 Seiten
Eagle / Cooke Der Pfad der Einweihung
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-96861-143-3
Verlag: Aquamarin Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 240 Seiten
ISBN: 978-3-96861-143-3
Verlag: Aquamarin Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
White Eagle hat über viele Jahrzehnte seine Erdengeschwister über die Wirklichkeit der höheren Welten belehrt; aber er war einst selbst, vor vielen Jahrtausenden, als Mensch inkarniert.
In diesem außergewöhnlichen Werk beschreibt Grace Cooke, das langjährige Medium White Eagles, wie sie von ihm bereits vor langer Zeit für jene Aufgabe vorbereitet wurde, die sie im 20. Jahrhundert in England zu erfüllen hatte.
Es gibt kaum ein zweites Buch, das so authentisch und so packend die früheren Hochkulturen der Erde beschreibt. Die Vorgänge um die Einweihung in der Frühzeit der gegenwärtigen Menschheit treten ins Licht der heutigen Zeit, als wäre es gestern gewesen.
Grace Cooke und White Eagle verdeutlichen in ihrer Zusammenarbeit, welche unabänderlichen geistigen Gesetze gelten – damals wie heute.
Autoren/Hrsg.
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Wer ist White Eagle?
»Wer ist White Eagle?«, werde ich häufig gefragt. Er lüftet dieses Geheimnis nicht gern und lenkt am liebsten von diesem Thema ab. Vor vielen Jahren jedoch, als er sich mir zum ersten Mal vorstellte, ließ er verlauten, dass er sich das letzte Mal als Mohawk-Häuptling des Sechs-Völker-Verbandes (vormals fünf) der Irokesen inkarnierte. Im Verlaufe meiner Verbindung mit ihm im jetzigen Leben hat er eine Reihe von Bemerkungen fallen lassen, die mich zusammen mit verschiedenen Begebenheiten zu der Annahme veranlassen, dass White Eagle ehemals das Oberhaupt der sechs Irokesen-Völker – Hiawatha, der mythische Urheber des Völkerverbandes – gewesen ist. Der Name White Eagle, unter dem er bekannt ist, deutet auf einen geistigen Lehrer hin. Er befasst sich in erster Linie damit, der Menschheit den wahren Inhalt des Begriffes der Brüderlichkeit zu verdeutlichen.
White Eagle hat nicht direkt geäußert, Hiawatha gewesen zu sein; die Ähnlichkeiten in Charakter, Persönlichkeit und Wirkungsbereich sind jedoch augenfällig. Mit mir, als seinem Sprachrohr, bemüht sich White Eagle, die Sache des Friedens und der Brüderlichkeit zu fördern, so wie es schon im vergangenen Leben der Fall war. Seine Botschaften der letzten dreißig Jahre waren darauf ausgerichtet, unser Denken auf ein neues Zeitalter der Einheit zwischen den Nationen vorzubereiten.
Der amerikanische Historiker Alvin M. Joseph schreibt in seinem Buch, dass Hiawatha von einem Meister namens Deganiwidah unterwiesen worden sein soll, und dass er von diesem die Grundlagen der Staatsführung gelernt habe, die er in die Verfassung und Rechtssprechung des Völkerbundes eingehen ließ. Die Art und Weise, wie ich an das Buch »The Patriot Chiefs« kam, ließ mich die Überzeugung gewinnen, dass White Eagle mich mehr über sein Leben als nord-amerikanischer Indianer erfahren lassen wollte. Nach Beendigung des Sonntags-Gottesdienstes in der »White Eagle Lodge« in London kam ein Fremder auf mich zu und sagte: »Sie sollten sich unbedingt das Buch über die Häuptlinge besorgen.« Ich folgte dieser Aufforderung und fand in dem Buch den historischen Nachweis für die Existenz Hiawathas und einen ausführlichen Bericht über sein Wirken für Brüderlichkeit unter den Stämmen und für die Schaffung des Bündnisses unter den Irokesen. In dem Buch heißt es unter anderem, dass Hiawatha das Stämmebündnis den »großen weißen Teppich des Friedens und der Brüderlichkeit« nannte.
Bei einer Aufführung von »Hiawatha« in der Albert-Hall wurde ich von dem Gefühl erfasst, zu den Indianern zu gehören und musste mich zusammenreißen, mich nicht in die Arena zu ihnen zu gesellen. Während der Pause ließ ich dem einzigen wirklichen Indianer in dem Stück, dem Häuptling Oskenonton, der den Medizinmann spielte, eine Nachricht mit der Bitte um ein Treffen übermitteln. Er schüttelte sogleich meine Hand wie einem lange verschollenen Verwandten und rief aus: »Du bist ja eine von uns!« Ich erzählte ihm, einen Indianer zum inneren Führer zu haben, der mich dazu veranlasst hatte, ihn zu treffen. Er entgegnete, dass er, während er die sterbende Minnehaha besang, von dem Geist eines großen Indianer-Häuptlings überschattet worden war. Dieser Vorfall sowie weitere Eindrücke ließen mich zu der Überzeugung kommen, während White Eagles Inkarnation als Hiawatha in seiner Nähe gelebt zu haben.
Meinem Eindruck nach überdauerte die Union der sechs Stämme zwei Jahrhunderte des Konfliktes mit dem eindringenden weißen Mann, bis sie ihm schließlich unterlagen. Die politischen Einrichtungen lebten jedoch fort, da die Prinzipien, die dem SECHS-VÖLKER-SYSTEM zugrunde lagen, von solcher Qualität sind, dass sie in die Studien derjenigen europäischen und amerikanischen Philosophen Eingang fanden, die nach gerechteren und humaneren Regierungsmethoden suchten. Ich vermute, dass die führenden Männer der Kolonien, die von Einheit unter den englischen Siedlern träumten, sich mit der politischen Struktur dieses Völkerbundes befassten. Man weiß, dass Irokesen-Häuptlinge die Kolonialisten rügten, weil sie nicht eine Union nach dem Modell des Sechs-Völker-Bundes formten.
Ich zitiere wiederum aus dem Buch »The Patriot Chiefs«: »Benjamin Franklins »Albany Plan« von 1754 für die Vereinigung der Kolonien wurde direkt von Hiawathas Völkerbund inspiriert, und Franklin zögerte nicht, die Kolonialisten darauf hinzuweisen, dass es doch seltsam wäre, wenn sechs ungebildete, unkultivierte Völker fähig seien, eine solche Union zu konzipieren und so gut in die Tat umzusetzen, dass sie Zeitalter hindurch Bestand hätte und sogar unauflösbar erschien; und wenn nun eine vergleichbare Union von zehn oder einem Dutzend Kolonien nicht durchführbar wäre, für die es doch viel notwendiger und nützlicher sei, und von denen man doch nicht annehmen sollte, dass sie weniger Verständnis der eigenen Interessen aufbrächten!«
Auf die Regierungsform der Vereinigten Staaten, wie sie 1787 ins Leben gerufen wurde, lässt sich sicherlich nicht mehr als ein indirekter Einfluss des Irokesen-Völkerbundes feststellen, und zwar auf dem Wege über die liberalen Philosophen des 18. Jahrhunderts. Die Arbeitsmethoden des Kongresses, des Senats und der Hauskonferenzen zur Ausarbeitung von Gesetzentwürfen in Schlichtungssitzungen weisen jedoch eine erstaunliche Ähnlichkeit mit der Einrichtung des großen Rats-Feuers des Bundes auf. Trotz des zersetzenden Einflusses der umgebenden Zivilisation des weißen Mannes, wurde das Feuer des Großen Rates bis zum heutigen Tag in der jetzigen »Hauptstadt«, in der Nähe Brantfords, Ontario, beibehalten. Noch mehr Genius ist den humanitären Konzepten der Irokesen hinsichtlich Brüderlichkeit und Frieden zuzuschreiben, denn sie wurden von Hiawatha für Wilde, auf Steinzeitalter-Niveau, entworfen und durchgeführt, bevor der weiße Mann kam; und für die Vereinten Nationen sowie für die Parlamente und die Menschheit des 20. Jahrhunderts sind sie noch immer nicht mehr als ein sehnlichster Wunschtraum.«
Ich wende mich jetzt einem eigenartigen Vorfall zu, der in dem Buch »An Encyclopaedic Outline of Masonic, Hermetic, Cabbalistic and Rosicrucian Philosophy« (»Enzyklopädische Beschreibung hermetischer, kabbalistischer, Freimaurer- und Rosenkreuzer-Philosophie«) von Manly P. Hall beschrieben steht.
»Am Abend des 4. Juli 1776 hatte sich in einem alten Parlamentsgebäude in Philadelphia eine Gruppe von Männern für die schwierige Aufgabe zusammengefunden, das letzte Band zwischen Mutter- und Tochterland zu trennen. Es war ein ernster Augenblick, und nicht wenige der Anwesenden befürchteten, durch ihre Kühnheit ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Mitten in der Erörterung meldete sich eine gewaltige Stimme. Die Debattierenden hielten inne und wandten sich dem Fremden zu. Wer war dieser Mann, der plötzlich in ihren Reihen erschien und sie mit seinen Worten in den Bann zog? Sie hatten ihn nie zuvor gesehen, keiner wusste, wann er eingetreten war. Seine hohe Gestalt und sein fahles Gesicht erfüllten sie mit Ehrfurcht. In seiner Stimme schwang heiliger Eifer mit; der Fremde berührte die Tiefe ihrer Seele. Seine abschließenden Worte schallten durch das Gebäude: »Gott hat dem Menschen Amerika gegeben, um frei zu sein«, dann sank der Fremde erschöpft in den Stuhl. Überströmender Enthusiasmus erfasste die Herzen. Ein Name folgte dem anderen auf dem Pergament. Die Unabhängigkeitserklärung wurde unterzeichnet; wo jedoch war jener Mann, der diese schwierige Aufgabe vollbracht hatte und in jenem Augenblick der Versammlung zumindest einen Teil des großen Zieles enthüllte, für das diese neue Nation gegründet wurde? Er war verschwunden, und er wurde weder wiedergesehen noch seine Identität festgestellt.«
Für mich deutet vieles darauf hin, dass der Meister, der Hah-Wah-Tah, Is-ra und Hiawatha führte und schulte, eine Rolle in der Erarbeitung der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika spielte. War er vielleicht der Unbekannte? In den frühen Tagen der White Eagle Lodge wurde mir am Ende eines Sonntags-Gottesdienstes eine Frau vorgestellt, die erklärte, sich veranlasst zu fühlen, mir eine kleine Goldmünze zu geben, die ich auf Wunsch White Eagles als Zeichen unserer gemeinsamen Arbeit bewahren solle. Es war eine Fünfzig-Cent-Gedächtnismünze aus Gold, die zum Gedenken an die Verfassung von 1787 geprägt wurde. Auf der einen Seite der Münze war der Kopf eines nord-amerikanischen Indianers abgebildet, der White Eagle ähnlich sieht, auf der anderen ein Adler und die Worte: »Wir vertrauen auf Gott.« Außerdem ließ die Dame wissen, sie habe während des Gottesdienstes, den ich abhielt, einen Mann in den besten Jahren, mit einem feinen intellektuellen Gesicht, VanDyke- und Schnauzbart, in Samt-Wams und Hose der Tudor-Zeit, auf meiner Seite gesehen. Dieses Bild passt genau auf die Persönlichkeit, die unter dem Namen Francis Bacon bekannt war, und der meiner Annahme nach eine andere Erscheinung des Meisters und Lehrers ist, der vormals mit Hah-Wah-Tah, Is-ra und Hiawatha zusammenarbeitete. Ich bin sicher, dass er mir mittels dieser Frau die amerikanische Münze übermitteln ließ als kleines Beweisstück dafür, dass er hinter White Eagles Arbeit und hinter meiner eigenen während vieler Inkarnationen gestanden hat,...




