Eden | Echo der Angst | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Eden Echo der Angst


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7517-2044-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 400 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7517-2044-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn sie überleben wollen, müssen sie sich ihren dunkelsten Ängsten stellen ...

FBI-Agentin Monica Davenport ist eine erfolgreiche Profilerin. Ihr fällt es leicht, sich in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinzuversetzen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen, dem attraktiven Agenten Luke Dante, soll sie nun einen Mörder finden, der sich die schlimmsten Ängste seiner Opfer zunutze macht. Der neue Fall verlangt den beiden alles ab, denn Monica hat mehr damit zu tun, als sie ahnt. Der Täter hat sie zu einem Teil seines Spiels gemacht ...

Atemlose Spannung und prickelnde Liebesgeschichten - die Romantic-Suspense-Reihe von Bestseller-Autorin Cynthia Eden:

Band 1: Echo der Angst
Band 2: Echo der Vergangenheit
Band 3: Echo des Zorns

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



New-York-Times-Bestsellerautorin Cynthia Eden schreibt düstere Romantic-Suspense- und sexy Paranormal-Romance-Romane. Sie hat Soziologie und Kommunikationswissenschaften studiert. Eden gehörte bereits dreimal zu den Finalisten des RITA® Award. Seit 2005 ist sie Vollzeitautorin und hat bislang über 70 Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.

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Prolog


»Lebt das Mädchen noch?«, fragte Special Agent Jonas McKall.

Er war seit etwas über zwei Jahren bei der Einheit, und Mörder jagte er schon viel länger – er hätte es wirklich besser wissen sollen.

Keith Hyde grunzte und griff nach seiner Waffe. »Heute ist der vierte Tag. Du weißt doch, wie dieser Täter vorgeht. Zwei Tage Spaß und Vergnügen.« In Gedanken setzte er hinzu: Krankes, durchgeknalltes Schwein.

Ob das Mädchen noch lebte? Wohl kaum. Sie hatten schon fünf Leichen gefunden, alles junge Mädchen, Teenager. Abgeschlachtet.

Katherine Daniels war zuletzt am vergangenen Montag an einer Bushaltestelle gesehen worden. Heute war es ihnen endlich gelungen, den Schlupfwinkel des Mörders aufzuspüren, aber Hydes Instinkt sagte ihm, dass sie zu spät kamen.

Wie immer.

»Geht vorsichtig rein«, ordnete er an. Schweiß rann ihm über den Rücken. Seine Mannschaft war für solche Situationen ausgebildet, aber er sprach die Warnung trotzdem aus. Der Kerl in der Hütte war ausgekocht. Ein Jahr lang hatte er es geschafft, Polizei und FBI zu narren.

Während er seelenruhig Mädchen aufschlitzte.

»Wir dürfen ihn nicht erschrecken – für den Fall, dass Katherine noch lebt.« Damit der Täter keine Gelegenheit bekam, sie noch schnell zu ermorden.

Die drei FBI-Agenten nickten.

»Sir, was ist mit …« Die flüsternde nasale Stimme tat Hyde in den Ohren weh.

Trotzdem blieb er stehen und wandte sich zu dem Profiler um.

»Was ist mit Mary Jane Hill?«

Das dritte verschwundene Mädchen.

Der Blick des Profilers wanderte zu der Hütte. »Wir haben ihre Leiche nie gefunden.«

Hyde biss die Zähne zusammen. »Weil das Schwein sie irgendwo im Wald abgeladen hat und die Tiere sie vor uns gefunden haben.« Die anderen Leichname hatten sie, völlig entstellt, gerade noch rechtzeitig gefunden, ehe Wildtiere sich über sie hatten hermachen können.

Mary Jane nicht.

Hyde ging davon aus, dass sie das Mädchen nie finden würden.

»Aber …«

»Brown, sie ist seit über drei Monaten verschwunden. Sie ist tot.« Der Irre hielt sich unbeirrt an seine Zwei-Tage-Regel.

Gerade der Profiler sollte das doch wissen.

Doch Brown mit seinem perfekt gebügelten Anzug und den viel zu dicken Brillengläsern war erst ein paar Tage zuvor als Ersatzmann in ihr Team nachgerückt, kurz bevor sie zufällig auf eine brauchbare Spur gestoßen waren.

Sein Vorgänger, Jasper Peters, hatte sich aus dem Fall ausgeklinkt. Mit hochrotem Gesicht und zitternden Händen hatte er vor Hyde gestanden. »Ich halte diesen Mist nicht mehr aus«, hatte er gesagt. »Man kann diese Monster nicht aufhalten. Man wird sie nie aufhalten können.«

»Bleiben Sie, wo Sie sind«, brummte Hyde. In der Ferne hörte man Grillen zirpen. Aus der Hütte drang schwaches Licht. »Warten Sie hier.«

Er hob die Hand. Gab das Startzeichen – und machte sich bereit, die Hölle zu betreten.

***

Hyde brach das Schloss auf und schob sich geräuschlos durch die Tür. Drinnen nahm ihm der Gestank fast den Atem. Blut und Verwesung. Ein ekelhafter Geruch, der schwer in der Luft hing.

Sie würden das Mädchen nicht lebend finden.

Er schluckte, um den gallebitteren Geschmack im Mund loszuwerden, und hielt die Waffe fest mit beiden Händen gepackt. Irgendwo in diesem Loch verbarg sich der Killer.

Sie hatten eine Karte der Gegend angefertigt. Es war ihnen sogar gelungen, den Mann ausfindig zu machen, der die Hütte mehr als zwanzig Jahre zuvor gebaut hatte. Sie hatte einen kleinen Keller – der perfekte Ort, um Menschen zu ermorden.

Dort verbarg sich »Romeo«.

Beim Anblick der stabilen Metalltür begann Hydes Herz zu rasen. Von einer Kette baumelte ein Vorhängeschloss.

Wenn er unterwegs ist, sperrt er sie ein, dachte er. Sie haben keine Chance zu fliehen.

Jetzt war das Schloss offen, weil das Schwein sich da unten gerade vergnügte.

Aber nicht mehr lange.

Hyde zog die Tür auf.

Das Quietschen peinigte seine Ohren wie ein lauter Schrei.

Verdammt.

Hyde hetzte die Treppe hinunter.

Noch am Leben?

Wohl kaum. Aber vielleicht, vielleicht …

Die Lichter über ihm flackerten, fluoreszierendes Neonlicht, das alles erhellte und dennoch vieles im Dunkeln ließ.

Auf der letzten Stufe geriet er ins Stolpern, fing sich jedoch wieder und schrie: »FBI! Nehmen Sie …«

Lachen. Laut und kräftig. Aus dem Schatten trat ein Mann. Er war jung, Mitte zwanzig, sah gut aus.

Der Profiler hatte recht gehabt.

»Er zwingt sie nicht mitzukommen. Er verführt sie. Hat etwas an sich, dem sie nicht widerstehen können«, hatte er gesagt.

Romeo, der die Mädchen zu einem gewagten Leben überredete.

»Hände hoch, Arschloch! So, dass ich sie sehen kann!« Die anderen FBI-Agenten kamen die Treppe heruntergepoltert und verteilten sich im Raum.

Romeo lächelte nur und zeigte seine Grübchen. Die Hände hielt er hinter dem Rücken verborgen. Brust und Beine waren von einer langen weißen, mit roten Flecken übersäten Schürze bedeckt. »Zu spät«, wisperte er und trat einen Schritt nach vorn.

Hyde schüttelte den Kopf. »Ich jage dir eine Kugel ins Herz.«

Noch ein Schritt.

»Dann werdet ihr meine bezaubernde Katherine nie finden.«

Genau wie sie Mary Jane nie gefunden hatten.

Hyde spürte, wie sich sein Finger fester auf den Abzug legte. »Du wirst aber auch nie wieder ein Mädchen aufschlitzen. Das reicht mir völlig.«

Wieder flackerten die Lampen, und das Lächeln des Manns erlosch. »Sie wollen es also auf die harte Tour, Hyde?«

Der Killer kannte seinen Namen. Nicht unbedingt eine große Überraschung, nachdem Hydes Gesicht in den letzten Monaten dauernd in den Nachrichten zu sehen gewesen war.

»Sie ist nicht hier.« Das kam von Jonas.

Einen kurzen Moment wandte Hyde den Blick von Romeo ab und ließ ihn zu den Ketten an der Wand und dem Tablett mit den Chirurgeninstrumenten wandern.

Das Spielzimmer eines durchgeknallten Arschlochs. Aber kein Mädchen.

»Legt ihm Handschellen an«, kam wie ein Grollen aus Hydes Kehle. Er hätte gern abgedrückt. Hätte diesem tollwütigen Tier nur zu gern den Gnadenschuss verpasst. Wenn er nur einen Vorwand gefunden hätte.

Jonas griff nach seinen Handschellen.

Plötzlich flogen Romeos Arme nach vorne. In der Hand hielt er eine Handfeuerwaffe, die er vorher hinten unter seinem Hemd verborgen hatte.

Der perfekte Vorwand. Dieser Gedanke huschte Hyde durch den Kopf, doch da hatte Romeo bereits abgedrückt.

»Nein!« Der schrille, laute Schrei einer Frau.

Hyde war für den Bruchteil einer Sekunde abgelenkt, weil sein Blick das Opfer suchte.

Romeo schoss, und im selben Augenblick warf sich eine Frau – nein, ein Mädchen – auf den Mörder, und sie stürzten beide zu Boden.

Ein Messer blitzte.

Die Klinge drang tief in Fleisch ein.

Lachen.

Schreie.

Hyde schüttelte den Kopf, packte das Mädchen und zog es hoch, während seine Männer sich auf den Killer stürzten. Das Mädchen versuchte, Hyde abzuschütteln. Die Hand, in der es das Messer hielt, bebte.

Woher zum Teufel war sie so plötzlich aufgetaucht?

»Schon gut«, flüsterte er beruhigend, obwohl er nicht gerade der Typ war, dem beruhigende Worte leicht über die Zunge kamen. »Er wird dir nichts mehr tun.«

Romeo warf den Kopf in den Nacken. Zwei FBI-Agenten knieten auf ihm. »Ich habe ihr nie etwas getan. Ich liebe sie. Sie gehört mir!«

Hydes rechte Schulter pochte furchtbar. Die Kugel hatte ihn getroffen, aber es war zum Glück nur ein Streifschuss.

Wieder versuchte das Mädchen, sich loszureißen. Hyde ignorierte den Schmerz in seiner Schulter und griff noch fester zu. »Ganz ruhig. Es ist vorbei.« Er wies mit dem Kopf auf Romeo. »Schafft ihn hier raus.«

Sie zitterte am ganzen Körper, als die Männer Romeo die Treppe hinaufzerrten. Hydes Blick wanderte nach links. Eine offene Tür. Verdammt, es sah eher aus, als stünde ein Teil der Mauer offen. Ein begehbarer Schrank. Nein, für einen begehbaren Schrank war die Öffnung nicht groß genug. Das waren höchstens sechzig Quadratzentimeter.

Hatte Romeo das Mädchen dort eingesperrt?

»Gehen wir raus, Katherine.« Das Team musste dieses stinkende Loch von oben bis unten durchsuchen.

Sie packte das Messer fester.

»Du musst das Messer jetzt fallen lassen.« Er wollte ihr nicht wehtun. Sie hatte bereits genug durchgemacht.

Eine Minute. Zwei.

Ganz langsam lockerten sich ihre Finger, und das Messer fiel scheppernd zu Boden.

»Braves Mädchen.«

Bei seinen Worten zuckte sie zusammen.

Das dunkle Haar hing ihr wirr ins Gesicht. In dem langen dunklen Hemd und der weiten Trainingshose schien sie schier zu verschwinden.

Sie lebte noch. Das war wirklich ein Wunder, das Jonas ihm noch lange unter die Nase reiben würde.

Hyde führte sie zur Treppe. Zögernd sah sie zur Tür hinauf.

»Verschlossen.« Ihre Stimme war nur ein heiseres Krächzen.

Er spürte, wie sich eine Faust um sein Herz legte und zudrückte. »Diesmal nicht, Kleines.«

Sie nickte und stieg langsam die Treppenstufen hinauf. Eine nach der anderen. An der Tür zögerte sie. Dann hob...


Eden, Cynthia
New-York-Times-Bestsellerautorin Cynthia Eden schreibt düstere Romantic-Suspense- und sexy Paranormal-Romance-Romane. Sie hat Soziologie und Kommunikationswissenschaften studiert. Eden gehörte bereits dreimal zu den Finalisten des RITA® Award. Seit 2005 ist sie Vollzeitautorin und hat bislang über 70 Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.

New-York-Times-Bestsellerautorin Cynthia Eden schreibt düstere Romantic-Suspense- und sexy Paranormal-Romance-Romane. Sie hat Soziologie und Kommunikationswissenschaften studiert. Eden gehörte bereits dreimal zu den Finalisten des RITA® Award. Seit 2005 ist sie Vollzeitautorin und hat bislang über 70 Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht.



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