Eder | Breath of Love | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 402 Seiten

Reihe: Die Farben des Lebens

Eder Breath of Love

Band 3
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7487-2970-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Band 3

E-Book, Deutsch, Band 3, 402 Seiten

Reihe: Die Farben des Lebens

ISBN: 978-3-7487-2970-9
Verlag: BookRix
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Liebe ist die höchste Belohnung, die wir in unserem Leben kriegen können. Dabei spielt es keine Rolle, wie schwierig dieser Weg ist oder wie lange man denjenigen kennt - ein Jahr, ein Monat, eine Minute - wenn das Herz einem zuflüstert, dass er der Richtige ist.  Stephen und Elli lieben sich innig und hingebungsvoll. Und alles funktioniert in ihrer Liebe, beruht auf Gegenseitigkeit, obwohl das Leben ihnen ständig ein Bein stellt. Doch Ellis alte Wunden reißen wieder auf und sie bekommt plötzlich Zweifeln an ihrer Beziehung ... Kann man der Liebe überhaupt trauen? War das alles vielleicht nur ein schöner Traum, aus dem man nun erwacht?

Eder Breath of Love jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Glücklich
  … zu sein, hieß nicht, alles zu haben und perfekt zu sein. Glück kam nicht von selbst. Man lernte es mit der Zeit zu sehen. Früher war ich über eine Eistüte glücklich, ich war glücklich über die Weihnachtsgeschenke oder das erste Fahrrad, später darüber, dass ich meine erste Liebe traf. Jetzt war ich glücklich, dass mir mein Leben eine Chance gab, mit einem Menschen zusammen zu sein, der mich auch ohne Worte verstehen konnte. Um das Glück spüren zu können, musste man oft Ängste und Zweifel besiegen. Genau diese Grenze zu überqueren, kostete mich einiges an Überwindung. Anstatt in eine geöffnete Tür hineinzugehen, starrte ich sie manchmal an oder lief einfach davon, ohne zu versuchen, sie zu öffnen. Aber es fiel mir leichter, wenn an meiner Seite ein Mensch war, der mich so akzeptierte wie ich war, der mir seine Hand reichte, mit Worten: »Keine Angst, ich bin bei dir. Zusammen schaffen wir alles.« So machten die kleinen Errungenschaften mich stärker. Ich konnte freier durchatmen und neuen Mut schöpfen. Das war mein Glück: dass ich einen Menschen fand, vor dem ich nicht weglaufen konnte, der mich nicht nur mit seiner Liebe von innen wärmte, sondern auch mit einfachen Gesten, die mehr bedeuteten als die bekanntesten Worte »Ich liebe dich«.   April 2005   In meinem Kopf drehte sich alles. Ich war bereit, in Ohnmacht zu fallen. Nun waren meine Ängste da, kamen wie aus dem Nichts und zehrten an mir. Die Vergangenheit packte mich und zog mich unaufhaltsam ins Bodenlose. Die Erinnerungen an Edwin vermischten sich mit den realen Ereignissen mit Stephen, der mir gerade allen Ernstes einen Heiratsantrag gemacht hatte. Meine Gedanken malten Bilder aus, die ich gar nicht wollte, von denen ich am liebsten geflüchtet wäre. Die Gefühle teilten sich in Fragmente mit grauenhaften Tönen, die mir eine Gänsehaut einjagten. Seine Worte standen wie eine Wand zwischen uns. Mir reichte die Luft nicht aus, was mir eindeutig das Atmen erschwerte. Kopflos schaute ich Stephen an, während sich auf seinem Gesicht langsam sein Grinsen abzeichnete. Wie verbrüht schubste ich ihn gegen die Brust, befreite mich hastig von ihm und sprang vom Sofa auf, wobei ich die Bettdecke mit mir zog. »Das habe ich mir gedacht«, murrte er unzufrieden. Nachdem ich meinen nackten Körper mit der Decke umwickelt hatte, stellte ich mich mit dem Gesicht zum offenen Fenster, woraus die frische frühlingshafte Luft hereinwehte. Doch es reichte mir nicht aus, um freier durchatmen zu können. Ich drohte zu ersticken; in meinen Gefühlen, in meinen Erinnerungen, in meiner Vergangenheit. »Du hast es mir doch selbst erlaubt, dir eine zu knallen oder dich von mir runter zu schubsen, für das …, was du mir gleich sagst.« Ich verstummte und atmete durch. Selbst seine Worte zu wiederholen, fiel mir schwer, geschweige denn, sie zu akzeptieren. Mein Kopf fuhr Karussell und ich schloss die Augen, damit es aufhörte. Damit wuchsen aber noch mehr Bilder aus meiner Vergangenheit, die mir meine Gedanken vernebelten. Wie eine verbotene Pandorabüchse platzten sie in mir. Das, was zuvor endlich zu verblassen schien, wirkte plötzlich wieder so klar: der Ring von Edwin, sein Unverständnis, meine Abweisung, bis hin zum Schlussstrich. Ich machte die Augen wieder auf. Alles drehte sich so sehr, dass ich mich mit einer Hand an der Fensterbank festhalten musste, wobei sich meine Finger der anderen Hand fester in die Decke krallten, um sie an meiner Brust festzuhalten. »War das falsch von mir, dich zu fragen? … Zu früh?«, fragte Stephen vorsichtig, und ich hörte, wie er aufstand. Sanft legten sich seine Hände um mich und er drückte mich an seinen Körper. Trotz der angenehmen Gefühle durch seine Berührungen, war es beängstigend zugleich, sodass ich abermals eine Gänsehaut bekam. »Kleines, ich verstehe nicht, warum es dich jetzt so schockiert hat?« Seine Lippen berührten meinen Hals. Mich schockierte, dass ich wieder zu fest in den Liebesapfel gebissen hatte und nun dafür die Konsequenzen tragen musste. Der Apfel! Mein Traum kroch aus dem Winkel meines Gehirns heraus. Ich verstand langsam alles, weigerte jedoch es anzunehmen. Mein Körper spannte sich an und ich hielt meine Tränen zurück, die sich ihren Weg bahnen wollten. Ich wollte das alles nicht … Nicht jetzt. Ich wollte nicht denselben Albtraum von vorne durchleben, wie vor ein paar Jahren. »Du bist nicht schuld.« Meine Stimme zitterte. Ich allein trug die Schuld daran, dass ich die Liebe so sehr an mich heranließ, dass ich Stephen in mein Herz ließ, womit ich ihn auch verletzen würde – genau wie damals auch Edwin. Stephen hat sich leise in mein Leben geschlichen – genauso leise, wie auch unsere Beziehung begann. Ich könnte nicht einmal sagen, wann wir zusammenkamen, zu welchem Zeitpunkt es passierte. Als er mich zum ersten Mal küsste? Als er mit mir übers Wochenende geflüchtet war? Als ich aus dem Krankenhaus kam? Oder als ich meine Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes verbrannte; Teil für Teil, Blatt für Blatt, Zeile für Zeile? Der Beginn unserer Beziehung spielte für Stephen und mich keine Rolle. Alles, was zählte, war, dass unsere Liebe auf Gegenseitigkeit beruhte. Man konnte sie in unseren Gesten und Handlungen spüren, mit großem Vertrauen zueinander und keiner hinterfragte es mit den Worten: Liebst du mich? Nun brach meine ruhige Welt langsam zusammen, platzte wie eine rosarote Blase, in der ich mich so wohl gefühlt hatte. Meine Tränen nahmen ihren Lauf und weil ich das in mir hielt, begannen meine Schultern zu zittern. Rasch drehte er mich zu sich herum und seine bernsteinfarbenen Augen vertieften sich in meinen. »Ich wusste es«, sagte er irgendwie trocken und wischte meine Tränen von den Wangen. Was er damit meinte, konnte ich nicht mehr fragen, denn der Kloß in meinem Hals war bereits so groß, dass ich nicht mehr reden konnte. »Was hast du bloß für einen Charakter? Wenn man dich anpöbelt oder anschreit, bist du eine Rebellin, holst deinen Dolch heraus und kämpfst bis zum Umfallen! Zeigt man dir etwas mehr an Zärtlichkeit, Liebe …, da holst du deine Widerspruchsgeister heraus, igelst dich ein und bist prompt für alle verschlossen!« Seine Arme drückten mich an ihn. »Ich weiß … Du bist wirklich nicht schuld daran, dass ich so bin …«, stammelte ich weinend. »Das war … irgendwie unerwartet und auch irgendwie anders, als man das kennt …« »Ist mein Heiratsantrag nicht so romantisch rübergekommen?«, amüsierte er sich und lockerte seine Umarmung. »Soll ich vor dir auf die Knie gehen?« »Das ist nicht witzig!«, brummte ich, doch er ignorierte mich. »Willst du einen Heiratsantrag mit Champagner, Rosenblüten auf dem Bett und …« »Steph! Hör auf damit!« »Wir können das gerne nachholen«, meinte er lächelnd und umarmte mich sachte. »Hör endlich auf mit deiner Ironie!«, blaffte ich beleidigt an seiner Brust. Er nahm mich hoch und setzte mich auf die Fensterbank. »Da habe ich wieder was dazu gelernt; man soll die Frau vor einem Antrag erst warnen: ›Liebes, ich will dir gleich einen Heiratsantrag machen, sei darauf vorbereitet, gleich falle ich auf die Knie‹«, machte er sich weiterhin lustig, woraufhin ich die Augen verdrehte und mit der Zunge schnalzte. Er lachte. »Ach Mensch, Kissa, ich will doch nur, dass du wieder lächelst … und nicht mehr so brummig aussiehst … Auch wenn ich das an dir zum Anbeißen finde.« Ganz fest drückte er seinen Körper an meinen, stehend zwischen meinen Beinen, und begann, meine Lippen zu liebkosen. Seine Hand streifte langsam über meine Haut, von der Schulter über den Rücken, bevor er mein Becken an seines drückte. »Siehst du, wie ich dich liebe, spürst du es etwa nicht?« Natürlich spürte ich alles in ihm, an ihm … Das war ja eigentlich das Schöne daran, dass ich seine Liebe sehen und spüren konnte … »Ich könnte dich jetzt und hier wieder ficken, bis du – Wie hast du es gesagt? – quiekst?!« Geradeso unterdrückte ich mein Schmunzeln. »Kann man nicht ›lieben‹ sagen?« »Lieben werde ich dich, wenn ich alt bin und einen faltigen Arsch haben werde … Oder wenn wir Kinder machen, da werde ich behutsam sein, sie sollen mit Liebe gezeugt werden, damit sie auch so schön werden wie ich.« »Das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für solche Witze, du Prolet!« So schnell und so einfach konnte er sich von einem bedrückenden oder ernsten Thema abwenden und es ironisieren. Warum konnte ich das nicht? Warum konnte ich nicht so unbeschwert sein und mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, über Dinge, die vielleicht auch gar nicht schlimm waren und irgendwann jedem im Leben passierten? Nur das Gespräch weiter nach hinten zu verschieben, würde meine Widerspruchsgeister immer größer werden lassen. Bereits daran zu denken, dass er gerade auch nebenbei unsere Zukunft...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.