Edwards | Das Cottage der Träume | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch

Edwards Das Cottage der Träume

Ein Cornwall-Liebesroman
1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-98778-461-3
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Ein Cornwall-Liebesroman

E-Book, Deutsch

ISBN: 978-3-98778-461-3
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Ein traumhaftes Cottage und ein Neuanfang mit Herzklopfen
Der gefühlvolle Cornwall-Liebesroman an der malerischen Küste Englands

Nach dem Tod ihrer Großmutter erbt Ashley ein idyllisches Cottage in Cornwall – doch der Preis für das Erbe ist hoch. Sie muss ein Jahr darin leben. Entschlossen, ihrer kriselnden Beziehung mit Jack eine Pause zu gönnen, reist Ashley allein nach England. Im kleinen Dorf Zennor angekommen, begegnet sie dem charmanten Fischer Charlie, der nicht nur den verwilderten Garten des Cottages neugestaltet, sondern auch ihre Gefühlswelt ins Wanken bringt. Als dann auch noch sowohl Charlies Exfreundin als auch Jack auftauchen, ist das Liebeschaos perfekt. Wofür wird sich Ashleys Herz entscheiden? Wird sie den Weg in ein neues Leben wagen?

Erste Leser:innenstimmen
„Die Atmosphäre des idyllischen englischen Cottages wurde so lebendig dargestellt, dass ich mich fühlte, als wäre ich selbst dort – eine wundervolle Urlaubslektüre.“
„Die Liebesgeschichte zwischen Ashley, Charlie und Jack ist voller Emotionen und Intrigen, und ich konnte nicht aufhören zu lesen.“
„Ein wunderschöner Liebesroman über Vergebung und die Suche nach dem eigenen Glück vor der traumhaften Kulisse Cornwalls.“
„Die Autorin schafft es, die Gefühle der Protagonisten authentisch darzustellen, und ich habe mit ihnen gelacht und geweint. Die Entscheidungen, vor die Ashley gestellt wird, haben mich zum Nachdenken gebracht.“



Claire Edwards ist das Pseudonym einer deutschen Schriftstellerin, die im ländlichen Schwaben zuhause ist. Schon seit der frühen Kindheit erfindet die dreifache Mutter Geschichten verschiedener Genres und schreibt diese nieder. Lovestorys mit Happy End sind ihre große Passion; das bevorzugte Setting ist dabei Großbritannien, inspiriert durch einen mehrwöchigen Roadtrip. Berufserfahrung hat die verheiratete Autorin im Bürobetrieb, sowie in der Animation und im Gesundheitswesen.
Edwards Das Cottage der Träume jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 2


Aus dem Augenwinkel heraus betrachtete ich ein Pärchen, das Händchen haltend und kichernd das Café betrat und sich vielsagende Blicke zuwarf. Er, ein gut aussehender Mittvierziger, strich ihr regennasses Haar zurecht, ehe er seiner Angebeteten die Stirn küsste. Sie gab ihm zwinkernd einen Klaps auf den Hintern, dann nahmen sie an der hohen Fensterfront Platz und ihre Gesichter verschwanden hinter den Getränkekarten. Ich verharrte mit neidvoller Miene. Wann waren Jack und ich das letzte Mal so gelöst und glücklich gewesen? Ob er mich vermisste? All den Fragen zum Trotz bereute ich meine Entscheidung, für einige Zeit nach Cornwall zu reisen, keine Sekunde. Das letzte Mal, als ich in England war, wohnte ich der Beisetzung meiner Granny bei. Ihre Asche wurde dem Meer übergeben. Diesmal war ich hergekommen, um zu heilen. Wir hatten ein inniges Verhältnis zueinander, also nutzten wir jede Gelegenheit, um zu telefonieren. Granny hatte stets gute Ratschläge parat und immerzu ein offenes Ohr, hinzukommend eine erfrischende Prise britischen Humor, der so mancher Situation in der Vergangenheit die Krone aufgesetzt hatte. Es war schrecklich, dass sie nicht mehr unter uns weilte und in jenem Augenblick, einsam im sitzend und über die Zukunft sinnierend, fühlte ich mich mutterseelenallein. Gleichwohl war ich stark und wusste, dass das Leben auf der Erde begrenzt war, die Liebe in meinem Herzen jedoch nicht. In meiner Erinnerung würde sie bis zu meinem letzten Atemzug weiterleben. So motivierte mich die Trauer, das Beste aus meiner Ausgangslage zu machen, auch wenn ich erschöpft und gewissermaßen traumatisiert von meiner Vergangenheit war. Trostspendend war allem voran das schnucklige Cottage meiner Granny, das von dieser einzigartigen Landschaft umgeben war, und nächstes Jahr in meinen Besitz übergehen würde. Das Häuschen in Alleinlage ließ Granny vor Jahren nahe der Klippen und einer einsamen Sandbucht errichten. Umgeben von Hecken und Sträuchern, Wiesen und Weiden bot es den idealen Platz zum Entschleunigen. Der Geruch des Ginsters, der im Frühling die Luft mit zarten Pfirsichnoten versah, gepaart mit dem Salz des Meeres, betörte jeden meiner Atemzüge. Das Rauschen der See und Branden der Wellen klang wie eine Melodie in meinen Ohren, die mich morgens sanft weckte und abends in den Schlaf lullte. Es war mein persönlicher ‚place to be‘.

Mir war klar, dass die Möglichkeit, ein Haus an der englischen Küste zu besitzen, ein sehr großzügiges Geschenk war. Unzählige Menschen wünschten sich fortdauernd an einen anderen Ort, um endlich eine Auszeit von ihrem Alltag zu nehmen und neu anzufangen. Ich bekam diese Chance quasi vor die Füße gelegt und es lag an mir, trotz der Widrigkeiten in meinem Leben, das Beste daraus zu machen.

„Haben Sie noch Wünsche?“, fragte die Kellnerin und ich vernahm, dass in ihren Worten ein Hauch von Ungeduld mitschwang. Was war ihr Problem? War ich etwa schon zu lange in diesem Café? Ein Blick auf die Uhr bestätigte meine Annahme. Schamesröte stieg mir ins Gesicht, ehe ich verstohlen aufsah und ihr ein unschuldiges Lächeln zuwarf, das sie kühn erwiderte.

Der Akzent der Kellnerin brachte mich derweil zum Schmunzeln. Nach all den Jahren in Amerika redete ich längst nicht mehr wie eine Hiesige. „Nur die Rechnung bitte.“ Obwohl draußen weiterhin der Sturm tobte, wollte ich nach Stunden im Kaffeehaus wieder zurück nach Zennor. Das Einzige, was noch schlimmer war, als im Regen nach Hause zu laufen, war vermutlich den Weg ganz allein im Dunkeln zu gehen.

„Gerne. Einen Moment.“

Die Dame reichte mir den Kassenbon. Ich zückte mein Portemonnaie und legte das abgezählte Geld samt Trinkgeld vor mir auf den Tisch, zog mein Regencape über und verließ zügig das Café.

War es im Bistro noch mollig warm gewesen, blies mir nun der Wind gnadenlos ins Gesicht und pustete meine Haare in Augen und Mund. „Verdammt“, fluchte ich, denn ich hatte weder Gummistiefel noch einen Schirm bei mir, wobei Letzterer gewiss auf und davon geflogen wäre. Ich ließ mich am Vormittag vom Sonnenschein blenden, kleidete mich falsch und nun hatte ich den Salat. Englisches Wetter zu unterschätzen, war eigentlich ein typischer Touristenfehler! Die Bedingungen änderten sich stündlich. Ich sollte es besser wissen. Knurrend zog ich die Kapuze tief ins Gesicht und zurrte sie unter dem Kinn fest. In gebeugter Haltung und mit gesenktem Kopf stapfte ich die Stufen des Cafés hinab und quälte mich den ungeschützten Gehsteig entlang. Binnen weniger Minuten waren Boots und Jeans durchnässt. Es regnete Bindfäden. Bibbernd schlang ich meine Arme um den Körper. Mit einem Wolkenbruch musste man in Großbritannien zwar jederzeit rechnen, doch diesen hautnah mitzuerleben, war etwas ganz anderes. Der Wind pfiff mir um die Ohren und inzwischen prasselte der Regen so stark auf mein Gesicht ein, dass mir schier die Luft wegblieb. Es war eine Herausforderung, gegen die Böen anzukämpfen, die heulend durch die engen Gassen preschten und meinen Körper voranschoben. Meine Beine wurden bei jedem Schritt langsamer, als hätte ich Blei an den Füßen. Warum hatte ich mich an diesem Vormittag nochmals gegen das Autofahren entschieden? Der Fußmarsch nach St. Ives dauerte von meinem Cottage ausgehend etwa eine halbe Stunde. Da ich penibel darauf achtete, mich ausreichend an der frischen Luft zu bewegen, um fit und gesund zu bleiben, stellte das kein Problem dar. Eigentlich. Aber da meine Ausrüstung an diesem Tag jämmerlich war, wünschte ich mich just in ein Taxi, das mich schnellstmöglich und trocken in das mollig warme Cottage meiner Granny zurückbrachte. Wie blöd, dass weit und breit kein Fahrzeug in Sicht war und – wie sollte es auch anders sein – der Akku meines Handys streikte. In den Boots sammelte sich das das Wasser schneller als mir lieb war. Ach, was hätte ich nur für ein Paar Gummistiefel gegeben. Lediglich mein Regencape hielt, was es versprach, doch was machte das noch für einen Unterschied? Der Mairegen roch irgendwie eigenartig. Erdig und markant, vermischt mit eisiger Kälte, die ich im Frühling so nicht mehr erwartet hatte. Temperatursturz! Unter dem Vordach einer Boutique legte ich eine Verschnaufpause ein. Wie würde ich nach Hause kommen, ohne in den gefluteten Straßen schwimmen zu müssen? Ich erspähte ringsum keine Menschenseele und die Boutique hatte bereits geschlossen. Sollte ich besser zur nahe gelegenen Hauptstraße gehen und Trampen, um sicher nach Zennor zu gelangen? Aber war Trampen überhaupt sicher? , flehte ich mit Blick in den Himmel, unwissend, wem diese stumme Bitte galt.

„Keine gut durchdachte Kleidung für einen Spaziergang im Regen.“

Ich wirbelte erschrocken herum. Ein fremder Mann, von dem ich lediglich die Umrisse erkannte – ein breitschultriger Riese mit wuscheligem Haar und tiefer Stimme – kam wie aus dem Nichts auf mich zugeschritten und reichte mir höflich seinen aufgespannten Schirm, der schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen war.

„Als würde der noch was nutzen! Ich bin patschnass“, gab ich bissig zurück und wich zur Seite. Ob dieser Kerl anständig und vertrauenswürdig war?

„Tatsächlich. Sie sind so nass wie ein begossener Pudel.“ 

„Ist das englischer Humor?“ Dumme Sprüche waren das Letzte, was ich jetzt gebrauchen konnte.

„Eher eine Redewendung.“ Er trat noch näher.

Ich spitzte die Lippen, denn im gedimmten Licht der Boutique sah der Fremde hinreißend aus. Gut gebaut, mit einem hübschen Gesicht und smaragdfarbenen Augen, wie ich sie nie zuvor gesehen hatte. Seine Haare schimmerten rötlich, was für einen Briten nicht ungewöhnlich war und waren vom Regen ganz krisselig und zerzaust.

Er lächelte verschmitzt. „Suchen Sie Ihr Hotel?“

„Ich befinde mich auf dem Heimweg.“

Er neigte den Kopf zur Seite und blickte so sanftmütig drein – wie ein kleiner Welpe, der geknuddelt werden wollte.

„Auf dem Heimweg? Sie sind doch Amerikanerin, oder täusche ich mich?“

„Amerikanerin mit englischen Wurzeln“, ergänzte ich stolz.

Der Schönling weitete erfreut seine Augen und fuhr sich durchs Haar. Im selben Moment stieg mir ein Hauch von rauchigem Whisky in die Nase, der mich an das benachbarte Schottland erinnerte.

„Tatsächlich? Aber vermutlich sind Ihre Heimatkenntnisse eingerostet, wenn ich mir Ihre Kleidung so ansehe …“ Ich quälte ein Lächeln hervor. „Ich bin Charlie.“ Der Jungspund reichte mir die Hand.

„Brown?“

„Nein“, er grinste amüsiert, „O’Sullivan. Charles Peter O’Sullivan. Aber ich bitte Sie – nennen Sie mich einfach nur Charlie.“ 

„Nun, einfach-nur-Charlie. Ich bin Ashley. Hopkins.“

„Und Sie kommen aus Amerika?“ 

„Arizona.“ 

„Oh, Arizona? Bemerkenswert. Dieses Wetter muss ein echter Klimaschock für Sie sein.“

„Ist nicht mein erster Besuch in der Gegend“, gab ich plump zurück. Charlie blinzelte. Ich musste im Stillen zugeben, dass er wirklich umwerfend gut aussah. 

„Hören Sie, Ashley Hopkins aus Arizona. Es wäre mir eine Ehre, Sie in meinem Wagen sicher nach Hause zu geleiten. Was halten Sie davon?“

Ich strauchelte. Natürlich war ich nicht abgeneigt, die Hilfe eines Einwohners anzunehmen. Das Wetter konnte ich wohl kaum noch ändern. Charlie war ein echter Kerl in seiner Lederjacke und den lässigen Regenstiefeln, die den Eindruck eines Cowboys am falschen Ort erweckten. Andererseits hatte ich Sorge, dass er mir etwas antun würde, weshalb ich skeptisch blieb. „Danke, aber ich komme schon zurecht“, log ich.

Er schüttelte schelmisch den Kopf. „Keine Bange, ich tue Ihnen nichts an. Als englischer Gentleman ist es mir ein Anliegen,...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.