Edwards | In den Fängen des Ritters | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 431 Seiten

Reihe: Bellemare-MacTavish-Reihe

Edwards In den Fängen des Ritters

Roman | Bellemare-MacTavish-Reihe: Band 3
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96148-809-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman | Bellemare-MacTavish-Reihe: Band 3

E-Book, Deutsch, Band 3, 431 Seiten

Reihe: Bellemare-MacTavish-Reihe

ISBN: 978-3-96148-809-4
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie ist ihm ausgeliefert, doch er ist ganz und gar von ihr gefesselt: Der historische Liebesroman »In den Fängen des Ritters« von Marian Edwards als eBook bei dotbooks. Schottland im 11. Jahrhundert. Schon seit Jahren lebt die schöne Gabrielle d'Aumont hinter den Mauern eines Klosters. Nur dort scheint sie vor den Häschern ihres mörderischen Onkels sicher zu sein. Als das Kloster angegriffen wird, flieht Gabrielle in die wilden Highlands - und wird dort von dem geheimnisvollen Guy de Bellemare gerettet. Er trägt die Kutte eines Mönchs, doch darunter verbirgt sich der Körper eines Kriegers. Guy gelobt, Gabrielle sicher zu ihrem Clan zu geleiten, aber er scheint mehr als ein Geheimnis zu verbergen. Wird er sie an ihre Feinde ausliefern ... oder hat die Schöne das Herz des Kriegers schon längst für sich gewonnen? Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das Historical-Romance-Highlight »In den Fängen des Ritters« aus der Bellemare-MacTavish-Reihe von Marian Edwards - über eine gefährliche Liebe inmitten der wilden Schönheit der schottischen Highlands. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Marian Edwards ist eine amerikanische Autorin, die bereits zahlreiche historische Liebesromane veröffentlichte. Bei dotbooks erscheinen in der Bellemare-MacTavish-Reihe: »In den Armen des Lairds« »In den Fängen des Ritters« »Die Geliebte des Ritters«
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Erstes Kapitel


ENGLAND, 1067

»Ihr wollt was von mir?« Guy de Bellemare starrte den König entgeistert an. Wilhelm, Herzog der Normandie und König von England, stand, in triste Soldatenkleidung gewandet, ihm gegenüber am Kamin, doch seine Haltung und sein Ausdruck ließen seine Position auf den ersten Blick erkennen.

»Ihr habt richtig gehört. Ich will, daß Ihr Euch als Ordensgeistlicher ausgebt und eine junge Frau aus einem Kloster nördlich von London entführt.«

»Eine Nonne? Sire – ich habe zwar das Priesterseminar verlassen, aber es gibt dennoch Dinge, die mir heilig sind ...«

»Echauffiert Euch nicht, mein Guter – die Jungfer hat, gemeinsam mit ihrem Bruder, in dem Kloster nur Zuflucht gesucht, weil sie den Mann nicht heiraten will, den ihr Onkel für sie ausgewählt hat.«

»Ihr Onkel?« echote Guy verdutzt, denn normalerweise war es Sache des Vaters, eine Heirat zu arrangieren. »Ja. Es gefällt mir nicht, ihr das antun zu müssen, aber le chevalier Quennel d'Aumont, ihr Onkel, hat in meinen Diensten gestanden. Nachdem ihr Vater auf dem Schlachtfeld gefallen und ihre Mutter verstorben war, floh sie aus der Normandie nach England, um von hier bei Gelegenheit zu ihrem Onkel in Schottland weiterzureisen.«

»Was ist das für eine Familie?«

»Demoiselle Gabrielles Vater war Hamish Ritter von Aumont, ehemals bekannt als Hamish Campbell – er nahm bei der Eheschließung den Namen seiner Frau an. Quennel d'Aumont, sein Schwager, wünscht, daß seine Nichte in die Normandie zurückgebracht wird, damit die von ihm für sie arrangierte Heirat stattfinden kann.«

»Ich erinnere mich, Campbell war ein tapferer, ehrenhafter Mann – der Schwager ist das nicht.«

»Dieser Umstand interessiert die Krone nicht. Nun – wie ist es? Werdet Ihr den Auftrag Eures Königs übernehmen, Ritter Guy? Vielleicht erleichtert es Euch die Entscheidung, wenn ich Euch mitteile, daß ich Euch, falls Ihr mir diesen Gefallen tut, mit Land und Titel belohnen werde.«

Als Guy das hörte, gab es für ihn kein Überlegen mehr, denn als unehelicher Sohn eines normannischen Edelmannes hatte er nur diese Möglichkeit, zu Grund und Boden zu kommen. »Oui,ich übernehme den Auftrag. Wenn sie keine Braut Christi ist, genießt sie nicht den Schutz der Kirche, und mein Gewissen bleibt rein.«

»Dann ist es also abgemacht. Ihr bringt Gabrielle d'Aumont und ihren Bruder Louis nach London an den Hof.«

»Ist er der rechtmäßige Erbe des Grundbesitzes? Hat sie ihn mitgenommen, um ihn in Sicherheit zu bringen?«

»Ihr seid äußerst scharfsinnig, Guy. Ich werde dem Jungen Schutz gewähren, bis er alt genug ist, um seinen Feinden gegenüberzutreten – aber das Fräulein muß wieder der Obhut ihres Onkels überantwortet werden, denn er ist ihr gesetzlicher Vormund.«

»Wie Ihr wünscht«, sagte Guy de Bellemare.

»Ich will keinen Ärger mit dem Papst. Also offenbart Eure wahre Mission erst, nachdem Ihr die beiden aus dem Kloster geholt habt.«

»Aber wie soll ich die Dame und ihren Bruder dazu bewegen, ihr Asyl zu verlassen?«

»Ich werde Euch ein paar Mönche und Bewaffnete zur Seite geben, die Ihr den beiden als Begleitung für die Reise nach Schottland anbieten könnt – aber sie dürfen dort auf keinen Fall ankommen. Alec Campbell, der Bruder ihres Vaters, ist sehr auf seine Familie bedacht. Es heißt, er verdächtige den Schwager seines Bruders unlauterer Machenschaften.«

Mit gutem Grund, dachte Guy in Erinnerung an die Geschichten, die er über diesen Quennel d'Aumont gehört hatte. »Respektiert der Schotte denn nicht die Krone?«

»Die Schotten sind ein seltsamer Menschenschlag. Unberechenbar.«

»Und unbeugsam, soweit ich die Kelten kennengelernt habe«, meinte Guy.

»Zu Eurem Glück liegt der Grundbesitz, den ich Euch zugedacht habe, in Wales«, sagte der König mit einem spöttischen Lächeln. »Um die Leute dort zur Räson zu bringen, bedarf es nur einer starken Hand und nicht, wie in Schottland, einer Invasion.«

»Ich hätte mich eigentlich näher bei meinem Bruder und seiner Frau in England niederlassen wollen«, erklärte Guy eingedenk der Trennung von seiner Familie, während er König Wilhelm zu Diensten war.

»Dieses Arrangement wird Euch gestatten, Euch ganz auf die Planung Eures für deren Lebens zu konzentrieren«, gab Wilhelm zu bedenken.

»Ihr habt recht – wobei ich mir grundsätzlich bereits darüber im klaren bin. Ich sehne mich danach, den Schlachtfeldern Lebewohl zu sagen.«

»Ihr seid des Kämpfens müde?« wunderte sich der König.

»Ich habe es nie genossen«, gab Guy zurück. »Es war nur eine Möglichkeit, dem Priesterseminar den Rücken kehren zu können.«

Ein Lächeln umspielte Wilhelms Lippen, und Belustigung blitzte in seinen Augen. »Ihr wärt ein schrecklicher Priester geworden.«

Guy grinste. »Dieses Argument führte auch Royce an, als er sich gegen unsere Mutter stellte und mich vor diesem Amt rettete.«

»Seine Entscheidung hat sich nicht nur für Euch, sondern auch für ihn als vorteilhaft erwiesen«, sagte der König. »Wenn Ihr die Royce zugedachte Lanze nicht abgefangen hättet, würde er heute nicht mehr unter uns sein.«

Im Kamin fiel ein Holzscheit herunter, und Guy erinnerte sich, während er die stiebenden Funken betrachtete, jenes schicksalhaften Tages und strich dabei geistesabwesend über seinen Oberkörper. »Wir reden nie darüber. Er hätte für mich dasselbe getan.«

»Oui – Ihr steht einander sehr nahe. Ich wußte, daß ich eine gute Wahl getroffen hatte. Ihr werdet Euch meines Vertrauens ebenso würdig erweisen, wie es Euer Bruder getan hat.«

»Auch wenn wir Euch beide treu ergeben sind, werft uns nicht in einen Topf, Sire – wir sind verschieden.« Der König musterte ihn nachdenklich. »Euer Bruder hat sein Lebensziel erreicht – aber was ist mit Euch, Guy de Bellemare? Was habt Ihr für Träume?«

Die hatte Guy noch nicht einmal Royce offenbart, und er würde sie ganz sicher nicht dem König von England anvertrauen. »Was auch immer sie sind, Majestät – der Grundbesitz, den Ihr mir zugesagt habt, wird wesentlich zu ihrer Verwirklichung beitragen.« Er hätte gern das Thema gewechselt. »Sire, Ihr sprecht von meiner Familie – habt Ihr Neuigkeiten aus Northumberland?«

»O ja – Euer Bruder ist stolzer Vater von Zwillingen.«

»Von Zwillingen? Er hat Zwillinge?«

Wilhelm lachte leise. »Oui. Und einer der Knaben soll seinem häßlichen Onkel ähneln.«

Guy war zu aufgeregt, um auf den Scherz einzugehen. »Zwillinge! Und wie geht es meiner Schwägerin Bethany von Northumberland?«

»Gut. Und ich soll Euch ihrer Liebe und Dankbarkeit versichern.«

Verdientermaßen, dachte Guy zufrieden, denn er war nicht unmaßgeblich daran beteiligt gewesen, daß aus den beiden ein Ehepaar geworden war. Ein Anflug von Wehmut mischte sich in seinen Stolz. Was die Liebe betraf, hatte er vor vielen Jahren eine bittere Erfahrung gemacht. Seitdem erwartete er nichts mehr von den Menschen und wurde auf diese Weise nicht mehr enttäuscht. »Ein turbulentes halbes Jahr ist es her, daß ich meinen Bruder nicht gesehen habe. Und meine Neffen möchte ich natürlich schnellstmöglich begrüßen.«

»Ich fürchte, da müßt Ihr Euch noch eine Weile gedulden. Es wird Jahre dauern, bis dieses Land befriedet ist.«

»Da könnt Ihr recht haben – aber dann gibt es vielleicht keine Bauern mehr, die Euch den Untertaneneid leisten können«, sagte Guy in Erinnerung an die vielen blutgetränkten Schlachtfelder.

»Einen oder zwei bestimmt«, meinte der König augenzwinkernd. »Und jetzt laßt uns einen Schluck auf unser Abkommen trinken.«

Guy folgte ihm an die Hohe Tafel, und während er ihm zuprostete, wanderten seine Gedanken zu der Frau, die er in ihr Verderben führen sollte. War sie jung oder alt? Schön oder häßlich? Es spielte keine Rolle – er war eine Verpflichtung eingegangen und würde sie erfüllen.

Als er sich nach einiger Zeit und einigen Bechern Wein später zur Ruhe begab, beschlich ihn das Gefühl, daß diese Entscheidung sein ganzes weiteres Leben beeinflussen würde, es war so stark, daß nicht einmal der reichlich genossene Alkohol den Eindruck zu vernebeln vermochte, daß er einen gefährlichen Weg eingeschlagen hatte.

Nach dem Tod des Vaters hatte Blanchefleur d'Aumont, seine Schwester, das Rittergut in der Normandie geerbt. Geliebt aber hatte er, Quennel, dieses Herrenhaus und die zugehörigen Ländereien von klein auf.

Zwei kleine Hindernisse standen der Inbesitznahme jetzt im Weg. Er hatte Schritte eingeleitet, um sie zu beseitigen. Der Raum, in dem er unruhig auf und ab ging, trug noch immer die Handschrift seines alten Herrn Hamish. Sobald er das Sagen hätte, wäre seine erste Tat, jede Erinnerung an seine Familie auszumerzen. Er haßte sie. Es war keine Abneigung, es war abgrundtiefer Haß. Bitterkeit und Zorn hatten ihn über die Jahre hinweg stetig geschürt, und nun war der Augenblick der Rache in greifbare Nähe gerückt.

Die Wandteppiche würde er behalten, doch die Waffen, die sein Vater gehegt und gepflegt hatte, und die Rüstung seines Schwagers, Hamish Campbell, würden aus diesen Mauern entfernt und irgendwo draußen Wind, Wetter und Rost ausgeliefert. Ein Haus sollte den Geschmack und die Persönlichkeit seines Herrn widerspiegeln. Unerwünschte Erinnerungen an die Vergangenheit kamen aus den hintersten Winkeln seines Gedächtnisses angekrochen, und die Kopfschmerzen setzten ein. Zum Teufel – jeder Gedanke an seine Verwandten löste diese Qualen aus, die ihn tagelang an sein Lager fesseln...



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