Elliott / Estrada / Banks | Baccara Exklusiv Band 61 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 61, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

Elliott / Estrada / Banks Baccara Exklusiv Band 61

Machs nochmal Dylan / Berührt - und schon verführt / Tu alles was du willst /
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-632-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Machs nochmal Dylan / Berührt - und schon verführt / Tu alles was du willst /

E-Book, Deutsch, Band 61, 384 Seiten

Reihe: Baccara Exklusiv

ISBN: 978-3-86295-632-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



MACHS NOCHMAL DYLAN von BANKS, LEANNE
Dass sie Dylan aus gutem Grund verließ, hat Alisa seit ihrem Gedächtnisverlust vergessen. Seit sie bei dem Millionär lebt, prickelt es zwischen ihnen immer sinnlicher. Aber seine Küsse bringen nicht nur ihren Körper zum Glühen, sondern auch ihre Erinnerung zurück!
BERÜHRT - UND SCHON VERFÜHRT von ELLIOTT, ROBIN
Nachdem der Ex-Agent Carl Shannon seinen Freund überführt hat, soll er nun dessen überaus reizende Witwe Haven observieren: Ein Spiel mit dem Feuer! Denn zwischen kühler Vorsicht und brennendem Begehren gerät bald nicht nur sein Leben, sondern auch sein Herz in Gefahr.
TU ALLES WAS DU WILLST von ESTRADA, RITA CLAY
'Du bist etwas ganz Besonderes', flüstert ihr der Star-Architekt ins Ohr und erfüllt Elizabeth ihre geheimsten Wünsche: In Bens Armen genießt sie ekstatische Stunden der Lust. Doch auf die magischen drei Worte wartet sie bei dem von der Ehe enttäuschten Ben vergebens ...



Joan Elliott Pickart ist eine berühmte amerikanische Schriftstellerin, die seit 1984 über 100 Liebesromane veröffentlicht hat. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Robin Elliott. Joan Elliott Pickart ist Mitbegründerin der Autorenvereinigung Prescott, einem Mitglied der Romance Writers of America (RWA).
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1. KAPITEL

Carl Shannon rutschte tiefer in den Sessel, der vor dem Schreibtisch stand. Er hatte die Hände locker über der Brust gefaltet. Sein Stetson war tief in die Stirn gezogen und beschattete sein Gesicht.

Der kleine, untersetzte Mann hinter dem großen, blankpolierten Mahagonischreibtisch telefonierte gerade, aber Carl hörte nicht hin. Er blickte sich stattdessen aufmerksam im Zimmer um, wobei er den Kopf nur kaum merklich bewegte.

Das große Büro lag im elften Stock eines modernen Hochhauses, und man konnte an der teuren Ausstattung in erdfarbenen, dunklen Tönen erkennen, dass der Mann, der hier das Sagen hatte, nicht viel von einem weiblichen Touch hielt.

Eine der Wände bestand aus großen, hohen Fenstern, die einen atemberaubenden Blick auf die Silhouette von Houston boten. Kein Stäubchen, keine Spur vergangener Regentropfen war auf den Glasscheiben zu erkennen. Sie waren so blank und spurenfrei als wüssten selbst die Vögel, dass von dem Inhaber dieses Raums keine Verschmutzung seines Eigentums geduldet wurde.

An den übrigen Raumseiten zogen sich Bücherregale aus glänzendem Mahagoni die Wände hoch. Zwischen den kostbaren Bänden, die meist in weiches Leder gebunden waren, standen seltene Kunstwerke aus den verschiedensten Ländern der Erde.

Mit jedem waren schöne oder auch unangenehme Erinnerungen an bestimmte Abschnitte eines Lebens verbunden, das offensichtlich nicht sinnlos vertan worden war.

Peter MacIntosh, der Mann, der gerade telefonierte, war achtundfünfzig Jahre alt. Er war vollkommen in Weiß gekleidet, angefangen vom Anzug über das Hemd und den Schlips bis zu den Socken und Schuhen. Selbst der Haarkranz, der seinen Schädel umgab, war schneeweiß.

Er legte den Hörer auf die Gabel, lehnte sich leicht zurück und bewegte die kleine Nase schnuppernd wie ein Kaninchen.

„Ich kann es riechen, Carl“, sagte er anklagend, „ich kann es riechen. Du traust dich tatsächlich mit Pferdemist an den Stiefeln in mein Büro. Du hast ja Nerven!“

Carl schob mit dem Daumen seinen schweißgefleckten Stetson aus der Stirn und hob eine Augenbraue, als er prüfend den Absatz des Stiefels betrachtete, den er lässig auf das andere Knie gelegt hatte. Dann nickte er langsam. Ein nachdenklicher Ausdruck stand auf seinem gebräunten Gesicht.

„Jawohl“, antwortete er gedehnt. Seine Stimme war tief und eine Spur rau. Sie passte zu ihm, einem Mann von beinahe einem Meter neunzig. „Ja, das ist Pferdemist. Aber …“ – er blickte sein Gegenüber mit gerunzelten Augenbrauen an – „… wenn man bedenkt, dass ich nur wegen einer angeblichen Notsituation überhaupt hergekommen bin und dass ich außerdem ausgesprochen ungern hier in diesem Büro bin, dann kannst du noch von Glück reden, dass ich mir die Sohlen nicht an deinem eleganten Schreibtisch abgewischt habe, MacIntosh. Du weißt, wie ich es hasse, aus der Arbeit gerissen zu werden.“

„Kein Grund, so aggressiv zu werden“, gab Peter MacIntosh zurück, „ich hatte vor zwei Jahren auch gehofft, dich endlich los zu sein. Aber der Befehl, dich herzubeordern, kommt von ganz oben. Es war mit Sicherheit nicht meine Idee.“

„Vielleicht solltest du die Herrschaften da oben mal daran erinnern, dass ich vor geraumer Zeit den Dienst quittiert habe, dass ich meinen geheimen Entschlüsselungsring und meine Dick-Tracy-Identifikationskarte schon längst abgegeben habe. Ich bin jetzt ein Rancher aus Texas. Ich bin kein Geheimagent der Regierung mehr.“

„Warst du das denn jemals?“, entgegnete Peter mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. „Du hast dich doch über jede Regel hinweggesetzt. Ein Wunder, dass du nicht längst das Zeitliche gesegnet hast. Du hattest immer deinen eigenen Kopf, warst der typische Rebell. Nur deinetwegen habe ich schon vorzeitig meine Haare verloren.“

Carl lachte leise. „Das höre ich nicht das erste Mal von dir.“

„Du hast mir gefehlt, mein Junge“, sagte Peter und wurde ernster. „Es ist wunderbar, dich zu sehen.“

„Ja, ich hätte Kontakt mit dir halten sollen, Pete. Doch es war keine Absicht, dass ich mich die letzten zwei Jahre nicht gemeldet habe. Ich hatte nur einfach die Nase voll vom Geheimdienst, und du gehörst nun mal dazu.“

„Ich verstehe das ja.“ Peter machte eine kleine Pause und fuhr dann fort: „Ich habe gehört, du hast ein schönes Stück Land.“

„Ja, so langsam wird es was.“ Carl nickte. „Es lebt sich gut auf diesem Land. Es ist so friedlich, so geordnet dort draußen. Ich verdanke Lupe und ihrem Mann José eine Menge. Sie ist meine Haushälterin und er mein Vorarbeiter. Die beiden leben schon ewig dort und betrachten die Ranch als ihr Zuhause. Ich habe sie übernommen, und ich könnte schwören, dass José jeden Quadratzentimeter kennt.“

„Ich freue mich für dich, dass du so zufrieden bist, Carl. Du hast es wirklich verdient, endlich zur Ruhe zu kommen. Aber jetzt …“

„Pete“, unterbrach Carl ihn schnell, „wenn du mich überreden willst, dass ich etwas für den Geheimdienst tue, dann kannst du dir die Mühe sparen. Meine Antwort ist Nein. Ich lasse mich auf nichts mehr ein.“

Peter MacIntosh lehnte sich zurück und stützte die Ellbogen auf die Lehnen seines Ledersessels. Er legte die Hände leicht aneinander, sodass sich die Fingerkuppen berührten, und sah Carl ausdruckslos an. Carl zuckte nicht mit der Wimper und gab seinen Blick mit entschiedener Miene zurück.

Carl Shannon, dachte Peter. Er müsste jetzt etwa sechsunddreißig sein. Ja, sie hatten in den langen Jahren ihrer Zusammenarbeit ein ganz besonderes Verhältnis gehabt. Es war nicht immer einfach gewesen, und mehr als ein Mal wären sie fast ernsthaft aneinandergeraten.

Doch war da auch ein großer Respekt für den anderen gewesen. Sie hatten nie darüber gesprochen, aber sie hatten immer gewusst, dass sie sich vollkommen aufeinander verlassen konnten, dass sie füreinander das Leben riskieren würden, sollte es dazu kommen.

Ja, der große, starke Carl. Er war wirklich ein gut aussehender Kerl, das musste man ihm lassen. Carl Shannon hatte diese herben, gefurchten, männlichen Gesichtszüge; einen vollen, gut geschnittenen Mund; dichtes schwarzes Haar und ebenso dunkle Augen; dazu einen sehnigen Körper; ein schnelles Reaktionsvermögen und einen ausgezeichneten Verstand. Ja, er war ein beeindruckender Mann, dabei zurückhaltend, beinahe scheu, unabhängig, ein Außenseiter – und Peter liebte ihn wie einen Sohn.

„Schläfst du, Pete?“, unterbrach Carl ihn in seinen Gedanken. „Denn sollte es dir entfallen sein: Ich werde auf meiner Farm gebraucht, und die liegt mindestens eine Stunde Fahrt entfernt. Ich habe meinen müden Körper nicht in meinen mit Pferdemist verdreckten Stiefeln hierhergeschleppt, um dich schnarchen zu hören. Ich wollte dir nur ganz persönlich mitteilen, dass ich nichts mehr mit dem ganzen Verein zu tun haben will und dass du mich nicht mehr wegen sogenannter Notsituationen stören sollst.“

„Na, prächtig, das hast du jetzt ja getan.“ Peter nickte gelassen. „Und nun, wo wir die herzliche Begrüßung und all das Geschmuse hinter uns haben, kann ich dir endlich sagen, um was es hier geht.“

„Nein, ich will nichts hören. Außerdem ist meine Unbedenklichkeitsbescheinigung längst abgelaufen. Du könntest in höllische Schwierigkeiten kommen, wenn du an mich irgendwelche Geheiminformationen weitergibst. Auch das solltest du nicht vergessen.“

„Da habe ich aber wirklich große Angst“, entgegnete Peter trocken. „Mir zittern direkt die Knie.“ Er beugte sich vor und faltete die Hände auf der glänzenden Tischplatte. „Und du vergisst, dass die Anordnungen von ganz oben kommen. Wenn es um dich geht, ist es denen völlig egal …“, er blickte vielsagend auf Carls Stiefel, „aus welcher Arbeit sie dich reißen oder ob irgendwelche Bescheinigungen abgelaufen sind. Sie wollen dich, Shannon, und niemanden sonst.“

Carl nahm den Fuß vom Knie und stand mit einer schnellen, geschmeidigen Bewegung auf. Mit langen Schritten ging er über den weichen Teppich zur Fensterfront, steckte die Hände in die Gesäßtaschen seiner verwaschenen Jeans und starrte auf das ewige Verkehrschaos tief unter ihm. Dunkle Bilder tauchten in ihm auf, Erinnerungen, die er nie vollkommen hatte unterdrücken können und die jetzt dafür verantwortlich waren, dass sich sein Magen schmerzhaft zusammenzog.

Er wusste es, ohne dass MacIntosh es aussprechen musste. Wenn die gesichtslosen Männer in ihrem Elfenbeinturm, die das Leben unzähliger Menschen emotionslos in ihren Händen hielten, ihn – und nur ihn – für eine ganz bestimmte Aufgabe haben wollten, konnte es nur etwas mit Brian Larson zu tun haben.

Und Carl schwor sich insgeheim, dass Brians Geist, Brians Verrat, sein Schatten, der immer irgendwo drohend hinten in seinem Kopf lauerte, ihn nicht in die brutale, kalte Welt zurückholen würde, der er vor zwei Jahren entkommen war.

Carl nahm die Hände aus den Taschen, verschränkte die Arme vor der Brust und drehte sich entschlossen wieder zu Pete. Das verblichene Baumwollhemd spannte sich über seine breiten Schultern. Es war bis über die Ellbogen aufgerollt und zeigte seine gebräunten, dunkel beharrten, muskulösen Arme. Die kräftigen Hände hatten lange Finger mit kurz geschnittenen Fingernägeln. Carl starrte Peter unter schwarzen Brauen an.

Peter wandte sich ihm direkt zu und blickte ihm ernst in die Augen.

Carl holte tief Luft und atmete dann langsam aus. „Brian Larson“, sagte er knapp und hart.

...



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