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Ellmer | Perry Rhodan 2054: Die Höhlen von Ertrus | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2054, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Ellmer Perry Rhodan 2054: Die Höhlen von Ertrus

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2053-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2054, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2053-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Unterwegs im Untergrund - neue Überraschungen der Schwerkraftwelt Zu Beginn des Jahres 1304 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das dem Jahr 4890 alter Zeit entspricht, hat sich die Situation in der Milchstraße entscheidend verändert - ohne daß der 'normale Mensch' bislang etwas mitbekommen hat. Die aktuelle Situation ist Resultat einer Entwicklung, die letztlich damit begann, daß sich die Liga Freier Terraner der Koalition Thoregon angeschlossen hat, einem Zusammenschluß friedliebender Völker aus sechs Galaxien. Das Kristallimperium der Arkoniden unter dem machtgierigen Imperator Bostich I. hat sich nämlich in den letzten Tagen des Jahres 1303 NGZ verändert: Unter der Bezeichnung Göttliches Imperium versucht es nun, seine Macht über die Milchstraße auszudehnen. Es ist absehbar, daß Arkon bald seine Hand nach der Erde ausstrecken wird. Perry Rhodan versucht seit langem, einen umfassenden galaktischen Krieg zu vermeiden. Jetzt aber sieht er sich einer weitaus größeren Bedrohung als bisher ausgesetzt. Aus den Bewußtseinen von 35.000 terranischen Monochrom-Mutanten und dem mit dem Anzug der Phantome ausgerüsteten Wrehemo Seelenquell entstand auf Arkon eine neue Wesenheit: die Superintelligenz SEELENQUELL. Rhodan wurde Zeuge dieser Entstehung, und ihm gelang die Flucht aus dem Arkon-System. In der Folge beginnt der Terraner mit Gegenreaktionen. Ein Ziel dabei ist das Kreit-System - dort startet Rhodan mit einer wagemutigen Gruppe in DIE HÖHLEN VON ERTRUS...

ARNDT ELLMER Er hat einen direkten Draht zu den PERRY RHODAN-Lesern: Wolfgang Kehl, im Südschwarzwald wohnhaft und unter dem Pseudonym Arndt Ellmer seit 1983 als Autor an der PERRY RHODAN-Serie beteiligt. Jede Woche erscheinen in den PERRY RHODAN-Romanen die seit 1989 von Arndt Ellmer betreuten Leserkontaktseiten, auf denen Fans diskutieren und kommunizieren. 'Bei PERRY RHODAN genießen die Leserbriefe erste Priorität', so charakterisiert Arndt Ellmer seine Aufgabe. 'Ohne den direkten Kontakt zu den Lesern wäre die Serie nie so weit gekommen.' Woche für Woche treffen Dutzende Leserbriefe und E-Mails in der PERRY RHODAN-Redaktion ein. Daneben ist der Leserkontakter auch noch in Foren und auf Facebook aktiv, um mitzubekommen, 'wie die Leser ticken'. Arndt Ellmer fasst die Essenz der Leserbriefe wöchentlich zur Leserkontaktseite (LKS) zusammen, beantwortet aber ebenso sorgfältig jedes Schreiben. 'Die Leser erwarten auf jeden Fall eine Antwort, sowohl auf Kritik als auch auf Lob und Anregungen.' Das ist nicht immer einfach: 'Für manche Leser bin ich fast eine Art Beichtvater, in diesen Briefen spiegelt sich häufig die persönliche Situation der Verfasser wieder.' Kein Wunder, dass Arndt Ellmer in Fan-Kreisen längst den Spitznamen 'der LKS-Onkel' verliehen bekommen hat. Wobei Arndt Ellmer, Jahrgang 1954, den Bezug zur Science Fiction schon recht früh herstellte: 'Mit acht Jahren entdeckte ich gewissermaßen die Sterne. Ich sah, dass es sie tatsächlich gab, die fernen Sonnen. Ein kleines Buch über den Sternenhimmel vervollständigte meinen Traum von der Unendlichkeit. Bis heute hält er mich gefangen.' Wohl auch aus diesem Grund verlor Ellmer in all den Jahren der Schule und des Studiums der Sprachwissenschaften nie den Kontakt zur phantastischen Literatur. Erste Fangeschichten erschienen in den 70er Jahren; sein erster Roman wurde 1980 im Zauberkreis-Verlag publiziert. Rasch kamen weitere Titel auf den Markt. Ebenfalls 1980 erschien das PERRY RHODAN-Taschenbuch Nummer 213 'Weg in die Unendlichkeit'. 1981 stieg Ellmer in die ATLAN-Serie ein. 1983 kam dann PERRY RHODAN hinzu. Daneben entstanden zahlreiche Einzelromane, unter anderem der beliebte Zyklus um die 'Sternenkinder'. Inzwischen hat Arndt Ellmer 200 PERRY RHODAN- und 40 ATLAN-Hefte verfasst, dazu 20 PERRY RHODAN-Taschenbücher und das Hardcover 'Im Netz der Nonggo'. Mit der CD-ROM 'Die Blues' über eines der exotischsten Völker der PERRY RHODAN-Serie setzte der Autor Maßstäbe. Neben Science-Fiction-Romanen hat sich der Autor erfolgreich in anderen Genres versucht. So schrieb er für Serien wie 'Der Hexer', 'Die Ufo-Akten', 'Vampira', 'Dämonenland' und andere. Daneben erschienen Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele unter verschiedenen Pseudonymen. Ein Treatment für einen Fernseh-Thriller rundet die bisherige Arbeit des vielseitigen Autors ab.
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1.


Die Gestalt auf der zehn Meter hohen Bodenwelle trug eine weit wallende schwarze Robe. Auf ihrem Kopf saß ein ebenso schwarzer Helm in der Form eines stumpfen Kegels. Der untere Rand ruhte auf Schulterpolstern. An der Vorderseite des Helmes schimmerte ein silbernes Cyberpanel mit integrierten Optik- und Akustiksystemen. Die Kegelfläche spiegelte im gelben Licht der Sonne Kreit und bildete die Umgebung in verzerrter Form ab.

Unter den Männern und Frauen in der Gor-Oase wirkte die Gestalt wie die finstere Erscheinung aus einer anderen Welt. Sie drehte sich zweimal um die eigene Achse und hob den rechten Arm.

»Keine auffälligen Beobachtungen«, hallte die Stimme durch die Oase am Nordostrand des Mattun-Gor-Vulkanlandes. »Die Bergflanken sind ›sauber‹ bis hinauf zu den Gipfeln.«

Der Schwarze setzte sich in Bewegung und schritt die Bodenwelle herab bis zum vordersten der drei Antigravschlitten.

»Ich sehe, das Gehen bereitet dir Freude«, empfing Arneo Lekam ihn. »Glaube mir, du bist die einzige glückliche unter lauter geschundenen Kreaturen. Ich gäbe einiges dafür, wenn ich mit der Schwerkraft von Ertrus sowenig Probleme hätte wie du, Mantorius.«

»Das ist dein Problem«, klang es dumpf unter dem Helm hervor. »Niemand hat dich gezwungen, diesen Planeten zu betreten.«

»Bist du da ganz sicher?«

Sercenal Mantorius gab keine Antwort.

Arneo Lekam musterte den Grüngürtel der Oase, der die Mine von Dazgun Mira halbmondförmig umgab. Die ertrusischen Prospektoren durchkämmten unauffällig das Gelände, sie sammelten Beeren und Pilze. Dabei drehten sie buchstäblich jeden Grashalm und jeden Stein um. Erst als sie sich ihrer Sache vollständig sicher waren, kehrten sie zu den Fahrzeugen zurück.

»Alles in Ordnung«, meldete Prond Mahumb. »Wir sind unter uns.«

Lekam wartete ab, bis auch die beiden Mikrosonden aus den umliegenden Bergen zurückkehrten. Der Syntron seines Einsatzgürtels wertete die Aufzeichnungen aus und gab Entwarnung.

In der Oase und ihrer Umgebung hielten sich weder Arkoniden noch deren Spionsonden auf. Lekam nahm das als letzten Beweis, dass Subeat dom Cyllken nicht das geringste Misstrauen gegen sie hegte. Der Tschirmayner und seine Begleiter hatten ihre Rolle absolut perfekt gespielt.

Der Zeitpunkt war gekommen, den Auftritt zu beenden.

»Ihr könnt die Masken abnehmen«, verkündete Arneo Lekam. »Behaltet die Utensilien aber in eurer Nähe. Sollte uns eine arkonidische Patrouille ihre Aufwartung machen, ist schnelle Zurückverwandlung angesagt.«

Seine Finger tasteten über das aufgedunsene Bioplastgesicht. Nach und nach zog er die einzelnen Teile ab und verstaute sie sorgfältig in den weiten Taschen seiner Plusterjacke. Anschließend löste er die Perücke mit dem silberweißen Haar vom Kopf. An den roten Augen und dem blassen Teint konnte er vorerst nichts ändern. Es handelte sich um biochemische Veränderungen, die in ein, zwei Tagen von allein verschwinden würden.

Davon abgesehen sah Arneo Lekam jetzt aus wie ein Terraner in mittelalterlicher Landsknechtskleidung. Die farbenprächtige, fast schrill anmutende Kombination aus wertvollem Samt mit Spitzenbesätzen und Federpolsterungen an den Schultern, über den Knien und im Hüftbereich erinnerte an einen fetten, faulen Adligen. Das breitkrempige Federbarett war überdimensioniert und verriet seinen Träger als maßlosen Angeber.

Auch Sercenal Mantorius entledigte sich seiner Verkleidung. Stumm nahm er den Helm ab und warf mit einer eleganten Bewegung seiner breiten Schultern den Umhang von sich. Der kahle Kopf war von feinen Schweißperlen bedeckt, und um die Augenoptiken des Hünen liefen dünne Rinnsale bis hinab zum Kinn.

»Seht nur, Monkey steht der Angstschweiß im Gesicht«, sagte einer der zwölf Ertruser, die sie für die Expedition durch das Vulkanland angeheuert hatten. Dröhnendes Gelächter hallte zwischen den Fahrzeugen entlang bis hinüber zum skelettierten Bohrturm.

Der Chef der Neuen USO reagierte nicht. Er steckte es mit dem Stolz eines Mannes weg, der auf einer Welt mit 4,8 Gravos aufgewachsen war und dessen Konstitution der eines Panzers glich. Oxtornerhaut war nahezu unempfindlich: Sogar Messer oder Stahlkugeln prallten an ihr ab, ohne nennenswerte Kratzer zu hinterlassen. Nach den Begriffen eines Oxtorners waren Ertruser geradezu Weichlinge.

Perry Rhodan stieg aus seiner Kluft. Darunter trug er eine leichte Einsatzkombi, wie sie auf vielen arkonidischen Montan-Welten zur Standardausrüstung gehörten.

Der Unsterbliche war froh, wieder er selbst sein zu können. Er wandte sich den Ertrusern zu. Entsprechend ihrer Rolle in diesem Schauspiel hatten sie bisher einen heruntergekommenen Eindruck gemacht und Menschen gemimt, die nichts mehr zu verlieren hatten. Für ein gutes Essen und angemessene Bezahlung wären sie durch die Hölle gegangen.

Jetzt wirkten sie wie verwandelt. Ihre Gestalten strafften sich. Die Augen blickten unternehmungs- und angriffslustig. Dennoch wohnte ihren Mienen ein nicht zu übersehender Ernst inne.

Ihr Anführer Prond Mahumb wischte sich den Ruß und die Schminke aus dem Gesicht. Es war unverkennbar Kim Tasmaene, der gewählte Präsident von Ertrus. Er reckte die Faust gen Himmel.

»Es kann losgehen!«, grollte er. »Die Arkoniden werden noch bereuen, dass sie Ertrus angegriffen haben. Selbst wenn sie um ihren verdammten Kugelhaufen eine Mauer bauen, werden wir sie jagen und ihre Führer erwischen. Die Vernichtung von Baretus darf nicht ungesühnt bleiben. Ertrus fällt nicht!«

»Ertrus fällt nicht!«, echoten seine elf Artgenossen, allesamt von den Arkoniden gesuchte Widerstandskämpfer.

»Ertrus fällt nicht!«, stimmten Rhodan und seine ebenfalls elf Begleiter zu. Sie ignorierten ihre nach dem ertrusischen Bekenntnis schmerzenden Trommelfelle.

Die Arkoniden waren um ihre Rolle als Besatzungsmacht nicht zu beneiden. Sie hatten es mit einer Untergrundarmee zu tun, die aus allen 810 Millionen Ertrusern bestand. Kein einziger schloss sich von der aktiven und passiven Gegenwehr aus, Kollaborateure gab es keine.

Inzwischen wussten die Besatzer, was das bedeutete. Forman da Ricce, der erste von Bostich ernannte Tato des Planeten, war tot, ums Leben gekommen bei einem simplen Kamikaze-Angriff auf seinen Gleiter. Ein von den Positroniken der Arkoniden geschaffener virtueller Ertruser-Präsident wurde schon gar nicht mehr vorgeführt, weil keiner an ihn glaubte.

Forman da Ricces Nachfolger Subeat dom Cyllken bemühte sich um Koexistenz. Er hatte zahlreiche Hinrichtungen ausgesetzt und legte seine ganze Kraft in die Wiederherstellung der Hauptstadt Baretus.

Cyllken gaben die Ertruser die geringste Schuld an allem. Zuoberst auf ihrer Todesliste stand einsam und in dicken Lettern der Name Kraschyn. Mascant Kraschyn, derzeitiger Befehlshaber der Vierten Imperiumsflotte, war unmittelbar für die Vernichtung von Baretus und der Armee der Widerstandkämpfer unter Präsident Tam Sorayto hauptverantwortlich.

Hier ging es um einen widerrechtlich besetzten Planeten, die Hauptwelt der Kreit-Koalition. Die Ertruser leisteten in ihrer Gesamtheit passiven und aktiven Widerstand. Für jeden Getöteten rückten zwei andere nach. Der Kampf gegen die Besatzer befand sich nach Ansicht Tasmaenes erst in seiner Anfangsphase.

Der vom Volk gewählte und von Rhodan vereidigte Präsident reichte dem Terraner die Hand. »Wir haben euch nicht gerufen, damit ihr uns helft«, sagte er betont leise. »Wir kommen allein zurecht. Aber nun seid ihr da, und wir unterstützen euch. Was immer ihr vorhabt, es kann uns nur von Nutzen sein. Jetzt, da wir unter uns sind, willst du sicher ein paar informierende Worte an die Männer und Frauen richten.«

»Nein, Kim. Ich habe es nicht vor.«

Der Ertruser wirkte einen Augenblick irritiert. »Wie du meinst. An die Arbeit, Männer. Die Zeit drängt.«

Die Ertruser machten sich auf den Weg zum Bohrturm-Skelett. Tasmaene blieb bei Rhodan und nahm ihn ein Stück zur Seite.

»Aus Sicherheitsgründen bleibt es also dein Geheimnis«, stellte er fest.

Rhodan nickte. »Ja. Die Details zumindest. Außer Monkey und mir wird es niemand erfahren. Nicht, solange wir unterwegs sind.«

»Wir können uns denken, worum es geht.«

»Das ist erlaubt.« Ein eigentümliches Lächeln lag um den Mund des Terranischen Residenten. »Behaltet es trotzdem für euch!«

*

Kim Tasmaene und seine elf Begleiter trösteten sich mit dem Gedanken, dass die zehn USO-Spezialisten und TLD-Agenten in Rhodans und Monkeys Begleitung sowie die siganesischen Besatzungen der beiden Katsugos ebenso wenig über das eigentliche Ziel des Unternehmens Bescheid wussten wie sie selbst.

Der Terraner hatte die Einheimischen zudem nur für den Vorstoß zur Mine angeheuert, nicht aber für das eigentliche Kommandounternehmen.

Perry folgte den Ertrusern zum Bohrturm. Der Schacht stand bis zum Rand voll Wasser. Tasmaenes Gesichtsausdruck weckte keine Hoffnungen in ihm. Der Riese streckte ihm seine riesige Pranke entgegen und ließ die winzige Mikrosonde auf seiner Handfläche hin und her tanzen.

»Fünfzig Meter Wassertiefe«, sagte er. »Das stimmt nicht mit den Angaben in den Plänen überein, die ihr erhalten habt. Es müssten deutlich mehr sein.«

Perry runzelte die Stirn. Er musterte die Aufzeichnungen der damaligen Prospektoren und der Gesellschaft, die dieses Gebiet erschlossen hatte. Es gab nur einen einzigen Bohrschacht von über vierhundert Metern Tiefe.

»Wir untersuchen zusätzlich die Beschaffenheit des Schachtbodens«, fuhr der ertrusische Präsident fort. »Möglicherweise hat man den Schacht zur Tarnung zugeschüttet. Es wäre ein...



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