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Ellmer | Perry Rhodan 2278: Brennpunkt Talan | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2278, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Ellmer Perry Rhodan 2278: Brennpunkt Talan

Perry Rhodan-Zyklus "Der Sternenozean"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2277-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Der Sternenozean"

E-Book, Deutsch, Band 2278, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2277-3
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie kehren heim - und erleben die Ankunft eines Gottes Zu Beginn des Jahres 1333 Neuer Galaktischer Zeitrechn ung sind achtzehn Monate seit dem Hyperimpedanz-Schock vergangen. Langsam scheint es mit Terra aufwärts zu gehen. Allerdings muss sich die Regierung der Erde mit einer Entwicklung herumschlagen, die kosmische Verwicklungen mit sich bringt: Der Kult um den 'Gott' Gon-Orbhon, der Ende 1331 NGZ entstanden ist, wird immer mächtiger. Die seltsame Religionsgemeinschaft redet den Untergang herbei und predigt Hass auf die Maschinen. Sie scheint zudem mit einer Geistesmacht verbunden zu sein, die ihren Sitz in der Großen Magellanschen Wolke hat. Als der Kult Gon-Orbhons den Vesuv pachtet und dort umfangreiche Bauarbeiten beginnt, wird klar, dass sich etwas Wichtiges anbahnt. Auch andernorts treiben die Ereignisse ihrem Höhepunkt entgegen: Im Sternhaufen Arphonie gelingt Perry Rhodan und Atlan der Sturz des Tyrannen Tagg Kharzani, und in der Großen Magellanschen Wolke geraten Reginald Bull, Gucky und Icho Tolot in Gon-Orbhons Gewalt. All diese weit voneinander entfernt liegenden Orte sind untereinander verbunden. Kernpunkt ist das ' sechsdimensionale Juwel ', die Sonne Sol, deren dritter Planet die Erde ist. Und so wird das Solsystem zum BRENNPUNKT TALAN...

ARNDT ELLMER Er hat einen direkten Draht zu den PERRY RHODAN-Lesern: Wolfgang Kehl, im Südschwarzwald wohnhaft und unter dem Pseudonym Arndt Ellmer seit 1983 als Autor an der PERRY RHODAN-Serie beteiligt. Jede Woche erscheinen in den PERRY RHODAN-Romanen die seit 1989 von Arndt Ellmer betreuten Leserkontaktseiten, auf denen Fans diskutieren und kommunizieren. 'Bei PERRY RHODAN genießen die Leserbriefe erste Priorität', so charakterisiert Arndt Ellmer seine Aufgabe. 'Ohne den direkten Kontakt zu den Lesern wäre die Serie nie so weit gekommen.' Woche für Woche treffen Dutzende Leserbriefe und E-Mails in der PERRY RHODAN-Redaktion ein. Daneben ist der Leserkontakter auch noch in Foren und auf Facebook aktiv, um mitzubekommen, 'wie die Leser ticken'. Arndt Ellmer fasst die Essenz der Leserbriefe wöchentlich zur Leserkontaktseite (LKS) zusammen, beantwortet aber ebenso sorgfältig jedes Schreiben. 'Die Leser erwarten auf jeden Fall eine Antwort, sowohl auf Kritik als auch auf Lob und Anregungen.' Das ist nicht immer einfach: 'Für manche Leser bin ich fast eine Art Beichtvater, in diesen Briefen spiegelt sich häufig die persönliche Situation der Verfasser wieder.' Kein Wunder, dass Arndt Ellmer in Fan-Kreisen längst den Spitznamen 'der LKS-Onkel' verliehen bekommen hat. Wobei Arndt Ellmer, Jahrgang 1954, den Bezug zur Science Fiction schon recht früh herstellte: 'Mit acht Jahren entdeckte ich gewissermaßen die Sterne. Ich sah, dass es sie tatsächlich gab, die fernen Sonnen. Ein kleines Buch über den Sternenhimmel vervollständigte meinen Traum von der Unendlichkeit. Bis heute hält er mich gefangen.' Wohl auch aus diesem Grund verlor Ellmer in all den Jahren der Schule und des Studiums der Sprachwissenschaften nie den Kontakt zur phantastischen Literatur. Erste Fangeschichten erschienen in den 70er Jahren; sein erster Roman wurde 1980 im Zauberkreis-Verlag publiziert. Rasch kamen weitere Titel auf den Markt. Ebenfalls 1980 erschien das PERRY RHODAN-Taschenbuch Nummer 213 'Weg in die Unendlichkeit'. 1981 stieg Ellmer in die ATLAN-Serie ein. 1983 kam dann PERRY RHODAN hinzu. Daneben entstanden zahlreiche Einzelromane, unter anderem der beliebte Zyklus um die 'Sternenkinder'. Inzwischen hat Arndt Ellmer 200 PERRY RHODAN- und 40 ATLAN-Hefte verfasst, dazu 20 PERRY RHODAN-Taschenbücher und das Hardcover 'Im Netz der Nonggo'. Mit der CD-ROM 'Die Blues' über eines der exotischsten Völker der PERRY RHODAN-Serie setzte der Autor Maßstäbe. Neben Science-Fiction-Romanen hat sich der Autor erfolgreich in anderen Genres versucht. So schrieb er für Serien wie 'Der Hexer', 'Die Ufo-Akten', 'Vampira', 'Dämonenland' und andere. Daneben erschienen Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele unter verschiedenen Pseudonymen. Ein Treatment für einen Fernseh-Thriller rundet die bisherige Arbeit des vielseitigen Autors ab.
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2.


Terra – 8. März 1333 NGZ.

»Die Aktivierung kann jederzeit vorgenommen werden, sobald du es wünschst.«

»Und du bist dir sicher, dass du alle Spezifika beachtet hast?«, erkundigte sich Homer G. Adams misstrauisch, während er die fremde und doch aus der Vergangenheit so schmerzlich vertraute Figur umrundete.

Fast tausend Jahre lag es mittlerweile zurück, seit er ein Wesen wie dieses zum ersten Mal gesehen hatte, und der Augenblick, da es damals sein silbernes Mimikry-Feld erstmals abgeschaltet hatte, stand noch immer wie eine soeben erlebte Erinnerung in Adams' Gedächtnis.

Mein Freund ... Wie oft hatte er diese Worte von eben jenem Geschöpf gehört, und wie oft waren sie wirklich in dem Sinne ernst gemeint gewesen, in dem Terraner den Begriff für gewöhnlich verwendeten? Immer, manchmal – oder sogar niemals?

Selbst aus der Distanz so vieler Jahre vermochte es Adams nicht genau zu sagen.

»Der Spezialkonstruktions-Offensivroboter Sicherheit Homer entspricht exakt deinen Vorgaben«, antwortete LAOTSE, beinahe beleidigt. »Gestatte mir jedoch den Hinweis, dass er sehr auffällig ist. Eine etwas dezentere Konstruktion im klassischen Kugellook wäre sicherlich effizienter.«

Homer lächelte dünn. »Man lernt im Lauf von rund dreitausend Jahren eine ganze Menge über die Psychologie der Menschen. Eines davon ist der Umstand, dass man unter bestimmten Bedingungen umso weniger auffällt, je auffälliger man sich gibt. Außerdem ist Retro gerade wieder einmal total chic. Vertrau mir, LAOTSE, der kleine Kerl hier ist genau der richtige Leibwächter für mich und die kommenden Wochen.«

»Selbstverständlich vertraue ich dir, Residenz-Koordinator«, gab der Zentralrechner der Solaren Residenz zurück. »Berücksichtige aber auch, dass aus meinen Worten ausschließlich die Sorge um dein Wohlergehen spricht.«

»Du hast jederzeit über einen abgeschirmten Kanal Beobachtungs- und Kommunikationszugang zu meinem Leibwächter.« Adams räusperte sich unbehaglich.

Bin ich wirklich bereit?, fragte er sich. Will ich mich tatsächlich mit einem Gespenst der Vergangenheit einlassen?

»Also schön, LAOTSE: Aktiviere SK-OR/SH.«

Selbstverständlich war der Funkimpuls, mit dem das Residenzgehirn den knapp metergroßen Roboter in der Biohüllenverkleidung aktivierte, für Homer nicht erfassbar, doch er glaubte zu fühlen, wie die Programme im Innern des Roboters zum Leben erwachten.

»Homer – mein Freund!« In den gelben Augen glitzerte es, als SK-OR/SH sich aus seiner leicht gebückten Haltung aufrichtete. Das biomolverkleidete Metallskelett erweckte tatsächlich den gleichen Eindruck wie das knorpelige Original. »Wie laufen die Geschäfte?«

Adams schwieg, starrte den Roboter nur an. So lebensecht! Nur eben weniger als halb so groß wie das Original.

Mit klackenden Klauenfüßen trat das Kunstgeschöpf näher und schüttelte Homers Rechte mit beiden Händen, die dreieckigen Augen bannten den Blick des Residenz-Koordinators für Wirtschaftsfragen. »Sei etwas lockerer, oder erkennst du mich nicht mehr?«

»Doch«, wehrte Adams ab, etwas nervöser als notwendig. »Willkommen zurück, Stalker.«

*

Diana konnte es kaum glauben, als Adams das Büro in Begleitung des kleinen Roboters verließ.

»Ist der süß!«, hauchte sie und streckte die Hand aus, um SK-OR/SH an der knöchern wirkenden Wange zu berühren. »Beinahe wie das Original! Fast genau wie Scorchy oder Stalker.«

SK-OR/SH gab ein unwilliges Fauchen von sich, und Adams sah sie erstaunt an. »Woher kennst du Sotho Tal Ker oder seinen Animateur Skorsh? Die sind doch nur für ESTARTUlogen und Historiker noch von Belang.«

Die blonde Sekretärin grinste breit und tippte sich an die Schläfe. »Chef, du musst wirklich noch lernen, dass die Unterhaltungsindustrie tausendmal lehrreicher sein kann als wissenschaftliche Faktenhuberei. Scorchy ist Kult. Sag bloß, du kennst die Trivid-Serie aus den 490er Jahren nicht, die unlängst Holocom Pastsenz wieder aufgespürt hat und mittlerweile schon in der zwölften Wiederholung ausstrahlt? Scorchy und sein Sotho. Es gab genau 74 Folgen, in einer hat sogar Gucky mitgespielt – nicht der echte natürlich –, ehe die Serie eingeste...«

»Moment, Moment«, unterbrach Homer. »Du meinst, es gibt eine Trivid-Serie, in der Skorsh und Stalker auftauchen?«

Dianas Blick schien ihm zu sagen: Bedauernswerter Adams, lebst doch wahrhaftig hinterm Mond. Dreitausend Jahre und keine Ahnung von Klassikern des Trivid.

»Es ist eine bekannte Serie, Chef. Eine Mischung aus Drama und Comedy, sehr ansprechend. Genau wie Tipa Riordan, Oma von den Sternen oder Ricos Tagebücher aus der Kuppel. Du solltest mehr Trivid schauen, Chef, wirklich.«

Homer seufzte. »Dann habe ich mit meinem kleinen Leibwächter hier wohl den Nerv der Zeit getroffen, hm? SKOR/SH, hast du etwas dagegen, wenn wir dich ab sofort nur noch Scorchy nennen?«

Der Roboter lachte schrill. »Wenn's euch Spaß macht. Aber denkt dran, dass ich nur wie ein Animateur aussehe. Vom Wesen her bin ich Stalker weitaus ähnlicher als Skorsh.« Er peitschte mit seinem einen Meter langen Schwanz, der dem knorpeligen Rückgrat entsprang, nervös die Luft. »Können wir jetzt loslegen?«

Diana zwinkerte den beiden verschwörerisch zu. »Viel Glück, Scorchy, du machst das schon. Ach, und dir natürlich auch, Chef. Der Gleiter steht bereit, den Kode habe ich bereits an dein Multifunktionsarmband gesendet. Scorchy erhält ihn wahrscheinlich direkt über LAOTSE, oder?«

»Du hast einen guten Geschmack bei Frauen, Homer«, krakeelte Scorchy und wackelte anzüglich mit dem Kopf in Richtung Dianas eindrucksvoller Oberweite.

Adams war die Szene sichtlich peinlich, wie man am nervösen Zucken seines linken Augenlids erkennen konnte. »Du weißt, wie du mich im Notfall erreichen kannst, Diana. Aber wirklich nur im Notfall. Schließlich begeben wir uns in die Höhle des Löwen. Ich traue dem Frieden nicht.«

*

Der schwere gepanzerte Gleiter schob sich mittels Antigravfeldern aus der Solaren Residenz, hob sich auf Fahrthöhe und beschleunigte dann mit den Gravojet-Triebwerken in Richtung Westen. In rascher, wenn auch kaum halsbrecherisch zu nennender Fahrt ging es über die Gobi und die Landmasse des asiatischen Kontinents über den Bosporus und die Ägäis bis zur stiefelähnlichen Silhouette Südeuropas, die so historische Orte wie Rom und Neapel hervorgebracht hatte.

Für Adams war es ein beruhigendes Gefühl, den Gleiterstrom über Terrania zu durchfliegen. Noch vor Jahresfrist hätte er keine Prognose gewagt, wie schnell eine solche Verkehrsdichte erreicht wäre. Natürlich war sie weit vom Niveau vor 1331 NGZ entfernt, doch sie war ein Symbol für den ansteigenden Wohlstand der Menschen. Genau das, was sie brauchten.

Es gab schließlich genügend Dinge, die sie nicht brauchten. Da war die permanente Bedrohung durch das aggressiv expandierende Huhany'Tussan, das Göttliche Imperium des aufgeblasenen und trotzdem extrem gefährlichen, unsterblichen Imperators Bostich I., die in letzter Zeit allerdings vor allem im Hayok-Sternenarchipel zum heißen Krieg aufgeflammt war. Da war die drastisch beschnittene Reichweite von Raumschiffen, Funksprüchen und Ortungsinstrumenten. Nicht zu vergessen der extrem erhöhte Schwund an Hyperkristallen bei zugleich nachlassender Leistung.

Da waren ganze Sternhaufen – er wusste zumindest von Jamondi alias Camouflage und der Paukenwolke –, die mehr oder weniger unverhofft aus dem Hyperraum ins Standarduniversum stürzten und allerlei unliebsame Überraschungen ausspeien konnten, ähnlich wie die Büchse der Pandora. Da war die Leiche einer Superintelligenz inmitten der Sonne Sol, die eine Verbindung in die Große Magellansche Wolke spannte.

Aber das waren alles Angelegenheiten, die sich seinem direkten Zugriff entzogen und die nicht – noch nicht – direkt auf Terra wirkten. Eine andere Sache jedoch war möglicherweise in den Bereich des Beeinflussbaren gerückt: die sektiererische Gruppe um Carlosch Imberlock, die so genannten Gläubigen des Gottes Gon-Orbhon.

Gon-Orbhon mochte vieles sein, aber ganz gewiss kein Gott. In jedem Fall stellten er und seine Kirche eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung Terras dar. Seine Anhänger waren Gegner der Technik, zumindest gaben sie dies vor; sie beteten das »Erwachen« ihres Gottes an, verkündeten das darauf sich anschließende Weltende einschließlich ihrer eigenen Erhebung und der Vernichtung aller anderen, und sie verübten Attentate. All das war mittlerweile nachgewiesen und doch wieder nicht, so merkwürdig dies auf einen Außenstehenden wirken mochte.

Julian Tifflor bekam die Angelegenheit zudem nicht recht in den Griff, weil sich Gon-Orbhons Jünger praktisch überall befinden konnten und die Hauptmasse der Fanatiker zudem direkt am Nervenzentrum der LFT hauste: Zwischen Solarer Residenz und Waringer-Akademie hatten sie ihren schwarzen, stachligen »Tempel der Degression« erbaut.

In den letzten Tagen hatten sich die Rahmenbedingungen allerdings verändert, und Adams rechnete sich dies zum Verdienst an: Carlosch Imberlock hatte den Tempel, den Mittelpunkt des Kultes, auf einen anderen Kontinent verlegt und eigens ein neues Grundstück gepachtet: den Vesuv. Es war dem buckligen Finanzgenie klar, dass der Sektierer damit gewiss einen oder mehrere Hintergedanken verband, aber dieses Risiko...



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