Elsner / Höcker / Decker | Krieg, Aggression und Todestrieb | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 220 Seiten

Reihe: Psyche und Gesellschaft

Elsner / Höcker / Decker Krieg, Aggression und Todestrieb

Kritische Theorie - Psychoanalytische Praxis
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8379-6347-2
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Kritische Theorie - Psychoanalytische Praxis

E-Book, Deutsch, 220 Seiten

Reihe: Psyche und Gesellschaft

ISBN: 978-3-8379-6347-2
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Seit sich die Ukraine dem russischen Überfall widersetzt und die israelische Armee nach dem Überfall der Hamas in den Gazastreifen einmarschierte, hat sich ein Stimmungsumschwung in Europa vollzogen. Seine Parole: Krieg ist nicht immer falsch. Zur Verteidigung ist er unausweichlich und muss dann beherzt geführt und unterstützt werden.

Wie verhalten sich Psychoanalyse und Kritische Theorie zu jeglichen Formen menschlicher Aggression und kriegerischer Absichten? Bietet das psychoanalytische Konzept des Todestriebs heute noch tiefergehende Erklärungsansätze? Die Beiträger*innen fragen jenseits aktueller Kriegsschauplätze auch nach den Hintergründen alltäglicher Gewalt und Unterdrückung, die sich auch in Form des ökonomischen Wachstumszwangs und der asymmetrischen Produktion von Reichtum und Armut zeigen.

Mit Beiträgen von Burkhard Brosig, Roman Dubasevych, Daniela Foohs, Robi Friedman, Natalie Gittner, Bernard Görlich, Sabrina Klein, Markus Kumpfmüller, Marie-Kristin Müller, Bernd Nitzschke, Henriette Rodemerk, Katharina Rothe, Johanna Maj Schmidt und Heinz Weiß

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Weitere Infos & Material


Todestrieb oder neue Entsublimierung? Einleitung
Christoph Tu¨rcke, Steffen Elsner, Charlotte Höcker und Oliver Decker

Krieg und Frieden – Regression oder Progression? Kritische Anmerkungen zu Sigmund Freuds Überlegungen zur »Kulturentwicklung«
Bernd Nitzschke

»Dynamit in den Taschen«. Krieg, Propaganda und Todestrieb bei Sigmund Freud und seinen Nachfolgern
Heinz Weiß

Zur Bedeutung von Schamabwehr und narzisstischer Kränkung fu¨r die Affinität zu Propaganda und Krieg. Kommentar zum Beitrag von Heinz Weiß
Marie-Kristin Mu¨ller

»Warum Krieg?« – Warum »Todestrieb«? Freuds Antwort im Briefwechsel mit Einstein und Botschaften der »mythologischen Trieblehre«
Bernard Görlich

Die »konstitutionelle Intoleranz« und das Schuldgefu¨hl. Kommentar zum Beitrag von Bernard Görlich
Markus Kumpfmu¨ller

Eine neue Sichtweise auf Joseph und seine Bru¨der. Geschwister als potenzielle Rettung vor elterlicher Destruktivität
Robi Friedman

Erkundung der Gefängnismatrix. Forschungsreflexionen zum Konfliktgeschehen in einer totalen Institution
Henriette Rodemerk & Natalie Gittner

Heldentum, Männlichkeit, Krieg. Die Geschichte einer traumatischen Wiederholung
Roman Dubasevych

Sublimierte und entsublimierte Sehnsu¨chte nach dem Heroischen. Kommentar zum Beitrag von Roman Dubasevych
Johanna Maj Schmidt

Transgenerationales Trauma und gesellschaftliche Gewalt. Klinische Szenen im soziopolitischen Kontext
Katharina Rothe

Psychotherapie zwischen Entwicklungsförderung und Unterdru¨ckung – eine kritische Auseinandersetzung mit Marcuse und Saketopoulou. Kommentar zum Beitrag von Katharina Rothe
Sabrina Klein

Zerstörung des Körpers zur Rettung der Seele. Autoaggressive Prozesse im Jugendalter
Burkhard Brosig

Psychoanalytische Behandlung autoaggressiver Störungen als Denkmodell fu¨r gesellschaftliche Aggression? Kommentar zum Beitrag von Burkhard Brosig
Daniela Foohs


Weiß, Heinz
Heinz Weiß ist Chefarzt der Abt. für Psychosomatische Medizin am Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart; 1992/93 war er Visiting scientist an der Tavistock Clinic, London, und ist Guest Member der British Psychoanalytic Society; er publizierte zur Theorie, Geschichte und Behandlungstechnik der Psychoanalyse sowie zu Borderline-Störungen und pathologischen Persönlichkeitsorganisationen.

Nitzschke, Bernd
Bernd Nitzschke ist Lehranalytiker, Supervisor und Dozent am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Düsseldorf e.V.
Er hat in Erlangen, München und Marburg Psychologie, Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Während und nach dem Studium war er als Wissenschaftspublizist u. a. für DIE ZEIT sowie als Lektor tätig in den Verlagen Christian Wegner (1970 Lektor), Rowohlt (1971-73 verantwortlicher Redakteur der Reihe »rororo-sexologie«) und Kindler (1978-79 redaktionelle Betreuung der Enzyklopädie »Die Psychologie des 20. Jahrhunderts«). Von 1979-87 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Seit 1988 ist er in Düsseldorf in eigener Praxis niedergelassen.
Nitzschke ist Mitbegründer des Periodikums »Luzifer-Amor - Zeitschrift für die Geschichte der Psychoanalyse«, Mitherausgeber der »Zeitschrift Psychoanalyse - Texte zur Sozialforschung« sowie Redaktionsmitglied des Periodikums »Werkblatt - Zeitschrift für Psychoanalyse und Gesellschaftskritik«.
 
Veröffentlichungen u.a.:

Die reale Innenwelt. Anmerkungen zur psychischen Realität bei Freud und Schopenhauer. München (Kindler) 1978.

Der eigene und der fremde Körper. Bruchstücke einer psychoanalytischen Gefühls- und Beziehungstheorie. Tübingen (Konkursbuch Verlag) 1985.

Wir und der Tod. Essays über Sigmund Freuds Leben und Werk. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1996.

Aufbruch nach Inner-Afrika. Essays über Sigmund Freud und die Wurzeln der Psychoanalyse. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 1998.

Das Ich als Experiment. Essays über Sigmund Freud und die Psychoanalyse im 20. Jahrhundert. Göttingen (Vandenhoeck & Ruprecht) 2000.

Kastrationsangst und phallischer Triumph. Anmerkungen zu Sigmund Freuds Männlichkeitskonstruktion. In: Arx, S. von/Gisin, S./Grosz-Ganzoni, I./Leuzinger, M. & Sidler, A. (Hrsg.): Koordinaten der Männlichkeit. Orientierungsversuche. Tübingen (edition diskord) 2003, S. 49-66.

Das magische Dreieck - Otto Gross, C.G. Jung, Sabina Spielrein. Ein Bericht aus der Frühgeschichte der Psychoanalyse. In: Goetz von Olenhusen, A. & Heuer, G. (Hrsg.): Die Gesetze des Vaters. 4. Internationaler Otto Groß Kongreß - Robert-Stolz-Museum - Karl-Franzens-Universität Graz, 24.-26. Oktober 2003. Marburg (LiteraturWissenschaft.de) 2005, S. 210-222.

Wie »es« vor und nach Freud mit dem »Es« so zuging. Forum der Psychoanalyse 2006, 22, S. 315-320.

(Hrsg.) Zu Fuß durch den Kopf - Wanderungen im Gedankengebirge. Ausgewählte Schriften Herbert Silberers - Miszellen zu seinem Leben und Werk. Tübingen (edition diskord) 1988.

(Hrsg.) Freud und die akademische Psychologie. Beiträge zu einer historischen Kontroverse. München (Psychologie Verlags Union) 1989.

Türcke, Christoph
Christoph Türcke ist emeritierter Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er wurde 2009 mit dem Sigmund-Freud-Kulturpreis ausgezeichnet.

Stand: März 2025

Elsner, Steffen
Steffen Elsner ist Psychoanalytiker (DGPT, DPV, IPA) und Psychologischer Psychotherapeut in Berlin. 2019 wurde er mit dem Förderpreis der Stiftung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung ausgezeichnet und erhielt einen Research Grant der International Psychoanalytical Association.

Stand: März 2025

Decker, Oliver
Oliver Decker ist Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung und Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts, beide Universität Leipzig. Als Professor an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin lehrt er Sozialpsychologie und interkulturelle Praxis.

Stand: März 2025

Brosig, Burkhard
Burkhard Brosig ist Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie und Lehranalytiker der DPV/IPV/DGPT. Seine Schwerpunkte sind die Verarbeitungsprozesse rund um chronische Erkrankungen und das Zusammenspiel zwischen seelischen Traumen, emotionalen Regulationsprozessen und der Entstehung körperlicher Erkrankungen. Dabei werden soziale, familiäre und psychophysiologische Wechselwirkungen in einem Gesamtkonzept berücksichtigt.

Neben den psychosomatischen Reaktionsmodi beschäftigte sich Burkhard Brosig mit der Psychoanalyse von Körperbild und Körpernarzissmus im Kontext von Transplantationen und anderen medizinischen Interventionen (Lifestyle-Medizin, Rekonstruktive und ästhetische Chirurgie). Er prägte den Begriff des »Dorian-Gray-Syndroms« als Ausdruck der Sehnsucht des Individuums nach Zeitlosigkeit und überdauernder Schönheit.
Er verbindet in seinen Arbeiten zu Anwendungen der Sozialen Therapie in der Kinderpsychosomatik psychosomatische Konzepte mit pädagogischer Förderung und ist Mitbegründer des KroKi-Hauses Gießen, einer stationären Jugendhilfeeinrichtung mit psychosomatischem Anliegen.

Friedman, Robi
Robi Friedman ist klinischer Psychologe und als Gruppenanalytiker in privater Praxis in Haifa sowie als Dozent an der Haifa University tätig. Er ist ehemaliger Präsident der Group Analytic Society, Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender des Israel Institute of Group Analysis sowie Lehranalytiker am Seminar für Gruppenanalyse Zürich.

(Stand: Februar 2018)

Höcker, Charlotte
Charlotte Höcker ist Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Else-Frenkel-Brunswik-Institut sowie am Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig.

Stand: März 2025

Schmidt-Hellerau, Cordelia
Cordelia Schmidt-Hellerau ist Privatdozentin für Klinische Psychologie mit Schwerpunkt Psychoanalyse, Lehranalytikerin und Supervisorin der Schweizerischen Psychoanalytischen Gesellschaft und Mitglied der Amerikanischen Psychoanalytischen Vereinigung. Veröffentlichungen zur theoretischen und klinischen Psychoanalyse. Sie lehrt und arbeitet in freier Praxis in Boston, USA.



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