England | IM ANGESICHT DES FEINDES (Shadow Warriors 4) | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 4, 500 Seiten

Reihe: Shadow Warriors

England IM ANGESICHT DES FEINDES (Shadow Warriors 4)

Thriller
überarbeitete Ausgabe
ISBN: 978-3-95835-706-8
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Thriller

E-Book, Deutsch, Band 4, 500 Seiten

Reihe: Shadow Warriors

ISBN: 978-3-95835-706-8
Verlag: Luzifer-Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nach dem Terroranschlag auf Balmoral in Schottland ist Ex-CIA-Agent Harry Nichols auf sich allein gestellt und auf der Flucht - vor dem britischen Geheimdienst, aber auch seinen früheren Arbeitgebern. Um unterzutauchen, bleibt ihm nur eine Wahl: seine paramilitärische Erfahrung zu nutzen und sich dort zu verstecken, wo man ihn am wenigsten vermuten wird - unter seinen größten Feinden ... 'Eine fantastische Reihe eines grandiosen neuen Autors. Sehr zu empfehlen.' - Brad Thor Seine Flucht führt ihn nach Belgien. Mit seinem über die Jahre erworbenen Wissen taucht er bei der muslimischen Bevölkerung unter und gibt sich als zum Islam konvertierter Dschihadist aus. Doch er ahnt nicht, dass sich die jungen Männer in seinem Umfeld bereits radikalisiert haben und einen Terroranschlag planen. Während die Grenzen zwischen Freund und Feind für ihn immer mehr verschwimmen, versucht er alles, die geplanten Anschläge zu behindern und die belgischen Geheimdienste zu warnen, ohne jedoch sich selbst zu erkennen zu geben. Aber wie oft kann ein Mann allein die Welt retten ... und zu welchem Preis?

In seiner 'Shadow Warriors'-Reihe portraitiert Bestseller-Autor Stephen England den Kampf gegen den Terror auf schonungslos realistische Art, ohne dabei die Charaktere, Fragen der Moral und die psychologischen Folgen einer solchen Arbeit aus den Augen zu verlieren. Um seine Bücher mit dem größtmöglichen Maß an Realismus unterfüttern zu können, widmete er beinahe ein ganzes Jahrzehnt der umfangreichen Recherche über die Natur des Islams, den Mittleren Osten, Spionage und Anti-Terror-Einsätze. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat, denn Autorenkollegen als auch begeisterte Leser halten seine Romane für 'die perfekten Spionage-Thriller über unsere chaotische Zeit - zynisch, und mit nur einer Handvoll tapferer Männer, die den modernen Barbaren die Stirn bieten wollen.'
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Kapitel 1


In dem Konferenzzimmer war es kühl, beinahe kalt, dachte Anaïs Brunet und starrte mit verschränkten Armen den Mann in einer französischen Militäruniform am anderen Ende des Tisches an.

Ein fensterloser und schallisolierter Raum, tief in dem unauffälligen, streng bewachten Bürogebäude im fünfzehnten Arrondissement verborgen, welches das französisch-amerikanische Terrorismusabwehrzentrum die letzten fünf Jahre über beherbergte, und von denen sie drei Jahre lang all deren Aktivitäten als Leiterin des General Directorate for External Security (oder DGSE, wie es in der Presse gemeinhin bezeichnet wurde) überwacht hatte.

»Er ist erst seit drei Wochen undercover, Lucien«, sagte sie schließlich und räusperte sich. »Das ist noch viel zu früh, um Ergebnisse zu erwarten.«

was sie jedoch nicht hinzufügte. Der Versuch, einen Agenten in ein islamistisches Terrornetzwerk zu schmuggeln, war ein überaus riskantes Unterfangen. Besonders dann, wenn es sich um eine Splittergruppe handelte, die so abgeschottet und verschworen operierte wie die in Molenbeek in Belgien.

»Ich weiß, ich weiß«, antwortete General Lucien Gauthier eilig und schüttelte den Kopf. Der ehemalige Fremdenlegionär hatte nur fünf Jahre zuvor noch Truppen im Norden Malis befehligt und als Teil der Stützpunkte der Dschihadisten ausgehoben, und der Wechsel von der aktiven Aufstandsbekämpfung zur reinen Geheimdienstarbeit, als er die Leitung der Alliance Base übernommen hatte, war ihm nicht immer leicht gefallen. »Aber hätte er nicht zumindest mittlerweile zu uns herstellen sollen?«

Brunet zuckte mit den Schultern. Ihr Mann war bereits mehr als die von ihr erwähnten drei Wochen im Einsatz, aber erst mit zunehmender Nähe zu den von ihnen verdächtigten Zielpersonen hatten sich die Kommunikationsprotokolle geändert. »Was sollte LYSANDER denn ihrer Meinung nach tun, Mit uns Kontakt halten oder sich mit den Islamisten anfreunden? Armand konnte bestätigen, dass er noch lebt – zumindest bis vor achtundvierzig Stunden – also glaube ich nicht, dass wir ein Problem haben.«

»Das haben wir auch nicht, Anaïs«, sagte Gauthier schließlich mit zitternder Stimme, als er sie über den Konferenztisch hinweg anblickte. »Das haben wir nicht … nicht. Aber wenn das nächste Mal eine Bombe in dieser Stadt explodiert … oder in Marseilles, oder in Nizza … Sie haben doch gesehen, was in England los ist, die Unruhen in den Straßen. Sie haben die Demonstranten vor der amerikanischen Botschaft hier in Paris gesehen, nach dem Drohnenangriff im Sinai letzte Woche.«

Er holte tief Luft, bevor er weitersprach und dabei mit dem Zeigefinger auf das Eichenholz des Tisches tippte, um jedes Wort zu unterstreichen. »Unsere Uhr läuft ab.«

Dagegen ließ sich nichts sagen, sosehr es sich Brunet auch gewünscht hätte. Sie öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, aber in diesem Moment öffnete sich die Tür des Konferenzzimmers, um einen Mann mittleren Alters, etwas älter als sie, in einem dunklen und etwas zerknitterten Anzug und locker sitzender Krawatte hereinzulassen – zweifellos der gnadenlosen Hitze in Paris geschuldet.

»Daniel«, sagte sie und erhob sich, um den Chief of Station Paris der CIA, Daniel Vukovic, zu begrüßen – einen Karrieristen des Intelligence Directorate der Agency, der schon mehrere Jahre in Frankreich verbracht hatte. »Bitte, setzen Sie sich doch – wir sprachen gerade über LYSANDER.«

»… werfen weitere Fragen auf, nachdem nach und nach immer mehr Details über den Drohnenangriff auf der Sinai-Halbinsel letzten Dienstag auftauchten, bei dem mehr als dreißig Zivilisten zu Tode kamen und bei dem es sich offensichtlich um den fehlgeschlagenen Versuch handelte, den führenden Geistlichen des Islamischen Staates, Umar ibn Hassan, auszuschalten. Zu diesem kontroversen Thema begrüßen wir jetzt bei uns die Menschenrechtsaktivistin Claire Zmirak. Herzlich willkommen, Claire. Könnten Sie uns darlegen, wie sich die Lage für Sie darstellt?«

»Natürlich, Matt. Danke, dass Sie mir Gelegenheit dazu geben. Zuerst möchte ich klarstellen, dass …«

Senator Roy Coftey verzog beim Klang der Stimme der Frau das Gesicht und widmete sich wieder dem Gesetzesentwurf auf seinem Schreibtisch, während die CNN-Übertragung weiterlief. Die Meldungen über das Desaster im Sinai vor drei Tagen rissen seither nicht ab, füllten die Fernsehnachrichten und breiteten sich in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer aus.

Und auf dem Capitol Hill waren alle in Panik.

resümierte der ehemalige Green Beret ironisch und schüttelte seinen massigen Kopf. Daran hatte sich wenig geändert, seit er ein Special-Forces-A-Team im Dschungel einer Gegend anführte, welche später von den Überlebenden nur noch ›Nam‹ genannt werden sollte.

Ein langer, bitterer Krieg, den er und seine Brüder gewonnen, die Politiker aber verloren hatten.

Er war nach Washington gekommen, um das zu ändern. Um die Dinge in Ordnung zu bringen. Aber was hatte sich geändert, nun, drei Jahrzehnte später?

.

Der Drohnenangriff war eine CIA-Operation gewesen, in die er als Vorsitzender des Senate Select Committee on Intelligence eingeweiht worden war. Jene Art von Einsatz, deren Führung in den Händen der Agency zu überlassen er hart gerungen hatte. Bis zum letzten Moment in kompletter Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Militär ausgeführt – etwas, das Kairo nun abstritt, um seinen Moment scheinheiliger moralischer Entrüstung voll auskosten zu können.

Aber trotz aller Vorsicht und Kontrolle war irgendetwas da draußen in der Wüste schiefgegangen. Und nun gierten die üblichen Verdächtigen nach Blut.

»… ich denke wirklich, dass Menschen wie Mr. Carr das eigentliche Problem dieser Geschichte nicht verstehen«, sagte Claire Zmirak und lenkte mit ihrer Stimme seine Aufmerksamkeit wieder auf den Fernseher. »Es geht in der Hauptsache gar nicht darum, dass dieser Angriff fehlschlug, dass unschuldige Zivilisten getötet wurden oder dass sich Hassan nicht unter den Toten befand, sondern darum, dass er niemals hätte durchgeführt werden dürfen. Umar ibn Hassan ist amerikanischer Staatsbürger, in Duluth, Minnesota geboren, keine dreißig Meilen von meiner Heimatstadt entfernt.«

Sic semper proditores.

So ergeht es den Verrätern.

Aber sie war noch nicht fertig und überhörte einfach einen undeutlichen Einwand ihres Gastgebers. »Und als amerikanischer Staatsbürger verdient er es, vor einem Gericht angehört zu werden – und nicht von seiner eigenen Regierung in einem fremden Land umgebracht zu werden. Präsident Norton muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden – diese Art von willkürlichem Mord aus der Ferne war kennzeichnend für die Hancock-Administration, und er ist angetreten, dem ein Ende zu bereiten – nicht, um die gleiche Politik fortzuführen.«

Aber so wie alle Präsidenten, hatte auch Norton bei seiner Ankunft im Oval Office feststellen müssen, dass die Realität ein wenig … anders aussah, als er es sich vorgestellt hatte, dachte Coftey und schaltete den Fernseher auf stumm, um sich wieder seiner Arbeit zu widmen. . Dem Bereich, in dem jene, die damit beauftragt waren, dafür sorgten, dass die Welt weiterhin funktionierte, weitab vom Elfenbeinturm.

Einen Moment später klingelte das Handy des Senators. Als er die Stimme am anderen Ende hörte, wurde sein Gesicht immer länger. »Ellis hat gesagt?«

Er schüttelte den Kopf, klemmte sich das Handy zwischen Ohr und Schulter und stand auf, um nach seinem Anzugjackett zu greifen. Das war nicht gut – das war alles andere als gut.

»Er und ich … wir hatten eine Abmachung.«

»… die amerikanische Regierung ist bislang noch eine Erklärung für ihre Rolle bei dem Angriff schuldig geblieben, welcher letzte Woche im Sinai das Leben unschuldiger Zivilisten forderte. Sie …«

Die Stimme des französischen Nachrichtensprechers fuhr fort, als Harry Nichols die kleine Küche des Appartements betrat. Die Geschichte aus dem Sinai wurde mit jedem Tag trostloser. Ein gescheiterter Einsatz der Agency.

»Die werden uns umbringen, Mann«, hörte er eine Stimme und sah zu seinem Wohngenossen, der mit einem halb verzehrten und mit Marmelade beschmierten Bagel vor dem Kühlschrank stand und auf den Fernseher starrte. »Jeden Tag bringen auf der ganzen Welt mehr wahre Gläubige um.«

Einer der beiden Brüder, mit denen er sich das Appartement teilte. Beide entstammten der zweiten Generation eingewanderter Marokkaner. Der jüngere Bruder, Reza, besuchte die Universität in Brüssel, wo er studierte, um ein Ingenieur zu werden. Yassin … nun, Yassin arbeitete, oder suchte vielmehr Arbeit.

Er hatte keinen Job, seit Harry ihn kennengelernt hatte – und es hätte ihn auch nicht überrascht zu erfahren, dass er seit der Schule noch nie gearbeitet hatte. Viele junge Belgier arbeiteten...



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